Pharaonen und Freimaurer auf Malta update – einmal Valletta und zurück

Im ersten Artikel über freimaurerische Einflüsse in der Stadt- bzw. Landschaftsgestaltung auf Malta, habe ich die großen Linien zwischen Marienkirche, Spencer Obelisk, Triton-Brunnen, dem Parlament, dem Großmeister Palast, der St. Johns CoCathedral und den Tempel von Tarxien miteinander in Zusammenhang gebracht.

Heute geht es um kleinräumigere Strukturen innerhalb dieses Dreiecks, die ebenso offensichtlich dem Totenkult gewidmet sind. Ausgangspunkt der Betrachtung ist diesmal der Triton Brunnen vor dem City Gate Vallettas. Wie bereits festgestellt ist der Brunnen quasi die Spitze einer kleinen dreieckigen Grünanlage . Die nördliche Seitenlinie des Dreicks zieht zum Spencer Obelisk und die süd/östliche zum Tarxien Tempel (ich nenne sie ab jetzt kurz Südlinie) bzw.  zum Hypogäum. Je nachdem.

Vom Tritonbrunnen ausgehend direkt auf der Südlinie befindet sich nach 225,44 m ein weiterer Obelisk. Das War Memorial  von Floriana.

File:War Monument (Floriana).jpeg

Eingeweiht wurde es am 11. 11.1938 zum Gedenken an die im ersten WK getöten Soldaten. 1949 wurde die Widmung auf den WK II erweitert. Der Obelisk ist an seinen Seiten als Kreuz gestaltet, er ist umgeben von Landesflaggen und 2 Ewige Feuer brennen rechts und links in hohen Schalen. Jährlich finden dort Kranzniederlegungen statt.  Der Ort gehörte unter dem  Sovereign Military Order of Malta (SMOM) -also dem bis vor kurzem noch völlig souveränen Malteserorden (der heute mit 106 Staaten diplomatische Beziehungen unterhält)- spätestens ab dem Jahr 1582 zu einer Hinrichtungsstätte. Die letzte öffentlichte Hinrichtung erfolgte 1878, Mord, Raub und Totschlag gab es auf der kleinen Insel vom höchsten Klerus bis hinunter zu den Sklaven, die auch schon mal versuchten den Großmeister zu meucheln…. Frauen wurden auf Malta weder im 19. noch 20. Jahrhundert hingerichtet.

Erwähnenswert ist, daß 2016 ein regelrechter Putsch im Malteserorden inszeniert wurde, durch den der Vatikan / Papst und seine Büttel  in Form einer zwielichtigen Untersuchungskommission, die allesamt in einer millionenschweren Finanztransaktion zwischen Frankreich und Italien zusammenstecken, die Souveränität des Ordens de facto beseitigen konnten und eine Unterordnung unter den Papst erzwangen. Ob sich der MalteserOrden nocheinmal aus dieser Falle befreien kann, darf bezweifelt werden.

Zurück zu dem Kriegerdenkmal-Obelisk. Von dort aus führt eine breite Strasse in Richtung Spencer Obelisk zurück. Sieht man sich diese Strecke an, so findet man, daß über mehrere hundert Meter eine Reihe von Palmen gepflanzt wurden. Wer sich mit den Grundlagen der esoterischen Freimaurerei beschäftigt hat weiß, daß Pflanzen laut dieser Lehre, insbesondere Bäume, kosmische Energien bündeln und vertikal leiten können. Diese Palmenbäume vermitteln sehr stark das Bild, als seien sie lebendige „Springbrunnen“. Am Ende der Palmenreihe kommt man mitten auf dieser stark befahrenen Strasse wieder an einen echten Brunnen. Obligatorischer Gegenpart zu dem Osiris-Obelisk mit seinen Feuerschalen… Auf dem Brunnen mit seinen eingravierten Wassersymboliken, die stark an die neolithischen Tempelgravuren erinnern, thront ein Löwe mit Blick zurück in Richtung Obelisk, respektive Valletta. Geht man weiter an dem Brunnen vorbei, macht die Strasse eine Biegung, vermutlich folgt sie hier den natürlichen Gegebenheiten, und man kommt zu einem „Triumphbogen ähnlichen Tor“ namens Bombi.

Quelle: http://www.culturemalta.org/69/102/Valletta-and-Floriana-Fortifications

Das ursprüngliche Tor mit nur einem Bogen

wurde 1721 von dem Franzosen , Bauingenieur und Mitglied des Malteserordens  DeMondion in barockem Stil errichtet in Erinnerung an die Standhaftigkeit gegen die Türkenbelagerung. Der linke Torbogen kam 1868 hinzu und ist der „bequemeren Zugänglichkeit für das Volk“ gewidmet.  Das Tor war früher ein Zutrittstor durch die Festungsmauer. Diese Mauer wurde aber in den letzten 100 Jahren immer weiter abgerissen, um dem steigenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Da diese Mauer und die Wehranlage heute völlig verschwunden sind, macht das Tor nun den Eindruck eines Triumphbogens.

Es gibt nun in der Gesamtbetrachtung auch unter Berücksichtigung des heutigen Verkehrs, eine Flußrichtung von West nach Ost: Marienkirche/Spencer-Obelisk/Bombi nördlich schwenkend zum Tritonbrunnen und nach Valletta hinein (durch das St. Anna Tor zum Parlament/Gericht/St. Johns CoCathedral – Großmeister Palast).

Und eine gegensätzliche Bewegungsrichtung aus der Stadt wieder hinaus, um den Triton Brunnen herum ein paar Meter nach Süden zum Kriegerdenkmal-Obelisk, entlang der Palmen zum Löwen-Brunnen und wieder über Bombi  und Spencer Obelisk zur Marienkirche. Dieser Rückfluß erscheint mir aber in starkem Maße künstlich erzeugt zu sein, durch die Baumpflanzung und den Löwenbrunnen geradezu geführt. Denn die „natürlichere“ Flußlinie erscheint mir vom Tritonbrunnen über den Kriegerobelisk /den ehemaligen Richtplatz zum Hypogäum bzw. dem Tempel von Tarxien zu ziehen.

Es ist spekulativ, ob nun solche Ab-, Um- oder Zuleitungen, Kreisführungen usw…. etwas mit den betroffenen Orten bewirken. Das zu untersuchen überlasse ich hier lieber denjenigen, die sich dazu befähigt und berufen fühlen.

 

 

 

 

 

 

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