Auch im neuesten Terrorakt in Köln muß man sich bzgl. der Wahrheit über Feindsender – äh ausländischen Presseportale – informieren

https://astrologieklassisch.wordpress.com/2018/10/16/terror-in-koeln-so-werden-sie-fuer-dumm-verkauft-deutsche-medien-sprechen-von-mann-geiselnehmer-oesterreichische-von-is-terroristen/

meinen zumindest auch die Unbestechlichen:

 https://dieunbestechlichen.com/2018/10/terror-in-koeln-so-werden-sie-fuer-dumm-verkauft-deutsche-medien-sprechen-von-mann-geiselnehmer-oesterreichische-von-is-terroristen/

Angriff gegen Deutschlands Energie-Wirtschaft

Die GrünIXe leisten dafür ihren Beitrag über Vorort-Aktivismus (übrigens sehr lehrreiche Guerillataktiken!), die Gerichte bereiten den Weg und die EU (besonders Frankreich) arbeitet sowieso mit Vorliebe an der Demontage des Industriestandortes Deutschland. Sei es in Bezug auf unsere Energiegrundlage, Transport, intelligente Menschen oder Patente… was nicht abgesaugt werden kann, muß zerstört werden.

Dieselfahrverbote und Feinstaub: https://fatalistnsuleaks.wordpress.com/2018/10/16/warum-gibt-es-dieselfahrverbote-eigentlich-nur-in-deutschland/#like-11820

oder hier: http://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/2018/03/03/dieselmania-in-duemmerland-selbstzerstoerung-durch-faktenbefreite-bloedheit/

Die Guerilleros vom Hambacher Forst… RWE muß nun die Kraftwerkauslastung drosseln, was sehr viel Geld kostet und die Energieversorgung gefährdet.

Bevor ich weiter über die Folgen schreibe, muß ich noch anmerken, daß es auch etwas Gutes hat, wenn wegen eines Möchtegernwaldes mit Gewächsen, die mehr nach Gebüsch aussehen als nach Wald, 50.000 Leute – wohlgemerkt nicht wenige aus dem AUSLAND! – zusammenkommen, während bei viel wichtigeren politischen Themen die Teilnehmerzahlen dreisteillig bleiben, mit viel Glück einmal 5000 erreichen. Bei den Bilderbergertreffen ein paar „Hanseln“ erscheinen und ansonsten 30 Leute in Berlin Volkstanzeln (Respekt für all die Wenigen!). Das Gute an dem Kohle-Abbau-Stopp ist, daß unsere Kinder und Enkel zumindest noch etwas von dieser wichtigen Ressource haben werden und nicht alles jetzt in den Ofen geschoben wird für eine Generation, die dermaßen dekadent ist, daß man nichts mehr dazu sagen kann.

Insbesondere die sich am Hambacher Forst einfindenden Ausländer sollten sich besser um ihre eigenen Probleme kümmern, um ihre eigenen AKWsund Zwischenlager, Urananreicherungsstätten,  um ihre Brandstiftung und Brandrodung, um ihre Beteiligung an der Abholzung tropischer Wälder… wie wär´s mit CO2 Protesten in Israel, Syrien, Yemen oder bei den nächsten Nahtod-Manövern? So ein Leopardpanzer frißt immerhin stattliche 218 Liter auf 100 km http://www.panzerbaer.de/types/bw_kpz_leopard_2_a6-a.htm  und weder Putins noch Trumps Gerätschaften werden weniger verbrauchen.

Oder die Bundeswehrfighter mit ihren 4,5 bis 6 Liter Kerosin (Flugzeug-Diesel) pro SEKUNDE! 

Die Betankung eines einzigen Contaierschiffes: http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/containerschiffe-einmal-volltanken-fuer-5-3-millionen-euro-12127095.html

Die Weltflotte von 90.000 Schiffen verbrennt rund 370 Millionen Tonnen Treibstoff pro Jahr, was einer Emission von 20 Millionen Tonnen Schwefeloxid entspricht. Allein die 15 größten Schiffe der Welt stießen pro Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos, so der NABU (Naturschutzbund Deutschland). Und der Schwefelausstoß dieser Wagenmenge (knapp 90.000 Tonnen) würde von nur 24 Containerschiffen egalisiert, hat die die in den Niederlanden ansässige DK-Group Marine Industry Innovators ermittelt. Sie kommt auch zu dieser Aussage: Der Schwefelausstoß der Schifffahrt beträgt „das 97-fache der kommerziellen Flugzeugflotte.“…Dass „ein einziger Ozeanriese auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe ausstoße wie fünf Millionen Pkw auf gleicher Strecke“… weiterlesen:

Warum protestieren die IXe nicht auf den Flughäfen? So ein relativ kleiner Airbus frißt 1700 Liter auf 100 km.  Aktuelle Zahlen allein vom Flughafen Frankfurt: Im August 2018 zählte der Flughafen Frankfurt etwa 6,8 Millionen Fluggäste, ein Anstieg um 8,1 %. Seit Jahresbeginn verbuchte Frankfurt ein Passagierwachstum von 8,7 %. Der Europaverkehr blieb dabei weiterhin Hauptwachstumstreiber. Die Zahl der Flugbewegungen erhöhte sich um 8,0 % auf 46.389 Starts und Landungen. Mit einem Plus von 5,5 % stieg die Summe der Höchststartgewichte auf etwa 2,9 Millionen Tonnen an. Das Cargo-Aufkommen blieb mit 182.589 Tonnen auf Vorjahresniveau (plus 0,8 %).

Aber auch GrünIXe reisen eben gerne. Ob zu ihrem USA Praktikum nach Washington, dem Schüleraustausch nach London, zu der Pinguin-Kolonie in Südamerika oder einfach nur zur Party Ballermann. Die kindliche, gefährliche Anschauung der Demonstranten um den Hambacher Forst zeigt sich nicht nur in der verniedlichenden Sprechweise: Der „HAMBI“ bleibt.  Das ist ja wie in der Sesamstrasse! Die Kindlichkeit mischt sich zudem mit gefährlich kriminellem Tun, wenn in Räuber und Gendarm Manier Fallen für die Arbeiter und Geräte im Forst errichtet werden (siehe Bericht ein paar Zeilen weiter unten). Auch die NWO Eliten freuen sich ob dieses Protestes zigtausender Menschen, denn es bedeuted, daß deren Zukunftsprognosen stimmen: Die Menschen der NWO wollen sich Teil eines größeren Ganzen fühlen. Sie WÜNSCHEN SICH eine Ideologie, etwas, an das sie glauben können, etwas, das sie SCHÜTZEN dürfen. Sie wollen GEBRAUCHT werden und sich OPFERN für etwas HÖHERES. Und was bietet sich für eine GLOBALE NEUE WELTORDNUNGSELITE als  Projektionsleinwand für Idealisten besser an als die Erde, die Natur, der hilflose Planet in den Krallen des Raubtieres Mensch.

Zwischenzeitlich und unvermeidliche kommt es im Verlauf der Ereignisse zum  Jobverlust für manch einen RWE Mitarbeiter: https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/rwe-kuendigt-wegen-hambacher-forst-stellenabbau-an_aid-33639071 : Am größten Tagebau im rheinischen Revier hängen 4600 Jobs. Der Rodungsstopp im Hambacher Forst werde Stellen kosten, sagt RWE-Chef Schmitz. Kündigungen schließt er nicht aus. …

Kurzarbeit sei dagegen ungeeignet für Kraftwerke, die im Schichtbetrieb gefahren würden. Sobald RWE einen Überblick habe, wie sich die Drosselung der Braunkohle-Förderung auswirke, werde man mit Gewerkschaften und Betriebsräten sprechen.

Vor einer Woche hatte das Oberverwaltungsgericht Münster überraschend die Rodung der letzten Flächen des Hambacher Forsts untersagt, und zwar bis zu einem endgültigen Urteil durch das Bundesverwaltungsgericht.

RWE geht davon aus, womöglich erst 2022 roden zu können. Bis dahin soll der Betrieb gestreckt werden. „Wir senken die Förderung um zehn bis 15 Millionen Tonnen im Jahr und müssen die Auslastung der Kraftwerke und Veredlung zurückfahren“, so Schmitz. Derzeit fördert RWE in Hambach 40 Millionen Tonnen.

Schmitz erwartet, dass der Konflikt weitergeht: „Nichts ist vorbei, der Kampf um Hambach geht weiter. Die Aktivisten haben angekündigt, dass sie wieder Baumhäuser besetzen und Barrikaden errichten wollen. Das ist schon in vollem Gange.“

Erst am Freitagmorgen entdeckte RWE nach eigenen Angaben auf einer Straße am Wald „einen durch Aktivisten ausgehobenen Graben“. Diesen habe RWE mit Beton verschlossen. Kurz darauf seien Eisenstangen als Falle in den noch feuchten Beton gesteckt worden (die aktuellen Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveblog)

Schlau sind sie jedenfalls, diese Aktivisten. Zuerst an taktisch kluger Stelle Gräben ausheben wohlwissend, daß RWE als Gegenmaßnahme den Beton dazu liefert… und dann mit Eisen bewehren… Respekt vor dieser Guerilla- Taktik. Den Feind für sich arbeiten lassen…

 

War RWE bisher stolz darauf, den Stellenabbau durch den Kohleausstieg sozialverträglich gestaltet zu haben, also ohne Kündigungen, so scheint das nun nicht mehr möglich zu sein. Bereits der „sozialverträgliche“ Stellenabbau in jeder Realwirtschaft, also produzierenden Unternehmen, ist eine Katastrophe, denn diese Arbeitsplätze stehen niemandem mehr zum Broterwerb zur Verfügung. Und nur produzierende Jobs und einige Dienstleistungen wie Transport und Verkauf realer Güter sowie Gesundheitsdienstleistungen zum Erhalt der Arbeitskraft… können zur Realwirtschaft gezählt werden. Alles andere ist eine illusionäre Blase.

Da unsere Energieversorgerindustrie bereits am Boden liegt und nur noch darum kämpft, überhaupt noch atmen zu können (siehe dazu auch Dr. Steinert), reiben sich ausländische Konzerne bereits die Hände. Die GrünIXe, die ständig nach Grenzenlosigkeit und Nationalstaatenabschaffung schreien, haben eine Sehfähigkeit, die abrupt an der deutschen Grenze in Blindheit umschlägt. Keine AKW´s in der BRiD! Abschaltung! Dafür tummeln sich dann die Meiler hintereinander auf französischer Rheinuferseite. Von Deutschen völlig unbeeinflußbar. Und was ist eigentlich mit Tschechien?

Lassen wir RWE zu Wort kommen:

„…Es macht Freude, ein Unternehmen zu führen, dass die Stromversorgung sichert. Zudem leistet RWE viel fürs Klima: Wir haben unseren Kraftwerkspark modernisiert, alte Anlagen stillgelegt und durch effiziente ersetzt. Wir haben einen festen Fahrplan für die weitere Minderung der Treibhausgas-Emissionen.

Dennoch wächst der gesellschaftliche Druck. Läuft die Zeit für die Braunkohle ab?

Kohleverstromung ist ein endliches Geschäft, das wissen wir. Aber noch ist die Zeit der Braunkohle nicht abgelaufen. Schon jetzt gehen Braunkohlenblöcke in die Reserve, zusätzlich sind Blöcke mit Kapazitäten von sieben Gigawatt bei der Netzagentur zur Stilllegung angemeldet. Bis 2022 folgen weitere elf Gigawatt bei der Kernkraft. Ohne Braunkohle ist die Stromversorgung in der kalten Dunkelflaute nicht zu sichern. In Nordrhein-Westfalen deckt Kohle 80 Prozent des Strombedarfs.

Das OVG hat RWE die weitere Rodung des Hambacher Forst untersagt. Warum lassen Sie den Wald nicht stehen, wenn der Kohleausstieg ohnehin kommt?

Im Hambacher Forst geht es doch nicht um Braunkohle, die wir 2030 brauchen, sondern in den nächsten beiden Jahren. Wir roden auch nicht verantwortungslos drauflos, sondern auf Basis der Leitentscheidung, also der politischen Rahmensetzung, die die rot-grüne Landesregierung 2016 getroffen hat.

…  50 Unternehmen forderten jüngst den Kohleausstieg – auch Eon. Mussten Sie Ihre Tochter Innogy bremsen, den Appell nicht zu unterschreiben?

Nein, zwischen Innogy und RWE passt kein Blatt. Ich bin aber verwundert, wie Eon sich positioniert. Noch vor kurzem war Eon selbst Kohleverstromer, nun sind die Kohlekraftwerke bei der Tochter Uniper.

Eon verkauft Uniper aber gerade an den finnischen Versorger Fortum. Es gibt Spekulationen, Fortum wolle die deutschen Kraftwerke weiterverkaufen, etwa an RWE…

Die Frage stellt sich gar nicht, denn Fortum hat sich klar geäußert. Aber unsere Marschroute bleibt: Die Branche konsolidiert sich, und dabei will RWE als Kostenführer eine aktive Rolle spielen. Wir halten Ausschau nach attraktiven Kraftwerken, die zum Kauf stehen. Wir sehen uns alles an.

Was will RWE denn mit immer mehr Kraftwerken? Niederlande, Großbritannien – viele steigen doch aus der Kohle aus.

Und genau darin sehen wir für uns eine Chance. Mit erneuerbaren Energien allein gibt es keine sichere Stromversorgung. Die Gesellschaft dürfte daher bereit sein, einen Preis für die Versorgungssicherheit zu zahlen. Ob man dies über einen Kapazitätsmarkt organisiert oder auf andere Art, ist zweitrangig. Versorgungssicherheit wird gebraucht.

alles lesen: https://www.rundschau-online.de/wirtschaft/interview-chef-der-rwe-kraftwerke-ueber-die-zukunft-der-braunkohle-29273832

2001 gab es eine Interessante Veröffentlichung über Braunkohle in Europa: https://media.sodis.de/open/melt/Braunkohle_Europa.pdf

und im Juni 2015 veröffentlichte die grüne Böll-Stiftung ein Dossier dazu:

Braunkohle: Rohstoff der Superlative

Deutschland ist Weltmeister der Braunkohleförderung. In Europa ist ein Drittel der nutzbaren Braunkohle bereits verfeuert – Urheber/in: Bartz/Stockmar (Lizenz-Infos). Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die größten Vorkommen, die größten Maschinen, die größten Schäden: Braunkohle bietet viele Rekorde, und Deutschland ist der weltgrößte Produzent. Ein Kapitel aus dem Kohleatlas.

Braunkohle ist der einzige Energierohstoff, der in Deutschland ausreichend vorhanden ist und nicht importiert werden muss. Auf rund 40 Milliarden Tonnen (40 Gigatonnen) werden die Reserven in den drei großen deutschen Braunkohlerevieren geschätzt. 2014 stammte ein Viertel des in Deutschland produzierten Stroms dorther. Gleichzeitig stoßen die Braunkohlekraftwerke ein Viertel der gesamten deutschen CO2-Emissionen aus. weiterlesen.

In allen Braunkohlerevieren Deutschlands, Polens und Tschechiens sind machtvolle regionale Monopole entstanden – Urheber/in: Bartz/Stockmar (Lizenz-Infos). Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Und weil ich das Bild – weniger die message – so ansprechend finde. Und ich ertappte mich dabei, daß sich ein paar dissidente Graue Gehirnzellen zusammenrotteten und hinter vorgehaltenen Neuronen-Händen flüsterten: oh, bitte ihr GrünIXe, dann geht beispielhaft voran und heizt doch künftig nicht mehr. Beseitigt Euch selbst durch zum Beispiel Lungenentzündung oder Erfrieren im kommenden Winter:

https://www.boell.de/de/dossier-zum-kohleatlas-daten-und-fakten-ueber-einen-globalen-brennstoff

und hier der Feldzug gegen die Kohle mit Finanzierungsdaten: https://www.boell.de/de/2015/06/02/preisgestaltung-verdeckte-subventionen-offene-rechnungen

Gute Bilder und immer wieder eingestreut psychologische Manipulationen der Leser. Es ist so ärgerlich, diese manipulativen Darstellungen von den mitgelieferten Fakten zu trennen, daß ich die Beschäftigung mit diesen Dossiers aufgegeben habe.

 

 

Rabe – Greifvogel und Wiedergeburt bei den Kelten

alle Bilder und Originalartikel hier

ein wunderbarer Fund von Die Goldene Landschaft https://projekt2a.wordpress.com/2018/10/14/catubodua-metempsychosis-and-the-queen-of-death-balkan-celts/

In dama huair ann ba rigan roisclethan ro alainn; Ocus in uair aill… na baidb biraigh banghalis‘.
In einem Moment war sie eine großäugige, wunderschöne Dame, und ein anderes Mal ein weiß-graues vogelartiges Wesen mit Schnabel. (Harlekinisches Manuskript 4.22)
Der zentrale Grundsatz der keltischen Religion war die Metempsychose – die Wanderung der Seele und ihre Reinkarnation nach dem Tod (Caesar J. De Bello Gallica, Buch VI, XIV). Diesen Glauben beschreibt der römische Dichter Lucanus (1. Jh. n. Chr.):

While you, ye Druids, when the war was done,
To mysteries strange and hateful rites returned:
To you alone ’tis given the heavenly gods
To know or not to know; secluded groves
Your dwelling-place, and forests far remote.
If  what ye sing be true, the shades of men
Seek not the dismal homes of Erebus
Or death’s pale kingdoms; but the breath of life
Still rules these bodies in another age-
Life on this hand and that, and death between.
Happy the peoples ‘neath the Northern Star
In this their false belief; for them no fear
Of that which frights all others: they with hands
And hearts undaunted rush upon the foe
And scorn to spare the life that shall return.

(Pharsalia Book 1:453-456)

Während ihr Druiden, als der Krieg vorbei war,
Zu den seltsamen Geheimnissen und abscheulichen Riten zurückkehrtet:
Nur euch allein ist es von den himmlischen Göttern gegeben
Zu wissen oder nicht zu wissen; abgelegene Haine und einsame Wälder
sind euere Wohnstätten.
Wenn das, was ihr singt, wahr ist, dann suchen die Schatten der Menschen nicht die trostlosen Häuser von Erebus.
Oder die blassen Königreiche des Todes, sondern der Atem des Lebens regiert die Leiber in einer anderen Zeit.
Das Leben auf der einen und der anderen Seite und der Tod dazwischen
Glücklich die Menschen unter dem Nordstern.
in ihrem falschen Glauben hegen sie keine Angst vor dem, was alle anderen schreckt.
mit Händen und unerschrockene Herzen stürmen sie auf den Feind zu.
Und zeigen Verachtung gegen ihr Leben, das ihnen nach dem Tod wiedergegeben wird.

(Pharsalia Buch 1:453-456)

Eine ähnliche Darstellung des keltischen Glaubenssystems liefert der griechische Historiker Diodorus Siculus (V.28:5-6; 1. Jahrhundert v. Chr.):

„…denn unter ihnen herrscht der Glaube des Pythagoras, dass die Seelen der Menschen unsterblich sind und dass sie nach einer vorgeschriebenen Anzahl von Jahren mit einem neuen Leben beginnen, wobei die Seele in einen anderen Körper eintritt“.

Bei der Wanderung der Seele von einer Welt zur nächsten spielten Raubvögel eine zentrale Rolle:

Für diese Männer ist der Tod im Kampf herrlich;
Und sie halten es für ein Verbrechen, die Leiche eines solchen Kriegers zu begraben;
Denn sie glauben, dass die Seele zu den Göttern im Himmel hinaufgeht,
Wenn der Körper auf dem Feld von den Greifvögeln verschlungen wird“.

(Silius Italicus (2. Jh. n. Chr.) Punica 3 340-343)

Diejenigen, die im Krieg ihr Leben gelassen haben, halten sie für edel, heroisch und voller Tapferkeit, Und sie verehrten die Geier, weil sie glaubten, dass dieser Vogel heilig sei‘.

(Claudius Aelianus. De Natur. Anim. X. 22)

Abb. 1 Boii siehe https://balkancelts.wordpress.com/2013/12/10/catubodua-queen-of-death/

Die in der keltischen Welt gut dokumentierte Praxis der Entfernung des Fleisches von Toten hatte eine Bedeutung für den Totenkult, die sich stark von den griechisch-römischen Praktiken unterschied (Soprena Genzor 1995: 198 ff.).

Die letzten 25 Jahre der Forschung haben gezeigt, daß Bestattungen der Höhepunkt früherer sehr komplexer Rituale waren. Die rituelle Entfernung von Fleisch vor der Beisetzung ist in keltischen Heiligtümern wie Ribemont eindeutig belegt (Brunaux 2004: 103-24), aber es gibt nur wenige Bestattungsfunde diesbezüglich,  besonders in der späten La-Têne-Periode,was sich teilweise durch die Praxis der Exposition von Leichen gegenüber Raubvögeln und Naturelementen mit der daraus resultierenden Zerstörung des größten Teils des Skeletts erklären läßt. Dieses Aussetzungsritual war eine echte Selbstaufopferung, denn der Feind, der dem Krieger das Leben genommen hatte, war ebenso wie der Raubvogel, der ihn verschlang, nur die Hand des Gottes (Soprena 1995; Brunaux 2004: 118-24).

Jüngste Ausgrabungen, wie die in Ham Hill in Somerset (England), haben einen weiteren Beweis für die keltische Praxis der Entfleischung – der rituelle Exposition von Leichen gegenüber den Elementen und Aasfressern – geliefert.

Ham Hill = der Schinkenhügel? Fleischhügel?

Zu den Funden am Ham Hill gehören rituelle Bestattungen – Arrangements von menschlichen Schädeln sowie Körper, die in eine Grube geworfen, und freiliegend von Tieren und Greifvögeln angenagt wurden. An der Stelle wurden „Hunderte, wenn nicht Tausende von Leichen“ aus dem 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr. gefunden, die auf diese Weise „bestattet“ wurden. (Siehe: https://balkancelts.wordpress.com/2013/09/05/excarnation/)

Der Ribemont-Sur-Ancre’Turm der Stille‘.

Dieser Schrein/Sanktuarium wurde auf dem Gelände der Schlacht bei Ribemont (Nordfrankreich) errichtet, wo rund 1.000 keltische Krieger gestorben sind. Der siegreiche Belgae errichtete diesen Schrein, um die große Schlacht zu feiern, enthauptete die Körper der besiegten Krieger und nahm die Köpfe als Trophäen mit nach Hause. Die kopflosen Leichen und Tausende von Waffen, die vom Schlachtfeld gesammelt wurden, hingen an einer großen Holzplattform („Turm der Stille“).

Der Nachweis der Verwitterung und Zerstückelung der Toten an diesem und anderen Orten, wie z.B. Ham Hill, steht im Einklang mit der gut dokumentierten keltischen religiösen Praxis, Leichen nach dem Tod  von Greifvögeln und Fleischfressern entfleischen zu lassen (Soprena Genzor 1995: 198 ff.).

Eine faszinierende Szene auf einem goldenen Diadem aus Ribadeo, in Galizien, Spanien (auf dem Gebiet der keltischen Castro-Kultur) erzählt von Wiedergeburt und die Verwandlung des Menschen in Vögel – ein allen gemeinsames Motiv in der keltischen Kunst. (4/3 c. BC)
Bild: Vogelgöttin auf der Vorderseite eines Stammes der Eburovices. (Normandie/2/1/1 c. BC); Detail der Gottheit mit Greifvogel „Krone“ auf einem goldenen Torc aus dem Grab einer keltischen Prinzessin in Reinheim (Saarland), Deutschland (ca. 400 v. Chr.)

Auf dem Balkan wird das gleiche Ritual von Pausanias (X, 21, 3) im Zusammenhang mit der keltischen Migration in den Balkan zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. beschrieben. Keltische Krieger, die während der Invasion Griechenlands im Kampf gefallen sind, wurden ebenfalls von Greifvögeln verschlungen, im Einklang mit der oben beschriebenen religiösen Praxis (Churchin 1995; Mac Congail 2010: 57).

Angesichts der Bedeutung, die den Greifvögeln in der keltischen Kultur beigemessen wird, ist es interessant, den „Namen“ des Führers der keltischen Offensive gegen Griechenland zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. zu erwähnen, ebenso wie den des Häuptlings, der die keltischen Stämme führte, die Rom ein Jahrhundert zuvor geplündert haben – Brennos.

Es ist unwahrscheinlich, dass dies Zufall ist, und es scheint, dass Brennos kein persönlicher Name war, sondern ein militärischer Titel, der dem Gesamtkommandanten einer keltischen Armee aus verschiedenen Stämmen verliehen wurde. Der Begriff kommt aus dem Proto-Keltischen *brano– (Matasović R. 2009; Mac Congail 2010: 54-59) und bedeutet wörtlich Der Rabe.

Bild: Porträt der Vogelgöttin/Catubodua auf der Vorderseite eines keltisch-scythischen Goldstaters (1. Jh. v. Chr.) https://balkancelts.wordpress.com/2014/01/01/metamorphosis-in-gold/
Die Bedeutung des Raben und der Greifvögel im Allgemeinen für die keltische Kultur und Religion wird archäologisch durch ihr häufiges Auftreten auf keltischen Artefakten und Münzen bestätigt.

So zeigen beispielsweise von den heute bekannten mehr als 500 keltischen Broschen mit gegenständlicher Dekoration, von Bulgarien im Osten bis Spanien im Westen, mehr als die Hälfte Vögel (Megaw 2001: 87).

Auf dem Balkan tauchen Greifvögel auch auf Artefakten wie dem keltischen Helm aus Ciumesti (Rumänien) auf, von denen ähnliche Exemplare auf dem Gundestrup-Kessel abgebildet sind, der von den Scordisci im Nordwesten Bulgariens produziert wird. Darstellungen von Greifvögeln finden sich auch auf den keltischen Wagenarmaturen aus Mezek im Süden Bulgariens und den balkanischen keltischen Opferdolchen.

Bild: Bronzene keltische Wadenbein aus Ingelfingen-Criesbach in Süddeutschland mit einem menschlichen Kopf, der von einem Greifvogel gekrönt wird. (5-4 c. BC)

bild: Detail aus dem Gundestrup-Kessel

Keltischer Häuptlingshelm von Ciumeşti (Rumänien) mit Greifvogelbefestigung (siehe: https://balkancelts.wordpress.com/2013/05/01/prince-of-transylvania/)

BADHBH CHATHA

Die keltische Muttergöttin – die Morrígan / Morrígu, war eine dreifache Göttin, die als Dreieinigkeit aus Macha, Anann und der Badb erschien.

Die Kelten glaubten, dass die Badb-/Kriegsgöttin, genauer gesagt die Muttergöttin in ihrer Kriegsmiene, den im Kampf getöteten Kriegern in Form eines Raubvogels, meist einer Krähe oder eines Raben, erschien (O h’Ogain 2002: 22; Mackillop 2004:30; Mac Congail 2010: 72-76). Ihre Anwesenheit war nicht nur ein Symbol für den bevorstehenden Tod, sondern auch, um den Ausgang des Kampfes zu beeinflussen. Meistens tat sie dies, indem sie als Krähe/Rabenvogel auftrat und entweder Angst oder Mut in den Herzen der Krieger weckte oder in seltenen Fällen selbst in den Kampf eingriff.

Dieser Aspekt der Göttin war als Catubodua (Kampfrausch) bekannt, der in späterer keltischer Tradition als Cathbhadhbh oder Badhbh Chatha (loc cit) überlebte.

Aus Bulgarien, Serbien und Ungarn stammen keltische Münzen (sowohl des Philip II. (Abb. 4/5) als auch des Paeonia-Modells (Abb. 6/7), auf denen ein Greifvogel hinter der linken Schulter des Reiters dargestellt ist, der ihn in die Schlacht begleitet.

Insbesondere das Vorhandensein des Triskells auf den Paeonia-Münzen bestätigt den religiösen Charakter der Bilder. Auf dem Vogelreitertyp (Abb. 7), vom 3. bis 2. Jh. v. Chr., wird der Reiter selbst als Skelett dargestellt, der „Deathrider“ wiederum in Begleitung eines Greifvogels.

Scoremünze 1

Scoremünze 2

Keltisch vergoldete Silberphalera aus Surcea (Kreis Covasna), Rumänien. Beachten Sie den Greifvogel hinter der linken Schulter des Kriegers (Ende 2. / Anfang 1. Jh. v. Chr.).

Darstellung der Muttergöttin mit Torchen und Greifvögeln auf einer keltisch-thrakischen Geschirr-Applikation aus Galiche (Vratza reg.) im Nordosten Bulgariens. (2-1 c. BC)

Dieses Thema ist auch auf anderen keltischen Münzen aus dem Balkan vertreten, mit Darstellungen der Muttergöttin – der Morrígan (Großen Königin) in ihrer Personifizierung als Badhbh Chatha / Kampfrabe. Dies ist beispielsweise bei ihrer Darstellung keltischer „Thasos-Modell“-Münzen aus Bulgarien (Abb. 8) sowie einiger der paeonischen „Nachahmungen“ (Abb. 9) der Fall.

Abb. 8 – Darstellung der Göttin auf der Rückseite eines keltischen Thasos-Typs aus Bulgarien (nach Mac Congail/Krusseva 2010)
In Abb. 9 stellt die Vorderseite das zentrale Thema der Transformation der Göttin dar, während die Rückseite voller religiöser Symbolik ist, einschließlich des Triskele-Symbols und einer keltischen Inschrift. Das zentrale Bild zeigt die Muttergöttin in ihrer Personifizierung als Kriegsrabe – Badhbh Chatha. (Gobl 436; BMC 131)

THE THREE REALMS – Umkehrung einer keltischen Tetradrachme aus Südungarn (2. Jh. v. Chr.), die einen Reiter, ein Kind und einen Greifvogel darstellt; sie repräsentiert die 3 Lebensphasen im keltischen Glauben – Kindheit, Erwachsensein und Tod/Übergang.

Betreutes Wählen

https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2018/10/13/ddr-2-0-betreutes-waehlen-wenn-der-chef-sagt-wo-man-das-kreuz-machen-soll/

wie zu Gründerzeiten…die damaligen Unternehmer glaubten auch, der Herren“Rasse“ anzugehören und ihre Arbeiter seien dummes Nutzvieh, das man am Bockigwerden hindern müsse. Wohin das geführt hat, nämlich zu Kommunismus und SPD, das kann man nicht nur heute sehen, sondern wir leiden darunter. Und nun erleben wir das Gleiche wieder. Wir dürfen gespannt sein auf die Antwort des Nutzviehs. Ich wage nicht zu hoffen, daß es diesmal nicht den vorgegebenen Alternativen folgt, sondern sich aus seinem Tierhaften befreit. Tierhaft deswegen, weil die abhängigen Menschen grundsätzlich nur auf äußere Reize RE-agieren anstatt zu agieren. Und diese Tatsache ist von den Eliten fest eingeplant. Sie brauchen in den allermeisten Fällen keine selbständigen Aktionen, eigenständiges Handeln… miteinkalkulieren. Das macht die Lenkung einfach. Ein bisschen Jauch hier und ein wenig Kleber dort, heute etwas Nahles, morgen ein Spritzer Seehofer…ui, das war jetzt etwas viel, da brauchen wir zur Neutralisierung ein wenig Steinmeier, geschüttelt – nicht gerührt….

looney tunes animation GIF

germanenfeindlicher J. Attali: A brief history of the future

bereits in meiner vorhergegangenen kleinen Abhandlung über Attali und seine Agenda sollte klar geworden sein, wie dieser Typus Mensch die Realität verdreht und sie seiner Agenda anpasst. donald trump election GIF by Richie Brown

Diese Agenda sollte man kennenlernen, indem man diesen „Eliten“ zuhört.

Attali entwickelt Zukunftsvisionen für diese Eliten und verbreitet in seinen Schriften und Interviews, was als wünschenswertes Szenario gelten soll. Insbesondere das Jahr 2035 spielt hierbei eine Rolle.

Glitschig wie ein Aal macht er dies natürlich nicht mit der in Deutschland üblichen Holzhammermethode, sondern eben „französisch“. Das einzig Gute in der Gegenwart ist, daß dieser Attali an direktem Einfluß verloren zu haben scheint, seit Mitterand und Kohl nichts mehr zu melden haben. Nichtsdestotrotz spuckt er noch immer in genügend EU-Töpfe und werte Leser sollten einmal im Folgenden seine Ausführungen dahingehend abklopfen, wie oft er dort „Deutschland“ behandelt.

Auf wikipedia findet man eine Rezension seines Buches „a brief history of the future“ :

A Brief History of the Future ist ein spekulatives futurologisches Buch über die nächsten 50 Jahre von Jacques Attali. Die Originalausgabe wurde 2006 bei Fayard veröffentlicht.
Inhalt

1 Themen
1.1 Historie
1.2 Spekulationen
1.2.1 Sturz des US-Imperiums
1.2.2.2 Hyperempire
1.2.3 Hyperdemokratie
1.3 Gegenwart
2 Empfang
3 Referenzen

Themen
Historie

Das erste Drittel des Buches zeichnet die Menschheitsgeschichte von der Vorgeschichte bis heute nach, mit dem Schwerpunkt:  Aufstieg des Kapitalismus um 1200. ja Herr Attali, wir kennen ihre Schwärmerei für das Mittelalter.

Sie beschreibt die 3 Ordnungen Dumézil’s (religiös, militärisch und wirtschaftlich) als

  1. „rituelle Ordnung“,
  2. „kaiserliche Ordnung“ und
  3. „Handelsordnung“

und stellt fest, dass die „Handelsordnung“ die beiden anderen ersetzt hat.

Wasser auf den Mühlen all derjeniger aus dem Volk, die als irre Verschwörungstheoretiker verunglimpft werden, wenn sie solches behaupten! G. Dumezil war ein – wie sollte es anders sein – französischer Religionswissenschaftler, der sich intensiv mit den indogermanischen Mythen auseinandersetzte: https://de.wikipedia.org/wiki/Georges_Dum%C3%A9zil:

Georges Dumézil war von 1931 bis 1933 Lektor für Französisch an der Universität Uppsala, wo er bleibende Kontakte zu schwedischen Religionshistorikern knüpfte. Er wurde unter anderem von James Frazer und dem deutschen Indogermanisten Hermann Güntert beeinflusst, später auch von dem Saussure-Schüler Antoine Meillet.

Er publizierte auch in der Festschrift für Hermann Hirt, Germanen und Indogermanen (1936).

Zu seinen Schülern gehörte Roger Caillois.

Dumézil sah Mythen, die er nicht historisch, sondern strukturalistisch behandelte, als soziale Muster an. Er entwickelte dafür eine Methode der verkleichenden Mythologie, nach der zwei Götter identisch waren, wenn sie in ihrem jeweiligen Pantheon (ihrer Götterwelt) gleichartige Funktionen wahrnahmen. Anm.: das wird letztlich aber keiner Religion gerecht, wie sich inzwischen herausgestellt hat! Es ist ein künstliches Konstrukt, das man sicherlich einmal konsultieren kann, aber zu mehr taugt es nicht!!!

Er unternahm es, in vergleichender Methode bislang unerkannte, aber schlagende Strukturparallelen indischer, persischer, ossetischer, griechischer, römischer und germanischer Götter- und Heldensagen aufzudecken. Diese Parallelen sind überaus interessant!

Dumézil erkannte darin eine Analogie zwischen indogermanischer Sprachentwicklung und indogermanischer Religionsentwicklung.

Seine strukturelle Theorie baut auf der These (Behauptung/Annahme) auf, dass der Götterhimmel ein Abbild der Gesellschaft ist.

Viele indogermanische Kulturen bestanden aus den 3 freien Ständen

  • Lehrstand,
  • Wehrstand und
  • Nährstand.

Darauf folgerte Dumézil folgendes Schema:

  • Hell-Juridisch: ind. Mitra, röm. Dius Fidus, germ. Tyr, keltisch Teutates; Funktion: Richter, Gesetzgeber, hält sich im Hintergrund
  • Dunkel-Magisch: ind. Varuna, röm. Jupiter, germ. Odin; Funktion: Herrscher, wird oft als ungerecht empfunden
  • Stärke: ind. Indra, röm. Mars, germ. Thor, keltisch Taranis; Funktion: Held mit einer primitiven Waffe (Keule, Hammer), tötet die Wasserschlange
  • Fruchtbarkeit: ind. Nasatya, röm. Quirinus. germ. Njörd & Freyr; Funktion: Wohltäter des Volkes

Das System erwies sich als geeignetes Muster und brachte der vergleichenden Religionswissenschaft einen Schub in der Entwicklung.

Die Namen (und deren Etymologie/Herkunftsgeschichte) traten in den Hintergrund zugunsten von Sagen, Mythen und struktureller Eigenschaften, die bestimmte Gottheiten miteinander verbinden. So wurde ein heldenhafter Donnergott fassbarer als bisher. Der germanische Thor und der indische Indra trinken und essen überreichlich, sind jähzornig und bekämpfen, wie auch der baltische Perkunas (slawisch: Perun) ein drachenartiges Wesen.

Daneben postulierte er eine Ur-ideologie, die in der Ur-religion eine Spiegelung zeitgenössischer gesellschaftlicher Verhältnisse sah. Dabei ging er von einer dreiteiligen Ständegesellschaft aus („idéologie tripartite“):

  • Priesterstand,
  • Kriegerstand und
  • Bauernstand.

Dies spiegle sich im „Ur-Pantheon“, den Mythen und Heldengedichten wider. So fänden sich dann überall Gottheiten, die Recht und Ordnung, andere die die unberechenbare Gewalt und wieder andere die die Fruchtbarkeit verträten.

Er interessierte sich auch für arische Männerbünde und beschreibt unter anderem (1940) vedische Männerbünde. Sein Werk Ouranós-Varuna ist dem Problem des sakralen/heiliges Opfer- Königtums gewidmet, bei dem die Könige rituell verstümmelt und getötet werden.

Die Begrenztheit seines Dreiklassenmodells „Priester, Krieger, Bauer“ zeigt sich in der

  • frühen skandinavischen Gesellschaft, die einen Priesterstand nicht kannte.
  • In der Rígsþula der Edda wird dagegen ein Dreiklassenmodell „Adel, Freier Bauer, Sklave“ vorgestellt.
  • Der Königsspiegel beschreibt 4 Klassen: Kaufleute, Aristokratie mit dem König an der Spitze, Geistlichkeit und Bauern.

In den letzten Jahren seines Lebens wurde Dumézil jedoch sehr selbstkritisch. Obwohl er als einer der größten Verfechter der indogermanischen Sprachenforschung galt, bhauptete er letztlich: Die “Indo-europäischen Zivilisationen” sind als Produkte von Romanautoren einzustufen.

Außer seinen mythographischen und sprachgeschichtlichen Schriften veröffentlichte Georges Dumézil einen Roman: Le Moyne noir en gris dedans Varenne. Sotie nostradamique.

Schriften
  • Ein beinahe vollständiges Schriftenverzeichnis findet sich in: Hommages à Georges Dumézil. Bruxelles, 1960 (Collection Latomus, 45), S. xi-xxii.

soweit nun zu dem indo GERMANISCH forschenden Dumezil, den Attali studiert hat und in seinem Buch verwurstet. Es muß Attali bitter aufgestoßen sein, daß es ausgerechnet die Germanen, die Germans, Germains sind, die seit tausenden von Jahren die Weltgeschichte prägen. Weshalb Dumezil am Ende seines Lebens aber die ganze indogermanische Forschung als Fiktion, Märchen, Roman… bezeichnet hat, sollte unbedingt näher beleuchtet werden. Vielleicht mag dies ein interessierter Leser einmal tun? Wo wird uns hier ein Bär aufgebunden? Zumal medizinische Forschungen (genetische Anlagen) nahelegen, daß die Indogermanen nicht von Indien nach Germanien gezogen sein können, sondern nur in die entgegengesetzte Richtung.

Zurück zu Attalis Buch über die Zukunft:

Das Buch geht davon aus, dass die „Händlerordnung“ 9 aufeinanderfolgende geografische „Kerne“ durchlaufen hat (Attali hat einen faible für die Zahl 9! Alles Anzeichen für künstliche, willkürliche Einteilungen zu einem bestimmten Zweck), die mit einer charakteristischen Technologie verbunden sind. Die Kernstädte waren:

Brügge: Entwicklung des zentralen Steuerruders (Schiffahrt)
Venedig mit der Karavelle (2 bis 4 Master spezieller Bauart)
Antwerpen mit Druck
Genua und Buchhaltung
Amsterdam mit der Fluyt (einer Schiffsart, die die holländische Kolonialmacht begründete)
London und die Dampfmaschine
Boston und der Kolbenmotor
New York City mit dem Elektromotor
Los Angeles und der Mikrochip

Eine Stadt würde dann zu einem „Kern“ werden, wenn sie in der Lage wäre, eine Dienstleistung in ein Industrieprodukt zu verwandeln. Die unmittelbare Nähe wird zur „Umgebung“, und der Rest der Welt zur „Peripherie“, zum Randgebiet.

Spekulation – Sturz des US-Imperiums

Die Spekulationen darüber, wie sich die Zukunft entwickeln wird, umfassen das nächste Drittel des Buches.

  1. Attali prophezeit den Fall des US-Imperiums vor dem Ende der 9. Form des Kapitalismus so um das Jahr 2035.
  2. Es würde eine polyzentrische Welt folgen, und sprach nicht auch Putin von mehreren Zentren der Macht in der künftigen Neuen Weltordnung? Also allen Eliten ist klar, was kommen soll und kommen wird und alles, was wir heute erleben ist nichts anderes als der Kampf um die Polepositions. Wer wird wo stehen, wer wird welche Ressourcen haben, welche Beziehungen in den nächsten hundert Jahren… die NWO steht vor der Tür.
  3. mit 9 dominierenden Nationen auf allen Kontinenten:
  • den Vereinigten Staaten,
  • Brasilien,
  • Mexiko,
  • China,
  • Indien,
  • Russland,
  • der Europäischen Union,
  • Ägypten und
  • Nigeria.

Einige von ihnen, insbesondere China, Indien und Nigeria, sowie andere Länder, die nach der Kolonisation künstlich geschaffen wurden, könnten einen Explosionsprozess ähnlich dem der UdSSR von 1991 durchlaufen, wobei bis zu 100 neue Länder entstehen würden.

Japan, Indonesien, Korea, Australien, Kanada und Südafrika würden ebenfalls eine wichtige Rolle als regionale Großmächte spielen.

Ein Prozess der „Nomadisierung“ würde ausgehen von:

  • technologischen Faktoren wie dem Internet,
  • demographischen Faktoren wie der Alterung der entwickelten Bevölkerung, die zu einer massiven Einwanderung aus den südlichen Ländern führen würde, um Ruhestand zu zahlen, und
  • von der Entwicklung der Megapole

selbstverständlich alles ganz natürlich und ohne Zutun irgendwelcher kranker Hirne mit Geld, Macht und Einfluß….

Eine Zunahme der Weltbevölkerung würde eine Verdoppelung der globalen landwirtschaftlichen Produktion zur Folge haben. Was eine Verdoppelung der Nachfrage mit der Verdoppelung der Produktion zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Uns wird doch einerseits immer vorgerechnet, daß Millionen aus Mangelwirtschaft an Hunger krepieren, dann wieder, daß bereits derzeit jeder Mensch ausreichend ernährt werden könnte und alles nur an der Verteilung liegt und als dritte Variante, daß die Tragfähigkeit der Erde erschöpft sei (Club of Rome). Aber Herr Attali verdoppelt nun lässig die Weltbevölkerung und die Produktion, wo wir doch die Klimaerwärmung mit all ihren schrecklichen Folgen haben, die Verwüstung, die Schädlingsresistenzen bei gentechnisch veränderten Organismen, Pestiziden und Fungiziden und den Landschaftsverbrauch durch Mobilität und Wohnbedarf. Aber vielleicht denkt Herr Attali bereits an Soylent Green? Lesen wir Herrn Attalis apokalyptische Beschwörung weiter:

Die Verstädterung würde den Wald überall verschwinden lassen, mit Ausnahme von Europa und Nordamerika, wo künstlich gepflegte Wälder überleben würden. Dies würde zu einem weiteren Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre führen und die globale Erwärmung beschleunigen. Konsekutive Dürren würden Wasser zu einer seltenen Ressource machen und die Biodiversität stark reduzieren.

Hyperempire
  • Der „Nomadisierungsprozess“ würde die Nationalstaaten irrelevant machen und
  • die Welt in einen chaotischen Markt verwandeln, der „Hyperempire“ genannt wird.
  • Der gesamte Planet würde nach einer ultraliberalen Wirtschaft und
  • einer Form der Demokratie mit „revidierten“ Standards arbeiten.
  • Die Bürger würden sich als „Weltbürger“ verstehen, die wollen, dass ihre Arbeit einem „höheren Zweck“ dient.

hier hört aufmerksam hin! Werte Leserschaft! Laßt Euch nie einen Höheren Zweck einreden als den, Euer Leben gut zu leben. Das beinhaltet die Familie, den Clan, Euere unmittelbare Existenz. Alles, was ihr (und damit der Existenz Euerer Kinder) dient muß die einzige Richtschnur sein. Daß dazu auch die Kultur, Handwerk, Bildung, Freundschaft und Ehre… gehört ist selbstverständlich. Aber es gibt ansonsten keinen höheren Zweck. Irgendein planetarer oder weltbürgerlicher Zweck schon gar nicht. Das Geschenk des ureigenen Lebens ist unsere Verantwortung und sonst NICHTS! Das ist der halbwegs einzige Schutz davor, für fremde Zwecke gutgläubig instrumentalisiert zu werden.

Die herrschende Klasse,

die „Hypernomaden“ genannt wird, würde ihre Macht auf

eine Mittelschicht

von 4 Milliarden „virtuellen Nomaden“ gründen, die sich aus Technikern, Wissenschaftlern, Managern, Ingenieuren usw. zusammensetzen. Die „virtuellen Nomaden“ würden ein sesshaftes Leben führen, aber in Netzwerken für Unternehmen ohne zentralen Standort arbeiten.

 „Infranomaden“

3,5 Milliarden würden im Elend leben. „Von „Infranomaden“ wird erwartet, dass sie sich

  • gewaltsam gegen ihren Zustand auflehnen,
  • ein Wiederaufleben nationaler Einheiten verhindern und
  • Konflikte um traditionelle Grenzen von Ethnien, Religionen usw. kristallisieren.

Technologische Verbesserungen der Waffen würden die Menschheit in Gefahr bringen, sich in diesem Konflikt selbst zu zerstören.

Hyperdemokratie

das sind Möglichkeiten konstruktiverer Entwicklungen, die basieren auf z.B.

  • Solidaritätsnetzwerken,
  • teilhabender Demokratie,
  • „verantwortlichen Unternehmen“,
  • NGOs,
  • Mikrokrediten und
  • kollektiver Intelligenz
Gegenwart

Am Ende des Buches verteidigt Attali die derzeitigen Reformen Frankreichs, als notwendige Medizin gegen den Niedergang Frankreichs, im Wettbewerb des „Hypermarktes“.

Attali erwähnt Wikipedia als Beispiel für „kollektive Intelligenz“, die eine Hyperdemokratie bilden könnte: „Die Wikipedia-Enzyklopädie ist vorerst eine Ansammlung der Intelligenz ihrer Autoren, aber sie wird – und ist bereits dabei – durch kollektive Arbeit am Ende zu etwas führen, das sich von dem unterscheidet, was die Individuen, die einzelnen Menschen, wollten“.

Hier beschreibt Attali also die Verselbständigung eines Systems, genauer ALLER Systeme unter denen Mittelschicht und Infranomaden künftig leben sollen und müssen.

Systemen, die sich dem menschlichen und individuellen Willen entziehen!

Ein neues, künstliches Wesen wird geschaffen, so mächtig und alles durchdringend, wie man es sich nicht leicht vorzustellen vermag.

Dieses Horrorszenario jagt einem Eiseskälte durch die Knochen. Und genau diese Befürchtung ließ mich weiter oben schreiben, daß man sich in Zukunft davor hüten muß, an einem größeren Ganzen mitwirken zu wollen, wenn man zum Ziel hat, seine Individualität, sein Menschsein, seine Selbstwirksamkeit nicht zu verlieren. Es ist ja heute schon kaum mehr möglich, sich diesem neu entstehenden Wesen zu entziehen. Jede Datengenerierung füttert es bereits. Jede eingespeiste Neuinformation läßt es wachsen. Unabhängig von der Intention und der Absicht des jeweiligen Fütternden.

Was keiner wagt

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen
Was keiner sagt, das sagt heraus
Was keiner denkt, das wagt zu denken
Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen
wenn keiner nein sagt, sagt doch nein
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben
wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken
Wo alle spotten, spottet nicht
Wo alle geizen, wagt zu schenken
Wo alles dunkel ist, macht Licht.

Text: Lothar Zenetti

 

mindcontrol Steuerung von Drohnen

Dailybeast berichtete ebenso wie Sputnik. Hier ein weiterer Artikel dazu:

https://www.wetalkuav.com/brain-implant-allows-users-to-control-drones-with-their-mind/

Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) hat also angeblich erfolgreich Hirnimplantate getestet, die die Kommunikation zwischen dem Gehirn eines Piloten und einer Drohne erleichtern und es ermöglichen, nicht nur eine, sondern drei Drohnen gleichzeitig mit Gedanken zu steuern. Noch war es nur eine Computersimulation – erstaunlich genug! – bald sollen reale Drohnen geflogen werden können.

Zwei Entwicklungen gibt es hierzu. Die eine ist die Entwicklung eines externen Headsets und einer Kappe („Next-Generation Nonsurgical Neurotechnology (N3)-Programm“ ), und die andere die gesundheitlich riskante Alternative von Gehirnimplantaten. Da ist es doch praktisch, daß es Querschnittsgelähmte oder von anderen neurologischen Schäden Betroffene gibt, die bereits medizinische Implantate, also experimentelle Schnittstellen im Körper tragen oder sich einsetzen lassen wollen wie es sie zur Prothesenkontrolle bereits gibt. Man kann sich vorstellen, daß diese Menschen bereitwillig hier mitwirken. Es ist spannend, man lernt neue Fähigkeiten im Umgang mit den Implantaten und es eröffnen sich gänzlich neue Zukunftsperspektiven für diese Menschen. Daß es nun ausgerechnet wieder die Rüstungsindustrie ist, die wieder zum Vater aller Dinge wird, muß achselzuckend so genommen werden.

Der Test erfolgte 2016-2017 und die Testperson war Nathan Copeland. Copeland ist teilweise gelähmt und hatte eine „bidirektionale neuronale Schnittstelle“ also einen Sender-Empfänger in sein Gehirn implantiert und konnte damit in einer Computersimualation 3 Drohnen (in Formation) parallel durch einen Hindernisparcours navigieren. Das Implantat funktioniert wie ein Elektroenzephalogramm (EEG), das die Gehirnwellen einer Person erfasst und als Wellenmuster auf einem Blatt Papier aufzeichnet.

Im Jahr 2015 flog ein querschnittsgelähmter Freiwilliger namens Jan Scheuermann, einen simulierten F-35 Tarnkappenjäger, allein mit Gehirnleistung.

Diese Art der mind-machine interaction, der gedanklichen Beeinflussung von Maschinen, ist ein Seitenweg der Grundlagenforschung des PEAR-lab an der Princeton University. https://de.wikipedia.org/wiki/Princeton_Engineering_Anomalies_Research

Dieses Pearlab forschte jedoch an der reinen gedankenkontrollierten Maschinensteuerung – also der wissenschaftlichen Erforschung des als „paranormal“ Bezeichneten, während die derzeitigen Methoden der Maschinensteuerung auf physikalisch-bio-chmeischen Grundlagen beruht, also elektrischen Hirnströmen.

Robert G. Jahn und Brenda Dunne vor dem berühmten Zufallstester. https://www.nytimes.com/2007/02/10/science/10princeton.html

Der Gründer schloß das Institut 2007 mit den Worten:

„Seit 28 Jahren tun wir, was wir tun wollten, und es gibt keinen Grund, zu bleiben und mehr von den gleichen Daten zu generieren“, sagte der Gründer des Labors, Robert G. Jahn, 76, ehemaliger Dekan der Ingenieursfakultät von Princeton und emeritierter Professor. „Wenn die Leute uns nach all den Ergebnissen, die wir erzielt haben, nicht glauben, dann werden sie es nie.“

Nachfolge „Organisation“ wurde eine private Firma: http://www.psyleron.com/

 

Attali der Soros der EU-Politik

diese Gestalten sind es, die die modernen und zukünftigen Rheinwiesenlager für uns geschaffen haben und unterhalten. Jeder, der wissen will, was für die nächsten Jahrzehnte geplant ist, welche Überlegungen getätigt werden in den Köpfen der Eliten, der lese unten die Übersetzung eines Interviews mit Attali. (keine Gewähr für die Richtigkeit der Übersetzung, mein  Französisch ist noch schlechter als mein Englisch, aber der Tenor dürfte deutlich werden).

Diese Attalis (https://en.wikipedia.org/wiki/Jacques_Attali), das sind Typen, die Einfluß gewonnen haben, wie die Schlange im Garten Eden. Typen die uns erzählen, wie wunderbar das Mittelalter doch war und daß es erstrebenswert ist, es in seinen Grundzügen wieder zu errichten. Globalisten mit einer nicht unbedeutenden Abneigung gegen die Deutschen, oder das Deutschsein, die sie noch nichteinmal verbal äußern müssen, damit man es erkennt.

Ja, das Mittelalter hatte ein paar interessante Aspekte, aber man muß sich schon intensiver damit beschäftigen, um die guten Aspekte zu sehen und insbesondere zu erkennen, für WEN sie gut waren.

Attali ist vielleicht so eine Art Parasit, das sich in Frankreich an einen Wirt gebissen hat und über diesen sein Gift über die Völker Europas abläßt. War das nun übertrieben bildlich dargestellt?

Nocheinmal zurück zum Mittelalter. Den gleichen Irrweg hat der Volkslehrer eingeschlagen, wenn er von die Scholle bearbeitenden kinderreichen Anastasia Deutschen träumt, wo die Frauen Blaudruck-Wäsche herstellen, Trachten und Irminsultänze den Alltag prägen. Er entspricht damit 1:1 dem, was Attali vorausgesagt hat, wohin die Entwicklung geht.

Ich kritisiere hier allerdings nicht die Bestrebungen, altes Wissen und Brauchtum zu bewahren! und zwar in der Art, daß es aus seinem folkloristischen Charakter heraus kommt und wieder lebendig wird. Also ECHT, authentisch gelebt wird.

Meine Kritik richtet sich darauf, daß dieses romantische Idyll nur deswegen als Zukunft gesehen wird, werden kann, weil es in einer parallelen Lebenswelt die deutsche high-tech Welt gibt. Dieses Idyll gab es bereits vor Jahrzehnten in der Esoszene UND den Landkommunen mit ihren Birkenstocks. Nur daß sie damals aufgrund dysfunktionaler Nachkriegsfamilien die Familie als Grundlage ablehnten…

Doch was geschieht mit dieser deutschen Ingenieurs- und Handwerkswelt in der Gegenwart und in der Zukunft? Sie wird auf dem EU-Tändlermarkt vertickt und im grün-linken Schul-Labor kaputt experimentiert. Das Geld, das man in deutsche Forschung und Entwicklung stecken könnte und müßte geht stattdessen an europäische, global agierende Institutionen wie EUREKA.

EUREKA

Archimedes soll nackt durch die Stadt rennend Heureka! gerufen haben, als er das nach ihm benannte „Archimedische Prinzip“ entdeckt hatte… Ich hab es gefunden!

So nimmt es nicht Wunder, daß auch ein Attali sich in der Antike bedient und für Frankreich und Miterrand eine Organisation, eine Institution begründet, die Forschung und Entwicklung in Europa bündeln soll. Niemand in Europa war begeistert, denn so ein Ansinnen kostet ersteinmal Steuergeld. Von daher war es eine Totgeburt.

Doch oh Wunder! Miterrand strich für die Schlange Attali dem Kohl intensivst Honig um das Maul… oder vielleicht steckte er ihm auch gleich einen ganzen Saumagen in den Schlund… und Kohl übernahm mit deutschen Steuergeldern die Finanzierung. Alles für die deutsch-französische Freundschaft, obwohl die Deutschen nichts davon hatten. Ihr technologisches know-how brauchte diese Art der internationalen Vernetzung nicht.

Doch wo nun Deutschland sich freiwillig als Melkkuh in den Stall gestellt hat, grifffen in kürzester Zeit alle Staaten gierig nach dem Euter. Inzwischen saugen daran nicht nur die Europäer, sondern auch Asiaten.

Die Projekte laufen nach dem Prinzip, daß vorwiegend deutsches Steuergeld in Forschungs- und Entwicklungsprojekte fließen, aber die Früchte daraus der Privatwirtschaft zufließen.

Ein paar wenige Projekte von EUREKA finanziert die Wirtschaft auch selbst, zugegeben, aber es bedarf schon anstrengender Recherchearbeit, wenn man errechnen will, wieviel oder wie wenig Prozent des Gesamtbudgets das ausmacht. Man kann es sich jedoch an 5 Fingern abzählen, wenn man aus EUREKA eigenen Schriften erfährt, daß die Institution sich dann als obsolet abschaffen wird, wenn die Tech-Unternehmen, die Industrie… ohne Steuergelder (Regierungs-Funds) auskommen wird, O-Ton EUREKA: aber dies noch überhaupt nicht in Sicht ist.

Frankreich hatte einen Weg aus seiner geistigen, tech-feindlichen, bürokrattischen Stumpfsinn-Gruft gesucht und Helmut Kohl ließ sich willig dafür einspannen. Und magnetisch angezogen durch deutsches Steuergeld strömte nach und nach die ganze Welt zu EUREKA und Attali, der seither an der Quelle der globalen technologischen Entwicklungen sitzt. Also eine größere Großmachtfantasie als dieser Mann hat sonst wohl nur noch Soros auf dieser Erde. Zufall, daß beide aus dem selben Stall stammen? Weiteres über Attali lese man zum Beispiel hier:

https://katholisches.info/2018/07/03/frankreich-unter-macron-und-attali/

Attali hat ein vielbeachtetes Buch geschrieben:

A Brief History of the Future

https://en.wikipedia.org/wiki/A_Brief_History_of_the_Future

aber ich muß mich darüber noch weiter informieren, daher gibt es hier ersteinmal das zu Anfang erwähnte aufschlußreiche Interview:

Globalisierung und Rückzug

https://books.openedition.org/iheid/2782

Fragen:

  • Glauben Sie, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden scheinbar widersprüchlichen Phänomenen Globalisierung und Identitätsrückzug gibt?
  • Ist es in jedem Fall ein reales oder ein virtuelles Phänomen? Mit anderen Worten, ist die Globalisierung wirklich global oder wird sie nur als solche von den Privilegierten dargestellt, die davon profitieren?
  • Und ist der Identitätsentzug ein langfristiges Phänomen oder einfach nur ein rein reaktives Phänomen?

Attali: Ich denke, wir hatten diese beiden Phänomene immer zur gleichen Zeit in der Geschichte.

  • Eine ist mit der Verwurzelung verbunden und die andere mit dem Reisen.

Im Grunde ist die Menschheit immer noch in zwei Tendenzen gespalten, sowohl in aufeinanderfolgende als auch in gleichzeitige: Nomadentum und Sesshaftigkeit.

Nomadentum (Beweglichkeit, Mobilität) ist das Charakteristikum

  • der Menschen, aber es ist auch
  • das der Güter und
  • des Geldes.
  • Und es ist letzteres, das bei der Globalisierung auf dem Spiel steht, weil es auf der Verallgemeinerung der Marktwirtschaft und den damit verbundenen Werten beruht: Individualismus, Rechtsstaatlichkeit usw.

Die Sesshaftigkeit wiederum ist die Tugend

  • des Territoriums,
  • der mit der Verwurzelung verbundenen Identität,
  • gleichzeitig mit der Unbeweglichkeit.

Die beiden Phänomene sind daher keineswegs neu.

Sie sind absolut untrennbar mit der menschlichen Natur verbunden.

Man könnte sogar sagen, um eine lange Geschichte kurz und bündig und damit falsch zu machen, dass

  • Nomadentum Männer und Sesshaftigkeit Frauen sind;
  • eine ist die Bewegung und die andere die Verteidigung des Territoriums.

Das sind zwei sehr tiefgreifende Trends. Heute kombinieren wir diese beiden sehr tiefen Trends weiter.

Auf der einen Seite steht die Entwicklung des Nomadentums/der Mobilität

  • durch die Verallgemeinerung der Bewegung und
  • der Marktwirtschaft, die sowohl in geografische als auch in konkrete Gebiete eindringt, in die sie bisher nicht eingedrungen ist:
  • Es gibt also Teile von Gebieten, menschliche Beziehungen, soziale Beziehungen, die nicht von der Herrschaft des Marktes und der monetären Äquivalenz regiert wurden und die es jetzt sind.
  • Es gibt eine Ausweiterung der Geldmenge und damit der Bewegung der Dinge.
  • Und dann gibt es gleichzeitig auch eine Ausdehnung des sesshaften Lebens, d.h. der Sphäre des Individuums und der Identität. Und obwohl es sich um gegensätzliche Bewegungen handelt, die sich widersprechen, nähren sie sich gegenseitig.

So bedeuted Globalisierung auch nicht unbedingt Standardisierung, also das Gleichmachen.

Die Globalisierung führt auch zur Entwicklung der Herrschaft der Ware/des Handels, also gewissermaßen zum Zerfall staatlicher, bürokratischer und zentralisierender Apparate. ja und dann wird man als Otto Normalbürger als Verschwörungstheoretiker hingestellt, wenn man solches ebenfalls behauptet. Andererseits verschweigt Attali, daß die als Staat getarnten Wirtschaftsunternehmen sich hoheitliche Aufgaben anmaßen und sehr wohl der absoluten Diktatur und der Bürokratisierung zustreben. Doch hören wir weiter:

Sie führt daher zu Dezentralisierung und damit zu einem größeren Potenzial für Individualismus und Rückzug. Diesem wird durch Datenkraken striktest entgegengewirkt! Dazu ist die Überwachung da!

Frage: Um bei dem Thema des Nomadentums/der Mobilität zu bleiben, das Ihnen am Herzen liegt, habe ich den Eindruck, dass wir in unseren Gesellschaften tatsächlich eine doppelte Bewegung erleben, wie Sie richtig gesagt haben.

Auf der einen Seite das Nomadentum, das mit der Mobilität der Dinge, des Kapitals, aber auch mit der Mobilität der Menschen verbunden ist, sowohl durch die Flexibilität der Arbeit als auch durch das Surfen im Internet,

und auf der anderen Seite das, was als „franglais“ bezeichnet wird, das Bedürfnis nach Verwurzelung und Isolation, was meiner Meinung nach eine Form ist, den Kontakt untereinander zu verweigern und das Risiko einer echten Beziehung vermeidet.

Gibt es nicht in jeder dieser beiden Bewegungen eine übertriebene Form des Individualismus, die die Existenz der sozialen Bindung gefährdet?

Attali: Ja, aber ich denke, es ist eigentlich eine Gesellschaft, die in 3 soziale Gruppen aufgeteilt werden müßte.

  1.  wären die „Luxus-Nomaden“, nämlich all jene, die die Manipulatoren und Informationsschöpfer sind, die Zugang zur Kontrolle über die Dinge haben und die, obwohl sie die wenigsten sind, dennoch die Herren der Gesellschaft von morgen sind, weil sie nomadische Objekte kontrollieren und selbst Nomaden sind.
  2. Am anderen Ende der Gesellschaft steht die Masse der Proletarier, der prekären Arbeiter, der Arbeitslosen, der Einwanderer, die gezwungen sind, sich zu bewegen, nur um einen Weg zum Überleben zu finden.
  3. Und in der Mitte eine sehr große Gruppe, eine Mittelschicht, eine Mittelschicht, die sowohl den Wunsch hat, sich der Gruppe der Luxusnomaden anzuschließen, als auch die Angst, in die Gruppe der proletarischen Nomaden zu fallen, und die das Luxusnomadentum im Cocooning leben würde, das heißt im virtuellen, die Show durch Videospiele, durch das einfache Schauspiel des Fernsehens, durch alles, was mit Unterhaltung zu tun hat. Für sie wäre Cocooning eine Form des virtuellen Nomadentums.

Dies stellt einen totalen Bruch der sozialen Bindung aller Elemente dar, da wir in diesen drei Klassen die Entschuldigung des Einzelnen, der Einsamkeit und der Abwesenheit der Gruppe finden.

Aber gleichzeitig werden uns die Tugenden dieser neuen Virtualität, eines neuen sozialen Bandes, angepriesen, und uns wird – wie zum Beispiel Pierre Lévy in einem kürzlich erschienenen Buch – die Entwicklung der kollektiven Intelligenz über das Internet versprochen.

Stehen wir tatsächlich vor unerwarteten Chancen oder vor einem neuen Chaos?

Attali: Ich denke, dass im Grunde genommen die ganze Frage ist, ob wir in diesem Nomadentum soziale Bindungen aufbauen können.

  • A priori erfordert der soziale Zusammenhalt ein Gebiet, zu dem man sich zugehörig fühlt.
  • Es bedarf sogar einer Grenze, im wahrsten Sinne des Wortes, denn um eine soziale Bindung zu schaffen, muss es Menschen geben, die zur Gruppe gehören, und andere, die von ihr ausgeschlossen sind.
  • Es muss also explizit Ausländer geben.
  • Damit wir wissen, dass wir dazugehören, muss es – im Gegenteil – jemanden geben, der nicht dazugehört.
  • So erfordert die Demokratie, wie wir sie verstehen (oder jede Form von sozialer Organisation), die Definition von Ausgrenzung ebenso sehr wie die Zugehörigkeit.

Frage: Wie kann man Zugehörigkeit in Gesellschaften definieren, in denen sich die Grenze auflöst?

Attali: Das ist äußerst schwierig, denke ich. Denn wir werden immer mehr den Wunsch verspüren, den sozialen Zusammenhalt aufrechtzuerhalten, aus Angst vor Einsamkeit, aus Notwendigkeit, durch die Rückkehr zu Grenzen und durch den Identitätsverlust.

Aber es kann einen Ausweg aus dieser Situation geben.

Es ist sehr schwierig, und im Moment spreche ich nur theoretisch darüber, denn dieser „Ausstieg von oben“ existiert in der Praxis bis auf wenige Sonderfälle nicht.

Es geht darum, eine Demokratie zu erfinden, die außerhalb des Territoriums funktioniert, d.h. eine Demokratie ohne Grenzen, die davon ausgeht, dass ein nomadisierendes Individuum zu einer Gruppe gehören könnte, die nicht durch die Kontrolle eines Territoriums definiert ist.

Dies würde bedeuten, dass eine Person gleichzeitig mehreren Gruppen angehören könnte, d.h. sie wäre Mitglied einer Gruppe, die beispielsweise für den Bürgermeister einer Gemeinde stimmt, während sie sich aus einem anderen Land als dem, in dem diese Gemeinde ihren Sitz hat, wählt.

Warum nicht? Warum nicht?

Diese Person könnte auch Interessen für eine bestimmte Partei oder Vereinigung haben.

Es würde eine Art Multi-Aliganz haben, ein wenig wie die jüdische, chinesische, armenische oder andere Diaspora.

Das ist genau DAS, was diese Attalis uns Heimatverbundenen und HeimatHABENDEN wünschen: WIR sollen ihr schreckliches Schicksal teilen, wir sollen ebenfalls zu HeimtLOSEN werden, wie sie es sind und waren. Und diie Deutschen müssen aufgrund ihrer Erbschuld ganz vorne mit dabei sein!

Sie wäre durch eine Multi-Mitgliedschaft gekennzeichnet, d.h. durch verschiedene Zugehörigkeiten, die nicht an die geografische Lage gebunden sind.

Das sind natürlich Konzepte, die vage sind und im Moment nur auf einige wenige Minderheiten angewendet werden können.

Aber meiner Meinung nach könnten sie einen Aufwärtsausstieg ausdrücken. Ich weiß jedoch, wie schwierig es wäre, all dies auf globaler Ebene umzusetzen.

Frage: Sie haben vorhin gesagt, dass Wurzelbildung ein Territorium und damit Grenzen impliziert. Doch trotz – oder gerade wegen – dieser Grenzen ist es uns immer gelungen, eine gewisse Vielfalt aufzunehmen oder zu genießen.

Attali: Das Problem ist, dass der Identitätsentzug heute zu einer Ablehnung des Andersseins führt und wir uns in Gebieten wiederfinden, in denen es nur das gibt, was ich „soziale Klone“ nenne, wo wir nur nach denen suchen, die uns am ähnlichsten sind.

Frage: Das ist es, was in der Region der Großen Seen in Afrika geschieht, das ist es, was in Serbien passiert ist, usw. Ist diese Form der Identitätsentziehung nicht auch eine der Folgen der Globalisierung?

Attali: Genau. Aber es gibt zwei Dinge. Auf der einen Seite der Rückzug der Identität, der eine Folge der Globalisierung ist, und auf der anderen Seite die Tatsache, dass wir auch den Zerfall von Imperien erleben, insbesondere in diesen Ländern.

Und der Zerfall von Imperien führt zur Entstehung von Wesen, deren Existenz völlig künstlich ist.

Wir können Grenzen beseitigen und offen leben, wenn wir bereits eine Identität haben. blablablubb… als Rechtfertigung für nachfolgende Behauptung und Forderung:

So kämpfen beispielsweise Frankreich und Deutschland seit Jahrhunderten für die Schaffung ihrer nationalen Identitäten und können mit zunehmender Reife auf sie verzichten.

Frager: Aber man kann nichts aufgeben, was man nicht bekommen hat.

Ich denke also, dass wir in Afrika oder in Osteuropa, in allen Ländern, die gerade aus der imperialen Leitschicht hervorgehen, eine nationale Phase und damit notwendigerweise eine Neuordnung der Grenzen durchlaufen müssen, bevor wir sie dann beseitigen können.

Ja, aber das stellt das ganze Problem des Staates dar, wie kommt es, dass sich die Staaten, in denen wir heute leben, in gewisser Weise selbst zerstört haben, sicherlich nicht ganz, aber in gewisser Weise, indem sie die Marktkräfte für sich entscheiden ließen?

Denn heute wird der Staat durch die Mechanismen der Globalisierung weitgehend geschwächt.

Beständig. Ich denke, es hat eine Vernachlässigung der politischen Eliten gegeben. Aber man muss es sich Kontinent für Kontinent ansehen. Die Situation ist in den Vereinigten Staaten, wo man einen dezentralen, aber starken Staat in seiner Dezentralisierung hat, in Asien, wo man extrem starke Staaten hat, oder in Lateinamerika, wo man bürokratische Staaten hat, keineswegs die gleiche.

In der arabischen Welt existiert der Staat nicht, denn in der muslimischen Zivilisation hat der Staat keinen Platz. Wir betrachten entweder das Individuum oder die Umma, d.h. die Gemeinschaft der Gläubigen, die kein Staat ist.

Was Europa betrifft, so gibt es dieses große Missverständnis oder diese große Unklarheit:

  • Einige wollten den Staat durch einen europäischen Staat ersetzen,
  • während andere Europa dazu brachten, den Staat zu zerstören und durch nichts zu ersetzen.

Es gibt also in Europa eine unnatürliche Allianz zwischen zwei proeuropäischen Strömungen, aber aus widersprüchlichen Gründen.

Und deshalb befindet sich Europa heute mitten in der Furt, denn es ist ihm im ersten Teil seiner Mission gelungen, die Nationalstaaten zu schwächen, um einen europäischen Staat zu schaffen; aber diejenigen, die um keinen Preis einen europäischen Staat oder Nationalstaaten für Marktideologie wollen, werden diese nun die zweite Phase des Projekts verlangsamen.

Frager: Aber wir können denken, dass es oft dieselben Menschen waren, die manchmal für und manchmal gegen Europa kämpften.

Attali: Nein, denn Sie haben zum Beispiel alle Sozialdemokraten, die die Bildung einer europäischen keynesianischen Macht, eines europäischen Staates wollen.

Frager: Ich habe oft den Eindruck, dass der Keynesianismus heute vergessen ist und dass der hegemoniale Diskurs der der Globalisierung ist.

Attali: Ja, aber Sie haben eine ganze Bewegung in der europäischen Sozialdemokratie, die sagt, und ich gehöre dazu, dass die Lösung für das Beschäftigungsproblem in Europa in der Schaffung eines europäischen Staates mit den Mitteln zur Wiederbelebung der Politik durch Großprojekte besteht.

Zumal Europa, das keinen Staat hat, heute keine Schulden hat. Sie könnte daher eine solche Politik sehr wohl durchführen und sollte dies auch tun.

Zumal die Zentralbank einen europäischen Staat, ein europäisches Finanzministerium benötigt und damit irgendwie die Notwendigkeit einer parallelen Einheit schafft.

Frager: Und wie kann dies auf die Länder des ehemaligen Osteuropa ausgedehnt werden?

Attali: Dies wird von der politischen Entscheidung abhängen, die in dieser Frage getroffen wurde:

  • Ist Europa ein christlicher Club oder
  • wird es sich auf den Islam und die Orthodoxie erstrecken?
  • Ich bin dafür, dass sie auf den Islam und die Orthodoxie, d. h. die Türkei und Russland, ausgedehnt wird.
  • Und dann wird alles offensichtlich: Wenn wir diese Erweiterung haben, werden die Hauptwerke offensichtlich, das sind die Werke, die Ost- und Westeuropa verbinden, und diese Hauptwerke werden die Europäer beschäftigen und 30 Jahre lang Arbeitsplätze schaffen. 30 Jahre???? Und dann???? Wie kommt er auf 30 Jahre???

Frager: Zu einem anderen Thema: Es wird viel über das Ende der Moderne, das Ende großer Erzählungen, das Ende der Ideologie des Fortschritts gesprochen. Ich habe jedoch den Eindruck, dass Sie, Herr Attali,  in diesem neuen Nomadentum, auch virtuell, einen Ausstieg, eine neue Erzählung, sehen. Glauben Sie also, dass wir trotz allem, was wir über das Ende der Moderne und große Erzählungen gesagt haben, eine neue Erzählung finden werden, eine Art mobilisierende Utopie, die den Menschen, sagen wir, einen Geschmack fürs Leben zurückgeben könnte? Denn das ist vielleicht das, was heute am meisten verschwunden ist.

Attali: Ja, das ist es, was unseren Gesellschaften heute fehlt. Ich glaube, solange wir mit einer Ideologie leben, die auf Marktwirtschaft und Demokratie hinausläuft, werden wir in eine Katastrophe geraten, weil unsere Zivilisationen nicht auf der Grundlage zweier Werte leben können, die sowohl die Reversibilität als auch die Vergänglichkeit fördern.

Solange eine Zivilisation also nicht in der Lage ist, der Langfristigkeit, also auch der Ewigkeit, einen Sinn zu geben – eine Frage, die ohnehin mehrere Generationen betrifft – wird sie nicht überleben können.

Wenn wir uns nun die großen Zivilisationen von heute ansehen – es gibt mindestens vier davon: die westliche Zivilisation, die selbst in zwei Teile geteilt ist, weil die europäische Zivilisation und die amerikanische Zivilisation nicht gleich sind, die chinesische Zivilisation, die indische Zivilisation und die muslimische Zivilisation – das macht vier, fünf, vielleicht sechs große Zivilisationen aus (Huntington sagt acht, aber ich glaube, er übertreibt)…..

Aber Huntingtons Schnitt ist sehr problematisch und ich denke nicht, dass er beibehalten werden sollte.

Das ist wahr, aber das Problem bleibt zu wissen, welche Zivilisation auf lange Sicht einen Sinn geben wird. Denn das ist diejenige, die immer gewinnen wird.

Ja, aber wenn jeder in jeder dieser Zivilisationen zum Nomaden wird, weil jeder im Internet und nirgendwo sonst ist, wo ist dann die große Geschichte? Wer macht das? Wer macht das?

Das jüdische Volk hat gezeigt, dass man nomadisch sein und einen langfristigen Sinn haben kann. Nicht nur das jüdische Volk, sondern auch das chinesische Volk. Diaspora kann einen langfristigen Sinn haben. Aber das ganze Problem besteht darin, ein Projekt zu haben, das sich nicht auf die Verteidigung eines Territoriums beschränkt. Und das einzige Projekt, das sich nicht darauf reduzieren lässt, ist vorerst ein Buch.

Frager: Kann dieses Projekt etwas Nicht-Religiöses sein?

Attali: Ich denke schon, denn der Planet selbst droht zu verschwinden, und es kann ein großes Projekt sein, diesen Planeten in drei oder vier Jahrhunderten einfach zu einem lebenswerten Ort zu machen. Aber heute ist das die große Frage.

Frager: Können wir in einer unsicheren Welt langfristig denken?

Attali: Zweifellos, aber ich habe den Eindruck, dass ein doppeltes Problem nach wie vor besteht: In diesem globalen Phänomen der Globalisierung kann ich das wirtschaftliche Phänomen, bei dem letztendlich offensichtlich die Kurzfristigkeit, der Gewinn usw. im Vordergrund steht, nicht von dem kulturellen Phänomen unterscheiden, das vielleicht mehr Chancen bietet, ein Projekt zu finden, einen Weg zum Dialog zwischen Zivilisationen oder einfach Männern zu finden.

Frager: Glauben Sie, dass es möglich ist, sie voneinander zu trennen: die wirtschaftliche und finanzielle Globalisierung abzulehnen und nur „die gute Seite des Internets“ oder die kulturelle Globalisierung zu bewahren?

Attali: Nein, ich denke, wir werden sowieso beides tun müssen. Das Leben ist ein Kompromiss zwischen zwei Formen des Todes.

Tod durch absolute Ordnung und Tod durch absolute Unordnung.

Und was wir jetzt tun müssen, ist, die extreme Ordnung der totalitären Staaten und die extreme Unordnung des Marktes zu vermeiden.

  • Aus diesem Grund sind wir zu einer höheren Stufe der Organisation übergegangen, der kontinentalen Stufe der Organisation.
  • Der nächste Schritt für uns, in den nächsten dreißig oder vierzig Jahren, besteht darin, den Planeten nicht mit einer einzigen Regierung, sondern mit kontinentalen Strukturen zu organisieren – wir könnten sie Zivilisationen nennen, aber es ist besser, eine geografische Dimension zu wählen -, die es irgendwie schafft, die Marktkräfte auf der politischen Ebene jedes Kontinents zu domestizieren. Das ist bereits eine Aufgabe genug, um nicht weiter zu träumen.

Frager: Eine letzte Frage zu diesen zwei oder drei Klassen von Nomaden, die Sie bereits erwähnt haben. Was können wir sowohl diesen proletarischen Nomaden, die als ausgeschlossen bezeichnet werden, als auch dieser schwimmenden Mittelschicht – dem Sumpf – sagen oder vorschlagen, die vielleicht davon träumen, zur Gruppe der Luxusnomaden zu gehören? Oder, um es anders auszudrücken, gibt es in dieser Hinsicht nicht eine elitäre Vision?

Attali: Auf jeden Fall!

Frager: Und es macht Ihnen nichts aus?

Nein, denn keine Gesellschaft in der Geschichte hat eine Zivilisation gegründet, ohne die Existenz einer Elite zuzugeben. Die ganze Frage ist, was die Legitimität der Elite ist, ob sie offen ist, ob wir durch unsere Kreativität in sie eintreten oder sie verlassen können, wenn wir nicht gut sind. Aber wir müssen dennoch alle Menschen nach oben treiben und so viel Kreativität wie möglich aus jedem Teil der Gesellschaft fördern.

Frager: Zweifellos. Es ist jedoch festzustellen, dass die alten Eliten in früheren Jahrhunderten direkt an der Nicht-Elite interessiert waren und sich mit der gesamten Gesellschaft beschäftigten. Während sich diese neuen „Luxus“-Eliten nur um sich selbst kümmern.

Attali: Du hast tausendmal Recht. Deshalb habe ich vorhin, zu schnell, über die Legitimität der Elite gesprochen. Die Elite ist legitim, wenn sie ihre Rolle als Produzent von Bedeutung für die Gemeinschaft als Ganzes spielt.

Und das ganze Problem der Eliten heute ist, dass sie hedonistische Eliten sind und damit Eliten, die keine Legitimität haben. Was ich also als „groß wie ein Haus“ empfinde, wie man sagt, ist eine Revolution. Weil die Eliten nicht legitim sind.

Frager: Von wem wird die Revolution ausgehen?

Attali: Von all denen, über die wir gesprochen haben, Proletariern und der Mittelschicht, die sich weigern werden, die Eliten eine Rolle in einer Gesellschaft spielen zu lassen, in der sie nur sich selbst dienen.

Frager: Und du kannst bereits Anzeichen davon sehen?

Attali: Ja, wir sehen Anzeichen dafür, zum Beispiel bei allem, was im Justizsystem geschieht.

Aber die ernste Frage, die sich aus dieser Befragung der Eliten ergibt, ist, dass Revolutionen im Allgemeinen von Ersatzeliten geführt werden.

Aber in den meisten Fällen gibt es keine Ersatzelite. Denn wenn wir in Bezug auf die sozialen Klassen denken, gab es die Klasse der Herren, die Klasse der Soldaten, die Klasse der Bourgeoisie, die Arbeiterklasse und nun gibt es keine Klasse mehr, die die Macht übernehmen könnte.

Frager: Aber gibt es nicht „gute Nomaden“, Träger der Kreativität wie diejenigen, die Monotheismen erfunden haben, die für uns etwas anderes erfinden können? hier offenbart ein wissender elitärer Interviewer , daß ein-Gott Religionen Erfindungen von Machthabern sind!

Attali: Sie stellen immer sehr gute Fragen, aber ich habe keine Antwort darauf und deshalb möchte ich mit dieser Frage enden.

Reckenpferd

Pferdchen…

Pferdchen,
steck‘ deinen Kopf zwischen deine Beine.
Es kommen harte Zeiten.
Leg‘ die Ohren an,
fletsch‘ die Zähne,
laß‘ dich nicht mehr satteln,
laß‘ dich nicht mehr zäumen.
Trage niemanden,
leg‘ dich nicht ins Geschirr ihrer Kanonen,
laß‘ sie stehen,
schlag‘ sie tot.
Sie wollen ihren Krieg
mit deinem Schweiß und Blut
gewinnen.

Gisela Nagy, 21.06.1993

http://www.reckenpferd.de/reckenpf.html

Das Reckenpferd ist ein magisches Pferd, das man mit einem bestimmten Ruf heraufbeschwören kann. Es stammt aus einem ungarischen Märchen.

Das rote Reckenpferd ist das Pferd des zweiten apokalyptischen Reiters, des Krieges.

Auch in der Realität gibt es Reckenpferde: Der mächtige Bucephalus trug Alexander den Großen durch die Schlachten.
Traveller, der Schimmel des Südstaatengenerals Robert E. Lee.
Auch Csillag war ein Reckenpferd…

Und auch wenn sie nicht so mächtig sind wie das Reckenpferd aus dem Märchen, so sind sie ihren Herren doch treue Gefährten und verläßliche Kameraden gewesen.
Und die Wahrheit? Reckenpferde sind Statisten, Helfershelfer, Roadies.
Ihre Geschichten sind immer Geschichten von Recken, denen sie ihre Dienste zur Verfügung gestellt haben.
Das Reckenpferd ist die Schachfigur, die mit ihrem Leben den König schützt.
Der unermüdliche Arbeiter; die unbekannte Größe im Hintergrund, die dafür sorgt, daß alles reibungslos funktioniert.
Der einfache Soldat, der große Schlachten schlägt und in schlammigen Gräben auf den
Tod wartet.

Ich wünsche allen Statisten, die sich diese Seiten ansehen, daß es ein Reckenpferd für sie gibt.

wer steht im Grundbuch als Eigentümer des deutschen Reichstaggebäudes?

https://astrologieklassisch.wordpress.com/2010/10/05/wer-steht-als-eigentumer-des-reichstags-im-grundbuch/

Wir lesen in DasGelbeForum

Der Quiz „Wem gehört die Welt“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 19. September 2010 (Seite 51) stellte als Frage 2:

„Wem gehört eigentlich der Reichstag?“

Zur Auswahl stehen die Antworten

a) niemandem
b) dem Deutschen Reich
c) dem deutschen Volke
d) der Bundesrepublik Deutschland

Auflösung:
Bis zum heutigen Tag ist als Eigentümer das Deutsche Reich im Grundbuch eingetragen
, doch das Gebäude gehört zum Vermögen der Bundesrepublik Deutschland.

Urteil im Prozess gegen jugendliche Gruppenvergewaltiger

Die Tat sorgte im vergangenen April bundesweit für Entsetzen: Insgesamt acht Jugendliche sollen in Velbert bei Essen ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt haben.

https://www.freenet.de/nachrichten/topnews/gruppenvergewaltigung-von-maedchen-urteil-erwartet_6820650_4702792.html

was soll denn diese Art der Berichterstattung? Eine Verhöhnung des Opfers! Die Täter wurden verurteilt! Das muß heißen: Acht Jugendliche haben …vergewaltigt.

Nun wird das Urteil verkündet – es fällt unterschiedlich hart aus.

Sie lauerten der Schülerin auf, als sie aus dem Freibad kam, und zerrten sie in ein Waldstück. Nun hat das Wuppertaler Landgericht für diese Gruppenvergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens in Velbert südlich von Essen bis zu vier Jahre und neun Monate Haft verhängt.

 

Die höchste Strafe bekam am Montag einer der beiden Haupttäter, er ist erst 15 Jahre alt. Der zweite erhielt vier Jahre Haft.

Insgesamt vier Jugendliche schickte das Gericht hinter Gitter, zwei geständige Angeklagte kamen wegen Beihilfe mit Bewährungsstrafen davon, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte.

Der Jugendstrafprozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Angeklagt waren sechs Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren.

Im Einzelnen verhängte das Gericht gegen die sechs Jugendlichen:

  •   4Jahre und 9 Monate,
  • 4 Jahre,
  • 3 Jahre,
  • 2 Jahre und 9 Monate,
  • 2 Jahre sowie
  • 1 Jahr und 8 Monate.

Der Prozess hatte Ende August unter starken Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Insgesamt sollen 8 Jugendliche aus Bulgarien beteiligt gewesen sein.

2 von ihnen hatten sich mit ihren Familien nach Bulgarien abgesetzt und waren dort festgenommen worden.  Ihnen soll in einem weiteren Verfahren der Prozess gemacht werden.

 

Eine Spaziergängerin war im April mutig eingeschritten und hatte das Geschehen gestoppt.

Dem jungen Opfer blieb eine Aussage vor Gericht nicht erspart – weil die meisten Angeklagten behaupteten, sie habe freiwillig mitgemacht.

Diese Version verwarf das Gericht am Montag angesichts der Beweislage.

Dennoch blieb es unter dem Strafantrag des Staatsanwalts, der nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bis zu sieben Jahre Haft gefordert hatte.

schon allein wegen dieser dreisten Lüge hätten diese Kriminellen die Höchststrafe verdient.

 

Die Tat im südlich des Ruhrgebiets gelegenen Velbert hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Die Jugendlichen selbst hatten sie gefilmt. Der Film konnte auf dem Mobiltelefon eines Beschuldigten sichergestellt werden. Außerdem gab es DNA-Spuren, die Aussagen der Augenzeugin und des Opfers. Die zwei Haupttäter hatten das Mädchen zweimal vergewaltigt.

 

Das Opfer war seinen Peinigern selbst auf die Spur gekommen: Die 13-Jährige hatte auf Facebook nach einem der Jugendlichen gesucht und ihn schließlich auf einem Foto wiedererkannt. Er war ihr schon während der Tat bekannt vorgekommen.

eine Schande für den Verein der Schirmmützenträger!

 

Sein Foto war daraufhin an alle Streifenpolizisten in Velbert verteilt worden. Eine Streife erkannte ihn und nahm ihn fest. Für die Ermittler erwies sich die Festnahme als Volltreffer: „Er hatte sein Handy dabei, auf dem ein Filmmitschnitt des Verbrechens gespeichert war“, berichtete ein Staatsanwalt damals. Damit waren dann auch die übrigen Verdächtigen ermittelt worden.

Konservative gegen die Internetgiganten

Der  Generalstaatsanwalt von Louisiana Jeff Landry sagte, er würde gerne sehen, wie Google, Facebook und andere große Social-Media-Giganten zerschlagen werden, wie die Bundesregierung das vor mehr als einem Jahrhundert mit Standard Oil gemacht haben. Landry sagte, dass die Internet-Giganten konservative Zielsetzungen aushebeln, den Wettbewerb unterdrücken und gegen Kartellgesetze verstoßen.

video: https://derkameraddotcom.wordpress.com/2018/10/08/%ce%b7%cf%80%ce%b1-%cf%83%cf%80%ce%ac%cf%83%ce%b9%ce%bc%ce%bf-%cf%84%ce%bf%cf%85-facebook-%ce%ba%ce%b1%ce%b9-%cf%84%ce%b7%cf%82-google-usa-breaking-up-facebook-and-google-video/