SHTF: Erste Hilfe bei Verbrennungen Teil 1

ich beginne das Thema Verbrennung mit einem Link auf die Seite  der Gesellschaft für Verbrennungsmedizin , auf der man die relevanten Grundlagen in den Leitlinien nachlesen kann.  Diese Leitlinien sollen bis 31.12.2017 neu überarbeitet werden. Ob die Kommission das schafft, ist allerdings fraglich, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Und hier geht es zu den medizinischen Leitlinien für Brandverletzungen bei Kindern.   Und es ist auch wieder Zeit für meinen Disclaimer und Haftungsausschluß. Ich stelle nur im Netz frei verfügbare Informationen hier ein und übernehme keine Verantwortung für das, was Leser daraus machen. Ich gebe keinen ärztlichen Rat und verweise auf unser effizientes Rettungswesen, dessen Institutionen und Organisationen entsprechende Trainings anbieten, die ich jedem ans Herz legen möchte. Mehr zu dem Disclaimer unter: SHTF Blutstillung, die bitte jeder einmal dort nachlesen sollte, weil er auch hier gelten soll.

Zur Definition:  Unter Verbrennung versteht man im Allgemeinen thermische Verletzungen durch Temperaturen, welche die Regulationsfähigkeit der Haut/ Schleimhaut überfordern und zu Gewebeschädigungen bis hin zum Absterben (Nekrose) führen. Dies kann durch heiße Flüssigkeiten (Verbrühung), Dämpfe oder Gase, heiße Stoffe oder Kontaktflächen, Flammeneinwirkung und Explosionen (Schußwaffen, Feuerwerkskörper), starke Sonneneinstrahlung, elektrischen Strom (Lichtbogen bei U-Bahn Surfen) oder Reibung (Abseilen) entstehen. Auch Erfrierungen, das Lyellsyndrom (Epidermolysis acuta toxica) und chemische Noxen (Säuren oder Laugen) können ähnliche Schädigungen verursachen.

Man darf aber keinesfalls glauben, Brandverletzungen seien ein geringes Problem und weniger wahrscheinlich in einem SHTF Szenario als mechanische Verletzungen durch Waffen. Das Gegenteil ist der Fall, wenn man sich vor Augen hält, daß womöglich offenes Feuer, Petroleumlampen, Spirituskocher, Kerzen, Autobatterien, Stromgeneratoren usw. die meistbenutzten Licht- und Wärmequellen sein könnten und gewiß nur ein Bruchteil der Menschen im Umgang damit geübt und vertraut sind. Selbst in Drittweltländern, in Afrika, Tibet, Nepal… , wo die Menschen den Umgang zB mit offenem Feuer durchaus gewohnt sind, kommt es nicht selten zu Brandverletzungen und Verbrühungen insbesondere bei Kindern.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Schädigung kann es sekundär zu Kreislaufschock und entzündlichen Allgemeinreaktionen des Körpers im Rahmen eines SIRS oder einer Sepsis kommen, die im schlimmsten Fall mit Multiorgandysfunktion oder Multiorganversagen (MOV) verbunden sind. Die Gesamtheit dieser systemischen Störungen bezeichnet man als Verbrennungskrankheit. In diesem pdf gibt es am Schluß auch hilreiche links zu Anlaufstellen für Brandverletzte.

Die Folgen dieser Schädigung können gravierend sein. S. D Grops (Handbuch der Heilkunde) hat folgenden Lehrsatz geprägt: „Es gibt wenige Verletzungen, die so sehr den ganzen Menschen erfassen, zu größerem Leiden und schweren Missbildungen führen als Brandwunden.“

Schwer-Brandverletzte können eine über Jahre sich steigernde posttraumatische Belastungsstörung entwickeln, die Vernarbungen, anfangs meist rot, manchmal erhaben, können über das normale Maß hinaus wachsen (Kelloid Bildung) selten entstehen aus Narben auch Narbencarcinome. Großflächige Narben führen ohne Behandlung oft zu Bewegungseinschränkungen, insbesondere, wenn sie über Gelenke verlaufen und sie verursachen natürlich Schmerzen. Oft bleibt auch bei kaum noch sichtbaren Narben ein Spannungsgefühl und eine mechanische Empfindlichkeit zurück. Nach Brandverletzung besteht immer ein sog. Volumenmangel, dh ein Flüssigkeitsmangel, der zu einer instabilen Kreislaufsituation und zu einer Nierenschädigung führen kann. Nicht selten kann sich eine antibiotikapflichtige Leberschädigung, genauer eine Gallengangentzündung entwickeln mit extrem erhöhten Leberwerten und Gelbsucht. Dies kann eine nacholgende Dauermedikation bedingen. Bei heißen Gasen wird die Lunge geschädigt und im Verlauf kann sich eine Lungenentzündung ausbilden. Sehr belastet werden, wie bereits erwähnt, durch eine Brandverletzung auch die Nieren und der im Hospital gelegte und nötige Blasenkatheter erhöht das Infektionsrisiko. Nicht selten bleiben Folgen dieser mechanischen Reizung der Harnwege noch lange Zeit nach Katheterentfernung bestehen.

Da im Hautgewebe die Lymphbahnen mit zerstört werden, kommt es zu Lymphabflußstörungen. Die daraus resultierenden Schwellungen verursachen Bewegungseinschränkungen, Hautrisse, Schmerzen und erhöhen das Infektionsrisiko. Entsprechend können auch Durchblutungsstörungen auftreten, die Schmerzen und Kribbeln verursachen und zu schlechter Heilung führen. Auch die Temperaturregulation an den ehemals verbrannten Stellen und darüber hinaus ist oft nicht mehr ausreichend, was sich z.B. in schneller Auskühlung bei winterlichen Temperaturen bemerkbar macht oder auch in nicht mehr möglicher Schweiß- und Talgbildung.  Beides nicht ungefährlich. Die Regeneration der Hautnerven und der Haut an sich führt oft zu Schmerzen und einem quälenden Juckreiz. Beides kann chronisch werden, wenn man nicht (möglichst durchgängig in dieser Regenerationsphase) schmerz- u. juckreizlindernde Medikamente gibt. Was alles aus einer Verbrennung im Kopfbereich resultieren kann, mag sich jeder selbst ausmalen.

Die bisher geschilderten Dinge beziehen sich auf schwere Brandverletzungen, die natürlich bei leichteren Verletzungen so nicht oder geringer auftreten. Die Schwere einer Brandverletzung wird anhand verschiedener Kriterien (ich verweise auf Teil 2 der Artikelserie) beurteilt und ich habe diese schweren Verletzungsfolgen geschildert, weil es jährlich ohne SHTF  ca. 2000 schwere Brandverletzungen gibt, darunter ca 500 Kinder. 1/3 davon sterben trotz Spezialklinikeinweisung.

Im Teil 2 gibt es Informationen zur Beurteilung des Verletzungsgrades, Behandlungsmöglichkeiten, sowie nogo’s im Rahmen der Ersten Hilfe und was die moderne Medizin so an Therapiemöglichkeiten kennt.

 

 

 

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Begrüßung und Danksagung

Der Blog besteht nun seit 12 Tagen und es wird Zeit, all diejenigen zu grüßen und zu begrüßen, die meinerseits völlig unerwartet lesen, folgen, mein Geschriebenes interessant finden und noch dazu verlinken.  Wenn mir einmal jemand gesagt hätte, dass ich einen Bezug zu mir auf der Seite  Das Erwachen der Valkyrjar  oder  auf dem  https://derhonigmannsagt.wordpress.com/ usw. finden würde, dann hätte ich denjenigen lauthals ausgelacht. Also herzlichen Dank Euch!

Ich begrüße auch all die wackeren Streiter für Freiheit und Wahrheit, diejenigen die in deutschen Land sich nicht unter“krieg“en lassen und die sich als unverzichtbare Netzeknüpfer engagieren. Und ich schicke meine Grüße auch all denjenigen, die aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Spanien, Thailand, USA, Südamerika und den Vereinigten Arabischen Emiraten (?) bereits hier zu besuch waren.

Salvete! χαίρετε! hail wis!  von den Heimdall Warda.

P.s.ja, ich weiss, dass es variable IP Adressen Nutzer gibt Ähnliches Foto

Pharaonen und Freimaurer Kult auf Malta

Viel wurde und wird über das prähistorische Malta geschrieben. Die Cart Rods, die Tempel, die Muttergöttinnen, das Hypogäum und viel Mystisches, Ungeklärtes. Aber Weniges gibt es über die jüngeren Zeugnisse des pharaonisch freimaurerischen Totenkultes auf der Insel.

Startpunkt meiner Betrachtung ist einer der Busknotenpunkte der Insel in Hamrun, Blata L-Bajda, was soviel heisst wie weisse Wand oder weisse Mauer. Dort führt eine Hauptstrasse, San Guzepp – Hlg. Josef – in Richtung Valletta. Auffallend an dem Ort ist zuersteinmal eine Rundkirche mit Kuppel. Absolut nichts Besonderes auf dieser Insel. Die Kirche   aus dem frühen 17. Jahrhundert ist heute der Hlg. Maria geweiht: Our Lady of the miraculous medal und geht auf Marienerscheinungen der hl. Katharina Labouré vom 27.11.1830 zurück. Katharina war eine Novizin der Kongregation der „Töchter der christlichen Liebe“ (Vinzentinerinnen), der Maria dreimal in der Rue du Bac, 140 in Paris in der heutigen „Kapelle unserer lieben Frau von der wundertätigen Medaille“ erschienen war. Bei der zweiten Erscheinung gab sie der Novizin den Auftrag, eine Medaille prägen zu lassen, die Wunder wirken soll. Den früheren Namen der Kirche konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Auf der Kuppel der Kirche steht eine Jesus Statue, die ihre rechte Hand in Richtung Valletta zum Segensgruss erhebt. Die Inschrift über dem Portal lautet: verbum dei caro factum est (Und das Wort ist Fleisch geworden‘, Joh 1,14, , mit dem weiterführenden Absatz: (Und das Wort ward Fleisch) und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.)

Das Innere dieser Kirche wurde in neuerer Zeit umgestaltet und renoviert und ist das Mutterhaus der Society of Christian Doctrine. Gründer war Saint George Preca der in der dortigen Krypta seine letzte Ruhestätte fand. Seine lebensgrosse Wachsfigur wird gegenüber des Einganges in einem Glassarg zur Schau gestellt, den man über eine Treppenflucht erreicht. Jedes Jahr zur Passionszeit beginnt an dieser Kirche eine Prozession zur neugotischen  St. Cajetan Parish Church  aus dem späten 19. Jahrhundert.

Rechts vom Altar befindet sich die typische Marienstatue auf dem von einer Schlange umschlungenen Globus stehend. An den Kuppelbau angegliedert ist eine kleine modern gestaltete Gebetskapelle, die am Ende dieses kurzen Videos zu sehen ist, aber verschämt oder unbewußt den eigentlichen Hammer dort nicht zeigt. Man stoppe das Video mit dem Blick zum schwarzen Kreuz vor der großen gelben Sonne und widme sich der Fensterfront auf der linken Seite. Dort wurde mit Kiesel symbolhaft ein Weg in Richtung Altar angelegt auf dem sich hölzerne Quader, Hindernisse, befinden, die der Mensch auf seinem Lebensweg ueberwinden muß… Den Startpunkt dieses Weges, gleich neben dem Eingang und etwas hinter einer Grünpflanze dem ersten Blick verborgen, entdeckt man eine ca. 160 cm hohe sehr schlanke (Seitenflächen ca 40 cm?), obeliskhafte Pyramide, sehr wahrscheinlich aus rabenschwarzem Granit.

Man fragt sich, was eine phallusartige Pyramide in einer Marienkirche zu suchen hat.

Ca. 100m  entfernt des Kirchenmittelpunktes in Richtung Valletta befindet sich das Spencer monument. Ein Obelisk zur Erinnerung an Sir Robert Cavendish Spencer, dem Kapitän der HMS Madagascar und Groß Groß Onkel von Lady Diana Spencer, Prinzessin von Wales. Er war auch der Cousin des Gouverneurs von Malta Sir Frederick Cavendish Ponsonby. Spencer starb in Malta am 4.11.1830 im Alter von 39 Jahren, nach seiner Rückkehr aus Alexandria (Ägypten) auf seinem unter Quarantäne stehenden Schiff. Der Obelisk wurde vom maltesischen Architekten George Pullicino 1831 designed und zuerst auf dem Corradino Hügel (übersetzt: Hügel des Weisen Rates) errichtet. Seit 1893 steht der Obelisk an seiner heutigen Stelle, dem Spencer Hügel. 1975 wurde er durch Blitzschlag schwer beschädigt, aber wieder restauriert. Leider konnte ich nur vage die Höhe des Obelisken herausfinden: um die 15m. Ein kleines Detail am Rande ist vielleicht noch erwähnenswert. Spencers Cousin und Gouverneur Maltas Ponsonby wurde ebenfalls ein Monument errichtet. Allerdings kein Obelisk, sondern eine 21,3m (70 ft) hohe dorische Säule in Valletta. Diese wurde wie der Obelisk durch Blitzschlag im Jahre 1864 zerstört.

Eine Zusammenstellung sämtlicher Obelisken auf der Welt findet ihr hier: Obelisken

Verlängert man nun die Linie zwischen Kirche und Obelisk in Richtung Valletta, gelangt man an den Triton Brunnen. Was sind Tritonen ? Ergänzend gibt es in der Musik den Tritonus.   Der Brunnen ist ein Werk aus dem 20. Jahrhundert und obwohl künstlerisch sehr ansprechend gestaltet, mangelte es den Künstlern vielleicht etwas an Fertigkeiten in der Statik und Materialkenntnis. Der Brunnen wurde jedenfalls durch die vielen Besucher der dort stattfindenen OpenAir Veranstaltungen schwer beschädigt und musste neugestaltet werden.  Es ist nun anzumerken, daß es eine Art Gesetzmäßigkeit ist, daß einem männlichen Phallussymbol, dh einem Obelisk, auch ein weibliches Symbol beigeordnet wird. Entweder ist es eine Kuppel, Isis dh Maria oder ein Brunnen. In unserem Fall finden wir beides auf einer Linie und dazwischen den Osiris Obelisk. Wer jetzt noch gerne mit Zahlen spielt könnte ja einmal die Entfernungen vermessen und in Verhältnisse setzen, vielleicht ergeben sich ja interessante Zahlen wie Pi, Phi oder 21…

An dieser Stelle möchte ich den Leser jetzt bitten einen Blick auf eine Landkarte zum Standort des Tritonbrunnens zu werfen. Vor dem Brunnen gibt es nämlich eine Grünanlage in Form eines Kreisauschnittes, oder eines Tortenstückes. Die Spitze des Winkels bzw Tortenstückes markiert den Tritonbrunnen. Die nördliche Grenze der Grünanlage führt zum Obelisk und zur Marien-Kirche (und über den Brunnen in das Stadtor Vallettas hinein). Ich war nun gespannt, wohin mich die südliche Grenzlinie der Grünanlage in ihrer Verlängerung führen würde…   Und siehe da, sie führt über den Corradino Hügel (der ehemalige Standort des Obelisk) direkt zum steinzeitlichen Tempel in Tarxien.

So nebenbei erwähnen könnte ich noch, dass diese tortenstückartige Grünanlage mich leicht an die   Freimaurer erinnert.

Diese ganze Symbolik und geomantischen Spielereien, sind nun aber eher jungen Datums. Entstanden zu einer Zeit, wo es längst kein altes Wissen mehr gab und die Geheimbündler in ihren Zirkeln und Logen ihr Halbwissen nach Aussen zur Wirkung bringen wollten. Geomantische Zaubereien von Zauberlehrlingen ohne wirkliche Ahnung und schon gar nicht unter Berücksichtigung globaler oder kosmischer Vernetzungen. Zumindest habe ich noch keine entdecken können. Sie orientierten sich aber an älteren Strukturen des maltesischen Ritterordens. Explizit an der St. Johns CoCathedral in Valetta und dem Großmeister Palast gleich dahinter. Interessant ist, daß die Längsachse dieser pompösen Kirche nach Südwest – den Tritonbrunnen nördlich  lassend – zum Obelisk und nach Nordost über den Altar hin direkt zum Palast des Großmeisters zieht. Die Betenden und der Priester also während der Messe zum Großmeister hin zelebrieren, beten und anbeten. Ein Schelm, wer sich dabei überhaupt etwas denkt.

Noch eine Auffälligkeit ist, daß an dieser Linie Marienkirche, Obelisk…auch das heutige Parlament Maltas tagt, das Gericht und noch die ein oder andere Kirche liegt. Ähnlichkeiten des Parlamentgebäudes zu ägyptischen Monumentalbauten sind sicher rein zufällig. Hier, was der Architekt Piano Renzi dazu sagt. Und was Wiki über ihn sagt.

Das Gebäude ist ein Zwillingsgebäude, die Fassadensteine wurden so wieder aufgebaut, wie sie im Steinbruch abgebaut worden waren und  zusätzlich so angeordnet, daß sie ein Maximum an Licht einlassen und trotzdem einen optimalem Temperaturausgleich und Beschattung erzielen.

 

 

 

 

Berliner Polizisten feiern wie Pupertierende auf dem Klassenausflug

manche mögen meinen Humor nicht verstehen, aber auf eine gewisse Weise empfinde ich diesen „Vorfall“ in Hamburg belustigend. Falls meine Meinung überhaupt jemanden in der großen weiten Welt interessiert.

Zum einen erscheint dieses zügellose Partyfeiern der Polizisten als gut gelungene Gegenveranstaltung für das völlig nutzlose G20 Palaver pressesüchtiger Politpersonen, die sich samt Tross und Bodyguards auf Kosten des deutschen Steuerzahlers wichtig machen. Andererseits stelle ich mir gerade vor, wie sich die Berliner Polizisten fühlen mußten, als sie zu einem völlig überflüssigen Einsatz nach Hamburg beordert wurden, nachdem ihr Berliner Dienstherr sie kurz zuvor zum Gespött der hamburger und schleswigholsteiner Kollegen gemacht hatte. Die Hamburger mit neu glänzenden Dienstwaffen in den Holstern …die Berliner zu deren Unterstützung mit den ausgelutschten P6 der Kollegen für 1 Euro das Stück. Und dann spart man abends in den Schlafstätten noch am Fernsehequipment! Selbst Migranten zerlegen bei mangelndem Entertainment schon mal ihre Container oder lassen ihrem Testosteron freien Lauf, wie man so liest. Da sieht man einmal mehr, welch bedeutende Aufgabe den Öffentlich Rechtlichen Fernsehanstalten in der Befriedung der Gesellschaft zukommt. Da ist es doch nur recht und billig, daß diese Anstalten über ein 8 Milliarden Budget verfügen, das auf der BIP Liste der Volkswirtschaften an 157. Stelle liegen würde. 34 Staaten haben weniger Geld zur Verfügung. Dieser Beitrag zum Frieden wird bisweilen völlig unterschätzt und durch die Fokussierung auf die Fernsehgebühren als einer Demokratieabgabe sträflich vernachlässigt. Frage nebenbei: gab es in den Containern dann wenigstens Internet?

Phöser Dienstherr Herr Kandt und phöse Dienstherrin Frau Koppers! Sie sollten nicht an falscher Stelle sparen, wenn sie wenigstens die kläglichen Reste von Sicherheit im Bundeshauptslum, wie böse Zungen die Stadt Berlin nennen, noch eine Weile erhalten wollen. Und den Hamburger Fischköpfen sei ans Herz gelegt, sich erstmal um ihr Clan-Problem zu kümmern, bevor sie sich beim Sandkastenspielen mit ihren Kollegen um die Förmchen kloppen.

 

 

Ist der waffenlose Mensch sicherer?

starten wir thematisch gleich einmal mit einem nachdenkenswerten video Beitrag : erschienen im quer-denken.tv

„Viktor Farkas, der bekannte Wiener Enthüllungsjournalist, geht der von staatlicher (Anmerkung meinerseits: sowie links-pseudo-peace) Seite gern propagierten Ansicht auf den Grund, daß die Anzahl legaler Waffen in der Bevölkerung zum Anstieg von Gewalt und Kriminalität führe. Ein beliebtes Argument von Seiten des Staates (Amerkung meinerseits: nicht der Staat argumentiert, sondern Staatspolitiker und Vertreter bestimmter NGO´s), die Waffengesetzgebung in unseren Ländern stetig zu verschärfen. Am Ende des Entwaffnungsprozesses sind die (illegalen) Waffen nur noch in den Händen der Kriminellen und der überforderten Polizei. Der Bürger steht hilflos und ohne jedes Mittel der Selbstverteidigung den aufgerüsteten Gewalttätern gegenüber. Gegenwehr ist meist tödlich. Der Fall Dominik Brunner ist ein gutes Beispiel: Seine Zivilcourage wurde hochgelobt und sogar mit dem Bundesverdienstkreuz honoriert, leider aber posthum.“

In Ergänzung verlinke ich hierzu Professor  John Lott  und seinem reichen Fundus an wirtschaftspolitischen und waffenbezogenen Themen für diejenigen, die mit dem Englischen gut vertraut sind.

Im Jahr 2001 veröffentlicht eine Rechtsanwaltskanzlei bereits eine Analyse über den Zusammenhang zwischen Verschärfungen im Waffenrecht,  Entwaffnung der Bürger und Höhe  der Straftaten, sowie eine Liste der bis dato stattgefunden Waffenrechtsverschärfungen und kam anhand der veröffentlichten Daten in Deutschland, in England und in Australien, sowie der Berücksichtigung  der Schweiz, Österreich, Norwegen und Brasilien zu dem Ergebnis, daß weder ein restriktives Waffenrecht, noch die Entwaffung der Bürger zu einer erhöhten Sicherheit durch absinkende Kriminalität und geringerem strafbarem Schußwaffengebrauch führten, zumal damals der Anteil von Straftaten, bei denen in der BRiD überhaupt Schußwaffen verwendet wurden, bei gerade einmal 0,3% lag.  Bei 1100 Straftaten mit scharfen Schußwaffen, handelte es sich in 991 Fällen um illegale Schußwaffen. Dh. der Anteil der legalen Schußwafen an Straftaten mit einer Schußwaffe lag bei 4,5% und machte 0,000115% aller überhaupt strafbaren Delikte aus. Sollte man sich angesichts solcher Fakten nicht besser und effektiver mit anderen Sparten der Kriminalität beschäftigen?

Schockierend für mich war insbesondere der Bericht über Australien zu lesen. Die Regierung hatte nach einem Massaker (also Anlassgesetzgebung) ein grundsätzliches Halbautomatenverbot erlassen und 640.000 legal besessene Schußwaffen landeten zwangskonfisziert  im Schredder, was wiederum 500 Millionen AUDollar kostete. Und der Effekt hinsichtlich der Sicherheit war nicht nur Null, sondern geradezu negativ. Ich frage mich, wie das sein konnte, daß sich die australischen Bürger „einfach so“ ihres Eigentums berauben ließen. Gab es Entschädigung? Existierte eine Gesetzesgrundlage dafür? Hatten die Sportschützen und Jäger keine Interessenvertretung?

Betrachtet man die Fälle steigender Straftaten selbst nach der Einführung restriktiver Waffengesetze, so beschleicht mich der Verdacht, daß da völlig andere Mechanismen für die Gewalt und das Greifbarsein von Schußwaffen wirksam sind als der legale Besitz, gegen die kein Vermeidungsgesetz ankommt. Denn dererlei Gesetze gingen bisher überall und gehen bis heute völlig an der Zielgruppe der Gewalttäter mit illegalem Schußwaffenbesitz vorbei. Und erstaunlicherweise: selbst die damals explosionsartig gestiegene Zahl illegaler Schußwaffen in Deutschland Ende der neunziger Jahre (hier verweise ich auf meinen Artikel: Wo sind all die Waffen hin…, von dem es demnächst einen Teil 2 geben wird), hat zeitnah nicht zu einer Erhöhung der Schußwaffenverwendung bei Straftaten geführt.

Wir halten also fest, daß alle relevanten statistischen Grundlagen, Erfahrungen und Analysen, die die Unwirksamkeit einer restriktiven Waffengesetzgebung belegen und einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Waffen und der Anzahl bewaffneter Straftaten widerlegen, bereits seit 20 Jahren der Polizei, der Rechtsprechung, der Verwaltung und der Politik vorliegen und sich null komma nichts an deren Argumentationsmuster,  Verhalten und Problemlösungsstrategie geändert hat.

Und hier im Gegensatz dazu eine Sudie der medizinischen Universität New York, mit einem derart schlechten Design (so nennt man die Planung der Fragestellungen und Untersuchungsmethoden usw.), daß diese nur von einer noch schlechteren medialen Aufbereitung im standart.at getoppt wird, der das Ergebnis so zusammenfasst: Viele Feuerwaffen, viele Tote.

Ich erwähne dies nur, weil man auf Grundlage eines solchen Berichtes noch nicht einmal fundiert darüber diskutieren kann, geschweige denn will (und ich diskutiere gerne), während gleichzeitig völlig undifferenziert und unzulässige Behauptungen aufgestellt werden, die sich in den Köpfen der Öffentlichkeit festfressen. „Framing“ nennt man dies, worauf ich  in einem früheren Bericht auf diesem Blog  bereits unter Hinweis auf den Vortrag von Dr. Daniele Ganser im Juni 2017 an der Uni Köln, hingewiesen habe.

Aber nicht nur in österreichischen Medien wird diese Studie völlig unkritisch  als Argumentationsgrundlage herangezogen. In der  Zeit  erschien ein ähnlich tendenziöser Artikel, der über die schrecklich hohe Zahl der Schußwaffenopfer im „Waffenland“ Deutschland berichtet. Erschreckende 27 Todesfälle mit legalen Waffen seien im Jahr 2013 zu verzeichnen gewesen! Und die Autorin kann noch nichteinmal sagen, ob es sich um Straftaten oder Unfälle handelte. Gut recherchiert, sage ich da nur. Und 27 Tote bei 5,5 Millionen Schußwaffen und 1,45 Millionen registrierten Waffenbesitzern… Frau Milbradt, für wie einfältig halten Sie Ihre Leser? Kein Wunder, daß diese sich beleidigt fühlen bei diesem Niveau und ihre Abonnements kündigen. ZEIT wird´s….

Wer sich für weiterführende Analysen in Sachen Waffenrecht und Kriminalstatistik interessiert, wird u.a. bei der GRA, der German Rifle Association, sicher fündig.

Aber damit nicht genug, müssen auch noch die Suizide unter Schußwaffenverwendung herhalten,  die geradezu irrelevant niedrigen Zahlen aus der Kriminalitätsstatistik auf ein einigermaßen empörungsfähiges Niveau zu heben. Doch man lese eine vernünftige Studie diesbezüglich hier:  Suizid     Mit dem Fazit: Die Verminderung des (legalen) Waffenbestandes ist daher zur Reduzierung von Suiziden völlig ungeeignet. 

Ein weiteres Scheinargument möchte ich zerpflücken: wenn es keine Schußwaffen gäbe, aber es psychische Erkrankungen gibt, bei denen man sich ausschließlich erschießen will (ja, soetwas gibt es, übrigens auch bzgl. anderer Methoden), dann könne man zumindest diese Leben durch ein restriktiveres Waffengesetz oder Schußwaffenverbot irgendwie retten. Denn wo die Privathand keine Schußwaffe hat, kann sie auch keinen Finger an den Abzug legen.

Aber leider ist das völlig naiv gedacht, denn diese Suizidalen lassen sich dann planmäßig von zB Polizisten erschießen: Suicide by cop genannt und in den USA nicht selten – in der BRiD noch selten.  Da sich nun aber Ärzte und die Presse hierzulande schon vor 30 Jahren darauf geeinigt haben, möglichst nicht über Suizide öffentlich zu berichten, um gefährdete Menschen nicht noch in ihren Vorhaben zu motivieren, ist das Thema suicide by cop der Öffentlichkeit natürlich nicht so im Bewußtsein. Dem polizeidienstlichen Schußwaffengebrauch und dessen Folgen wird evtl. einmal ein eigenes Thema gewidmet.

Was im Zusammenhang mit dem Schußwaffengebrauch durch die Polizei noch von Bedeutung sein könnte, ist der Sachverhalt, daß es in der BRiD den Polizisten erlaubt ist, ihre Dienstwaffen nach entsprechender Beantragung und unter Beachtung der entsprechenden Einschränkungen im Waffengesetz (nicht bei öffentlichen Veranstaltungen u.s.w.) auch außerhalb ihrer Dienstzeiten zu führen. Mit Ausnahme des linksgrün friedlichen Berlins, da hat der oberste Dienstherr seinen Bütteln, Ordnungshütern und Verbrechensbekämpfern im Juni 2016 das absolute Mißtrauen ausgesprochen und ihnen das Führen der Dienstwaffen außerhalb des Dienstes verboten.

In Österreich hingegen hat man vor kurzem wieder Vernunft angenommen und den Polizisten das Führen ihrer Schußwaffen außerhalb ihres Dienstes wieder erlaubt. Die Berliner Polizisten müßten einem auch aus anderem Grunde schon beinahe leid tun, mußten sie doch die abgetragenen und ausgemusterten P6 ihrer schleswigholsteinischen Kollegen übernehmen, weil Berlin diese für den Schnäppchenpreis von 1 Euro das Stück ergattern konnte. Welch Ironie, daß gerade der Innenexperte der Linken, Hakan Tas, die veralteten Waffen aus Schleswig-Holstein für ein Sicherheitsrisiko für die Berliner Beamten hält und zu Recht die CDU anprangert, daß sie immer das Thema Sicherheit spiele, sich hier aber damit lächerlich mache.

Inwieweit solche statements nur aus richtig verstandenen Oppositionsaufgaben heraus getätigt werden oder ob der homosexuelle Mann mit türkischem Migrationshintergrund ebenso wie viele andere Politiker auch, aus einer Regierungsperspektive dann doch eine gänzlich andere Haltung einnehmen würde, werden wir erst erfahren, wenn diese Politiker einmal an die Regierung kommen.

Na ja, wie sagte einmal ein Schießausbilder bzgl. einer regen Diskussion über Vor- und Nachteile verschiedener Waffenmodelle: „Was soll`s, schießen tun sie alle“. Und ergänzend möchte ich hinzufügen, daß bei den unterirdisch geringen Schießübungen bei der Polizei selbst nach Jahren die Waffen als „so gut wie neu“ einzustufen sind. Manch ein Sportschütze hat in einem Monat mehr Schußabgaben aus seiner Sportwaffe zu verzeichnen als ein Polizist im ganzen Jahr. Zumindest wurde den Berliner Polizisten jetzt doch noch eine Neuwaffenbeschaffung ab 2018 in Aussicht gestellt, um die Arbeitsmoral der Staatsdiener nicht gänzlich zu ruinieren.

Interessant in diesem Zusammenhang wäre noch, wie die Fälle eines außerdienstlichen Schußwaffengebrauchs statistisch behandelt werden. Dh. wie und wo wird der Schußwaffengebrauch nicht im Dienst befindlicher Polizisten in die Statistiken eingehen? Unter Straftaten mit Schußwaffen? Vielleicht weiß ja ein Blogleser, ob es hierfür eine eigenständige Kategorie gibt und schickt mir einen link.

Wie inzwischen bei mir üblich, dürfen die geneigten Leser auf eine Fortsetzung des Themas zu gegebener Zeit hoffen, denn der Titel meines heutigen Blogs ist nicht ohne Hintergrund so mehrdeutig gewählt.

 

 

 

Sag mir wo die Waffen sind, wo sind sie gebliiieeeben…

allen, die zur Hochzeit der Friedensbewegung groß geworden sind, dürfte das Original von Pete Seeger auf das sich mein Titel bezieht noch gut bekannt sein und es passt so gut zu meinem heutigen Thema, zu dem ich von einem sehr geschätzten Waffenexperten inspiriert wurde, als er erzählte, er habe auf öffentlichen Film- und Bildaufnahmen entdeckt, daß ISIS Kämpfer mit unverwechselbaren Sturmgewehren aus ehemaligen DDR Beständen abgelichtet wurden und das eigentlich gar nicht möglich sein dürfte, weil über die DDR Altbestände sehr sorgfältig  buchgeführt worden war und diese Gewehre nach 1989 offiziell alle der Vernichtung zugeführt hätten werden müssen.

Aber wir wissen ja, wie das so ist mit dem Verhältnis zwischen Soll und Haben, das in einem „soll haben“ resultiert.

Jüngstes Beispiel ist die Anklage gegen den Chef des belgischen Beschußamtes J.L. Stassen Ende 2016, der während seiner Amtszeit 260 Waffen mehr oder weniger heimlich vor der angeordneten Vernichtung ausnahm und diese dann zu eigenem Vorteil auf dem pöhsen Schwarzmarkt verkaufte. Daß soetwas im hochkorrupten Belgien möglich ist, ist nicht verwunderlich, aber solange nicht alles gerichtlich geklärt ist, hätte ich in einem Punkt ein gewisses Verständnis für diesen Mann, denn wenn man weiß, mit welcher Rücksichtslosigkeit der politische Polizeiapparat in der EU Diktatur auch seltene historische Stücke, oft in einer heute nicht mehr erreichbaren Handwerksqualität usw…ohne Not schreddern läßt, ja sogar die Übernahme durch Museen oder vertrauenswürdige Sammler kategorisch ablehnt, ja dann habe ich ein gewisses Verständnis, daß ein Kenner soetwas vielleicht nicht in Ordnung findet und entsprechende Gegenmaßnahmen versucht, um historisch wertvolle Waffen der Nachwelt zu erhalten.

Wahrscheinlich werden wir aber aus der Presse nicht mehr viel über das Ergebnis der diesbezüglichen gerichtlichen Untersuchung erfahren und es wird bei den Lesern über das „Framing“ das Bild bestehen bleiben – ob den Tatsachen entsprechend oder nicht -, daß ausgerechnet der Leiter des belgischen Beschußamtes, direkt unter der Nase der braven EU Diktatoren, Terroristen mit Waffen beliefert hat, denn in Belgien sitzen doch die meisten Islamisten und das sind doch die ausschließlichen Kunden des pöhsen Schwarzmarktes, oder?

Ich will Euch jetzt nicht weiter mit lächerlichen 260 Schußwaffen belästigen, sondern mit warpdrive zu größeren Kategorien des Waffenhandels  vorstoßen, die noch nie ein Mensch zuvor …. falsch, natürlich ist das Muster so alt wie die durch eine Scheinöffentlichkeit kontrollierte „Friedensdemokratie“ und ebenso bekannt.

Man schaue diesbezüglich die Videos von Dr. Ganser hier in Kürze zum deep state – tiefer Staat   und hier die lange Version  an der Uni Köln vom Juni 2017.

Die Chicago Tribune berichtet im August 1995, was zumindest ich in der deutschen Qualitätspresse nicht gelesen habe, nämlich daß der Kriegswaffen u. Kriegsgeräteschmuggel nach Kroatien mit stillschweigender Zustimmung der NA(h)TO(d) über Deutschland lief (ebenso die Finanzierung!) und die deutschen Behörden „aus bürokratischen Gründen“ untätig zusehen mußten, wie ganze Panzer unter Zelten getarnt den Rhein hinauf geschippert wurden. Und der stellvertretende Generalstaatsanwalt von Como (N-Italien) ist sich sicher, daß es „Kräfte gibt, die nicht wollen, daß wir diesen 1,3 Milliarden teuren Schmuggel verfolgen“.

Der Mann läuft bestimmt auch täglich mit Aluhut durch die Gegend, wie Herr Dr. Ganser und die Heimdall Warda, die sich fragen, worin denn die bürokratischen Hürden bestanden haben könnten in einem souveränen deutschen Staat?

Military analysts in Zagreb agree the beefing up of Croatia’s fighting forces was facilitated by the country’s financial sponsors abroad, mainly Germany and rich Croatians in exile, and an apparently tacit agreement among NATO nations to allow $1.3 billion of weapons to be smuggled into the country.

German police inspectors have complained that tanks hidden under tarps and destined for Croatia were ferried up the Rhine River. They could do nothing about it, they said, because of bureaucratic restrictions….

I am convinced there are forces that do not want us to make any headway or investigate this smuggling,“ said Romano Dolce, assistant attorney general of the city of Como in northern Italy.

Ob der den Regierungen wohlbekannte und zugelassene, wenn nicht sogar aktiv unterstützte Waffenschmuggel vielleicht damit etwas zu tun hatte, daß die USA, wiederum mit stillschweigender Zustimmung des State Department, hochrangige US-Militärberater im Ruhestand nach Kroatien entsandt hatten, die allesamt bei privaten Kriegsfirmen angestellt waren? Diese sogenannten private contractors, also die in Privathand befindliche  Rüstungsindustrie, konnte sehr lukrative Verträge abschließen, die dann u.a. von deutschen „Sponsoren“ (Steuerzahler…)  bezahlt wurden.

Aber die „Amis“ waren bei weitem nicht die einzigen Fremdmächte und Söldner, die in diesem illegalen Krieg mitmischten. Den dazu auf Wikipedia erschienenen Artikel kann ich nicht empfehlen, denn er erscheint mir auch 20 Jahre nach dem Krieg sehr tendenziös. Aber man kann zumindest nachlesen, wen man so alles dort antreffen konnte. Auf den untrennbar mit dem Waffenhandel verbundenen Drogenhandel, insbesondere durch US amerikanische Geheimdienste über Bosnien, will ich hier nicht eingehen. Wahrscheinlich werde ich dem einmal einen eigenständigen Artikel widmen.

Die führenden kroatischen Offiziere der verharmlosend als August Offensive bezeichneten berüchtigten Operation Oluja, hatten ausnahmslos bei den 15 in Kroatien „stationierten“ US-Beratern (die sich rechtzeitig vor der Operation abgesetzt hatten) trainiert. Im verlinkten Wikipedia Artikel zu Oluja wird peinlichst vermieden, über das Ausmaß der ausländischen Einflußnahme im Vorfeld der Operation zu berichten, mit deren Hilfen diese Kriegsverbrechen überhaupt erst möglich wurden.

Man hatte damals auch keine Bedenken, bosnische Muslime, die zeitweise enge Verbündete der Kroaten waren, mit Waffen und Munition aller Art zu beliefern. Besteht da ein möglicher Zusammenhang zu heute, wenn bosnische moslemische Straftäter anscheinend so milde behandelt oder bosnische Wirtschaftsmigranten so hofiert werden? Ist das so eine Art Dankbarkeitsbezeugung der BRiD für die bosnischen Waffenbrüder von damals?

Die Meisterhirne hinter den ungehinderten Kriegswaffenlieferungen (und Finanzierungen) nach Kroatien – gegen die bosnischen christlichen und Rußland zugewandten Serben – verorteten westliche Diplomaten in Washington und Bonn gleichermaßen.

Allerdings könnten auch die Russen -eher versehentlich wie die Chicago Tribune schreibt durch den blühenden Waffenhandel beim ihrem Rückzug aus der DDR Besatzung – alte Militärbestände an die Kroaten gegeben haben.

D.h. die eigentlich mit Rußland verbündeten Serben, wären „versehentlich“ mit den Waffen ihrer eigenen Verbündeten beschossen worden. Andererseits gebe ich zu bedenken, daß damals die russische Regierung massiv von den USA unterwandert war. Eine Marionettenregierung herrschte, die zuließ, daß Seilschaften von Milliardären das Land wirtschaftlich ausbluten ließen oder richtiger: aktiv aussaugten. Daß diese Milliardäre auch ihre Hände im lukrativen internationalen und illegalen Waffenhandel hatten und kein Interesse daran hatten, bisherige Bündnispartner und die Interessen Rußlands zu pflegen, ist sehr wahrscheinlich.

Die ersten Waffenschmuggler, also Embargo Mißachter, waren nach der Chicago Tribune übrigens Ungarn und Tschechen. 1992 ließ der damalige Münchner Polizeiinspektor Kolb einen Polen, drei Kroaten und 2 Deutsche wegen Waffenschmuggels bzw. Nichteinhaltung des Waffenembargos gegen Kroatien, im Wert von 45 Millionen Dollar verhaften.

Ich müßte einmal recherchieren, wie es diesem Inspektor und seinem Fang anschließend erging, hatte er doch dem Elitebestreben im Balkan etwas blauäugig ins Handwerk gepfuscht. Aber vielleicht wollte die BRiD Regierung auf öffentlich-medialen Druck auch einfach nur einmal einen Scheinerfolg vermelden, nach dem Motto: wir tun was und haben gaaar nichts mit dem Waffenhandel nach Kroatien zu tun. Unsere Hände waschen wir in Unschuld.

Weitere Embargo-Brecher waren Irak, Saudi Arabien, Türkei und Iran, die alle die bosnischen Moslems belieferten. Die Schiffslieferungen voller Militärwaffen an die bosnischen Moslems, mußten zwangsläufig durch kroatisches Gebiet und die Kroaten fanden es nur recht und billig 1/3 der Lieferungen als Aufwandtsentschädigung für sich zu behalten. Geschäftstüchtig.

Unter der Nase der NA(h)TO(d) wurden Lieferungen aber auch über den Touristenflughafen der nordkroatischen Insel Krk abgewickelt. Die Kroaten schafften es zudem, während weniger Jahre und im Zeitraum des Embargos, ihre Luftwaffe von 4 auf 41 Flugzeuge aufzustocken. Wahre Hexenkünstler. Und wie dann so ein Kroate ausgerüstet war, erzählt uns die Chicago Tribune ebenfalls:

German Heckler and Koch HKG3A3 7.62 mm assault rifle made under license in Pakistan. He wears a camouflage U.S. flak jacket, manufactured in Canada, with pockets for six magazines and hand grenades. He walks in black leather U.S. combat boots.

Zurück zu den verschollenen Waffen, ohne Berücksichtigung der mindestens 8 US-Nuklearbomben. Die nächsten Verlustmeldungen erreichten die Öffentlichkeit zwischen 2005 und 2007.

Washington Post 2007: 170.000 AK 47 Sturmgewehre (wieder!) auf dem Weg in den Irak verschollen,    Ein anderer Bericht spricht von 110.000 AK47 und 80.000 Pistolen.

Die nächsten Meldungen 2014/15:  Waffen und Equipment im Wert von 500 Millionen Dollar für den Gegenterrorismus (was für eine Verschleierung der Kriegsfinanzierung) auf dem Weg in den Yemen verschwunden.

Meldung von 2017: Im Jahr 2015 verschwanden zehntausende Waffen und militärische Ausrüstung wie Hummvees im Wert von 1 Milliarde US Dollar auf ihrem Weg in den Irak. Das sind schon Zahlen, liebe Freunde, die man erstmal verdauen muß. Zumindest als Europäer. Bei Betrachtung des unten stehenden  US Militärbudgets relativiert sich die Größenordnung.

Historisches Kriegsbudget der USA ab 1940, wie sie von Metabunk.org ins Netz gestellt wurde:

https://www.metabunk.org/data/MetaMirrorCache/0aeecd4c4d7b803b0434464b0a149726.gif

Hier beende ich diesen Artikel und wünsche ersteinmal eine gute Verdauung, bis zur Fortsetzung.

P.s.: ich weiß nicht, ob es jemandem aufgefallen ist: in dem offiziellen Schaubild fehlt u.a. (!) der Yugoslawienkrieg. Vielleicht weil er keine Budgetbelastung verursachte, da die Deutschen die Kosten trugen (Ironie?)

 

 

 

 

 

 

Ich entspreche einer Bitte von Generalmajor a.D. Gerd Schultze Rhonhof

unten findet Ihr das hochinteressante Video, um das es geht.

Von: Gerd Schultze Rhonhof [gerd@schultze-rhonhof.de]
Gesendet: Samstag, 24. Juni 2017

Gerd Schultze-Rhonhof        D-39340 Haldensleben,    24.Juni 2017,   Jägersteig 1,  Tel 0049-3904-72 52 55

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Im vergangenen Jahr habe ich drei Warn- und Protestbriefe zur unkontrollierten Masseneinwanderung an die Frau Bundeskanzlerin, die Damen und Herren Ministerpräsidenten der Länder, die Generalsekretäre der Parteien , viele Bundesminister und an alle Damen und Herren Abgeordnete des Bundestags geschickt.

Sie, meine Damen und Herren, haben damals positiv auf meine Bemühungen reagiert.

Augenblicklich stecke ich auf einer ganz anderen Bühne in einem Dilemma und wäre dankbar, wenn Sie mir helfen würden.

Ich habe vor 13 Jahren das Buch „1939 Der Krieg, der viele Väter hatte“ über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs veröffentlicht und 2006 in München einen Vortrag über einen Teil des Buchs gehalten.

Der Vortrag ist damals als Video aufgenommen und bei Youtube ins Netz gestellt worden. Bis Mai 2017 ist das Buch über 56.000 mal verkauft und das Youtube-Video über 880.000 mal angesehen worden.

Vor einem Monat bin ich dann darauf aufmerksam gemacht worden, dass das Buch im Internet unter der Überschrift „Holocaust Referenz, Argumente gegen Auschwitzleugner kritisiert und der Youtube-Vortrag wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen im Netz gelöscht worden ist.

Weder habe ich im kritisierten Buch noch sonst den Holocaust oder Auschwitz geleugnet, noch lag bei der Widergabe des Vortrags bei Youtube eine Urheberrechtsverletzung vor.

Wegen der Unterstellung, mein Buch oder ich hätten etwas mit Holocaustleugnung zu tun, habe ich bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Dennoch ist der Youtube-Vortrag  seit Mai 2017 von einem der ersten Plätze der Internet-Suchliste verschwunden und statt dessen ist die Kritik des Buchs unter der Überschrift „Holocaust-Referenz: Gerd Schultze-Rhonhof: Der Krieg, der viele Väter hatte“ auf Platz 2 der Internet-Suchliste geklettert.

Dies ist technisch nur möglich gewesen, wenn der Autor dieses verleumderischen Blogs eine große Zahl von „Followern“ dazu aufgefordert und bewegt hat, seinen Artikel immer wieder anzuklicken und weitere „Follower“ im Schneeballsystem dazu auffordert, Gleiches zu tun.

Außerdem vermute ich, dass das Löschen des Youtube-Vortrags und die Holocaust-Verleumdung von der selben Person oder dem selben Personenkreis veranlasst worden ist.

Solange die Staatsanwaltschaft und ein zuständiges Gericht dem Spuk des Verleumders noch keinen Einhalt geboten haben, sah ich meine einzige Reaktionsmöglichkeit bisher darin, den Youtube-Vortrag wieder auftreiben und ihn ins Netz stellen zu lassen, was mir inzwischen gelungen ist.

Außerdem möchte ich den Versuch machen, das Video nach derselben Schneeball- Methode, die der Verleumder genutzt haben muss, wieder nach oben in die Internet-Suchliste zu befördern.

Dazu erbitte ich Ihre Hilfe. Ich bitte Sie, den Youtube-Vortrag anzusehen oder zumindest anzuklicken und ihn an weitere mir Wohlgesonnene zum selben Zweck weiter zu empfehlen.

Wenn jemand den Vortrag in seinen eigenen Blog übernehmen würde, wäre das eine zusätzliche Sicherung gegen eine nächste unbefugte Löschung und mir sehr willkommen. Wenn Sie mein Anliegen nicht interessiert oder Sie es ablehnen, bitte ich Sie um Entschuldigung, Sie mit meinem Problem belästigt zu haben.

Der Youtube-Vortrag ist seit vorgestern zu finden unter:

https://youtu.be/cBOSuctccRM

Generalmajor a. D. Schultze-Rhonhof: Der lange Weg zum 2. Weltkrieg
youtu.be
Nicht wer den ersten Schuss abgegeben hat ist entscheidend, sondern was den ersten Schüssen vorausgegangen ist!
„Generalmajor a. D. Schultze-Rhonhof: Der lange Weg…“
Mit besten Grüßen bin ich Ihr     Gerd Schultze-Rhonhof

Waffengesetz Änderung update Armbrust

psychologisch effektvoll lancieren zur Zeit die Massenmedien weitere Negativberichte über die Armbrust. Diesmal unter dem Thema Kinder und Sicherheit. Wieder wird betont, daß man Spielzeug – und in diesem Bericht handelt es sich tatsächlich um Spielzeug – von gesetzeswegen verbieten müsse, da es sich um eine gefährliche Waffe handle die „einen Ballon ZERTRÜMMERT“ und „Pappe DURCHSTÖßT“ und „sich zum Mordwerkzeug eignet, wenn anstelle der Zahnstocher Nägel verschossen werden“… aber Gottseidank alles erst in der VR China und in den USA.

https://www.welt.de/icon/article165892029/Dieser-neue-Spielzeug-Hype-ist-hochgradig-gefaehrlich.html

Bildergebnis für gefährliche Spielzeug Armbrust
Quelle: TAG24

Ich will hier nicht über Gefährlichkeit und Ungefährlichkeit eines solchen Spielzeuges philosophieren, wobei ich denke, daß es in der BRiD auch keine Zulassung bekäme, sondern einzig bemerken, daß gewünschte Gesetzesänderungen, die vielleicht etwas unpopulär sind, gerne in Wellen medial thematisiert werden, um das Unterbewußtein zu manipulieren. Immer wieder im negativen  Kontext und mit bestimmten Schlagworten assoziiert, wird sich die unbewußte Ablehnung gegenüber der Armbrust etablieren. Die meisten Menschen werden einem Verbot der freien Ver/Käuflichkeit dann zustimmen, die Politiker werden sich genötigt fühlen, wieder etwas (eher Sinnloses) für die Sicherheit der Bevölkerung zu tun…. Da es aber noch viel zu wenig Unfälle und Attentate mit Armbrüsten gegeben hat, um die reale Gefahr zu untermauern, dürfen wir gespannt, wann es zu einem verwertbaren Ereignis kommen wird.

 

 

 

Johanni Brauchtum

Johannis-Feuer sei unverwehrt,
Die Freude nie verloren!
Besen werden immer stumpf gekehrt
und Jungens immer geboren
(Johann Wolfgang von Goethe)

Eng verbunden mit den Feierlichkeiten zur Sonnwendt am 21. Juni und womöglich sogar älter oder zumindest intensiver begangen als der Sonnwendt Tag, ist das Johannisfest mit seinen Johannisfeuern am Vorabend zum 24. Juni, nach dem Grimmschen Wörterbuch jedoch erst am Abend nach dem Johannistag.

Von der großen magischen Bedeutung dieser Nacht zeugen viele überlieferte Bräuche und der Tag galt als ein  Lostag :

Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.
Glüh`n Johanniswürmchen helle, schöner Juni ist zur Stelle. *
Johannis tut dem Winter wieder die Türe auf.
Bis Johannes wird gepflanzt, ein Datum, das` dir merken mußt
Der Kuckuck kündet teure Zeit, wenn er nach Johanni schreit
Regnet’s am Johannistag, regnet es noch vierzehn Tag.
Johanni trocken und warm, macht den Bauern nicht arm.
Vor dem Johannistag man keine Gerste loben mag. oder: Regen am Johannistag, nasse Ernt man erwarten mag
Wenn Johanniskäfer hell leuchten im Garten, dann ist gut Wetter zu erwarten. oder: wie ´s Wetter an Johanni war, so bleibts wohl 40 Tage gar
Wenn sich die Glühwürmchen verstecken, wird Regen in der Früh dich wecken – wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst du richten deine Sensen.
Zeigt das Wetter um Johanni sich schön, kannst Glühwürmchen du Hochzeit feiern seh´n; doch fällt viel Regen auf dein Haus, halten sie wie du im Stillen aus.
Tritt auf Johannes Regen ein, so wird der Nußwuchs nicht gedeih’n.
Sankt Johannis Regengüsse verderben die besten Nüsse – An Sankt Johanni Abend, leg die Zwiebeln in ihr kühles Bett
Wenn die Johanniswürmchen schön leuchten und glänzen, kommt’s Wetter zu Lust und im Freien zu Tänzen;
verbirgt sich das Tierchen bis Johanni und weiter, wird’s Wetter einstweilen nicht warm und nicht heiter.

Johanni trennt bestimmte landwirtschaftliche Tätigkeiten. So wird ab diesem Tag kein Spargel mehr geerntet (Spargelsylvester) und wegen des steigenden Oxalgehalts (wie man heute weiß) auch kein Rhabarber mehr geschnitten. Andererseits beginnt die Wiesenmahd und die Ernte der meisten Feld- und Baumfrüchte. Auch gewisse Weiden, die sogenannten Johannisweiden, wurden erst nach diesem Tag für das Vieh freigegeben.

Bei Laubbäumen, wie zum Beispiel Eiche oder Rotbuche und immergrünen Hecken kommt es um den Johannistag zu einem zweiten Austrieb, der auch „Johannistrieb“ genannt wird. In der Regel werden Hecken und Bäume nun zum zweiten Mal im Jahr beschnitten („Johannisschnitt“). Bis zum Frühjahrsaustrieb geraten sie nun nicht mehr aus der Form. Bei Obstbäumen wird der Johannistrieb herausgerissen, da dieser unnötig Nährstoffe kostet. Zur Kompensation von Fraßschäden an Bäumen, beispielsweise durch Maikäfer, kann der Johannistrieb aber auch sehr wichtig bzw. von Nutzen sein.

Als „Johannistrieb“ wird in der bäuerlichen Überlieferung auch ironisch genannt, wenn ein älterer Mann eine junge Frau nimmt.

Die Benennung von Pflanzen und Tiere nach diesem Tag zeugt davon, daß für unsere Ahnen die Johanniszeit wirklich etwas Besonderes war:

Das im Juni blühende Johanniskraut, die zu dieser Zeit reifende Johannisbeere, die Johannisblume = Arnika, Johannishändchen ist der Name eines Farns, Johannislaub = Weisspappel, Johannispappel = wilde Malve, Johannishaupt der deutsche Ingwer, Johannisblüh = Gänseblümchen, Johannisblut = einjähriger Knäul (eine Nelkenart bekannt als Scleranthus in der Reihe der Bachblüten findet Verwendung bei seelischer Unentschiedenheit und Sprunghaftigkeit), die Sonnwendblume = Königskerze und die Johanniskäfer = Glühwürmchen, die jetzt zur Dämmerungszeit und nur bei gutem Wetter auf Partnersuche gehen. Die Spanische Fliege wird Johannisfliege genannt und der Albatros Johannisgans.

Das Grimmsche Wörterbuch überliefert uns weiterhin Interessantes zum Johannisbrot, bei dem es sich um die Frucht des Johannisbrotbaums handelt, aber möglicherweise auch um die Schoten der Röhrenkassie oder die Blüte des roten Klees oder um Naschwerk:

Leipzig must auch gehorsam sein diesem zwang, sahe an die noth,
schafft pfefferkuchen, Johansbrot,
datteln, zimmet, anis, candirts, zuckerbrot und mehr praeparirts.
aus: Weller lieder des 30 jähr. kriegs 195.

Johanniskrapfen und Holunderküchel zählten übrigens zu den Leckereien, die an diesem Festtag gerne gereicht werden.

Am Johannistag wurden auch (meist bis zur Mittagszeit) von den Johannisweiberln die sogenannten Johanniskräuter gesammelt, die Mensch und Vieh über das nächste Jahr hinweg gesund erhalten mußten. Dazu gehörten das Johanniskraut, Ringelblume, Arnika, Beifuß, Eisenkraut, Kamille, Margerite, Bärlapp, Klette, der Quendel und die Königskerze. Andernorts verwendete man auch Eichenlaub, Farnkraut, Klatschmohn, Kornblumen, Lilien, Rittersporn und Rosen.

Zum Fest gab es für die Kinder zur Belustigung einen Johannistopf, geschmückt mit Blumen und Lichtern. Getanzt wurde unter einem großen Blumengebinde, der Johanniskrone. Und das nicht nur am Johannistag, sondern an jedem folgendem Abend, bis die Krone verwelkt war.

Das zentrale Ereignis der Johannifeierlichkeit war natürlich das Entzünden des reinigenden Johannisfeuers oder Kanzfeuers, manchmal auch Hagelfeuer genannt, da es vor Hagel schützen sollte. Auch Feuerräder gehören zu diesem Feuerbrauch.

In Österreich zog die Dorfjugend für dieses Feuer von Hof zu Hof und sammelte von den Bauern und Dorfbewohnern das nötige Holz. Ein überlieferter Bittspruch lautete:

 
Der heilige St. Veit Tat bittn um a Scheit;
Wan’s ens koan Scheid nöd göbt’s,

So mocha ma koan Sunwendfeur nöd!

(Zitiert nach Baumgarten, Amand P.: Das Jahr und seine Tage in Meinung und Brauch der Heimat. Hg. von Adalbert Depiny. Linz 1927, S. 37)

 

Entgegengesetzt zu diesem Feuerkult gab es auch den Brauch, schweigend ein gesundheitsförderliches Johannisbad in einem Fluß oder See zu nehmen, oder auch im Johannistau, der nicht nur gegen Sommersprossen helfen, sondern auch das Brot besser gären und Blumen gedeihen lassen sollte. Am Johannistag wurden oft auch Brunnen gesegnet und anschließend die Menschen mit diesem Wasser besprengt, sowie der Brunnenmeister für das folgende Jahr gewählt. In Zürich wechselten übrigens an diesem Tag auch die Bürgermeister und Landvögte.

Die jungen Mädchen pflückten an Johanni 7 oder 9 verschiedene Kräuter und flochten daraus den magisch schützenden Johanniskranz, um ihn an die Fensterkreuze oder an die Tür zu hängen. Wurde diese Arbeit zur Unzeit verrichtet, sollte das zur Folge haben, daß die Maid im kommenden Jahr ohne Gatten blieb. Die glücklichen Paare hingegen tanzten und sprangen des Nächtens mutig Hand in Hand und von Beifuß umgürtet (Sonnwendgürtel) und mit Blumenschmuck um das Haupt über die lodernden Johannifeuer. Den Beifuß und mancherorts auch Beinwell (Comfrey) übergab man anschließend den Flammen. Ebenso Opfer der Flammen wurden alte Besen, der Maibaum, der verdorrte Fronleichnamschmuck oder der Sonnwendhansel und die Sonnwendgretel. Zwei Strohpuppen. Die Asche des Sonnwendfeuers wurde später über die Felder gestreut.

Im Baltikum zieht man außerdem in der Nacht aus, die Farnkrautblüte zu suchen, die, wenn man sie denn findet, reich und hellsichtig macht. Im polnischen Märchen vom Hans , der ein unglückseeliges Ende nimmt,  erfahren wir mehr über diese zauberhafte Blüte.

Weitere Erwähnung findet die Farnkrautblüte in dem Lied vom Spielmamm von Lys :

…… Kein Lüftchen geht, man hört von fern Den Specht in Waldesmitten,

Da kommt der Spielmann durch den Busch, Der braune Geselle, geschritten.

Er trägt ein Wams von Flicken bunt, Trägt Farnkrautblüt‘ am Hute,

Sein schwarzes Auge lacht und blitzt, Er singt mit lachendem Mute:

»Ich bin des grünen Waldes Kind, Die Tierlein kennen mich alle;

Woher ich komme, das weiß der Wind, Der Wind, wohin ich walle….

Aber nicht nur Liebespaare sprangen über das Johannisfeuer.

Auch die Mitglieder der  Münchner Liedertafel https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/26/Das_festliche_Jahr_img221_Johannissprung_der_M%C3%BCnchener_Liedertafel.jpg

frönten diesem Brauch, wie Otto von Reinsberg-Düringsfeld im „Das festliche Jahr in Sitten, Gebräuchen und Festen der germanischen Völker.“ beschrieb. Ob dieser immer noch bestehende Männerchor dieses Brauchtum bis heute fortführt, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist die freie Käuflichkeit einer Armbrust bald Geschichte?

In einem Artikel vom März 2017 lies hier  warnt die German Rifle Association davor, daß nun auch die Armbrust in den Fokus der Regulierer und Verbieter zu geraten scheint. Zunächst werfen wir deshalb einen Blick in die derzeitige Gesetzeslage in der BRiD.

Disclaimer/Haftungsausschluß: ich übernehme keine Verantwortung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Information, obwohl ich diese nach bestem Wissen und Gewissen hier zusammengetragen habe. Ich erteile auch keinen rechtlichen Rat und weise darauf hin, daß sich die Gesetze / Verordnungen jederzeit ändern können. Es muß sich daher jeder selbst anhand der Originalgesetze und Verordnungen kundig machen, das hier Geschriebene prüfen oder sich von zugelassenen Rechtsanwälten beraten lassen.

Unter das Waffengesetz fallen neben Schusswaffen und Feuerwaffen auch Luftdruck-, Federdruck- und CO2-Waffen sowie die Armbrust als den Schußwaffen gleichgestellter Gegenstand; nicht vom Waffengesetz geregelt ist der Bogen.

Der Umgang (dh erwerben, besitzen, überlassen, führen, mitnehmen, schießen, bearbeiten) mit Waffen ist nach dem Waffengesetz – soweit nicht ausdrücklich Ausnahmen geregelt sind – nur Personen über 18 Jahre erlaubt. Beim Kauf ist der Händler dazu verpflichtet, dies beim Käufer nachzuprüfen. Eine Unterlassung ist strafbar. Auch bei privaten Verkäufen sollte man sicher gehen, dass der Käufer das entsprechende Alter hat, um bei später auftretenden Problemen auf der sicheren Seite zu sein (Stichwort: Vertrag UND Ausweiskopie aufbewahren).

Ausnahmen gibt es für Spielzeugarmbrüste, sofern die Bolzen/Pfeile eine Bewegungsenergie von maximal 0,16 Joule/cm² beim Abschießen nicht überschreiten können. Dazu zählen in vielen Fällen auch Modellwaffen für Live Action Role Playing (kurz LARP).

Für das „Schießen“ mit der Armbrust gelten die gleichen Altersgrenzen wie für Druckluftwaffen (12 Jahre mit Ausnahmemöglichkeit) – Ziffer 27.4.2.3. WaffVwV.

Genauer:  Außerhalb von Schießstätten bedarf das Schießen mit Schusswaffen, in diesem Fall der Armbrust, IMMER und GRUNDSÄTZLICH einer behördlichen Erlaubnis (Ausnahmen bitte im Originalgesetzestext nachlesen).

Das Führen, also Beisichtragen einer Armbrust, ist jedoch FREI  und benötigt (im Gegensatz zu z.B. Schreckschußwaffen) keinen Kleinen Waffenschein. Doch VORSICHT!

  1. Das Führen oder Transportieren der Armbrust mit eingelegtem Bolzen bzw. in gespanntem Zustand bedeuted, daß die Armbrust schußbereit geführt/transportiert wird. Das ist nicht erlaubt!
  2. Das Führen auf öffentlichen Veranstaltungen jeglicher Art ist VERBOTEN!!!  Explizit heißt es:  Wer an öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Märkten oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, darf keine Waffen im Sinne des § 1 Abs. 2 führen.
  3. Das Führen auf fremdem Grund und Boden bedarf IMMER der ERLAUBNIS des HAUSRECHTS-INHABERS. Also, will man einmal mit seiner Armbrust zum Nachbar, muß dieser seine Erlaubnis geben. Kommt man gerade durstig aus dem zweistündigen Parcour getrottet und will sich im nahen Einkaufsladen oder Cafe mit einer Limo erfrischen, bedarf das Mitführen der Armbrust der Erlaubnis des Ladeninhabers…

Auf zugelassenen Schießstätten darf ohne behördliche Einzel-Erlaubnis geschossen werden, wenn bzw. da diese Schießstätten eine generelle Schießerlaubnis haben.

Voraussetzung für das Schießen von unter 18 Jährigen mit der Armbrust (auf zugelassenen Schießstätten, versteht sich!) ist, dass eine schriftliche Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten vorliegt oder diese anwesend sind.

Das Schießen darf für Luftdruckwaffen (Armbrüste sind diesen gleichgestellt) bis zum 14. Lebensjahr und für sonstige Waffen bis zum 16. Lebensjahr nur unter Obhut einer zur Kinder- und Jugendarbeit geeigneten Person (Jugendbasislizenz) oder des zur Aufsichtführung berechtigten Sorgeberechtigten – neben der Schießstandaufsicht – durchgeführt werden.

Von den Altersgrenzen soll eine Ausnahme bewilligt werden, wenn durch eine (z.B. haus)ärztliche Bescheinigung die geistige und körperliche Eignung und durch eine Bescheinigung des Vereins die schießsportliche Begabung glaubhaft gemacht sind.

Mit freien Luftdruckwaffen, sogenannten SRS Waffen und auch der freien Armbrust darf auf dem eigenen befriedeten Besitztum geschossen werden, wenn sichergestellt ist, daß das Geschoß, also Pfeile, Bolzen oder Stahlkugeln, das Besitztum keinesfalls verlassen können. Auch ein Schießen in den eigenen Kellerräumen ist erlaubt. Die Jagd auf Wild mit der Armbrust in Deutschland ist verboten. Spezielle Aufbewahrungsvorschriften gibt es nicht, ausser daß man zu jeder Zeit sicherstellen muß, daß die Armbrust nicht in die Gewalt von Unberechtigten  (also Kindern) gelangen darf. Daher am besten immer in einem abgeschlossenen Behältnis aufbewahren und transportieren. Auch die Unauffälligkeit beim Transport ist für mich persönlich ein wichtiger Faktor.

Soweit, so gut…

Bereits 2007 forderte der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt eine Erlaubnispflicht sowohl für Soft Air Waffen, als auch für die Armbrust und bedauerte zu tiefst, daß eine diesbezügliche Verschärfung des Waffenrechts gerade gescheitert war, wie die WELT   berichtete.

Im März 2017 berichtete die wize.life und Heute.at  sowie die BILD Zeitung, daß ein bekannter Islamist, übrigens ein angeblicher Deutsch-Russe – was immer das auch sein mag und wie gut die Geographiekenntnisse des Journalisten sind, kann ich auch nicht beurteilen, nachdem schon die Bundeskanzlerin Berlin in Rußland verortete (war da der Wunsch die Mutter des Gedanken?) – eine Armbrust kaufte und die Polizei dem tatenlos zusehen mußte.

Handfeste Beweise, daß dieser „Islamist“ plante, mit der Armbrust akut einen Anschlag auszuführen, gab es nicht, und so habe man ihn nach eintägigem Arrest und Befragung wieder ziehen lassen müssen. Zumindest hier funktioniert also der Rechtsstaat augenscheinlich noch.

Doch soetwas will das BKA natürlich nicht auf sich sitzen lassen und legte den Fall der „Frau Doktor für alles“ aka Merkel vor mit dem Ziel, Zitat aus Heute.at: „um eine Gesetzesänderung zu erwirken, damit auch eine Armbrust als Waffe und nicht als Sportgerät gilt.“  Ja, sehr fachlich recherchiert, meine lieben Pressefuzzis von Heute.at. Zu faul oder zu dumm, einmal in die vorhandenen Gesetzestexte zu schauen und das darin geschriebene Wort zu verstehen! Daß ihr als Österreicher keine Ahnung von deutschen Gesetzen habt (so ihr nicht einfach nur von deutschen Glaubensbrüdern abgeschrieben habt), entschuldigt euch nicht.

Die Leser meines Blogs haben mehr Wissen. Eine Armbrust ist bereits nicht nur eine Waffe, sondern sogar einer Schußwaffe gleichgestellt! Und wie kann es sein – so fragt man sich nach der Lektüre von wize.life – daß,  Zitat: „… Außerdem hatte Iwan K. anscheinend Vorbereitungen getroffen, um den hochexplosiven Sprengstoff TATP herzustellen...“  bei tatsächlichen Vorbereitungen eines Anschlages der Polizei die Hände gebunden gewesen sein sollen?

Ja, es ist richtig, wer Anleitungen zum Bxxxx-bau auf seinem Rechner liegen hat, ist noch lange kein Terrorist. Wer Nagellackentferner und Wasserstoffperoxid zum Haarebleichen oder zur Reinigung, vermutlich sogar nur als 3% ige Lösung oder Kaliumchlorid (Tomaten- u. Aquariumdünger) oder mehrere Kilogramm Waschmittel zuhause hat, ist ebenfalls noch lange kein Terrorist.

Wir wissen natürlich nicht, ob die guten Männer vom BKA der „Frau Doktor im Bundesbunker“ bei ihrem Besuch nicht auch gleich vorgeschlagen haben, den kleinen Waffenschein für Nagellackentferner und Marilyn Monroe Blondinen

Mazda 6, sexy Blondine

zu verordnen, was ich irgendwie verstehen könnte….

Was jemanden allerdings wirklich verdächtig machen würde, das wäre die unübliche Menge dieser Substanzen und deren Konzentration. Mit einem Flascherl Nagellackentferner und 3% Peroxid (30% ist für Normalverbraucher in der BRiD schon lange nicht mehr erhältlich und bei Tomatendüngerkauf wird man behandelt wie ein Geldwäscher, während in Polen das Zeug in 10 kg Säcken online vertickt wird) kommt man nicht weit beim Bxxxx-bau, da ist eine Flasche Wodka effektiver…oh Pardon Herr Putin. Bei Ihnen ist alles etwas potenter als im Westen wie mir scheint.

Im Übrigen muß es einem völlig weltfremd erscheinen, wenn jemand glaubt, eine Armbrust sei für ein Massenattentat geeignet. Umständlich in der Handhabung, selbst in der martialisch wirkenden tactical Versionlink / Pistolenarmbrüste  langsam, auffällig und ohne Training wenig effektiv… jede Machete, jedes Haushaltsmesser und jedes Kraftfahrzeug (wie man bereits gesehen hat) ist effektiver und das wissen auch die Experten des BKA. Ob allerdings diese Version einer Pistolenarmbrust link  bei uns erlaubt ist, weiß ich nicht.

Wahrscheinlicher erscheint mir da schon ein befürchtetes gezieltes Scharfschützen Attentat auf eine Einzelperson und das dürfte auch dem BKA Besuch  bei „Frau Doktor wir schaffen das“ zugrunde gelegen haben. Denn was interessiert die Eliten das gemeine Volk und Attentate gegen dieses?

Außer natürlich, dass sie gute Gelegenheiten für Foto-Ops in abgeriegelten Seitenstrassen darstellen, bei denen die größte Herausforderung darin besteht, einmal nicht iovial zu grinsen, wobei selbst das nicht gelingt. Der Automatismus der Selbstherrlichkeit ist zu tief eingebrannt.

Ich werde jedenfalls die Entwicklung der gesetzlichen Bestimmungen bzgl. der freien Käuflichkeit von Armbrüsten weiter beobachten und bei Bedarf berichten.

aus:

  • Verlag: Heye in Kalenderverlag KVH (19. April 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3840144248
  • ISBN-13: 978-3840144240

 

 

 

 

 

 

Sonnwendt

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Hagar Qim      Bildquelle: http://www.visitmamalta.com

Goethes Feuerspruch:
Brenne Fackel! Leuchte Flamme!
Geh von Hand zu Hand.
Trag den Glauben, trag die Treue weiter durch das Land.
Vater, gib dem Sohn sie weiter, Mutter deiner Maid!
Dass der Glauben und die Treue leuchten durch die Zeit!
So standen in grauer Vorzeit die Ahnen,
so stand einst die Jugend auf nächtlicher Fahrt.
So stehen wir heute ‐ ein einziges Mahnen ‐
fest und geschlossen ums Feuer geschart.
Wir öffnen die Herzen, wir heben die Hände,
wir grüßen des Jahres fruchtbringende Wende,
wir grüßen des Lichtes gesegneten Lauf:
Sonnwendfeuer flamm auf nun, flamm auf!
Die Flamme lodre durch den Rauch,
Begeht den alten heiligen Brauch,
So wird das Herz erhoben.
Die Flamme reinigt sich von Rauch,
So reinig‘ unsern Glauben;
Dein Licht, wer kann es rauben!

 

Der heutige Beitrag ist dem astronomischen Ereignis der Sonnenwende gewidmet, die dieses Jahr in Deutschland am 21.Juni 2017 um 06:24 Uhr MESZ stattfand und den Beginn des astronomischen Sommers  markierte (auf der Südhalbkugel den Winterbeginn).

Dieser astronomisch exakt fixierbare Zeitpunkt war unseren Vorfahren schon vor tausenden von Jahren wichtig. So wichtig, daß sie in gewaltigen Bauwerken bis hin zu großräumigen Landschaftskompositionen, Instrumente schufen, diesen Zeitpunkt zu erkennen und ja nicht zu verpassen. Wir Menschen sind somit von Anbeginn keineswegs nur erdbezogene Wesen gewesen, die mit gesenktem Kopf und mühsam der Erde unsere Nahrung abtrotzen mußten (und uns so ganz nebenbei mit Keulen Frauen raubten). Wir waren und sind kosmische Wesen, die ihren Blick zum Himmel, zu den Gestirnen und in das Weltall richteten. Sehr interessante Entdeckungen zur Archäoastronomie  wurden in ScienceXX veröffentlicht, wobei es der Wissenschaft trotzallem noch schwer zu fallen scheint, von bisherigen nicht mehr stimmigen Kategorisierungen wie „Steinzeit“ abzulassen und adäquatere Begrifflichkeiten auch in der Populärwissenschaft zu etablieren.

Es ist also festzuhalten, wir sind Wesen, die Ästhetik mit der Forschung verbinden können und schon immer konnten.  APOD hat übrigens zur Sonnwendt ein passendes Tagesbild zu dieser Verbindung von Kunst und Astronomie veröffentlicht hier.

Das Mystische, das alchemistische Geheimnis, das diese Zeit zwischen dem 20. und 24. Juni umgibt, fand ihren künstlerischen Niederschlag dann in der wundervollen Ausgestaltung von Shakespears „Ein Sommernachtstraum“ oder im Originaltitel: a midsummernights dream

Zurück zur astronomischen Sonnwendt…

Die Meteorologie verortet den Beginn der Jahreszeiten anders als die Astronomie bereits am ersten Tag der Monate, in die die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen fallen, d.h. der metereologische Sommer beginnt per definitionem am 1. Juni, der Winter am 1. Dezember.

Die sogenannten Ortszeiten für die Sonnenwende sind von Zeitzone zu Zeitzone unterschiedlich z.B. in L.A. USA geschah dieses Ereignis bereits am 20. Juni 21:24 Uhr PDT. Das letzte Mal, daß in Europa die Sonnenwende auf einen 20. Juni datiert wurde, war übrigens im Jahr 1896. Doch keine Panik! 2020 ist das schon wieder der Fall, wenn auch sehr knapp, denn das Ereignis wird 16 Minuten vor Mitternacht stattfinden. Auf den 22. Juni fiel die Sommersonnwendt zuletzt  im Jahr 1986 und es wird für das ganze restliche 21. Jahrhundert auch keine Wiederholung geben.

Trotz der Orts-Zeitverschiebung findet die Sonnenwende überall gleichzeitig statt, denn das Ereignis wird definiert als der Zeitpunkt, zu dem der Zenit der Sonne den nördlichen Wendekreis erreicht. Der Moment ist also unabhängig von Zeitzonen und Koordinaten.

Im Juni soll der herrschenden Lehrmeinung entsprechend die Entfernung zwischen Erde und Sonne ca. 5 Millionen km größer sein als zur Sonnenwende im Dezember, so daß die Erdentfernung wohl keine Rolle für die höhere Erdtemperatur im Sommer zu spielen scheint. Die im Jahreslauf schwankende Entfernung zur Sonne ist zudem mit ca. 147 Millionen km im Januar am geringsten und wird als Perihel bezeichnet. Aphel ist die weiteste Distanz zwischen Erde und Sonne im Juli und beträgt ca 152 Millionen km.

Die Vertreter der Theorie der  Hohlen Erde  dürfen diesem Blog diesbezüglich im Kommentarbereich gerne ergänzende Fakten zukommen lassen. Und auch wer der Überzeugung ist, daß die derzeitige Lehrmeinung hinsichtlich astronomischer Entfernungs- und Temperaturmessung auf dem Holzweg ist, ist eingeladen, seine Kenntnisse hier zu teilen.

Der Sonnwendtag ist der längste Tag im Jahreslauf, das weiß jedes Kind, nicht zuletzt, weil vielerorts dieser Tag noch feierlich begangen  Sonnwendt an der Kampenwand  und Brauchtum gepflegt wird  Schweden , und nicht nur von Brauchtumsvereinen: Maypole TanzNaturglaube, Fernwirkung aller Zugspitz-Feuer

Wenigen hingegen ist bewußt, dass es aber nicht der Tag mit dem frühesten Sonnenaufgang ist und auch nicht der mit dem spätesten Sonnenuntergang. Diese sind wenige Tage vor respektive wenige Tage nach Sonnwendt zu verzeichnen, wobei der Zeitunterschied ca. 1 Minute beträgt. Und wenn wir schon von der Tageslänge sprechen, dann kann ich an dieser Stelle noch erwähnen, daß am Sonnwendt Tag Hamburg eine Stunde länger als Zürich das Sonnenlicht geniessen kann (überhaupt hat die Stadt an der Nordsee über das Jahr hinweg 19 Stunden mehr Tageslicht als die Schweiz).

Weiter südlich des Polarkreises, dort wo die Mitternachtssonne nicht mehr scheint, wird man bis in deutsche Landen hinunter mit den sogenannten weißen Nächten und andere Formen der Mitternachtsdämmerung entschädigt, d.h. es wird je nach Breitengrad nie gänzlich finster, denn die Sonne befindet sich in der Dämmerungsphase zwar unterhalb des Horizonts (maximal 18 Grad), ihre Strahlen werden jedoch von der Erdatmosphäre reflektiert und erhellen so den Abend- oder Morgenhimmel. Astronomen unterteilen die Dämmerung in drei Phasen:

  • Bürgerliche, auch zivile Morgen/Abend-Dämmerung genannt, ist die hellste Phase und der Mittelpunkt der Sonnenscheibe befindet sich maximal 6° unter dem Horizont (Tiefenwinkel).
  • Nautische
  • Astronomische Dämmerung

    Schematische Darstellung der Höhenwinkel der 3 Dämmerungsphasen.

    Quelle: https://www.timeanddate.de/astronomie/buergerliche-daemmerung

    Die Dauer jeder Dämmerungsphase hängt ab vom Breitengrad und von der Jahreszeit. Wo die Sonne mittags im Zenit – also direkt über dem Beobachter – steht, überquert sie den Horizont mit einem Winkel von 90°. Daraus resultieren sehr schnelle Übergänge zwischen Tag und Nacht und folglich relativ kurze Dämmerungsphasen am Äquator. Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto flacher ist der Winkel des Sonnenlaufs im Verhältnis zum Horizont – und desto länger dauern die Dämmerungsphasen.

    In Ecuador, beginnt zu den Tagundnachtgleichen die bürgerliche Dämmerung morgens nur 21 Minuten vor Sonnenaufgang und verlängert sich bei 60° Breite  (Oslo / nördlichster Ausläufer der Antarktis) auf 43 Minuten.

    Auf der website time and date findet Ihr in deutscher Sprache äußerst viele weitere interessante astronomische Informationen, die für Laien sehr gut aufbereitet sind. Kalender, Sonnenrechner, Mondrechner, countdowns …

    Viel Spass!

     

     

     

SHTF Teil 4: XStat, Klemmen und Naturheilkunde zur Blutstillung im Notfall

in diesem vorerst letzten Teil der Serie zur notfallmäßigen Blutstillung möchte ich noch ein paar weitere Alternativen ansprechen, die in ausgewählten Fällen zum Einsatz kommen könnten. Einen Überblick findet man auch in einem Fachartikel der deutschen Bundeswehr aus dem Jahr 2011  hier

Ich verweise (leidigerweise) wieder auf meine Disclaimer in den zuvor veröffentlichten Beiträgen dieser Reihe. In Kürze: Ich übernehme keinerlei Verantwortung bzgl. der Nutzung der hier nur zusammengestellten und im Netz frei verfügbaren Informationen…

Eine von der FDA zugelassene blutungsstillende Anwendung ist XStat. Dabei handelt es sich um kleine pillenartige Schwämme, die sehr viel Flüssigkeit aufsaugen können und mittels eines Zylinders tief in die Wundhöhle (beworben wird die Anwendung bei einer Schussverletzung) eingebracht werden. Dort expandieren sie und üben dadurch vom Inneren der Wunde heraus Druck auf das blutende Gefäß aus, was in Folge zur Stillung der Blutung (lt. Hersteller in 15 Sekunden) beiträgt. Die Schwämmchen müssen bei der chirurgischen Wundversorgung von einem Arzt dann wieder entfernt werden (da wünsche ich dem Operateur noch genügend Geduld und ein funktionsfähiges Röntgengerät). Ich verlinke hier: XStat zu einem spanisch sprachigen promotion Video, da dort ein paar anschaulichere Wund- und Anwendungsbilder gezeigt werden als in dem US Video, damit man sich eine Vorstellung davon machen kann, was in einem Anwendungsfall auf einen zukommt. Sowohl als Verletzter als auch als Ersthelfer.

VetiGel ist ein vielversprechendes hämostyptisches Alginat in der Veterinärmedizin und (noch) nicht zugelassen für die Anwendung bei Menschen. Es kann in eine Spritze aufgezogen und in tiefe Wunden eingebracht werden. Es kann in der Wunde verbleiben und ist biologisch gut verträglich.

Und zu guter letzt gibt es noch sehr wirksame und leicht handzuhabende Klemmen, die vermehrt ihren Weg in den Prepper Rucksack oder den Erste Hilfekasten im Auto finden, wie die iTClamp

So. Und nun ein kurzer, dafür umso härterer Schwenk in die Naturmedizin. Obwohl, wenn man es sich näher betrachtet, es gar kein so harter Schwenk ist. Die bisher angesprochenen blutstillenden Substanzen sind ziemlich „reine“ Naturprodukte. Das Chitosan aus den Krebsschalen, die Alginate, das Kaolin … alles sehr potente und nebenwirkungsarme Substanzen aus der Natur, die in hoch konzentrierter Form zum Einsatz kommen (frei nach Paracelsus: die Dosis macht`s) .

Daher erscheint es mir nur legitim auch weitere, bisher in der Naturheilkunde verwendete Substanzen zur Blutstillung zumindest zu erwähnen, ohne jedoch näher auf diese einzugehen oder ihre Effektivität zu beurteilen, denn ich kenne dazu keine wissenschaftlich belastbaren Studien. Ich kann mir aber vorstellen, dass es Situationen geben kann (ich denke da speziell an den Jugoslawienkrieg), in denen es an schulmedizinischen Mitteln mangelt, aber Naturheilmittel noch greifbar sind. Ich erinnere an dieser Stelle nocheinmal besonders an meinen Disclaimer und Haftungs- respektive Verantwortungsausschluss, denn Naturheilmittel sind nicht immer harmlos und andererseits nicht immer gleich wirksam, was sich schon aus den z.B. sich im Jahreslauf verändernden Wirkstoffkonzentrationen in den Pflanzen oder auch deren unterschiedliche Standorte ergibt. Bitte konsultiert diesbezüglich Fachleute wie naturheilkundlich arbeitende Ärzte, Apotheker …. sofern Ihr nicht selbst vom Fach seid.

In jedem Fall ist man auch in der Naturheilkunde aufgerufen, nach Wissenschaftlichkeit und hohen Standards zu streben und eine rege Diskussionskultur pflegen:  gegen blinden Glauben und sich immer die Frage nach den geeignetsten Mitteln und Methoden zu stellen.

So komme ich für mich an die Grenze meiner Vorstellungskraft, wenn ich nach einem naturheilkundlichen Mittel suchen sollte, mit dem ich mich einer schmerzfreien mehrstündigen Operation unterziehen könnte. Oder ein homöopathisches Mittel, das die spritzende Arteria femoralis Blutung schnell genug stoppt, bevor der Verletzte (oder ich selbst)  verblutet. Für mich liegt daher der Anwendungsbereich naturheilkundlicher Mittel eher auf Seiten der Vorbeugung und komplementären Behandlung chronischer weniger starker Blutungen, die auf Dauer schädliche Auswirkungen haben können. Wie hämorrhoidal Blutungen, Nasenbluten und starke Regelblutungen und in einem SHTF Szenario so fatal enden können wie eine Combat Verletzung.

Und da ich soeben auf einer sogenannten naturheilkundlichen Seite sinngemäß folgendes gelesen habe: „falls eine Wunde nicht blutet, sollten Sie diese zum Bluten bringen, damit sie sich reinigt“, möchte ich dazu kommentieren, dass man nicht auf die Idee kommen sollte, an so einer Verletzung herumzudrücken, nur damit sie zu bluten beginnt. Das Drücken schädigt das Gewebe und verteilt eingedrungenes Fremdmaterial nur umso mehr, so dass auch die nachfolgend einsetzende Blutung das nicht mehr an die Oberfläche spülen können wird. Die Wahrscheinlichkeit einer eitrigen Entzündung steigt. Mit Seife und/oder purem, möglichst fliessendem, Wasser gründlich auswaschen, ein geeignetes Desinfektionsmittel (kolloidales Silber, alkoholische Lösungen, Micropurwasser in einem SHTF Szenario) auftragen -unbedingt beachten, dass nur wenige Desinfektionsmittel für tiefe Wundreinigung zugelassen sind, dass Wasserstoffperoxid von Blut inaktiviert wird und Jod eine sogenannte Eiweisslücke besitzt, dh in seiner Wirksamkeit nicht nur erhebliche Mängel aufweist, sondern auch Gewebe schädigen und eine allergieähnliche Reaktion auslösen kann. Zusätzliche Risiken bestehen bei gewissen Schilddrüsenerkrankungen!-   und gut belüftet abdecken, dürfte die geeignetere Strategie darstellen.

Alkoholhaltige Desinfektionsmittel können ggf. die Blutung anregen, ohne dass das umliegende Gewebe durch Druck geschädigt wird. Im Verlauf die Wunde beobachten, seinen Tetanus-Impfschutz prüfen (ist nie verkehrt) und rechtzeitig professionelle medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, sofern diese erhältlich ist.

Kräuter mit blutungsstillender Wirkung kann man bei Interesse z.B.  hier    nachschlagen oder man bemüht die einschlägigen Suchmaschinen.

Auch homöopathische Mittel wie Arnica montana, Hamamelis, China, Melilotus oder Alchemilla unter vielen anderen, sollen blutungsstillende Wirkung haben, doch die homöopathische Lehrmeinung ist generell so vielschichtig, wenn nicht gar zersplittert, dass es unmöglich ist, hier auch nur annähernd fundiert und unparteiisch etwas darüber zu schreiben. Aus dem Mineralreich werden von naturheilkundlich arbeitenden Ärzten zur Blutstillung angewendet, z.b. homöopathisches Stibium met. (Antimon) wie eine Ärzteumfrage ergab: Merkurstab

 

 

 

SHTF Notfallmäßige Blutstillung Teil 3: Vergleich der Substanzen für lokale Anwendungen

in einem Artikel eines Journals für US amerikanische paramedics, also Rettungskräfte, zum Link: EMS wurde im April 2015 Folgendes zum Thema chemische (bzw. biochemische) Blutstillung veröffentlicht, was ich hier zusammenfassend und verkürzt einmal übersetzt habe. Referenzen zu den Studien findet Ihr im Originalartikel.

Die ideale chemische Blutstillung sollte die Fähigkeit haben

  • Blutungen aus grossen Arterien und Venen innerhalb von 2 Minuten ab Applikation zu stoppen.
  • Das Mittel sollte effektiv appliziert werden können, auch bei Vorhandensein von einer grossen Ansammlung von Blut um die Blutungsquelle herum, darf also nicht schon durch die blutige Umgebung in seiner Wirkung verbraucht werden, noch bevor es überhaupt mit der Blutungsquelle in Kontakt gekommen ist.
  • Das Mittel sollte anwendungsfertig in Portionen vorliegen (keine Anmischung oder Aktivierung) und  muss leicht anzuwenden sein, auch für nicht medizinisch geschulte Menschen.
  • Es muss von geringem Gewicht und haltbar sein, auch unter extremen Temperaturschwankungen,
  • es sollte kostengünstig sein und
  • kein bakterielles oder virales Risiko beherbergen.

Nicht erwähnt werden in diesem Artikel, dass es gesundheitlich verträglich sein muss und am Besten vom Körper selbst abbaubar sein sollte. Nicht abbaubare Substanzen bzw auf Verbänden oder Schwämmen aufgebrachte Blutstiller, sollten einen röntgendichten Marker besitzen, damit sie vom Chirurgen in der Klinik überhaupt wieder auffindbar sind und entfernt werden können. Auch sollte der Verschluss der Gefässwunde so stabil sein, dass er nicht bei kleinen oder besser auch überhaupt bei Bewegung nicht wieder aufreisst, denn der Verletzte muss ja zur endgültigen medizinischen Versorgungsstelle transportiert werden oder sich sogar selbst dorthin begeben.

Auch sollte der Substanzträger möglichst nicht mit dem Gewebe verkleben, da man ansonsten bei einem gegebenenfalls nötigen Verbandswechsel die Wunde noch vergrössern würde, die Blutung reaktiviert und das Infektionsrisiko steigen würde.

Bislang gibt es kein Mittel, das all diesen Anforderungen gerecht wird, nichtsdestotrotz haben sich einige davon in der Praxis und in Studien gut bewährt.

HemCon® and Celox™ bestehen aus sehr körperverträglichen Chitosan-Salzen (aus der Schale von Meereskrebsen), einem positiv geladenen adhäsiv wirkenden Blutstiller, der bei Kontakt mit Blut (negativ geladenen roten Blutkörperchen) einen Pfropf bildet, der die Wunde versiegelt und die Blutung stoppt.

Im Falle von HemCon® zeigten Studien eine bessere Blutstillung gegenüber einem normalen Druckverband, sofern es sich um eine venöse, also drucklose, Massenblutung handelte. Auch bei einer unkontrollierbaren arteriellen Blutung war HemCon zwar effektiv, allerdings nicht dauerhaft, denn die Blutung setzte nach einer Weile wieder ein. Trotzdem ergab eine andere Studie, dass in 27 von 34 Fällen Feuerwehrleute in den Einsätzen die Blutungen erfolgreich zum Stillstand bringen konnten. In einem weiteren Tierversuch (Schwein) zeigte von den getesten Substanzen jedoch nur Celox™ eine bessere Kurzzeitüberlebensrate.

Betrachten wir nun QuikClot®, einem Zeolit (Mineral vulkanischen Ursprungs). Diese Substanz zieht extrem schnell und viel Wasser an sich. Durch den Wasserentzug aus dem Blut, reichern sich die für die Gerinnung zuständigen Blutplättchen und weitere Gerinnungsfaktoren an, was zu einem sehr schnellen Wundverschluss führt. Der Nachteil hierbei ist, dass das Mineral nicht vom Körper vollständig abgebaut werden kann und bei der Wasserbindung Hitze entsteht, die durchaus Temperaturen von bis zu 50 Grad erreicht und damit Eiweiss zur Gerinnung bringt, also Gewebe durch Verbrennung absterben lässt. Daher wurde das Granulat, das man direkt in die Wunde streuen konnte vom Markt genommen.

Dass ich dieses Produkt u.a. trotzdem erwähne liegt darin begründet, dass man in alten Prepperbeständen oder aus Privatverkäufen noch auf diese Produkte trifft und man sollte dann für sich solch ein Produkt und seine Verwendung realistisch einschätzen können bzw. sich überlegen, ob man ein derartiges Produkt in seine eigenen Vorsorgebestände aufnehmen möchte oder eher nicht.

Die zweite Generation von QuikClot wurde bzgl. der Hitzeentwicklung verbessert und als relativ grosse Perlen in Säckchen gepackt, die in der abschliessenden chirurgischen Wundversorgung leicht entfernt werden können (QuikClot® ACS+™).

Ein anderes Produkt ohne Wärmeentwicklung ist WoundStat™, ein vom Körper abbaubarer Puder aus quellfähigem Tonmineral und Poliacrylsäure, den man direkt in die Wunde streuen kann. Dieses Produkt erwies sich sowohl effektiv in der Blutstillung als auch positiv in der Erhöhung der Überlebensrate. Allerdings ergab eine nachfolgende Tier-Studie Komplikationen bzgl. Blutgefässschädigungen und in die Lunge abgeschwemmte Thromben. Nicht sehr wünschenswert….

Eine weitere Produktentwicklung bezieht sich auf die Verwendung von Prokoagulantien. Das sind zusätzliche Gerinnungsfaktoren menschlichen oder bovinen (Rinderblut) Ursprungs und das einzige in den USA von der FDA zugelassene Produkt ist die  Combat Gauze™ (Littlejohn, Bennett, & Drew, 2015). In dieser dritten Generation von QuikClot® Produkten, wurde zudem das Zeolit durch Kaolin ersetzt (Aluminiumsilikat haltiges Tonmineral). Die mit Kaolin imprägnierte Gaze ist effektiv in der Blutstillung und entwickelt keine Wärme. In Tierversuchen schnitten die Chitosanprodukte schlechter ab als CombatGauze, das zusätzlich einen stabileren Wundverschluss erreichte, der selbst Bewegung und Transportsimulationen besser stand hielt.

Die Tactical Combat Casualty Care Leitlinien des United States Special Operations Command  empfehlen Combat Gauze™  als das Mittel der Wahl (Bennett et al., 2014), erlauben aber auch Celox™ gauze and ChitoGauze®, falls Combat Gauze™ nicht zur Verfügung stehen sollte.

Um eine Aktualisierung und Vertiefung dieser Informationen möge sich der geneigte Leser bitte eigenständig bemühen, denn bzgl. dieser Thematik wird derzeit viel Forschung betrieben und Erfahrungen gesammelt und ausgewertet. Ein update dieser Thematik ist von mir jedoch nicht geplant und würde definitiv meine Kapazität wie auch den Rahmen sprengen.

 

SHTF: Notfallmässige Blutstillung Teil 2 Chemische Substanzen

neben der in Teil 1 genannten mechanischen Blutstillung durch Druck (verbände) oder Tourniquets, die an den Extremitäten meist ausreichend wirksam sind, gibt es noch die Möglichkeit, den Blutverlust mittels chemischer Substanzen zu stoppen. Diese Möglichkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung und Beliebtheit und ist ein wachsendes pharmazeutisches Marktsegment nicht zuletzt wegen der Kriege, die als begrenzte Krisenherde beständig am Lodern gehalten werden. Wer hier das Bild einer chronisch eitrigen Entzündung vor seinem geistigen Auge sieht, der ist sicher nicht weit von der Realität entfernt.

Einsatzgebiete für topisch (d.h. lokal) wirkende blutstillende Substanzen sind z.B. Körperstellen, auf die man nur schwierig Druck ausüben und damit die Gefässverletzung abdichten kann so  z.B. Hals und Bauchraum , aber natürlich auch überall sonst, wenn man aus welchen Gründen auch immer keinen ausreichenden Druck auf das blutende Gefäss zustande bringt, vielleicht auch, weil zuviele Blutgefässe auf zu grossem Areal betroffen sind oder die Blutungsquelle zu tief in der Körperhöhlung liegt. Siehe hierzu weiterführende Literatur

Anzumerken ist, dass man auch bei Einsatz der chemischen Blutstillung nicht auf Druckanwendung verzichten sollte, notfalls auch, indem man im Falle einer grossen Arterie beherzt das blutende Gefäss mit den Fingern packt.

Für folgenden Artikel verweise ich auf die Gültigkeit meines Disclaimers im Teil 1 dieser Serie und die ausschliessliche Eigenverantwortlichkeit eines jeden Lesers im Umgang mit den hier dargestellten Informationen sowie meine uneingeschränkte Empfehlung, sich mit Fachliteratur zu versorgen und sich an die bekannten Rettungsdienste u. Organisationen zu wenden, die professionelle Schulungen und Übungsmöglichkeiten anbieten. Die nachfolgend genannten Produkte bzw. Hersteller sind ausschliesslich als willkürliche Beispiele und keinesfalls als Werbung aufzufassen. Sie wurden gewählt z.B. weil auf den entsprechenden sites die Anwendungen oder Wirkweisen anschaulich dargestellt werden oder weil sich ein Produkt auf dem Markt bereits etabliert hat (vergleichbar mit dem Markennamen Aspirin für eine Vielzahl von Herstellern von Acetylsalicyl haltigen Tabletten und Pulvern).

Die natürliche Blutstillung oder Hämostase, ist ein komplexer Vorgang, den man an verschiedenen Schlüsselpunkten unterstützen kann. Daher haben die einzelnen zur Verwendung kommenden Substanzen auch sehr unterschiedliche Einsatzgebiete und sind nicht alle für den Ersthelfer relevant.

Eine gut verständliche Einführung über die Bedeutung der chemischen Blutstillung findet man in dem sehr interessanten Artikel Versorgung von Blutungen auf dem Gefechtsfeld  im TRUPPENMAGAZIN des österreichischen Bundesheeres.

Welche chemischen Grundsubstanzen (labortechnisch aufbereitet!) zur lokalen Blutstillung kommen nun in Betracht?

Neben der Auswahl einer Substanz und ihrer Eigenarten spielt auch die Applikationsform eine Rolle. Es gibt Gele aus Injektoren, Streu-Granulate, Schäume oder beschichtete Schwämme, Auflagen und Gazeverbände.

In einem weiteren Folgeartikel werde ich versuchen, einen kleinen Überblick über die Anwendungsbereiche der zur Zeit gebräuchlichsten Substanzen und Applikationsformen zu geben.

 

 

 

 

 

SHTF: notfallmäßige Blutstillung

Es ist noch nicht lange, da hatte das Interesse für Schuß- und Stichwunden nicht nur in die Extremitäten, sondern in den Hals, den Brust- oder Bauchraum „ein Gschmäckle“, da schwebte der Verdacht einer Paranoia über demjenigen, der den exotischen Begriff Tourniquet verwendete oder gar über chemische Blutstillung nachdachte. Vielleicht mußte derjenige sich auch schon einmal von Fachleuten wie Rettungsssistenten oder Ärzten sagen lassen, dass man sich als Laie mit Spezifitäten derartiger Verletzungen, so sie denn bei uns überhaupt vorkämen, nicht explizit auseinanderzusetzen bräuchte. Wir lebten ja schließlich nicht in USA oder Kolumbien. Solche Kenntnisse würde noch nicht einmal die Bundeswehr benötigen. Maximal Extremweltenbummler nach Feuerland oder Papua Neuguinea bekamen einen Verständnisbonus. Gute alte Zeit…

In modernen Zeiten, in denen Politiker aus Berlin und London uns ernsthaft versichern, dass Terror, Massenverletzte, Migrantenkriminalität und Anschläge von nun an zu unserem Leben gehören sollen (Schulz,  Sadiq-Khan  , Merkel ,  de Maizière )  hegt man unter Beobachtung der knallharten ökonomischen Effizienzvorgaben in den Kliniken, zunehmend auch den Verdacht, dass unser Gesundheits- und Rettungssystem Vorfällen ab einer gewissen Größenordnung oder Brutalität gar nicht gewachsen ist.

So gibt es deutschlandweit nur ca 130 Betten für erwachsene Schwerbrandverletzte und ca 50 Plätze für Kinder – siehe hier: Verbrennungszentren, die bereits bei nur einem Zugunglück, Flugzeugunglück, Tunnel- oder Hochhausbrand schnell belegt wären (zu schweigen von zwei parallelen Ereignissen), und auch die wenigen Plätze in den Nachbarländern scheinen da keine allzu große Reserve zu bieten, zumal ja auch immer Betten aufgrund gewöhnlicher Unfälle belegt sind. Auch verfügen viele Kliniken mit Notfallmedizin nur über wenige sogenannte Schockräume, in denen Schwerverletzte und Polytrauma-Patienten versorgt werden können. Dies sind die Nadelöhre im Rettungsdienst.

So erscheint es angebracht, einen näheren Blick auf das zu werfen, was sich in der Combat-Medizin, also unter widrigen kriegerischen Umständen, für die Notfallversorgung Verletzter bewährt hat, um einem Verletzten so früh wie möglich nicht nur ein Überleben zu sichern, sondern vielleicht sogar die Intensivbetreuung, den Helikoptertransport, den Schockraum zu ersparen und diesen Platz einem weniger Glücklichen zukommen lassen zu können. Somit würde man quasi durch seine Kenntnisse vielleicht sogar zwei Leben retten?

Über die Thematik der Notfallversorgung durch Laien gibt es eine Reihe von lehrreichen Videos auf youtube, die ich hier verlinken möchte.  Sie sind gedacht für Menschen in Extremsituationen, in sehr abgelegenen Gebieten ohne schnellen Zugang zu medizinischer Versorgung und alle SHTF Szenarien.

Ich übernehme keine Verantwortung für das, was aus der Anwendung solcher Videoinhalte entstehen kann, empfehle sie nicht und warne vor Selbstüberschätzung. Ich weise auch darauf hin, dass in Nicht-Notsituationen und durch fahrlässiges Handeln ggf. das Strafgesetzbuch (Körperverletzung) sowie das Gesetz über die unerlaubte Ausübung der Heilkunde u.a.  zur Anwendung kommen können.

  1. Videos sind immer unvollständig und ersetzen keinesfalls eine solide medizinische Ausbildung und regelmäßiges Training unter Aufsicht von ausgebildetem medizinischen Fachpersonal.
  2. Der Kenntnisstand in der Medizin verändert sich rasch und man sollte sich immer auf einem möglichst aktuellen Stand halten.

Aber ich bin der Meinung, dass es bei der Wissensvermittlung keine Tabus geben sollte und diese öffentlich jedermann zugänglichen Videos dazu motivieren können, sich z.B. als Ersthelfer, sogenannter First Responder, in Kursen und Einrichtungen zu engagieren, nachzufragen und sich in den entsprechenden Techniken schulen zu lassen.

Bitte kontaktiert hierzu die regionalen Organisationen wie Rotes Kreuz, Malteser, Johanniter ….  oder auch die Katastrophenmedizindienste.

Letztlich aber ist in einer Notsituation nichts fataler als Nichtstun und Unkenntnis.

Ich habe im Übrigen keinerlei Kontakte oder Vertragsverhältnisse zu irgendeiner der in den Videos genannten Firmen und Produkte und will diese auch nicht als anderen Produkten überlegen darstellen und empfehlen. Und hier nun die Informationsvideos. Im Laufe der Zeit hoffe ich auch, vermehrt deutschsprachige Videos zu diesem Thema hier listen zu können.

„Prüfet aber alles, und das Gute behaltet“ 1. Thessalonicher 5:21 Lutherbibel 1912

Improvisationen einer ventilierten Versiegelung von Thoraxverletzungen:  Die Versiegelung soll verhindern, dass Luft durch die offene äußere Wunde in den Brustraum  ausserhalb der Lungen eingesogen wird.

Die Ventilation dieser Versiegelung soll andererseits bewirken, dass die über die Lunge eingeatmete und durch die innere Lungenverletzung in den Brustraum entweichende Luft, sich nicht im Brustraum staut, sondern über die äußere Wunde und die Plastikversiegelung wieder hinaus kann. Denn ein Stau hätte zur Folge, dass der Brustraum mit jeder Atembewegung aufgepumpt würde wie ein Ballon. Der steigende Druck im Innern würde in sehr kurzer Zeit eine Verschiebung auf das Herz erzeugen, so dass es sich nicht mehr bewegen könnte, eingequetscht würde. Es käme zu Herzstillstand und Tod.

Ergänzung zum Tourniquet-Video:

  • immer Datum und Uhrzeit auf / an dem Tourniquet vermerken für den Arzt, der später das Tourniquet lösen muss!
  • Bei der Anschaffung eines Tourniquets leuchtende Farben bevorzugen, damit es bei der professionellen ärztlichen Versorgung sofort auffällt.
  • Notfalls auch anderweitig darauf aufmerksam machen (zB mit Filzstift die Uhrzeit auf die Stirn des Verletzten schreiben!), damit die Blutzufuhr baldmöglichst wieder hergestellt werden kann und nicht unnötig verzögert wird, weil der Arzt vlt. keine Blutung sieht und sich einer anderen Verletzung zuerst zuwendet.
  • Den Tourniquet 1-2 handbreit vor der pulsierenden Blutung – also körperwärts – platzieren.

Sprachmystik europäischer Völker

Der deutsche Baum.

B-e-wahr-end mit Deiner Krone uns umhüllend und stämmig stehst Du bis in die Tiefen des Alls hinunter tönend.  Aah – Mächtig wirkst Du seit UR-Zeiten für uns Himmel und M-utter Erde verbindend. Du nährst uns mit Deinen köstlichen Früchten.

Der englische Tree und der norwegische Treet

bis weit hinauf in den Himmel streckend, sich wiegend und wankend gegen die Naturgewalten strebst Du aufrecht in den Himmel – in die Höhe. Möge sich unser ICH an Dir aufrichten.

Der französische arbre

Ah wunderbares Wesen, bist Du. Unser Hort und Schutz, stehst Du unverrückbar fest HIER verwurzelt in bewegter Zeit, Vergangenheit und Zukunft und nur durch der Axt Gewalt wirst Du weichen. Im Sturmwind knarren Deine Äste.

Der spanische arbol

Ah-welch göttlich Geschenk. Wenn Du dich wiegst im Wind und uns die Decke Deines Blätterdaches Schatten spendet empfinden wir das om des All-Seins, das durch Deinen Stamm hinauf und herunter strömt.

Der italienische albero

Ehrfürchtig blicken wir und staunen, wenn Du vor uns stehst mit Deinen biegsamen Zweigen und deiner beschirmenden Krone. Nicht wie harter Fels stellst Du Dich mit Deinem Stamm gegen den Sturm, sondern lebst als All-kosmisches Wesen mit Deinen Zweigen und Blättern in den Lüften, wie mit den Wurzeln im tiefen Grund, wo Alberich seine Schätze hütet.

Der schwedische Træd

Wie bewegtes Wasser, an dem Du stehst, klingst Du uns. Nicht mächtig doch himmelsverbunden reichst Du hinauf zu tiefen Wolken und bildest aus Zeit und Licht, was uns dient.

Außereuropäisch: Der chinesische shu und mu

Deine Blätter rascheln im Wind wie im Sturm, geheimnisvoll raunend von UR-Zeit träumend unter des Mondes Licht. Lausche. Sich uns opfernd und wie eine Mutter sorgend für alles Lebensnotwendige – der Bambus. Verrate das Geheimnis nicht.