Nachrichten aus ´em Wald: Samhain Ungarn – Transsylvanien

wir kommen langsam an das Ende unserer Europareise, durch viele Stämme, Völker und Liedtraditionen sind wir gereist und es gäbe noch so vieles zu entdecken. Aber die Mitternachtsstunde naht… Ruhe muß einkehren.

Nicht Weniges aus unserer Vergangenheit ist bereits verloren und wird nur mehr in folkloristischen Vereinen gelebt. Doch etwas lebt immer weiter und wartet nur darauf, von Menschen ergriffen zu werden. Nicht alles war früher besser, aber wenn wir den Geist und die Verbundenheit in unserer Zeit wiederbeleben können, so daß es zu uns passt, dann haben wir eine Zukunft, denn untergehen werden die ohne Geist und mit verdorbener Seele.  Ein verbundenes Samhain wünschen alle Heimdallwarda.

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Deutschland – Brüder jenseits der Grenzen

und weil man es heute dazu schreiben muß, mir ist ziemlich egal, was andere unter „Reich“ verstehen.

Ich definiere es hiermit hisorisch:

lt. dem „Etymologischen Wörterbuch des Althochdeutschen“ keltischen Ursprungs und wurde höchstwahrscheinlich wegen der Übernahme keltischer Rechtsnormen durch die Germanen in der Folge auch von ihnen entlehnt. Die Kelten verstanden darunter den ideellen bzw. materiellen Reichtum. Erstmals bei Grimm wird es als: „allgemein das mit einem herscher in zusammenhang stehende, von ihm abhängige“ (Grimm) bezeichnet, entspricht also lateinisch regnum. Es findet sich in allen germanischen Sprachen (etwa nl. rijk), und stammt vom keltischen -rig „Macht“.

Das althochdeutsche rîhhi entspricht auch schon dem ursprünglichen Gebiet (zu gebieten), lat. imperium „das unter dem Befehl stehende“. Die Bedeutung von rîhhi umfasst „Regierung; Herrschaft, Gewalt; reich, mächtig; hoch“, so erhalten etwa in Ostarrîchi (dem Vorläufer Österreichs, im Sinne „(erobertes) Land im Osten“ gedeutet, und nicht als „Ostmark“ im Sinne einer Institution). Diese Deutung entspricht zwar der traditionellen Überlieferung, es gibt dafür (erobertes Land oder Staatsgebiet) aber keinen historischen Befund. Da es sich bei Ostarrîchi um einen sehr kleinen Landstrich handelte, ist die übliche Deutung als „Reich“ äußerst unglaubwürdig. Auch entsprach diese Bezeichnung nicht der amtlichen Sprache des Hochmittelalters, sondern wurde in Ermangelung dessen der Umgangssprache entlehnt. Neuere soziolinguistische Interpretationen sehen deshalb eher einen Bezug zum keltischen Sonnenbegriff (Göttin Ostara) und damit die Bedeutung ein Landstrich „reich an Sonne“ vor, oder Namen wie Richard („Herrschaft und Strenge“), Ulrich, Heinrich („der sein Vermögen bzw. Heim beherrscht“).

Mittelhochdeutsch steht rîche, nie bezeichnet es ursprünglich den Regenten selber, im Heiligen Römischen Reich ist die Bezeichnung Kaiser und Reich „Oberhaupt und Glieder des Reiches“ formelhaft– später aber findet sich auch diese Übertragung. Der Aspekt des „Beherrschten“ bleibt dabei primär, löst sich jedoch vom rein Territorialen.

Gelebtes Geschichtsbewußtsein

ein im vorbeigehen entdeckter Link zu einer Familie Fuchs aus dem Alpenland und ihrer musikalischen Überlieferung:

http://www.volksmusik.cc/lieder/

Wie unsere Überlieferung begann

Franz Fuchs sen., der Stammvater unserer Familie, geb. am 19. 8. 1907, gest. am 27. 11. 1994, stammt aus einer Zeit, in der viel mehr gesungen wurde als heute. Es gab keinen Fernseher, in seiner Jugend auch kein Radio, niemand nahm den Menschen das Singen und Musizieren ab. Sie mussten selbst singen, um sich zu unterhalten. Auch wir sangen regelmäßig, beim Spielen, bei der Arbeit, in der Familie, in verschiedensten Vereinen, untertags, am Abend. Singen war eine Selbstverständlichkeit.

Vater trug gern und oft seine unterhaltenden Lieder vor, bei jeder möglichen Gelegenheit. Bei der Arbeit, bei Feiern, im Gasthaus, immer wieder bei Baukommissionen, bei langen Autofahrten, in diversen Vereinen. Überall sang er, auch mit Gitarrebegleitung, wenn ein Instrument vorhanden war. Für ihn waren es hauptsächlich Volkslieder.

Mein Musikkollege Helmut Reichart erzählt: mein Vater sollte als Bausachverständiger für seinen Vater ein Gutachten schreiben. Vater Fuchs kam hin, setzte sich in die gute Stube und begann mit Vater Reichart gemeinsam zu singen, den ganzen Nachmittag und Abend bis spät in die Nacht sangen die beiden nur mehr. Das Gutachten blieb an diesem Tag ungeschrieben.

Auch in den diversen Volkstanzgruppen und Jugendgruppen sangen wir, oft nach Noten, Volkslieder im Chorsatz. Ich kann mich an einen Ausspruch Vaters erinnern: „Ihr singt so viele Volkslieder im Chor. Wunderschön. Die kenne ich alle nicht. Die wirklich alten Volkslieder hab ich von euch noch nicht gehört.“ Auf meine Frage, welche Lieder er denn meinte, kam als Antwort: „Etwa das ‚Heidenröschen‘ oder ‚Am Brunnen vor dem Tore‘.“ Das sind natürlich nach meinem heutigen Wissen keine Volkslieder, aber unter anderem aus diesem Ausspruch habe ich gelernt, tolerant und nicht puritanisch zu sein.

Was Vater gesungen hat

Vater sang aber schon sehr viele Lieder, die auch von mir heute noch als Volkslieder eingeordnet werden. Er beherrschte vor allem etliche Lieder, die ich bis heute von Anderen noch kaum oder gar nicht gehört habe, oder die bei ihm immer noch andere und mehr Strophen hatten als in den bekannten Aufzeichnungen. Allerdings sangen auch etliche seiner Freunde. Ich weiß heute oft nicht mehr, von wem ich in meiner Jugend welches Lied gelernt habe.

Ich forschte einmal im Volksliedwerk nach Liedern aus Klosterneuburg. Eines war dort archiviert, ein Weihnachtslied. Sonst nichts. Also begann ich, die Lieder meines Vaters aufzuschreiben. Ich schreibe noch immer daran, es sind doch eine ganze Menge, an die ich mich erinnern kann oder von denen ich sogar die Stimme Vaters auf Tonband habe.

Lieder in Griffschrift

Ich kann die Lieder natürlich auch in Griffschrift für Steirische Harmonika schreiben, technisch kein Problem. Lange Zeit wollte ich es aber trotzdem nicht machen, es war mir zu viel unnötige Arbeit. Wenn Sie zur Harmonika bereits singen können, beherrschen Sie das Instrument doch. Da ist es einfach, zu lernen, nach normalen Noten zu spielen. Außerdem haben die Lieder häufig einfache Melodien und sind daher ohnedies leicht zu spielen, auch nach normalen Noten. Wie das geht, habe ich auf der  Seite „Harmonikaspiel nach Noten“ erklärt. Fragen dazu beantworte ich gern.

Da ich doch sehr häufig nach Liedern in Griffschrift gefragt werde, habe ich mich nun entschlossen, Ihnen einzelne Lieder in Griffschrift als PDF gegen eine kleine Spende zu schreiben, Zusendung per EMail.

 

Nachrichten aus `em Wald: Samhain

und nun wieder näher zu uns. Eines der wohl bekanntesten alten Lieder: Herr Mannelig

Einmal früh morgens vor Sonnenaufgang
Bevor der Vögel Lied erklang
Machte Die Bergtrollin dem Ritter einen Antrag
Sie sprach mit gespaltener Zunge

Ritter Mannelig, Ritter Mannelig
Bitte heirtae mich
Denn ich kan dir alles geben
Deine Antwort kann nur \“ja\“ sein oder \“nein\“
Wenn du es so willst

Ich werde dir zwölf feine Stuten schenken
Die im schattigen Hain grasen
Noch nie haben sie ein Stattel gespürt
Noch nie einen Zügel

Ich werde dir zwölf Mühlen schenken
Gelegen zwischen Tillö und Ternö
Die Mühlsteine sind vom besten roten Glanz
Und die Räder sind aus Silber

Ich werde dir ein goldenes Schwert schenken
Das mit fünfzehn Goldringen klingt
Und im Kampfe zuschlägt wie du willst
Auf dem Schlachtfeld wirst du siegreich sein

Ich will dir ein Hemd schenken , so neu
Das schönste das du je gesehen
Nicht genäht mit Nadel und Faden
Aus der feinsten weißen Seide gehäkelt

Geschenke wie diese würde ich gern annehemen
Wenn du eine christliche Frau wärst
Aber du bist ein bösser Bergtroll
Aus dem Geschlecht der Wassertrolle und des Teufels

Die Bergtrollin rannte zur Tür hinaus
Sie klagte und weinte laut
Hätt‘ ich den schönen Herrn bekommen
Wär ich von meiner Qual erlößt

Ritter Mannelig, Ritter Mannelig
Bitte heirate mich
Denn ich kann dir alles geben
Deine Antwort kann nur \“ja\“ sein oder \“nein\“
Wenn du es so willst


Yggdrasil
Ask veit ek standa,
heitir Yggdrasill
hár baðmr, ausinn
hvíta auri;
þaðan koma döggvar
þærs í dala falla;
stendr æ yfir grœnn
Urðar brunni.

Þaðan koma meyjar
margs vitandi
þrjár, ór þeim sal
er und þolli stendr;
Urð hétu eina,
aðra Verðandi,
skáru á skíði,
Skuld ina þriðju;
þær lög lögðu,
þær líf kuru
alda börnum,
örlög seggja.

English_____________
An ash I know it stands-
It is named Yggdrasill.
High tree, sprinkled,
With white mud;
There from come the dews-
That fall on the dale!
It stands always green, above-
The source of Urdhr.

There from come the maids,
Much knowing;
Three, their dwelling,
Stands under the tree;
Urdh is named one,
The other Verdhandi,
– They notched (scored) wood –
Skuld is the third.
They set up the laws,
They decided on the lives,
Of the children of time (‘the children of man’).
They promulgate fate.

mehr hier: https://oldmusicbook.wordpress.com/2016/03/09/viking-pagan-folk-song-voluspa/

Orban versus EU-Soros

Auseinandersetzung mit Brüssel und Straßburg erfordert ungewöhnliche Konsultationen

Der Österreichkorrespondent:

Im September 2015 missbrauchte der EU-Ministerrat eine angebliche humanitäre Notlage, um die Regeln der europäischen Asylpolitik grundlegend in einer Weise zu ändern, die existenzielle Interessen des ungarischen Volkes berührt.


Die Entscheidung des Ministerrats war zwar rechtsmissbräuchlich, aber sie verletzte den hinreichend biegsam formulierten Art 78(3) TFEU nach Meinung des höchsten EU-Gerichtes (Luxemburger EUGH) nicht.
Ziel der ungarischen Regierung ist es jetzt, die offenbar missbrauchsanfälligen Regeln von Art 78(3) TFEU durch eine neue Vereinbarung zu sichern.
Entweder gelingt diese neue Vereinbarung, oder das Volk ist zu befragen, ob es die neuen Regeln, die tief in seine Interessen eingreifen, unterstützen will.
Weiteres Ungemach, das ebenfalls drastische Brüche erfordern kann, kommt von den Straßburger Richtern.

EU-Verhalten macht Volksbefragungen notwendig

Der Cheffinanzierer des europäischen Humanitäranarchismus George Soros verkündete kurz nach dem rechtsmissbräuchlichen EU-Beschluss, am 26. September, was die EU mit diesem Beschluss erreicht habe und was weiter zu tun sei:

Erstens muss die EU in absehbarer Zukunft mindestens eine Million Asylsuchende jährlich aufnehmen. Und um dies tun zu können, muss die Last fair verteilt werden – ein Prinzip, das auf dem Gipfel letzten Mittwoch endlich durch eine qualifizierte Mehrheit bestätigt wurde. […]

Die Nationale Konsultation der Ungarischen Regierung zu den Brüsseler Völkerwanderungs- und Umvolkungsplänen und parallelen Plänen des ungarisch-amerikanischen Milliardärs György Soros läuft noch bis November.

Westeuropäische Leitmedien agitieren gegen Budapest und machen sich weitgehend die Standpunkte von Soros zu eigen. Dort, wo sie Ungarns Regierung zitieren, tun sie dies in indirekter Rede mit eingestreuten distanzierenden Adverbien wie „angeblich“ und „vermeintlich“, wohingegen sie sich die Verlautbarungen der Sprachrohre von Soros im Indikativ zu eigen machen und frühere von Soros getätigte Aussagen wahrheitswidrig abstreiten oder unzulässig relativieren.

7 Konsultationsfragen

Die Konsultation stellt diesmal sieben wohldokumentierte Aussagen von György Soros zur Diskussion, die ihre Entsprechung in Positionen von EU-Institutionen wiederfinden. Wir übersetzen hier frei und pointiert:

  1. Soros fordert planmäßige jährliche Umsiedlung von 1 Million afro-islamischen Elendsflüchtlingen nach Europa
  2. Soros und EU-Vertreter wie Asselborn u.v.m. agitieren immer wieder gegen ungarische Grenzbefestigungen.
  3. Soros und EU wollen Merkels Gäste nach Osteuropa umsiedeln.
  4. Soros und EU fordern von denen, die keine Migranten nehmen wollen, hohe Ausgleichszahlungen.
  5. Soros setzt sich für nachsichtige Behandlung/Bestrafung krimineller Migranten ein.
  6. Soros setzt sich für die Schwächung nationaler Kulturen als Teil von Bemühungen um Erleichterung der Integration von Migranten ein.
  7. Soros setzt sich für Stigmatisierung von Migrationskritikern und Flüchtlingsaufnahmemuffeln ein.

Hierzu wird gefragt, was man davon hält.

Bedenkliche Fokussierung auf einen Bösewicht?

Tatsächlich wirkt manches an der Soros-Konsultation befremdend.

Es entspricht nicht ganz dem Demokratieprinzip, wenn eine Regierung Steuergelder ausgibt, um auf die Meinungsbildung des Volkes lenkend einzuwirken.

Wenn die Regierung dann auch noch einen Bösewicht als Anstifter einer Entwicklung herausgreift, die tiefere Wurzeln hat, untergräbt sie insoweit die Legitimität des eigenen Anliegens.

Eine gewisse Hellhörigkeit von Medien, die sich einer „offenen Gesellschaft“ (im besten Sinn von Karl Popper, nicht von George Soros) verpflichtet fühlen, ist da verständlich. Ein ZEIT-Artikel weist auf eine Reihe von Politiker Osteuropas hin, die Soros die Schuld an einem Gegenwind gaben, den sie vielleicht eher durch Günstlingswirtschaft und Inkompetenz selber verursacht haben könnten.

Zugunsten des ungarischen Vorgehens ist aber zu sagen, dass die Soros-Konsultation eine von mehreren zum Themenkomplex der europäischen Völkerwanderungspolitik ist, dass die Person Soros eng mit Ungarn verknüpft ist und dass ihr Einfluss auf die Völkerwanderungspolitik der EU auch nicht unterschätzt werden sollte.

Es ist keineswegs abwegig, den subversiven Aktivitäten des Stiftungsnetzwerks von George Soros einen kriminellen Charakter nachzusagen und dort eine Regulierungslücke zu sehen, die ungewöhnliche Maßnahmen rechtfertigt, wie sie etwa Russland 2015 ergriff.  Wenn es so abwegig wäre, müssten die Leitmedien nicht beschwichtigen und verharmlosen.

Es wäre nun zu erwarten, dass weitere Konsultationen das ungarische Volk dazu befragen, ob es dazu bereit ist, demnächst die sittenwidrigen Judikate des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zu ignorieren und Ungarns völkerrechtliche Pflichten dahingehend einzuschränken.

Der EGMR hat ja sein Todesurteil Ilias & Ahmed gegen Ungarn gesprochen wird es wohl auch in zweiter Instanz nicht abmildern. Eine Befragung zum Inhalt der EGMR-Entscheidung wurde bereits im Mai durchgeführt. Wahrscheinlich bedarf es einer ganzen Reihe von Befragungen, um den Boden für die entscheidenden Brüche mit dem System des europäischen HumanitärUNrechts vorzubereiten.

Anhang

Orbán freut sich über neue Unterstützung aus Österreich.  Der soeben preisgekrönte bunt-ostmärkische Staatskünstler und EU-Republik-Begründer Robert Menasse droht für diesen Fall mit Auswanderung.

https://bayernistfrei.com/2017/10/16/soros-konsultation/

Nachrichten aus ´em Wald: Samhain

Hier nun kommen wir hoch in den Norden, wo längst schon Schnee liegt. Ungewohnt so Manches für unsere Ohren – sind z.B. die Inuit Frauen berühmt für die Kunst der Nachahmung ihrer Umgebung. Von dem Hecheln der Schlittenhunde bis zum Geräusch des durch die Axt fallenden Baumes. Dazu stellen sich die Frauen zu zweit gegenüber, fassen die Unterarme ihres Gegenüber und bewegen sich rhythmisch während ihres „Gesanges“ mit höchster Konzentration. Sie werden eins.

 

Die Bilder unserer Ahnen

Die Bilder unserer Ahnen,
die uns immer wieder mahnen,
dass auch unser kurzes Leben
nicht auf Dauer ist gegeben.
Ihre Mühen, ihre Nöte und Sorgen,
sind auch die unsren – jeden Morgen.
Was sie an Liebe und Hass hatten,
wirft heute bei uns seine Schatten.
Ihre Geschichte, ihr Glück und Erleiden,
können sich von unseren nie unterscheiden.
Sie wirken in uns, sind die gleichen geblieben.
Ihr Leben ist in das unsere geschrieben!
Und alle folgenden Generationen
haben die Ahnen in sich wohnen!
Ohne sie wären wir nicht hier,
warum wir auch, und ohne Gezier
sie alle so nehmen sollen, wie sie waren,
ohne viel unnötig trennende Gebahren,
Abwenden, Aufrechnen und Vergessen.
Wer ist schon so vermessen,
zu sagen: Wir sind von Fehlern frei?
Der sollte herabsteigen von seiner Kanzlei!
Wir sind vom selben Stamm, der selben Mutter,
vom selben Schiff, vom selben Kutter,
vom selben Vater, vom selben Baum,
vom selben Himmel, vom selben Traum.
Und wenn wir uns die Hände reichen
müssen Ängste und Sorgen weichen!
Egal aus welcher Stadt, aus welchem Land,
wir sind doch alle verwandt!

 

Gisela H. Sanders

scary song – die Konfrontation mit den Ängsten

Die Schatten werden lang und die Dunkelheit wächst, der Sonnenuntergang glüht wie ein sterbender Funke, du bist ganz allein und das Haus ist kalt, und die Haare in deinem Nacken machen nicht was sie sollen, da sind knarrende Dielengeräusche die Treppe hinauf, aber Du bist dir sicher, es ist kein Mensch hier.

„Schau Dich nicht um, wir kommen Dich holen, wir wissen, wo wir dich finden, du kannst nur weglaufen, weil wir dich lassen, es ist egal wie lange es dauert,  wir kennen jede Bewegung, die du machst, kannst du die Spannung in der Atmosphäre spüren – denn wir sind hier“

Du gehst nachts heim und eilst dich sehr,  weil deine Schritte so eigenartig hallen, die Wolken sind dick und der Mond ist nicht mehr zu sehen, ein kalter Wind kommt auf zu dieser Nachtzeit,  und du fragst dich was das eben war, das an dir vorbeigehuscht ist – und die Schatten bewegen sich fürchterlich schnell…dann:

„Schau Dich nicht um, wir kommen Dich holen, wir wissen, wo wir dich finden, du kannst nur weglaufen, weil wir dich lassen, es ist egal wie lange es dauert,  wir kennen jede Bewegung, die du machst, kannst du die Spannung in der Atmosphäre spüren – denn wir sind hier!“

Wenn ihr die alten verlassenen Minen erkundet, und ihr euch aufteilt, damit es schneller geht, wenn die umherflatternden Fledermäuse dich erschrecken, und das Ziel auf der Karte ist nicht markiert, du kommst an das tote Ende des Tunnels und die Batterie deiner Taschenlampe wird schwach… dann: „Schau Dich nicht um, wir kommen Dich holen, wir wissen, wo wir dich finden, du kannst nur weglaufen, weil wir dich lassen, es ist egal wie lange es dauert,  wir kennen jede Bewegung, die du machst, kannst du die Spannung in der Atmosphäre spüren – denn wir sind hier“

Nachrichten aus `em Wald: Samhain

Heute geht die Reise durch Europa weiter vom äußersten Osten wieder zurück in den äußersten Westen nach Spanien zu den Trobar de Morte, den Sängern des Todes und ihrem mystischen mittelalterlichen Dark Folk. Von dort ziehen wir  in einem späteren Beitrag gen Norden.

Es ist ein Glück, dass wir im Allgemeinen Genaueres nur von unseren Eltern, bestenfalls noch von unseren Großeltern wissen. Wäre uns auch von unseren entfernteren Ahnen so viel bekannt, dann gäbe es wohl keinen Charakterfehler und keine Schurkerei, die wir nicht mit unserer erblichen Belastung zu rechtfertigen suchten.    Arthur Schnitzler

Aber da ich kurz zuvor gesagt habe, unsere Vorfahren sollten uns zum Muster dienen, so gelte als erste Ausnahme, daß man nicht ihre Fehler nachahmen muß. Marcus Tullius Cicero

Nicht nur fort sollt Du Dich pflanzen, sondern hinauf. Friedrich Wilhelm Nietzsche

 

„Steuerparadies“

https://www.theatlantic.com/international/archive/2017/10/manafort-indictment-tax-havens/544394/

Paul Manafort, President Trump’s ehemaliger Wahlkampfleiter und Richard Gates, Manafort’s Geschäftspartner wurde u.a. der Vorwurf der Geldwäsche gemacht (übrigens von allen Anschuldigungen freigesprochen). Über sog. Shell Companies, also Mantelfirmen (bei uns fälschlicherweise undifferenziert als Briefkastenfirmen oder zumindest etwas realitätsnäher als Strohmannfirma bezeichnet, vermittelt dieser Begriff manchmal unzutreffende Vorstellungen über die tatsächlichen Sachverhalte), und Bankkonten in Zypern, den Seychellen, St. Vincent und den Grenadinen,   sollen $75 Mio geflossen sein. Der Verdacht kam auf im Zuge der Nachforschungen, die  Special Counsel Robert Mueller  bzgl. einer möglichen Einflußnahme Rußlands auf die Präsidentenwahl 2016 , angestellt hatte. Eine Shell Company, ein Mantelunternehmen, ist ersteinmal eine völlig legale Firma, die nur allein aus dem Grund existiert, um die Eigentümerschaft, Reichtum und andere Mittel zu verschleiern und als Mittler dient um Finanzmittel von einem Ort zu einem anderen zu transferrieren.Dies ist alles keineswegs illegal und eine solche Firma zu gründen ist auch nicht schwierig. Illegal wird es erst, wenn man diese Konstrukte dazu nutzt, Steuern zu hinterziehen und Gelder zu waschen. Auch ausländische Bankkonten zu haben ist nicht illegal. Für US Bürger gilt allerdings, daß ausländische Bankkonten mit über $10,000 zu Jahresbeginn den Behörden und in der Steuererklärung angegeben werden müssen (was genannte Politiker unterlassen hatten).

Zypern war, wie andere Inseln auch, bis vor nicht allzu langer Zeit als Steueroase betrachtet worden, also ein Ort, an dem ausländische Firmen keine oder nur wenig Steuern zahlen müssen.
Aber eigentlich gibt es keine Definition dafür, was nun eigentlich eine Steueroase ausmacht. Der IWF International Monetary Fund und die OECD Organization for Economic Cooperation and Development, also die Clubs der reichsten Länder der Welt, führen jeweils ihre eigene Liste der Steueroasen, denn sie haben dafür auch ihre eigenen Kriterien, die allerdings stark an politischen Interessen orientiert sind. Die EU hat eine schwarze Liste   in die jeder Mitgliedstaat Länder entragen kann, dann gibt es Listen von gemeinnützigen Organisationen wie  Oxfam und  Tax Justice Network (TJN).    Zypern, Seychellen und St. Vincent / Grenadinen tauchen beinahe in jeder Liste auf. Oxfam nannte dabei insbesondere Zypern als die schlimmste Unternehmenssteueroase überhaupt. Und TJN erstellt anhand verschiedener Kriterien einen Index und kritisierte, daß Zypern nicht von Unternehmen fordert, die Eigentümer – Details öffentlich online verfügbar zu machen oder die Bilanzenzu veröffentlichten. Soetwas macht(e) Zypern natürlich sehr attraktiv für alle, die ihre Identität nicht preisgeben oder die Existenz einer solchen Firma nicht publik machen wollen. Zypern verlangte auch nicht von den Firmen daß sie den zypriotischen Steuerbehörden Zahlungen an Nicht-Zyprioten meldeten. Aber so ist das nun einmal mit souveräner Politik. Sie kann selbst entscheiden, was sie für sich als interessant und wichtig zu wissen erachtet. Nun ist aber Zypern nicht souverän, denn es erhält Geld aus EU-Töpfen und ist auch verpflichtet, etwas einzuzahlen. Der EU gefiel aber natürlich gar nicht, daß Zypern einerseits seine Gewinne nicht mit der EU teilen möchte, noch daß es mögliche Einnahmequellen ungenutzt läßt noch, daß es Einnahmequellen anderer Bruderstaaten schmälert durch „Steuerflucht“ von Bürgen. Selbstverständlich eröffnet Zypern dadurch auch die Möglichkeit das Weißwaschen von Geldern aus kriminellen Geschäften. Seit auch russische Millionäre und Milliardäre am internationalen Markt agieren und der böse Putin sanktioniert werden mußte, nennt man gerade die Geldwäsche und Rußland gerne in einem Atemzug mit Zypern. Bis heute, obwohl Zypern bestreitet, seit dem Bankenbailout 2008 (Finanzkrise) durch den IWF, die EZB und die EU, noch irgendetwas mit derartigen verruchten Geschäften zu tun zu haben.
Die Seychellen werden inzwischen als „Archipel der Korruption“ gehandelt, ein off-shore Magnet für Geldwäscher und Steuerbetrüger, so ein Report des ICIJ (zum ICIJ, einer Organisation sogenannter investigativer, besser Dreckschleuder, Journalisten, bitte googeln oder meine Artikel über das Bombenattentat auf Malta besuchen). Die Inseln sind noch verschlossener als Zypern und erlaubt in ihrem Gesetz „schädliche Konstrukte“, wodurch man zur Steuervermeidung ermuntert würde. Die Rechtsanwaltskanzlei Mossack Fonseca, die im Zentrum der Panama Papers steht, war dort besonders aktiv. Wobei man sich fragen muß, weshalb man ausgerechnet diese eine Kanzlei so angreift, während es zig, wenn nicht sogar hunderte Kanzleien und Steuerberater gibt, die die Seychellen als völlig legales Angebot in ihrem Potfolio führen. Aber wahrscheinlich sind deren Kunden nicht Gegenstand des öffentlichen Interesses oder sollen es nicht sein.

St. Vincent / Grenadinen sind zwar klein, aber übertreffen sowohl Zypern als auch die Seyschellen in Bankgeheimnis und in günstigen Steuergesetzen und sie haben auch wenig Interesse an einer Zusammenarbeit mit der EU, sprich, wollen sich in ihrer Staats-Gestaltung auch nicht gängeln lassen. Kein Wunder landeten die Inseln auf der Schwarzen Liste der EU. Diese Liste der Universität von Amsterdam mit den Namen der 24 ungehorsamen Länder der künftigen Eineweltregierung findet man HIER. Auch die Niederlande und UK spielen eine große Rolle im Netzwerk der Steuervermeidung, ohne diese läuft gar nichts, aber das wird längst nicht so medial ausgeschlachtet. Oder die Dreiecksbeziehung: Irland – Niederlande – Bermuda, oder Sillicon Valley…

The size of conduits (green) and sinks (red) reflects the investment that flows through the country. The colour to its position as a sink (blue = no sink, red = sink). The size of the arrows is proportional to the investment between two countries and the colour to its importance (blue = lower flow than expected, red = higher flow than expected). CORPNET

Gabriel Zucman, Autor von  The Hidden Wealth of Nations: The Scourge of Tax Havens, schätzt, daß $7.6 Billionen in Steueroasen lagern, ca 8 % des privaten globalen Vermögens.

Figure 3: Sink Offshore Financial Centres (Quelle)

Jurisdictions in blue have been under British sovereignty in the past or are still UK dependencies. CORPNET

 

Nachrichten aus `em Wald: Samhain und Goethe über die Ahnen

Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt,

der froh von ihren Taten, ihrer Größe

den Hörer unterhält und, still sich freuend,

ans Ende dieser schönen Reihe sich

geschlossen sieht! Denn es erzeugt nicht gleich

ein Haus den Halbgott, noch das Ungeheuer:

Erst eine Reihe Böser oder Guter

bringt endlich das Entsetzen, bringt die Freude

der Welt hervor.

(J.W. von Goethe)

Wir sehen in Zeitlupe den Untergang der italienischen Banken-Titanic – die Vatikanbank spielt noch ein wenig am grünen Tisch. Doch schon bald: rien ne va plus

Der Österreichkorrespondent:

DIE EZB (im Namen aller nationalen €-NOTenbanken) finanziert also die Pleite Regierungen. Die nationalen €-NOTenbanken (mit ihrem Gold) & Pleite Regierungen (Bürger!) haften für die EZB…   am Ende steht IMMER der Bürger. Bürger = Bürge für ALLES.

Klassische Reiterei!

DER BANKSTER ZOO:

  • solange das Raubtier (hyperinflationiertes SCHEINgeld) im Käfig bleibt,
  • werden die Schafe draußen nur langsam und wenig merken.
  • Das Futter (Immobilien, Aktien, Sparzinsen, Rentenvorsorgen… – SCHEINvermögen)
  • wird „langsam“ und unverhältnismäßig teurer (oder wertloser wie die Spareinlagen…)
  • die Preise werden über Spekulation getrieben (neuer Cash Flow für Finanzhaie, Bankster) sowie virtuelle Vermehrung des SCHEINgeldes über die EZB & Co – €-Bit(coin)s

Bis das Raubtier ausbricht…

In den 20er/30er Jahre hatten sie ein anderes, offenes Giftgeld (Scheinchenexplosion in der Realwirtschaft & Geldverknappung auf der Gegenseite), das sofort durchschlug…

Die 2 Jahrtausend Rolle des Vatikan ist im Kontext bereits geklärt. Der Vatikan hat eigene € Münzen & die Vatikan Bank… http://www.euro-muenzen.tv/vatikan-euro-goldmuenzen.php

https://m.kurier.at/wirtschaft/vatikan-euromuenzen-ohne-papst-konterfei/248.895.379

Entwicklung der Vatikanbank – „Filmreife Geschichte“

Es liest sich wie ein Krimi. In der Vatikanbank wurden jahrzehntelang dubiose Geschäfte geführt. In diesem Jahr wird die Bank 75 Jahre. Im Interview äußert sich der Finanzexperte Wolfgang Hinzen zur wechselvollen Geschichte der Bank.

Winfried Hinzen (Finanzberater und Ex-Vorstand der Pax Bank): Die großen Umwälzungen der Kirche sind historisch gesehen nicht lange her. Im 19. Jahrhundert zog Garibaldi (Anm. d. Red.: Freimaurer und Mitglied der Freiheitsbewegung, die sich gegen den Kirchenstaat stellte) durch die Lande und das Ergebnis war, dass die Kirche das vertraute schöne Staatswesen mit allem, was dazu gehört, verloren hat.

Tatsächlich begannen Ende des 19. Jahrhunderts die Überlegungen, wie man die kirchlichen Verwaltungsstrukturen völlig neu ordnet. Zu der Zeit bestand die Kirche aus vielen, vielen Körperschaften wie beispielsweise Orden, aber es gab keinen gemeinsamen Verwaltungs-Überbau.

Aus diesen Überlegungen ist dann die „Vatikanbank“, wie sie im Volksmund genannt wird, entstanden.

Früher war es ein Eldorado: Man kannte den richtigen Prälaten und schon hatte man ein Konto bei der Vatikanbank, das niemand kontrollierte – weder ein Finanzamt noch eine Kriminalbehörde. 

Die ganze Geschichte des IOR müsste man verfilmen. Dan Brown ist mit seinen Romanen über die Kirche nichts dagegen. Die Realität ist sogar noch schärfer. Es ist wirklich unglaublich, auf welchen sonderbaren Wegen man immer wieder versucht hat, die Dinge ins Reine zu bringen, anstatt dass man aufgeräumt hätte.

https://www.domradio.de/themen/vatikan/2017-06-27/finanzberater-unterstreicht-entwicklung-der-vatikanbank

Die Banken der Eurozone verkaufen in großem Umfang Staatsanleihen aus ihren Portfolios an die Notenbanken.  https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/08/09/europas-banken-laden-staats-anleihen-bei-zentralbanken-ab/

Die Geschäftsbanken der Eurozone verkaufen in großem Stil Staatsanleihen an die Zentralbanken. Der Umfang der verkauften Wertpapiere sei in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, berichtet die Financial Times.

Allein im Juni haben Banken aus der Eurozone Staatsanleihen im Gesamtwert von 46 Milliarden Euro an die Notenbanken verkauft.

Seit Jahresbeginn beläuft sich die Summe auf etwa 257 Milliarden Euro, berichtet die FT. Besonders auffällig waren die Aktivitäten italienischer Banken auf dem Anleihenmarkt. Diese stießen allein im Juni Papiere im Umfang von etwa 20 Milliarden Euro ab und trugen damit fast die Hälfte zu den Verkäufen in der gesamten Eurozone bei.

Im Mai hatten sie bereits Anleihen im Wert von 9,4 Milliarden Euro verkauft. Die Verkäufe im Mai und im Juni haben den Gesamtbestand von Staatsanleihen in den Portfolios italienischer Banken um über 7 Prozent schrumpfen lassen.

Europäische Banken hatten zum letzten Mal im Januar 2016 in ihrer Gesamtheit deutlich mehr Staatsanleihen gekauft als verkauft (50 Milliarden Euro). Seitdem kam es auf Monatssicht entweder nur zu kleinen positiven Salden oder aber bedeutenden Verkäufen in der Größenordnung von 30 bis 50 Milliarden Euro.

Ein von der FT befragter Analyst der Investmentgesellschaft Jefferies glaubt, dass die Erlöse aus den Verkäufen von den Banken zum größten Teil auf ihren Konten bei der Zentralbank deponiert wurden, anstatt sie der Realwirtschaft in Form von Krediten zur Verfügung zu stellen.

Die Daten „entsprechen der Idee, dass die Italiener ihre Bestände an Staatsanleihen abbauen und die Gewinne auf ihr Konto bei der Zentralbank einzahlen.

Die Einlagen der Banken bei der italienischen Zentralbank sind seit Mai um 22 Milliarden Euro gestiegen. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Anstieg von etwa 50 Milliarden Euro. Während die Einlagen der Banken bei der italienischen Zentralbank im Dezember 2015 noch etwa 25 Milliarden Euro betrugen, lagen sie im Juli bei etwa 125 Milliarden Euro.

Wie groß der Verkaufsdruck in Italien ist, zeigt sich auch daran, dass das EZB-System im Juli für 9,6 Milliarden Euro italienische Staatsanleihen aufkaufte und diese damit gegenüber den Anleihen anderer Staaten deutlich übergewichtete. Jefferies zufolge entsprachen die Anleihenkäufe der italienischen Zentralbank im Mai und im Juni etwa einem Fünftel aller Anleihenkäufe in der Eurozone.

Der Jefferies-Analyst interpretiert die Verkaufswelle als Vorbereitung der Banken auf eine im Herbst möglicherweise bevorstehende Änderung des Anleihe-Kaufprogramms der Europäischen Zentralbankbeziehungsweise einer Änderung ihrer Geldpolitik insgesamt.„Vielleicht sehen wir gerade, dass die italienischen Bankmanager verstehen, was ihre spanischen Kollegen schon lange wissen: Dass man keine großen Mengen an Staatsanleihen halten sollte, wenn die Zinsen wieder zu steigen beginnen.“

Steigen die Leitzinsen der EZB,

  • verteuert sich für die Euro-Staaten der Schuldendienst und
  • die Kurse der Staatsanleihen in den Portfolios der Banken sinken,
  • weil im Gegenzug die Renditen der Papiere steigen.

Eine Rückführung des Anleihe-Kaufprogramms ist besonders heikel, weil dieses bislang garantierte, dass sich die hochverschuldeten Staaten in der Eurozone zu relativ günstigen Konditionen weiter verschulden konnten, weil die EZB mit ihren Käufen das Zinsniveau des Marktes drückte.

Italien ist hochgradig von der EZB abhängig geworden, was seine Finanzierung betrifft. Einem im Mai von Astellon Capital herausgegebenen Bericht zufolge wurden 88 Prozent aller seit 2008 vom italienischen Staat emittierten Anleihen von der EZB oder italienischen Banken gekauft.

Der Finanzblog Wolf Streetschreibt über diese wachsende Abhängigkeit: „In anderen Worten ist die italienische Regierung bei ihrer Finanzierung völlig von den künstlich durch die EZB gedrückten Zinsen abhängig geworden.

Währenddessen hat das Land die höchsten Schulden in der Eurozone aufgebaut (2,279 Billionen Euro im Mai), obwohl es nur die viertgrößte Volkswirtschaft nach Deutschland, Frankreich und Großbritannien beheimatet.

Die EU-Kommission hat Italien wiederholt gedroht, Strafen wegen der Verletzung der Maastricht-Schuldenkriterien zu erlassen. Aber wenn sie das täte, müsste faktisch die EZB die Strafe zahlen.

Es ist ganz klar, dass das nicht ewig so weitergehen kann.

Aber die EZB wird in den kommenden Monaten weiterhin all jene Staatsanleihen aufnehmen müssen, die die italienischen Bankhäuser abstoßen. Denn es gibt im ganzen Markt praktisch niemanden mehr, der diese Papiere kaufen will. Doch selbst der EZB sind Grenzen gesetzt: sie kann nur bis zu 33 Prozent aller ausstehenden Staatsschulden eines Landes aufkaufen. Derzeit nähert sie sich der Marke von 25 Prozent.“

Araber verstehen die europäische Immigrationspolitik nicht

Der Österreichkorrespondent:

Hinter vorgehaltener Hand verstehen die Emirati und Saudis die europäische Welt nicht. Sie verstehen nicht, warum wir so viele Flüchtlinge aufnehmen und unsere Sozial- und Gesellschaftsstruktur damit nachhaltig verändern. Hier in den Emiraten gibt es keine Flüchtlinge. Niemand wird hereingelassen, weil sie wissen, dass sie damit Elemente ins Land bekommen würden, die sie nicht kennen und nicht kontrollieren können. Wer hier einreist, braucht ein Visum und einen Arbeitsplatz.

https://m.kurier.at/wirtschaft/araber-verstehen-europa-nicht/295.044.773

Ösi-Verfassungsgericht will sich nicht in die Nesseln setzen was den freien Verkauf von Medikamenten betrifft

So zwischen EU-Recht, Pharmalobby und Apothekerlobby fühlt man sich als oberster Richter schon in schwammigem Gebiet, denke ich. So ein wenig „Feuchtgebiet“…  Und wie bei uns in der BRiD weigert man sich in bestimmten Angelegenheiten Sachentscheidungen zu treffen. Dafür führt man dann einen Eiertanz auf zwischen Nichtzulassungen, Abweisungen, Rückgabe an  untere Gerichte, führt formale Fehler, Fristüberschreitungen und Nichtzuständigkeitserklärungen an, werden Auflagen gemacht und erfunden, Einlassungen, Begründungen und Anträge einfach ignoriert. Wenn man das Endstatium einer Gesellschaft und eines Staates erkennen will, dann muß man auf das Gerichtswesen blicken. Und da meine ich:

Quelle

Der Österreichkorrespondent:

Der Verfassungsgerichtshof sagt Njet. Die Drogeriekette dm darf keine billigen und rezeptfreien Medikamente verkaufen.

Die Drogeriekette dm will in Österreich rezeptfreie Medikamente verkaufen, die um bis zu 30 Prozent billiger als in Apotheken sein sollen. Das Unternehmen brachte dazu beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) bereits zum zweiten Mal einen Antrag auf Prüfung des Apothekenvorbehalts ein. Dieser wurde erneut zurückgewiesen, teilte der VfGH am Freitag mit. Schuld seien Formalitäten, sagt das Gericht.

Ein Antragsteller müsse genau angeben, wo er die Verfassungswidrigkeit sieht. Dies sei nicht in der nötigen Form und Detailliertheit erfolgt. Die Richter begründeten die Entscheidung mit formalen Gründen in der Formulierung des Antrags. „Da es die antragstellende Partei unterlassen hat, die notwendige Zuordnung der Bedenken zu den angefochtenen Bestimmungen sowohl im Haupt- als auch in den Eventualanträgen im Einzelnen vorzunehmen, erweist sich der Antrag – schon aus diesem Grund – insgesamt als unzulässig“, so der VfGH in feinem Juristendeutsch.

Bei dm zeigt man sich von dieser Entscheidung überrascht. Dass die einzelnen Bedenken den jeweils angefochtenen Bestimmungen einzeln zugeordnet werden müssen, sei höchst unüblich, so das Unternehmen. Die Drogeriekette will ihren Plan mit Billig-Medikamenten nicht aufgeben und wartet auf den Rat seiner Anwälte.

http://m.heute.at/wirtschaft/news/story/54948227

Der transatlantische Schusswaffenmarkt

volksbetrug.net

Posted by Maria Lourdes

Deutsche Hersteller von Handfeuerwaffen ändern ihre Geschäftsstrategie und setzen künftig vor allem auf den Absatzmarkt USA.

Dies bestätigen neben Erklärungen aus den Firmenspitzen von Heckler und Koch sowie von SIG Sauer vor allem der Bau einer Heckler und Koch-Fabrik in Columbus (Georgia/USA) sowie Aufträge in teilweise dreistelliger Millionenhöhe aus dem US-Militär. Demnach soll etwa Heckler und Koch das U.S. Marine Corps mit Sturmgewehren vom Typ HK416 ausrüsten. SIG Sauer startet im kommenden Monat die Belieferung der US-Streitkräfte mit seiner Pistole P320, die zur neuen Standardwaffe der Armee wird.

Der Täter beim ‚Massaker von Orlando‘ benutzte ein SIG Sauer-Sturmgewehr MCX. In Orlando sind 50 Menschen gestorben (den Täter mit eingerechnet), 53 weitere wurden verletzt. Der Angreifer wurde von der Polizei erschossen. „Kaspar Trump“ nutzte das Verbrechen für seine politischen Zwecke aus. Er gilt als Garant dafür, dass der Kauf und Verkauf von Schusswaffen in den USA nicht…

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Union will das Finanzministerium zerschlagen

Die Union will sich also nicht von so einem FDP Hansl die Butter vom Macht-Brot stehlen lassen! Das wäre ja noch schöner.

http://www.focus.de/politik/deutschland/jamaika-gespraeche-im-news-ticker-union-will-angeblich-finanzministerium-zerschlagen_id_7778608.html

08.32 Uhr: In der Union kursieren einem Bericht zufolge Überlegungen zur Aufteilung des Bundesfinanzministerium.

Für den Fall, dass die FDP das Ministerium in einer Koalition für sich reklamiere, solle es seine europapolitischen Zuständigkeiten an das dann unionsgeführte Bundeswirtschaftsministerium abtreten, berichtete der „Spiegel“ am Samstag.

Auch die Kompetenzen für die internationalen Finanzbeziehungen und die Finanzmarktabteilung sollten dann an das Wirtschaftsministerium gehen.

Dem Finanzministerium blieben in diesem Fall vor allem Zuständigkeiten in der Haushalts- und Steuerpolitik.

Vertreter Deutschlands in der Euro-Gruppe – also der für die Währungsunion zuständigen Ressortchefs – wäre künftig der Wirtschaftsminister.

Die Unionsparteien CDU und CSU beraten derzeit mit der FDP und den Grünen über die Bildung einer gemeinsamen Regierung. Die Liberalen haben Interesse am Bundesfinanzministerium erkennen lassen, das bislang von der CDU geführt wird.

Immer mehr Zustände wie vor 90 Jahren: Studierendenverband warnt – deutsche Hochschulen nicht mehr sicher

Zuerst verprügelten die Roten aller Schattierungen die politischen Gegner und die SA wiederum die Roten, wobei irgendwann zunehmend die Intifada auch auf die Familien ausgeweitet wurde, natürlich weiß niemand mehr ab wann und warum. Und wieder etwas später hieß es Jude, Rassenschänder…wieder etwas später bei den Nachbarn Deutsche Sau, dann Vaterlandsverräter und Wehrkraftzersetzer. Und heute: Bist Du Burschi? Bei der AfD? Reischbörscher? Rechtspopulist?

Und irgendwann wird wieder einmal niemand mehr wissen, wie das alles soweit hat kommen können, daß die Katastrophe über uns hereinbrach.

http://www.focus.de/politik/deutschland/nach-attacke-auf-konservativen-studenten-studierendenverband-warnt-deutsche-hochschulen-nicht-mehr-sicher_id_7780923.html

Der Bundesverband liberaler Hochschulgruppen glaubt, deutsche Hochschulen seien nicht mehr sicher. Vor allem Mitglieder von Studentenverbindungen sollten auf der Hut sein, rät der Verband. Hintergrund ist eine Prügelattacke auf einen Hamburger Studenten.

„Mit großem Schrecken sehen wir in letzter Zeit die Verrohung der studentischen Kultur an unseren Hochschulen“, heißt es in einem Schreiben des Bundesverbands liberaler Hochschulgruppen. „Gerade für Studierende aus Verbindungen, aber auch für alle, die sich für die liberale Sache in den Gremien einsetzen, halten wir die Hochschulen in Deutschland nicht mehr für sicher.“

Hintergrund ist der Fall eines Hamburger Studenten, der am vergangenen Donnerstag in der kurzen Unterbrechung der Sitzung des Studentenparlaments von mehreren Unbekannten in schwarzer Kleidung bedrängt und körperlich angegangen worden sei. Der Student ist Mitglied der schlagenden Studentenverbindung Corps Rhenania und engagiert sich in der Jungen Union. Er selbst vermutet, dass es sich bei den Tätern um Mitglieder des linken Spektrums handele. So hätten die Unbekannten ihn mehrfach gefragt, ob er „Burschi“ sei, sagte der Student der „Welt“. Die Täter seien im Getümmel unerkannt verschwunden.

Die Ratten verlassen ein sinkendes Schiff

werte Leser, hier sieht man, was den Großen wirklich die Knie schlottern läßt. Nicht die Politik, nicht die Menschen auf den Strassen, nicht Krieg und nicht Streik…
Nein, es sind beunruhigte Kunden, die ihr Geld abheben, ihre Fonds / Tagesgelder kündigen, Investitionen zurückstellen und damit die Kredite. Für alles andere findet sich immer irgendeine Lösung.
Katalonien-Krise verunsichert Großbanken
Die spanischen Großbanken kommen beim Abbau ihrer faulen Kredite voran.
Doch die Kunden sind wegen der Katalonien-Krise nervös. Die Banco Sabadell zieht Spitzenmanager aus der Region ab.

 

Die Banco Sabadell bestätigte am Freitag,

  • einen Teil des Managements aus Katalonien abzuziehen und
  • sich zeitweise mit Geld der Europäischen Zentralbank (EZB) eingedeckt zu haben.

Sabadell und der Konkurrent BBVA sind stark von Katalonien abhängig, rund ein Drittel der Einlagen stammt aus der wirtschaftsstarken Region.

An einigen Tagen waren die Kunden nervös„, sagte BBVA-Chef Carlos Torres am Freitag nach der Vorlage der Quartalszahlen. Es habe kleinere Bewegungen bei den Guthaben gegeben, aber inzwischen habe sich die Lage normalisiert.

Die BBVA hat ihren Sitz zwar in Bilbao im Baskenland, ist aber nach dem Kauf von zwei Sparkassen einer der größten Kreditgeber in Katalonien.

Die Banco Sabadell hatte bereits kurz nach dem Referendum Anfang Oktober ihren Hauptsitz aus der katalanischen Stadt Sabadell auf dem Papier in die spanische Hafenstadt Alicante an der Costa Blanca verlagert.

Das Büro des Verwaltungsratspräsidenten und einige Spitzenmanager zögen nach Madrid um, sagte Konzernchef Jaime Guardiola am Freitag und bestätigte einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters von Mitte Oktober.

Die Bank bestätigte zudem, dass sie sich Anfang Oktober mit Liquidität bei der EZB eingedeckt hatte. Damals wurde beim wöchentlichen Tender der Zentralbank ein überraschend hoher Geldbetrag abgerufen.

Nach dem Unabhängigkeitsreferendum haben hunderte Firmen ihren Sitz aus Katalonien verlagert.

Die Caixabank ist von Barcelona nach Valencia umgezogen. Sie berichtete vor wenigen Tagen von „moderat negativen“ Auswirkungen auf die Einlagen durch die Katalonien-Krise.

Die Ereignisse in Katalonien überschatten die Fortschritte der spanischen Banken beim Abbau ihrer Altlasten. Die zweitgrößte spanische Bank BBVA senkte im dritten Quartal den Bestand an faulen Krediten um 1,5 Milliarden Euro, bei Sabadell waren es 500 Millionen Euro weniger, wie die Geldhäuser am Freitag mitteilten.

Auch Santander hatte die Altlasten reduzieren können, wie die größte spanische Bank bereits am Donnerstag mitgeteilt hatte. Wie auch anderen europäische Geldhäusern machen die niedrigen Zinsen den spanischen Banken zu schaffen. Der Nettogewinn der Großbank Santander ist im dritten Quartal mehr als deutlich gesunken. Grund sind die Kosten für die Übernahme der Krisenbank Popular. Auch die Katalonien-Krise belastet das Geschäft der Spanier.

Bei BBVA sank der Zinsüberschuss um zwei Prozent, bei Sabadell um vier Prozent.

Auf der Suche nach einem Ausweg haben spanische Banken ihr Auslandsgeschäft ausgebaut. BBVA profitierte im dritten Quartal vom starken Geschäft in Mexiko, der Nettogewinn des Konzerns stieg um 19 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro.

Der Überschuss von Sabadell fiel dagegen um acht Prozent auf 203 Millionen Euro.