Gott – das Gute und das Böse – und warum es eine Rolle spielt, ob man an Gott glaubt oder nicht

In diesem video https://www.prageru.com/courses/religionphilosophy/if-there-no-god-murder-isnt-wrong

wird, wie in den vorangegangenen Kurzvideos, eine Diskussionsgrundlage vorgestellt, diesmal zu der Thematik „Gott (Juden-und Christentum) als die Grundlage für einen objektiven Maßstab für Moralität“ und die Krankheit alles zu relativieren.

Ich möchte dazu anmerken, daß die typisch amerikanische Haltung bzgl. dessen, wer in der Geschichte „böse“ ist und war, in diesem Video selbstverständlich nicht reflektiert wird, aber das soll auch nicht das Thema sein, weshalb ich dieses video hier poste.

Es geht hier um ein grundlegendes Problem, nämlich die Basis, auf welcher die Relativierung gedeiht wie Unkraut. Die Relativierung, die unsere Richter „Recht im Namen des Volkes“ sprechen läßt, das zum Himmel schreit.

Die Relativierung, die das Deutsche Volk (und natürlich auch die Österreicher und Schweden….) im Wahn einer Gutmenschlichkeit in den eigenen Untergang rennen läßt.

Die Relativierung, die dazu führt, daß wir unsere Kinder nicht mehr den Halt geben (können), den sie brauchen für ihre Entwicklung und den sie später im Erwachsenenleben als sicheren Boden benötigen.

Die Relativierung in der Esoszene, die nicht müde wird uns zu versichern, es gebe kein Gut und kein Böse und damit die Lehre des Satanisten Aleister Crowley unter die suchenden Menschen bringt.

Als ganz persönliche Anmerkung in Vorgriff auf das Video:

  • ich denke, es gibt eine Spiritualität bzw. Völker, die durch reine Erkenntnis zwischen GUT und BÖSE unterscheiden können, ohne daß man dies als Gesetz „in Stein meisseln“ muß, wie das im jüdisch-christlichen Glauben und zu einer bestimmten Zeit der Menschheitsentwicklung vielleicht geschehen mußte.
  • ich gebe des weiteren zu bedenken, daß Abschaffung der Sklaverei und Gleichberechtigung der Frau zwar aus westlichen Zivilisationen entstanden sind, aber keineswegs aus dem jüdisch-christlichen Glauben heraus, sondern aus der Aufklärung, der die Kirche mehr als nur einen Stein in den Weg gelegt hat. Ja, die Kirche hat zumindest bei der Unterdrückung der Frau wie auch bei der Zementierung bestehender gesellschaftlicher Unterschiede und Armut kräftig mitgewirkt und die Zivilisationsentwicklung massiv beeinträchtigt. Insofern darf man die christlichen Kirchen nicht als Basis für die chrisliche Lehre heranziehen (was aber wiederum für Katholiken ein Sakrileg ist…oh je oh je…ist das kompliziert).
  • Nichtsdestotrotz bietet die Kurzvorlesung eine interessante Diskussionsgrundlage.

Das Video:

Eingangsfrage: Ist Mord falsch oder böse? Beinahe jeder wird sagen „ja“.

Darauf aufbauende Frage: woher weißt Du das? Kannst Du beweisen, daß Mord böse ist?

Wenn ich fragen würde, ob Du beweisen kannst, daß die Erde rund ist, könntest Du Belege, Fotos, Messungen usw. beibringen, die Deine Meinung objektiv untermauern. Aber wie soll man das machen für das Böse? oder Gute?

Fakt ist, man kann keine objektiven Beweise beibringen, daß Diebstahl, Vergewaltigung oder Mord tatsächlich falsch / schlecht sind, denn Beweise wie in der Wissenschaft kann es für Moral nicht geben.

In einer säkularen (also rein materialistischen, glaubenslosen) Welt kann es nur MEINUNGEN zur Moral geben, entweder persönliche Meinung oder eine gesellschaftliche Meinung.

Und beinahe jeder atheistische Wissenschaftler stimmt mit dieser Ansicht überein. Ohne einen Gott, der wie im jüdisch-christlichen Glauben explizit sagt: Mord ist böse und falsch, gibt es keine objektive Moral. Nur Meinung. Und auf dieser Erkenntnis basiert die gesamte westliche Zivilisation.

Aber um etwas klar zu stellen, es braucht den Glauben an Gott nicht, um ein guter Mensch zu sein und die Existenz Gottes verhindert auch nicht, daß ein „Gott Gläubiger“ böse Dinge tut. Die Existenz Gottes führt nur dazu, daß Moral, die Unterscheidung zwischen Gut und Böse, objektiv existiert und nicht nur „Meinung“ ist.

Ohne Gott enden wir in dem, was Moralische Relativierung genannt wird. Danach gibt es keine absolute Moral, sie sei vielmehr relativ, individuell und gesellschaftsabhängig.

Ohne Gott werden die Begriffe GUT und BÖSE einfach zu einem anderen Ausdruck für : „das mag ich“   und   „das mag ich nicht“.

„Mord ist Böse“ wird zu „Mord mag ich nicht“.

Man könnte nun argumentieren, daß man eine absolute Moral nicht bräuchte, denn jeder Mensch würde Mord nicht gut finden, denn niemand wolle schließlich ein Mordopfer werden.

Aber das ist ein frommer Wunschgedanke. Hitler und Stalin wollten sicher nicht umgebracht werden, was sie aber nicht davon abhielt Millionen Unschuldiger umzubringen. Und es ist nicht verwunderlich, daß deren Ablehnung des jüdisch-christlichen Gottes zu diesen Ermordungen führten. Und es ist auch nicht verwunderlich, daß die Abschaffung der Sklaverei und die Gleichberechtigung der Frau in westlichen Gesellschaften mit jüdisch-christlichem Glauben ihren Ursprung haben.

Der Moralische Relativismus und die Ablehnung einer obejektiven Moral in unserer heutigen Zeit hat zu einer immensen moralischen Verwirrung geführt.

Und wenn wir eine „gute Welt“ möchten, dann sollte uns der Tod des jüdisch-christlichen Glaubens Angst machen.

 

https://www.prageru.com/courses/religionphilosophy/if-there-no-god-murder-isnt-wrong

Do you believe that good and evil exist?

The answer to this question separates Judeo-Christian values from secular values.

Let me offer the clearest possible example: murder.

Is murder wrong? Is it evil? Nearly everyone would answer yes. But now I’ll pose a much harder question: How do you know?

I am sure that you think that murder is wrong. But how do you know?

If I asked you how you know that that the earth is round, you would show me photographs from outer space, or offer me measurable data. But what photographs could you show, what measurements could you provide, that prove that murder or rape or theft is wrong?

The fact is…you can’t. There are scientific facts, but without God there are no moral facts.

In a secular world, there can only be opinions about morality. They may be personal opinions or society’s opinion. But only opinions. Every atheist philosopher I have read or debated on this subject has acknowledged that if there is no God, there is no objective morality.

Judeo-Christian values are predicated on the existence of a God of morality. In other words, only if there is a God who says murder is wrong, is murder wrong. Otherwise, all morality is opinion.

The entire Western world – what we call Western Civilization – is based on this understanding.

Now, let me make two things clear.

First, this doesn’t mean that if you don’t believe in God, you can’t be a good person. There are plenty of kind and moral individuals who don’t believe in God and Judeo-Christian values.  But the existence of these good people has nothing – nothing – to do with the question of whether good and evil really exist if there is no God.

Second, there have been plenty of people who believed in God who were not good people; indeed, more than a few have been evil – and have even committed evil in God’s name. The existence of God doesn’t ensure people will do good. I wish it did. The existence of God only ensures that good and evil objectively exist and are not merely opinions.

Without God, we therefore end up with what is known as moral relativism – meaning that morality is not absolute, but only relative to the individual or to the society. Without God, the words “good” and “evil” are just another way of saying “I like” and “I don’t like.” If there is no God, the statement “Murder is evil” is the same as the statement “I don’t like murder.”

Now, many will argue that you don’t need moral absolutes; people won’t murder because they don’t want to be murdered. But that argument is just wishful thinking. Hitler, Stalin, and Mao didn’t want to be murdered, but that hardly stopped them from murdering about a hundred million people.

It is not a coincidence that the rejection of Judeo-Christian values in the Western world – by Nazism and Communism – led to the murder of all these innocent people.

It is also not a coincidence that the first societies in the world to abolish slavery – an institution that existed in every known society in human history – were Western societies rooted in Judeo-Christian values. And so were the first societies to affirm universal human rights; to emancipate women; and to proclaim the value of liberty.

Today, the rejection of Judeo-Christian values and moral absolutes has led to a world of moral confusion.

In the New York Times, in March 2015, a professor of philosophy confirmed this.

He wrote: “What would you say if you found out that our public schools were teaching children that it is not true that it’s wrong to kill people for fun? Would you be surprised? I was.”

The professor then added: “The overwhelming majority of college freshmen view moral claims as mere opinions.”

So, then, whatever you believe about God or religion, here is a fact:

Without a God who is the source of morality, morality is just a matter of opinion. So, if you want a good world, the death of Judeo-Christian values should frighten you.

I’m Dennis Prager.

Ein Kommentar zu “Gott – das Gute und das Böse – und warum es eine Rolle spielt, ob man an Gott glaubt oder nicht”

  1. “Fakt ist, man kann keine objektiven Beweise beibringen, daß Diebstahl, Vergewaltigung oder Mord tatsächlich falsch / schlecht sind, denn Beweise wie in der Wissenschaft kann es für Moral nicht geben.“
    Da würd ich noch mal drüber nachdenken.

    Gefällt mir

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