Wir brauen im Hexenkessel des Ba´al Tors in Florenz

Wer meine Artikelserie „Wie man Hollywoodfilme richtig schaut“  gelesen hat, hat eine gute Grundlage für diesen Artikel.

Die Serie habe ich unterbrochen, als es um die Interpretation des Abschlußballes im Teil 1 von „Zurück in die Zukunft“ ging, da dieser Ball und die dahinterliegende Symbolik etwas komplexer sind und direkt mit dem zu tun hat, was wir heute um uns herum erleben. Die Verbindung mit dem IS, mit Terror, Krieg und israelischen Zionisten und dem illuminatisch-freimaurerischen Glauben der Kameltreiber und weissen Pharaonen.

Dieser Abschlußball fand unter dem Motto „Dance under the sea“ = „Tanz Unterwasser“, oder „Tanz im Meer“ statt und war die letzte Chance, daß Marty´s Eltern 1955 sich ineinander verliebten, küssten und so die Zeitlinie, die Zukunft, eingehalten wurde. Ohne diese, wären Marty und seine Geschwister niemals geboren worden.

Und nun sehen wir die Kopien des vom IS zerstörten Ba´al Tempel von Palmyra in Florenz, dahinter in einer blau beleuchteten Pyramide eine Statue. Der Platz auf dem der Torbogen errichtet wurde ist die Piazza della Signoria, der Platz der republikanischen Regierung und gemeinsam mit der Piazza Vecchio das politische und soziale Zentrum des ehemaligen Stadtstaates Florenz.

Auf der Piazza selbst befinden sich mehrere Statuen (u.a. eine Kopie von Michelangelos David , die Marmorgruppe Herkules tötet Cacus von Baccio Bandinelli, das Reiterstandbild Cosimos I. ), uns interessiert hier aber der angebliche Neptunbrunnen.

 

https://i1.wp.com/www.florentinermuseen.com/foto/palazzo%20vecchio/image/biancone-b.jpg

Denn vor diesem Neptunbrunnen wurde das Ba´al Tor errichtet und man sollte sich fragen, weshalb ausgerechnet dort. Daher ein Blick in die Historie und die Mythologie.

Der Neptunbrunnen von Bartolomeo Ammannati

markiert den Endpunkt eines römischen Aquädukts und war 1575 der erste öffentliche Brunnen von Florenz. Michelangelo soll beim Anblick der Statue ausgerufen haben: „Ammannato! Ammannato! Was für einen schönen Marmorblock du verschandelt hast!“. Die Florentiner nennen die Statue „il Biancone“, der Weiße, und das Gesicht des Meeresgottes ist dem Cosimos I. von Medici nachgebildet. Der Wagen des Meeresgottes wird von 4 Pferden gezogen und ist umgeben von drei jungen Molchen und vier weiteren Figuren, u.a. der Doride Ozeanien mit der Tochter Nereide Teti.

Der römische Neptun

Ursprünglich der Gott der fließenden Gewässer (man bemerke den Aspekt „Zeit“, Zeitenfluß), der springenden Quellen (Beginn der Zeit) und evtl. des Wetters. Erst ab dem 3. Jhd. v. Chr. wurde er dem griechischen Poseidon gleichgesetzt und so zum Gott des Meeres. Seine Elternwaren Saturnus und OpsSalacia (griechische Entsprechung: Amphitrite) war seine Gattin. Nachkommen soll er keine gehabt haben. Daß er mit Jupiter (Zeus) und Pluto (Hades) verwandt wäre kam erst über die Gleichsetzung mit dem griechischen Poseidon.

Neptuns Begleiter/Insignien sind der Dreizack (Ψ), Seewesen oder Delphine, Bart und lange Haare. Oft stellt er seinen Fuß auf eine Prora. Er wohnte in der Meerestiefe mit großem Gefolge niederer Meeresgottheiten und war Herrscher über die von Pontos und Gaia hervorgebrachten Meeresgottheiten Nereus, Phorkys und Keto.

Der griechische Poseidon

Gott des Meeres, in kristallenem Palast wohnend, Bruder des Zeus und des Hades und eine der zwölf olympischen Gottheiten, den Olympioi. Laut Herodot war Poseidon ursprünglich ein libyscher Gott und entspricht bei den Etruskern dem Nethuns. Seine Eltern waren Kronos (Saturn) und Rhea. Nach seiner Geburt verschlang ihn sein Vater (Hüter der Zeit), und erst sein letztgeborener Bruder Zeus errettete ihn (wie in den Märchen erfüllen immer die jüngsten Söhne alle Aufgaben)  und seine anderen Geschwister. Poseidon hielt Kronos mit seinem Dreizack in Schach, während Zeus den Vater und das Göttergeschlecht der Titanen (Riesen = sich Reckende in Menschengestalt, mächtiges Göttergeschlecht, das in der legendären Goldenen Ära herrschte. Wie die Kyklopen und Hekatoncheiren sind sie Nachkommen der Gaia und des Uranos. Vom Titanenkampf zwischen Olympiern, Hekatoncheiren usw. berichtete das verlorene Epos Titanomachie, in welchem sie nach hartem Kampf schließlich besiegt und in die Tiefen der Unterwelt, den Tartaros, getrieben werden), mit seinen Blitzen, endgültig besiegte.

Als die Welt in drei Teile geteilt wurde, erhielt Zeus den Himmel, Hades die Unterwelt und Poseidon das Meer. (Der geneigte Leser bemerke, daß kein Gott das Land und die darauf wandelnden Menschen erhielt)

Außerdem war Poseidon Gott des delphischen Orakels , bevor es Apollon übernahm (Delphi ist eine bei den Freimaurern hoch geschätzte Stätte der Einweihung), Schutzgott von Pylos und, zusammen mit Athene, der Schutzgott der Stadt Athen . In Eleusis galt er als Vater des Königs Oilmophos, in Troizen als Vater des Theseus. Zu Ehren Poseidons gab es einen Pferdekult (Hippios als Beiname, Pferdeopfer im Meer).

Poseidon ist auf Tontafeln aus Pylos  als oberster Gott bezeugt, das bei Homer beschriebene Opfer von neun schwarzen Stieren des Nestor spricht dafür, dass im Kult dieser Zeit eine Konkurrenz zwischen Zeus und Poseidon bestanden hat, in der sich letztlich Zeus behauptete.

Poseidon im Rang des obersten Gottes:

Wie Zeus verfügte Poseidon über den Blitz als Waffe, mit dem er die Salzquelle im Erechtheion geöffnet und dadurch ein Blitzmal hinterlassen hatte, er kann Erdbeben verursachen und zeigt eine vergleichbare sexuelle Aktivität mit entsprechend großer Nachkommenschaft. Bei Homer tritt er nur als übellauniger Meeresgott auf, ist jedoch die einzige Gottheit, die Zeus im Trojanischen Krieg herausfordern kann, also ebenbürtig ist.  Im Attischen Kalender war ihm ein Monat geweiht. Seefahrer beteten zu Poseidon für eine sichere Überfahrt. Wenn er gut gelaunt war, erschuf Poseidon neue Inseln und ließ die See still und schiffbar sein. Wenn er ergrimmte, stach er mit seinem Dreizack in die Erde, verursachte so Erdbeben, Überschwemmungen und brachte Schiffe zum Sinken.

Poseidon zeugte fünf Zwillingspaare mit der sterblichen Kleito von Atlantis. Die zehn Kinder dieser Verbindung waren Atlas und Gadeiros (Eumelos auf Griechisch), Ampheres und Euaimon, Mneseas und Autochthon, Elasippos und Mestor, Azaes und Diaprepes. Er teilte Atlantis unter ihnen auf und machte sie zu Königen von Atlantis, wobei Atlas die Herrschaft von Poseidon übernahm und so der erste unter ihnen und König der Hauptinsel wurde (dieser Atlas ist nicht mit dem Titan Atlas zu verwechseln.)

Mit der Erdgöttin Gaia zeugte er Antaios. Zu Poseidons Söhnen zählt der Ringkämpfer Kerkyon. Er liebte auch den jungen Pelops und schenkte ihm ein prächtiges Gespann. Poseidon war der Vater des Brüderpaares Otos und Ephialtes, den Aloiden, deren Mutter Iphimedeia ist. Am bekanntesten ist Poseidon für seinen unerbittlichen Hass auf Odysseus, zumal dieser auf seiner zehnjährigen Odyssee seinen Sohn Polyphem blendete, wie Homer berichtet. Außerdem hatte Odysseus das dem Poseidon heilige Pferd dazu missbraucht, die Trojaner zu überlisten.

Die Piazza della Signoria und Savonarola

Im Mai 1498 wurde Fra‘ Girolamo Savonarola mit Domenico Buonvicini und Silvestro Maruffi auf dem Platz erhängt und verbrannt. Luther verehrte Savonarola, der wie Arnold von Brescia und Fra Dolcino als Vorläufer der Reformation , wenn nicht sogar als politischer Revolutionär gesehen werden kann. Machiavelli hingegen, der als ziemlich tolerant galt, warf Savonarola angewidert religiös-idealistische Verblendung vor. Zudem sah er keinen Sinn in der Zerstörung schöner und wertvoller Sachen, sondern erkannte im späten Wirken von Savonarola nur Destruktives. Die Entscheidung, ein gottgefälliges Leben in Armut zuzubringen, sei nur für jeden Gläubigen selbst zu verantworten, und rechtfertige keinerlei Übergriffe auf Mitbürger und deren Eigentum. Das große Feuer der Eitelkeiten, das Savanorala auf eben dieser Piazza della Signoria, auf der er später hingerichetet wurde, ausführen ließ, führe nur zu Exzessen von Neid und Missgunst. Zudem sei Savonarola keiner mäßigenden „Stimme der Vernunft“ zugänglich – sei sie weltlicher oder kirchlicher Herkunft. Die extremistischen Eigenmächtigkeiten seiner Lehre und die daraus motivierten Übergriffe führten letztendlich zu Savonarolas Untergang. Machiavellis Schilderungen gelten trotz ihrer negativen Einfärbung als sehr glaubhaft, da er auf nüchtern-rationaler Basis die Wirkweisen und Auswirkungen der Faszination Savonarolas analysiert, ohne idealisierte religiöse Vorstellungen zum Maßstab seines Urteils zu machen – wohl weil die Religion Machiavelli persönlich nichts bedeutete. Er hörte Savonarola wahrscheinlich auch deshalb zu, weil er als gesellschaftlicher Analytiker an den Mechanismen interessiert war, wie und wozu sich Menschen politisch bewegen lassen. Goethe urteilte in seiner ganz eigenen Art über Savanorola als ein „fratzenhaftes, fantastisches Ungeheur“.

Ba´al

Die Britannica, das große englischsprachige Lexikon schreibt dazu: Die Kenntnisse über Baal entstammen vorwiegend den 1929 in Ugarit (heute Ras Shamra) in Nord-Syrien entdeckten Tafeln aus dem 2. Jahrtausend v.Ch. 

Baal ist eine Gottheit des Nahen Ostens, speziell bei den Kanaanitern, die ihn als einen der wichtigsten Götter und Fruchtbarkeitsgott verehrten. Der Fruchtbarkeitszyklus hatte eine Periode von 7 Jahren.  Semitisch baal, hebräisch ba´al bedeuted er Besitzer oder Herr, obwohl es auch allgemeinere Bedeutung haben kann wie:  a baal of wings = Besitzer von Flügeln = geflügeltes Tier  oder  baalim of arrows = Besitzer von Pfeilen = Bogenschützen. Baal als Fruchtbarkeitsgott hatte den Titel Prinz, Herr der Erde oder manchmal auch Herr des Regens und des Taus, die beiden Formen von Feuchtigkeit, die in Kanaan unverzichtbar für fruchtbare Erde waren. Im Hebräischen hieß er als Sturmgott auch Der auf Wolken Reitende. Im phönizischen Baal Shamen, Herr der Himmel.

  • The Temple of Baal Shamen, Palmyra, Syria.
    The Temple of Baal Shamen, Palmyra, Syria.
    © OPIS Zagreb/Shutterstock.com

In der Kanaanitischen Fruchtbarkeitsmythologie war Baal also der Fruchtbarkeitsgott und Lebensgott, der in tödlichem Widerstreit mit MOT, dem Gott des Todes und der Sterilität stand. Gewann Baal, folgten 7 fruchtbare Jahre, wurde er besiegt von Mot folgten 7 Jahre Dürre und Hungersnot.

Dies erinnert den Bibelkenner an Moses Traum mit den 7 fetten und den 7 mageren Kühen / Jahren, den er seinem Pharao offenbarte. Der alte Moses war offensichtlich ein Hoher ägyptischer Baal Priester, bevor er sich über den Tanz seines „auserwählten Volkes“ um das Goldene Baal-Kalb aufregte.

Die Ugarit Texte erzählen weiter von Anath, seiner Geliebten und Schwester und die Zeugung eines göttlichen Bullenkalbes mit einer Färse.

Anath = „Vorsorge“, „Vorsehung“, „Himmelswille“ ist eine altägyptische und eine altsyrische Göttin des Krieges, Schutzgöttin gegen wilde Tiere. Neben ihrer Rolle als Kriegsgöttin fungiert Anat auch als Liebesgöttin. Wahrscheinlich ist diese Göttin ursprünglich nicht ägyptisch, sondern wurde durch vorderasiatische Immigranten nach Ägypten gebracht. Sie ist die Urmutter, aus der das Weltall und alle Götter hervorgegangen sind. Als Liebesgöttin verliert sie niemals ihre Jungfernschaft, obwohl sie Geliebte aller Götter ist. Anat ist gleichzeitig Göttin des Lebens und des Todes. Sie kann grausam und blutrünstig sein und schmückt sich mit Schädeln und den Händen der von ihr Ermordeten. Mot, der Gott des Todes und der Dürre, hatte ihren Bruder Ba’al in die Unterwelt gelockt, ihn dort sterben lassen und gab auch seine Leiche nicht heraus. Daraufhin stürzte Anat wutentbrannt in die Unterwelt, zerstückelte Mot mit einer Sense und verstreute dessen Überreste über die Welt; der dadurch erlöste Ba’al kam wieder auf die Erde und brachte neue Fruchtbarkeit über das Land. Der Mythos erinnert an Ischtar und Tammuz. Es gibt auch Quellen, die Anat als außerordentlich grausam beschreiben, so habe sie alle Anhänger Ba’als abschlachten lassen, die nicht auch zu ihr beteten. Anat wird in Ägypten mit einem doppelten Flügelpaar, zwei sogenannten Hathorlocken, abgebildet sowie zwei Hörnern, zwischen denen eine Sonnenscheibe steht. Dargestellt wird sie mit einem Schild, einer Streitaxt, einem Speer und einer hohen Krone mit Straußenfedern (auf manchen Darstellungen auch mit Helm und einem doppelten Flügelpaar).

Baal war aber nicht nur Fruchtbarkeitsgott, sondern König der Götter. Das göttliche Königtum hatte er vom Meeresgott Yamm, erhalten!

Nahe des Baal Tempel in Ugarit war der Tempel von Dagon, seinem Vater und Getreide/Acker Gott. Die Baal-Verehrung war in Ägypten um 1400 v.Ch. allgemein und durch den Einfluß der Aramäer, die die babylonische Aussprache „Bel“ benutzten, wurde Baal als der griechische Gott Belos dann zu Zeus.

Israel lehnte Baal nicht von Anbeginn ab. Der Richter Gideon  war benannt nach Jerubbaal (Richter 6:32), und König Saul nannte einen seiner Söhne Ishbaal (I Chronicles 8:33).  Für diese frühen Hebräer ernannte Baal den Herrn von Israel, so wie weiter im Norden Baal den Herrn von Ugarit oder vom Libanon ernannte. Baal wurde erst im 9. Jhdt. v.Ch. zum „no-go“, als Jezebel, die Königin von Israel, ihren Phönizischen Baal Kult gegen die offizielle Yaweh Verehrung ins Feld führte.

Die Zusammensetzung des Puzzles werde ich in einem Extrabeitrag versuchen, bis dahin darf jeder seinen eigenen Versuch starten.

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