Satanisten: Spahn will Organspende zum Normalfall in der BRiD werden lassen

Noch gilt der Grundsatz: wer nicht zustimmt ist automatisch dagegen.

Künftig soll aber ganz nach sozialistischer und materialistischer Manier gelten: wer nicht widerspricht oder nicht widersprechen kann oder gerade niemanden vorort hat, der für einen widersprechen kann, der wird automatisch zum Ersatzteillager und wird nach Belieben ausgeweidet. Drastisch gesprochen, aber so sehe ich das.

Lebendig entweidet, denn den Gehirntot gibt es nur in der Fantasie der Lebensverneiner, der Juristen und Mediziner, die damals dem berühmten Dr. Bernard in einer Nacht und Nebelaktion den Axxxx gerettet haben, als er in Südafrika einen Patienten tötete, um sein Herz zu verpflanzen. Bernard wäre noch am gleichen Tag des Mordes angeklagt und verurteilt worden, hätte die kleine Verschwörergruppe nicht in jener Nacht den Hirntod wieder zum Leben erweckt, den man seit Jahren versucht hatte in der Medizin zu etablieren, aber der sich einfach nicht in der Ärzteschaft durchsetzen lassen wollte. In dieser Nacht aber waren die richtigen Lobbyisten zusammen und waren hochmotiviert, dem Hirntod endlich die gewünschte Stellung zu verschaffen. Man setzte große Hoffnung in das neue Konstrukt und sie wurden nicht enttäuscht.

All denjenigen also, die verneinen, daß das Sterben und der Tod zum Leben gehören und der Mensch eine Art Freiwild ist für alle, die situativ glauben einen Anspruch auf den noch lebenden, atmenden, blutzirkulierenden Leib erheben zu können wird mit der neuen geplanten Gesetzgebung des Jens Spahn in die Hände gespielt. In diesem Fall die Organspendemafia und der Staat.

Daß es hier um Geld, um viel Geld geht zeigt schon die Tatsache, daß Spahn sogar die Vergütung für Transplantationsmediziner erhöhen will. So, als ob die Transplantationsmediziner nicht bereits heute den Kliniken ein Millionengeschäft verschaffen und mit den Kinikverwaltungen ansehnliche Provisionen oder in Abschätzung ihres „Mehrwertes“ ein hohes Einkommen verhandeln könnten.

Wenn Spahn nun die Zustimmungsregelung abschaffen will, weil sich immer weniger Menschen zu einer Organspende bereit erklären, und er dadurch hofft durch die Trägheit der Menschen der Industrie mehr Organe verschaffen zu können, ist das ethisch verwerflich.

https://www.organspende-info.de/infothek/statistiken

Falls Spahn und die Lobbyisten sich durchsetzen (das ist nun schon der x-te Anlauf die begehrte Widerspruchslösung durchzusetzen – irgendwann wird es ja einmal klappen, oder?) dürfen wir gespannt sein, wieviele Menschen sich aktiv gegen die Zwangsausweidung durch ihren Widerspruch zur Wehr setzen werden. Wahrscheinlich werden wir das aber ganz im Sinne der Lobbyisten aufgrund der neuen DSGVO niemals erfahren. Vielleicht indirekt im Vergleich der künftig veröffentlichten Transplantationsstatistiken.

Vielleicht haben aber auch diese Gottlosen wie Spahn recht: wer jetzt und in Zukunft nicht aktiv wird, nicht aktiv für seine Rechte eintritt, übereignet sich selbstverschuldet fremden Mächten. Macht sich zu ihren Sklaven im Leben wie im Tod. Nun denn, dann soll es wohl so sein.

Zugpferd in der Transplantationsmedizin sind übrigens die Leber-Lebendspenden und die zugehörige reiche Privat-Kundschaft aus Afrika und dem Nahen Osten. Neben der Kiefer- und Gesichtschirurgie für diese Klientel ein Hauptzweig des Medizintourismus.

Aber in der Frage der Organspende sind Lebendspenden, wie Leber, Niere, Blut oder Knochenmark ja nicht das Thema, sondern es geht um vitale Organe mit prozentual begrenzter Weiterlebenszeit und das auch nur unter lebenslanger Einnahme von Immunsuppressiva und dadurch bedingter steter Gefahr, an Infektionen zu erkranken, die viel schneller tödlich enden als bei Menschen mit ordentlich arbeitendem Immunsystem. Kein Wunder, daß viele Statistiken lieber die Überlebenszeit von Organen angeben und das Versterben während oder unmittelbar nach der Operation auch nicht überall angegeben wird. Man kann sich also nicht sicher sein, ob die Zählung der Überlebensrate nicht erst ein paar Tage nach der Operation beginnt, da der Tod bei Operation nicht ausschließlich mit der Transplantation in Zusammenhang gebracht werden kann, sondern auch z.B. das Narkoserisiko oder Embolien beinhaltet.

Hier Beispiele: Für Operationen zwischen 1990 und 2015 errechnet die Internationale Gesellschaft für Herz- und Lungentransplantation (ISHLT) eine menschliche Überlebensrate von

  • 89 Prozent drei Monate nach der Lungen-Transplantation,
  • 80 Prozent nach einem Jahr,
  • 53 Prozent nach fünf Jahren und
  • 32 Prozent nach zehn Jahren (eine der wenigen Statistiken, die ich gefunden habe, die die Lebenszeit über 5 Jahre angibt)
  • Die Tendenz der Überlebensraten ist nach wie vor steigend.
  • Jugendliche und Kinder haben auch unterdurchschnittliche Ergebnisse.

Bei Herztransplantationen sieht es besser aus, aber aufgepasst, in dieser Studie findet man nicht das Überleben des Patienten, sondern das Überleben des transplantierten Organes (das sogenannte graft). So funktionieren nach 5 Jahren noch fast 75% der Herzen. Bei 25 % stirbt entweder der Empfänger oder ein weiteres Spenderherz muß her.  Von diesen Zweitimplantaten sind nach weiteren 5 Jahren aber nur noch ca 50% funktionsfähig.  Wie man Herztransplantationen ohne große lästige Wartezeiten auf irgendwelchen Spenderlisten auf die Spitze treiben kann, zeigte der alte Rockefeller (Rock-fellow = Bruderschaft des Steines des Weisen):  https://www.contra-magazin.com/2016/09/siebte-herztransplantation-rockefellers-gekauftes-leben/

Bei Bauchspeicheldrüsentransplantationen (Diabetes 1) überleben hingegen nur 50% der Organe die ersten 5 Jahre, in Bochum sind es jedoch mehr. Sage und schreibe 68%. Wer die ersten 5 Jahre überlebt, der hat auch gute Chancen, daß zumindest sein Organ weitere 5 Jahre durchhält, wobei noch lange nicht gesagt ist, daß das selbe für den Empfänger gilt. Der kann zum Beispiel an einer begleitenden Immunschwäche versterben oder an sonstigen Komplikationen oder an einem Unfall. Aber hauptsache das Organ war noch funktionsfähig und verstarb erst mit dem Empfänger.

Und da sind noch die Gebärmuttertransplantationen…. http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/gebaermutter-transplantation-kosten-von-rund-50-000-euro-a-1066607.html ein zukunftsträchtiges Geschäft und noch heftig umstrittenes Geschäft … Kosten der Transplantation selbst ca 50.000 Euro. Daß dies jedoch nicht alle Kosten sind, erfährt man hier:

Die Kosten einer x-beliebigen Transplantation:

Die Vergütung der eigentlichen Organtransplantation erfolgt über DRGs – zum Teil in Größenordnungen von 100.000 Euro. Eine Niere bis 65.000 Euro, eine Leber durchschnittlich 50.000 bis 180.000 Euro.

+ Die Leistungen, die während einer Organspende durch das Spenderkrankenhaus erbracht werden, werden via Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) pauschaliert vergütet. Krankenkassen zahlten im Jahr 2011 rund 44 Mio Euro an die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), die ein Brückenfunktion zwischen dem Spenderkrankenhaus und der Empfängerklinik bildet. Hinzu kamen 5 Mio Euro an die Organisation Eurotransplant (ET), die länderübergreifend für die Zuteilung der Spenderorgane zuständig ist. Dabei handelt es sich um Registrierungs- und Verwaltungskosten. vgl hier.

+ Kosten der Organentnahme sowie Transportkosten werden über die DSO finanziert und pauschaliert von der Krankenkasse des Organempfängers gezahlt.

+ Die Vermittlung des gespendeten Organs an den Organempfänger erfolgt – getrennt von der Organentnahme – durch die niederländische Stiftung Eurotransplant (ET). +Für potenzielle Organempfänger wird bei Aufnahme auf die Warteliste eine Registrierungspauschale fällig.

+ Der Einsatz des Organ Care Systems (OCS™) zum Transport von Herzen erfolgt im Rahmen einer Registerstudie und ist in einem gesonderten Vertrag geregelt.

 

Wie es auch sei, abseits der Nutzendiskussion ist das Allerwichtigste, daß man sich darüber klar wird, wie man zum Leben, zu seinem Leben und Sterben steht. Am besten aus eigener Anschauung. Wer bereits Angehörige oder sogar Kinder im Sterben begleitet hat oder wer einmal selbst an der Schwelle zum Tod gestanden hat, selbst erlebt hat, wie das ist, um sein Leben zu kämpfen, während Ärzte einem nur geringe Chancen eingeräumt haben und man halb bewußt im Dämmerschlaf lag… Wer auf derartige Erfahrungen blicken kann, wird sicher anders urteilen als jemand, der romantisierend oder rein theoretisch distanziert und mechanistisch denkt.

Letztlich: Mit viel Glück bekommen wir dank Spahn nun zumindest eine Datenkrake mehr, d.h.  eine zentrale Datenbank, in die sich einjeder eintragen lassen kann, der „dagegen“ ist als potentielles Esatzteillager betrachtet zu werden. Und er bekommt dies auf seine elektronische Gesundheitskarte gespeichert. Wie praktisch.

3 Kommentare zu „Satanisten: Spahn will Organspende zum Normalfall in der BRiD werden lassen“

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