Der Österreichkorrespondent: Hetzblätter Newsweek und Time Magazin

Newsweek: Im Herbst 2013 erklärte der neue Chefredakteur Jim Impoco, dass Anfang 2014 wieder eine US-Druckausgabe erscheinen würde. Im März 2014 kam Newsweek in den USA schließlich wieder gedruckt auf den Markt. Die erste Ausgabe hatte den Versuch eines Coups als Titelstory.
Eine Reporterin wollte die Identität des Erfinders von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, aufgedeckt haben. Die Titelgeschichte erntete erhebliche Kritik; die genannte Person bestritt der Erfinder von Bitcoin zu sein und bat um Spenden für eine Klage gegen das Magazin.

Am 5. Februar 2018 wurde der Chefredakteur Bob Roe, der Nachrichtenchef Kenneth Li und die Investigativreporterin Celeste Katz entlassen, ohne die Redaktion zu informieren.

Bob Roe und Kenneth Li hatten Mitarbeiter beauftragt, mögliche finanzielle Verbindungen zwischen einer christlichen Kirche und dem Newsweek-Verlag zu untersuchen.

Interims-Verlagsvorstand Jonathan Davis, Miteigentümer des Verlags, ist Mitglied dieser Kirche. Aufgrund einer Reportage von Celeste Katz über Vorwürfe sexueller Belästigung war der für die Redaktion zuständige Verlagsvorstand Daryan Candappa freigestellt worden. Katz hatte zudem über eine Razzia in den Newsweek-Büros im Zuge einer Überprüfung des Verlags wegen Vorwürfen finanzieller Unregelmässigkeiten berichtet. Der Verlag soll den Preis einer Anzeigenserie der US-Verbraucherschutzbehörde um mehrere Millionen Dollar zu hoch angesetzt haben, indem durch Bots die Anklickzahl der Website manipulativ hochgetrieben wurde.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Newsweek

 

Auf dem US-Markt ist Time unter den Nachrichtenmagazinen Marktführer vor Newsweek und U.S. News & World ReportTime steht politisch zwischen der eher linksliberalen Newsweek und dem konservativen U.S. News & World Report.
Im September 2018 wurde der Verkauf des Magazins vom bisherigen Eigentümer, der Mediengruppe Meredith, an Marc Benioff um 190 Millionen US-Dollar (163 Millionen Euro) bekannt.
SPIELER…

Marc Russell Benioff (* 25. September 1964 in San Francisco) ist ein US-amerikanischer Unternehmer.

Im März 1999 gründete er salesforce.com und ist damit ein Pionier des Cloud Computing. Das Forbes Magazine schätzt sein Vermögen im September 2018 auf rund 6,7 Mrd. USD. Bereits als Schüler hatte Benioff eine Firma gegründet, die auf Spiele für Atari spezialisiert war. Nach seinem Schulabschluss 1982 studierte er an der University of Southern California, wo er 1986 einen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre erhielt. Anschließend arbeitete er als Programmierer für den Apple Macintosh, wechselte dann zu Oracle, wo er im Bereich Marketing und Vertrieb Karriere machte.

2018 wurde Benioff in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

„Newsweek“ im Oktober, nun das „Time Magazine“:

Sebastian Kurz (ÖVP) ziert wieder das Cover eines renommierten US-Mediums. Titel: „Österreichs junger Bundeskanzler bringt die Rechtsextremen in den Mainstream.“

Kurz, so heißt es in der aktuellen Europaausgabe des Nachrichtenmagazins, habe erkannt, dass die Ausgrenzung der Rechtsextremen in Europa nicht dazu geführt habe, diese zu stoppen.

Eine Frau betrachtet die Website des "Time-Magazins", auf der Bundeskanzler Kurz abgebildet istAPA/Helmut FohringerDaher habe er mit der „von reuelosen Nationalsozialisten“ nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten FPÖ eine Koalition gebildet. Kurz habe es nämlich verstanden, die brennendsten Themen Europas wie „Identität, Islam und Immigration“ für seine Zwecke zu vereinnahmen.

Das „Time Magazine“ erzählt in Folge über den Aufstieg des ÖVP-Jungpolitikers, der durch die „Schließung der Balkan-Route“ zum „Nationalheld“ im ländlichen Bereich Österreichs geworden sei.

Allerdings sei es Kurz wohl nicht daran gelegen, „seine Partner auf der rechten Seite“ zu mäßigen oder „zumindest ihre dunklen Instinkte zu kontrollieren“. Das sei niemals seine Absicht gewesen, analysierte das „Time Magazine“ nach Gesprächen im Umfeld des Kanzlers.

„Man geht keine Koalition ein, um seine Partner zu ändern“, wird Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) zitiert. Nachsatz: „Wir sind keine Pädagogen.“

Newsweek-CoverORF.at/Readly/Newsweek

„Letztlich entscheidet das Volk“

Kurz selbst wird in dem „Time Magazine“-Bericht, der seine politische Entwicklung ausführlich zusammenfasst, auch mit folgendem Satz präsentiert:

„Ob Du es magst oder nicht, letztlich entscheidet das Volk.“ Der Einwurf der US-Journalisten, dass auch NS-Diktator Adolf Hitler legitim vom Volk an die Macht gebracht worden sei, habe die Stimmung von Kurz während des Interviews „verdunkelt“: „Wir sollten bei solchen Vergleichen vorsichtig sein. Was wir damals hatten, war keine funktionierende Demokratie.“

Im Blattinneren widmete sich das „Time Magazine“ Europas rechtspopulistischen Bewegungen. Österreich stehe dabei exemplarisch für den Rechtsruck des Kontinents infolge von Flüchtlingsbewegungen und nationalistischen Strömungen.

Bereits in den 1990er und beginnenden 2000er Jahren war im „Time Magazine“ mehrmals die Rede davon, dass Österreich nach rechts „kippe“.

So prangte auch der damalige FPÖ-Chef und Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider auf dem Titelblatt.

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