Etwas ungarische Politik

http://www.origo.hu/itthon/20180128-orban-viktor-vona-gabor-gyurcsany-ferenc-nezopont-intezet.html

Viktor Orbán ist laut einer neuen (Jan. 2018) Umfrage des Survey Institute (1000 Teilnehmer) der mit Abstand beliebteste Parteivorsitzende. Die zwei unpopulärsten sind Ferenc Gyurcsány und Gábor Vona.
Der Untersuchung zufolge entwickelten sich die Sympathie-Indikatoren der Parteiführer wie folgt:

Viktor Orbán (Fidesz) – 54%
Gergely Weihnachten (Dialog) – 43%
Gábor Vona (Jobbik) – 30%
Ferenc Gyurcsány (DK) – 22%.

Tiefere Analysen ergaben, daß 78 Prozent der linken Wähler Ferenc Gyurcsány, den gefallenen Regierungschef wieder in einer wichtigen politischen Position sehen möchten, alle nicht-links Wähler halten jedoch nichts von dieser Idee. Was Gábor Vona von den Rechten anbetrifft, so wurde er von 91 % der Rentner im Jobbik-Lager befürwortet, aber von allen anderen Jobbik Wählern zu 80% abgelehnt.  Beide Parteiführer haben in der ungarischen Bevölkerung generell keine Mehrheit.

Bei Vona Gábor kommt ein weiteres hinzu, nämlich die Veröffentlichung von Dokumenten NACH der Umfrage, die ihn bereits seit 2011 als Handlanger der Moslems ausweisen. Laut Wikipedia bezeichnet er sich selbst als Antizionist, aber nicht als Antisemit. Wie sein Parteifreund Márton Gyöngyösi (allerdings etwas früher als dieser) forderte Vona 2012, man solle aus Sicherheitsgründen Listen von in Ungarn lebenden Juden erstellen, die neben der ungarischen auch die israelische Staatsbürgerschaft besitzen. (hey, man kann es nicht jedem Recht machen. Kümmert man sich nicht um die Sicherheit, ist es nicht recht, kümmert man sich, ist es auch nicht recht… aber der Typ ist nicht wirklich vertrauenswürdig, wie weiter unten zu lesen ist, daher dürfte dieses Registrierungsansinnen keineswegs von edler Gesinnung zeugen)

Um die Antisemitismusvorwürfe gegen sich und seine Partei zu entkräften, traf er sich laut Wiki persönlich mit dem antizionistischen Rabbiner Moshe Ber Beck von Neturei Karta und verfasste im März 2013 einen Offenen Brief an Ilan Mor, den israelischen Botschafter in Ungarn, in dem er davon berichtete. Als Vona im Januar 2014 nach England reiste, wurde seine Ankunft dort von örtlichen Neturei-Karta-Mitgliedern demonstrativ begrüßt. Die BBC veröffentlichte daraufhin einen Artikel über Vonas England-Besuch, in dem die Neturei-Karta-Leute auf einem Foto irrtümlich als Anti-Jobbik-Demonstranten dargestellt wurden.  (klar doch! sicher! irrtümlich… was denn auch sonst?) Mittlerweile wurde der Artikel jedoch verändert und das Bild durch ein anderes ersetzt.

Er war auch Vorsitzender der im August 2007 gegründeten Ungarischen Garde, deren Ziele die physische, intellektuelle und geistliche Entwicklung, Teilnahme an Rettungsoperationen und Aktionen der bürgerlichen Verteidigung, der Schutz der ungarischen Kultur und Geschichte sind.

Während Ferenc Gyurcsány von der linken Seite die Ungarische Garde als „Schande für Ungarn“ bezeichnet, behauptete Vona, dass die Garde nicht gegen jemanden, sondern für Ungarn gegründet worden sei bzw. für die ungarische Nation. Zudem sagte Vona, die Garde sei gegründet worden, um das Regime zu verändern und Ungarn zu retten.

Am 16. Dezember 2008 beschloss das Budapester Gericht, die Ungarische Garde wegen der Beleidigung der nationalen Würde der Roma im Laufe ihres Marsches 2007 aufzulösen. Das Urteil wurde am 2. Juli 2009 in zweiter Instanz bestätigt.

Die rechte Jobbik Partei gewann 47 Mandate, also 12,2 % der gültigen Stimmen in der Parlamentswahl 2010.  Vor der Wahl äußerte Vona, er wolle den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad darum bitten, iranische Revolutionsgarden als Wahlbeobachter nach Ungarn zu schicken (Humor hat er). Den Erfolg seiner Partei verglich er mit dem „Triumph palästinensischer Partisanen gegen israelische Helikopter“  (aber seine Vergleiche hinken wie der Ziegenbock aus der Unterwelt).

Nachdem sich die FPÖ und der Front National dagegen ausgesprochen hatten, im Europaparlament ein Bündnis mit Jobbik einzugehen, bezeichnete Vona sie als „zionistische Parteien“, mit denen man eine Allianz „nur wegen einfacher finanzieller Überlegungen“ nicht schließen wolle.

Was ihm nun politsch das Genick bricht, ihn als trojanisches Holzpferd entlarvt, ist ein Video, in dem er vor moslemischen Jugendlichen türkisch spricht und meint, der Islam sei die letzte Hoffnung Europas und der Menscheit gegen die Globalisierung und den Liberalismus und gegen die Finsternis und er habe im Gegensatz zum Vizepräsidenten von Jobbik, Toroczkai Laszlo, überhaupt nichts dagegen, wenn in Ungarn Moscheen gebaut würden und er würde flüchtenden Christen keine Zuflucht geben. „Wir sind die Enkel von Attila, deren Prinzip die Wahrheit ist und die vor niemandem Angst haben, außer vor Allah.“ Später hat er die Wortwahl „allah“ dahingehend revidiert, daß er in seiner Ansprache „Gott“ gemeint habe, der eben auf arabisch/türkisch „Allah“ heißt. (na, dann is ja alles jut, wa? Das türkische Wort für Gott, z.B. für die vorislamischen Götter, ist aber nicht Allah. Allah ist einzig und allein der Name des moslemischen Gottes im Koran)

Auch hatte Gábor vor einem Jahr geäußert, dass Ungarn die Brüsseler Flüchtlingsquoten akzeptieren sollte.

Ja werte Leser, es ist nicht alles Gold, was glänzen will. Troja ist überall.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s