Daimler – wird chinesisch

Das Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst und deutscher Wertarbeit, nein, viel bedeutsamer: SCHWÄBISCHER Zuverlässigkeit („Späßle g´macht“) ist nun ein 10% China-Bankert. Vielleicht werden die Scheinwerfer bei den nächsten Modellen etwas schmäler, die Sitzpositionen etwas weiter nach vorne verlagert und die Konsolen ein wenig abgesenkt? Nostalgie prägt noch immer das Denken vieler Deutscher, wenn es um „ihre“ Marken geht. Aber in der Wirtschaft gibt es nationales Denken schon seit 40 Jahren nicht mehr.  Man nimmt Geld dort, wo man es bekommen kann. Aber besonders wohl ist einem im Kanzleramt doch nicht so ganz ob dieses Ausverkaufs … Doch man will dem Herzstück deutscher Industrie auch nicht die Zukunft verbauen. Denn wie erklärt uns Dudenhöffer als Menetekel:

Allein agierende Unternehmen wie etwa BMW könnten sich in der neuen Welt der Mobilität sehr schwer tun gegenüber Google, Apple oder Amazon, die alle mit Macht in das Mobilitätsgeschäft drängten.

Daimler habe nun mit Geely einen Partner, der den Silicon-Valley-Konzernen eine Technologiemacht entgegenstelle.

https://de.yahoo.com/nachrichten/presse-neuer-daimler-gro%C3%9Faktion%C3%A4r-li-trifft-manager-autobauers-093544197–finance.html

Nach dem Einstieg als Großaktionär bei Daimler ist der chinesische Milliardär Li Shufu offenbar zu Gesprächen in Deutschland: Er sei im Rahmen einer „Charmeoffensive“ am Sonntag und Montag zu Besuch in der Daimler-Zentrale in Stuttgart und am Dienstag im Kanzleramt in Berlin, berichtete die „Bild am Sonntag“.

Li kaufte für 7,2 Milliarden Euro einen Anteil von knapp zehn Prozent an Daimler und ist damit zum größten Anteilseigner aufgestiegen.

Laut den Informationen der „BamS“ wird Li bei Daimler mit mehreren führenden Managern sprechen, darunter Finanzchef Bodo Uebber. Am Montag sei ein Treffen mit Vorstandschef Dieter Zetsche möglich. Ein Unternehmenssprecher wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren.

Am Dienstag ist laut „BamS“ ein Gespräch Lis im Kanzleramt in Berlin mit dem Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Lars-Hendrick Röller, geplant. Hintergrund seien Bedenken in Deutschland über den Einstieg chinesischer Großinvestoren bei deutschen Unternehmen.

Daimler hatte den Einstieg des Besitzers des chinesischen Autoherstellers Geely begrüßt: Li sei ein „langfristig orientierter Investor„. Der chinesische Milliardär erklärte am Samstag, er freue sich „insbesondere“, Daimler auf dem Weg zu einem der weltweit führenden Anbieter von Elektromobilität zu begleiten. Er versicherte, sein Engagement sei „dementsprechend langfristig angelegt“.

Dem 54-jährigen Li, laut „Forbes“ zehntreichster Mann Chinas,

gehören bereits mehrere Autohersteller in Europa:

-die schwedische Traditionsmarke Volvo seit 2010 zu 100%

– London Taxi zu 100

– 51-% an der britischen Sportwagenfirma Lotus

– In Malaysia ist Li zu 49,9 % an Proton Cars beteiligt.

Geely ist der größte private Autokonzern der Volksrepublik mit einem Umsatz von rund 35 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Er betreibt auch den Carsharing-Anbieter Cao Cao, der mit 16.000 elektrisch angetriebenen Autos nach Unternehmensangaben weltweit die umfangreichste E-Auto-Flotte betreibt.

Zum Einstieg bei Daimler erklärte Li: „Die Wettbewerber, die uns im 21. Jahrhundert technologisch herausfordern, kommen nicht aus der Automobilindustrie. Den Kampf um die Zukunft des Automobils wird kein aktueller Branchenspieler alleine gewinnen können.“ Es sei „Zeit für ein neues Denken. Mein Engagement bei Daimler reflektiert diese Vision.“

Li hatte Geely 1986 gegründet, das Unternehmen fertigte anfangs Ersatzteile für Kühlschränke. Seit 1997 baut das Unternehmen auch Autos.

Der Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer (der, der den Diesel-Tod begrüßt und E-Autos propagiert wie Gates die Klimaerwärmung) nannte den chinesischen Milliardär einen „blendenden Strategen“ – im vergangenen Monat hatte Li an Dudenhöffers CAR Center Automotive Research an der Uni Duisburg-Essen eine Rede gehalten.

Der Milliardär sei sehr offen für die Welt der neuen Mobilität, erklärte Dudenhöffer. Das sei auch das große Plus für Daimler. Allein agierende Unternehmen wie etwa BMW könnten sich demnach in der neuen Welt der Mobilität sehr schwer tun gegenüber Google, Apple oder Amazon, die alle mit Macht in das Mobilitätsgeschäft drängten.

Daimler habe nun mit Geely einen Partner, der den Silicon-Valley-Konzernen eine Technologiemacht entgegenstelle.

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