Im dieselbesoffenen Haifischbecken

Werte Leserschaft, dieses Kasperltheater muß man sich zu Gemüte führen. Jeder Mensch mit noch ein wenig Restverstand – selbst homöopathische Dosis ist ausreichend – muß zu dem Schluß kommen, daß es nun Zeit ist, die sportlichen Herren mit den weissen Schuhen und den modischen Jäckchen mit Rückenschnürung zu rufen. Wir werden von Wahnsinnigen regiert! Das ist nicht mehr Schilda, sondern Gulliver…

In der Dieselkrise bleiben die Fronten verhärtet. Kaum legt der Verkehrsminister technische Vorschriften für Hardware-Nachrüstungen vor, meldet sich Volkswagen zu Wort – mit einer eindeutigen Botschaft an die Kundschaft. Quelle

Dieselbesitzer haben auch kurz vor dem Start ins neue Jahr keine Gewissheit über Hardware-Nachrüstungen bei älteren Dieselautos.

Zwar legte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag technische Vorschriften für die Umbauten vor.

Volkswagen aber reagierte umgehend: Der Branchenführer warnte vor

  • einem höheren Verbrauch nach einer Umrüstung und vor
  • negativen Folgen bei der Zuverlässigkeit der Autos:

„Dies können wir als Automobilhersteller im Sinne unsere Kunden weder befürworten noch dafür haften. Deshalb raten wir von Hardware-Nachrüstungen ab.“

Die Umrüstungen sind Teil eines Maßnahmenpakets der Regierung für bessere Luft. In vielen Städten werden Schadstoff-Grenzwerte überschritten, eine Hauptursache sind Dieselabgase.

Gerichte haben für mehrere Städte Fahrverbote angeordnet. Handlanger der Regierung.

Aus Sicht von Befürwortern senken die Nachrüstungen, bei denen ein Katalysator eingebaut wird, den Schadstoff-Ausstoß am wirksamsten.

VW-Entwicklungsvorstand Frank Welsch erklärte dagegen am Freitag, es gebe bis jetzt keine gesicherten Erkenntnisse, wie sich nachträgliche Eingriffe in das Steuerungssystem, die Komponenten und die Fahrzeugarchitektur im Dauerbetrieb langfristig auswirkten.

richtig! KfZ sind heute komplexer als es die Mondraketen oder selbst das Spaceshuttle damals waren!

„Eine technisch nicht ausgereifte Nachrüstlösung kann wichtige Fahrzeugeigenschaften zum Nachteil unserer Kunden verändern“, so Welsch. „Das Fahrzeug wird sehr wahrscheinlich

  • mehr verbrauchen,
  • an Leistung verlieren und auch
  • lauter werden.“
  • Eine Umrüstung, die einen enormen technischen und zeitlichen Aufwand bedeute, könne zu massiven Problemen bei Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit führen.

Das Bundesumweltministerium wies die Kritik deutlich zurück. „Die Reaktion von VW wundert uns“, sagte ein Ministeriumssprecher. VW habe sich bei Verhandlungen mit Scheuer im November bereit erklärt, Diesel-Fahrzeuge für bis zu 3000 Euro mit Katalysatoren nachrüsten zu lassen. „Dass VW nun eine Rolle rückwärts macht und wieder ausschließlich auf die Erneuerung der Fahrzeugflotte setzt, ist ärgerlich und wird kaum das verlorene Vertrauen in den Autokonzern wiederherstellen. Denn ein wenige Jahre altes Fahrzeug gegen ein neues einzutauschen, können sich nur die Wenigsten leisten und ist ökologischer Irrsinn.“

ja, das grünversiffte Kasner Regime sollte sich eben vorher Gedanken machen, bevor sie die Lawine lostritt.

Die Hersteller haben Hardware-Nachrüstungen von Anfang an sehr skeptisch gesehen. Auch Scheuer hatte sich ablehnend geäußert. Er hatte aber auf Druck der SPD und des Kanzleramts im November mit den deutschen Herstellern einen Kompromiss erzielt.

Ja, die Eliten – insbesondere die zweibeinige Ostelite im Kanzleramt – glauben eben, sie sind Gott und könnten Natur und Technik Befehle erteilen, Kreise quadrieren … aber das kommt vielleicht davon, daß man seine Doktorarbeit nicht selbst geschrieben hat? Oder ist es umgekehrt richtiger, daß dieses ignorante Denken ein weiterer indirekter Beleg dafür ist, daß ein Physikstudium in der DDR für manche Studenten anders ablief und keine physikalisch-technischen Kenntnisse zeitigte?

Dabei ging es vor allem um die Finanzierung der Nachrüstungen.

VW und Daimler hatten zugesagt, Dieselautos in 15 „Intensivstädten“ hört sich an wie Deutsche Intensivtäter hahaha

mit einer besonders hohen Schadstoff-Belastung für bis zu 3000 Euro pro Wagen mit einer Hardware nachrüsten zu lassen. Experten schätzen die Kosten inklusive Einbau auf etwa diese Summe.

Bereits nach dem Spitzentreffen im November hatte VW erklärt, der Konzern werde Hardware-Nachrüstungen nicht anbieten und Fahrzeughaltern auch nicht empfehlen.

Ja wat denn nu? Wer sagt die Wahrheit, der Ministeriumssprecher oder der VW Sprecher und die Medien, die gleich nach dem Treffen darüber berichteten, daß VW gegen Nachrüstung ist?

Daimler hatte erklärt,

  • die Nachrüstung müsse durch einen Drittanbieter entwickelt und
  • angeboten und
  • vom Kraftfahrt-Bundesamt zertifiziert und
  • zugelassen werden:
  • „Sie muss nachweislich dazu berechtigen,
  • in bestimmten Städten
  • auch in Straßen mit Fahrverboten einzufahren.“

Ich lese daraus: Nachrüstung = extrem hohes Risiko für Vermögen und Gesundheit/Leben durch Motorschaden-Unfall. Jetzt streiten sie sich um die Haftung und auch um die Imageschädigung weltweit.

Daimler stehe mit Nachrüstanbietern im Austausch.

BMW ist komplett gegen die Nachrüstungen, will Dieselbesitzer aber nach Auslaufen der „Umtauschprämien“ mit der gleichen Summe unterstützen – etwa für einen Neukauf. Es ist aber unklar, wie genau das funktionieren soll.

Die Hersteller und Scheuer setzen vor allem auf eine Erneuerung der Diesel-Flotte.

Wie bringt man eine kollabierende Wirtschaft nach oben?  Abklatsch der Abwrackprämie … Künstliche Absatzerhöhung…deren Konzept aber definitiv kein zweites Mal funktioniert, weil selbst der dümmste Konsument im Nachgang erkannt hat, wie er sich hat für dumm verkaufen lassen.

Außerdem hat das den Privaten verfügbare Vermögen schon längst die Bauwirtschaft (Eigenheim, Renovierung, Heizkesselverordnung) gefressen.

Und wenn man sieht, daß ein riesiger Anteil der KfZ auf Pump gekauft oder geleast ist, und das wissen die Autobauer!, dann weiß man auch daß dieses Dieselgate der letzte Sargnagel des Systems sein kann.

Die einzige Lösung wäre billiger Kredit für Neuanschaffungen, aber da spielt der Wackeldackel Banksektor nicht mit. Das wäre SEIN Sargnagel.

Die Wirtschaft hätte das dreckige Spiel des Kanzleramts sicher mitgespielt, solange es nur die dummen Deutschen, denn Inlandsmarkt betroffen hätte. Aber in einer globalen Wirtschaft, in der 90% der Länder selbstverständlich (obwohl irrig) davon ausgeht, daß deutsche Firmen ihre Sahnestücke ersteinmal ihrem eigenen Land zur Verfügung stellen, ist der Imageschaden katastrophal: UI in der Heimat des Automobils verrecken die Autos reihenweise… wenn dort, dann umso mehr bei uns! Nein, das kann man nicht kaufen.

Deutschland ist quasi der showroom der Automobilhersteller.

Die Autobranche hatte höhere Kaufanreize für Kunden auf den Weg gebracht, die ihr altes durch ein neues Dieselauto ersetzen. Es ist aber fraglich, ob diese Prämien wirken und viele Kunden davon Gebrauch machen.

Vor allem die SPD hatte argumentiert, dass sich viele Dieselbesitzer auch mit den „Umtauschprämien“ keinen Neuwagen leisten könnten, und pochte auf Hardware-Nachrüstungen. aber uns geht es doch sooo gut! wir Deutschen sind doch REICH!

Für viele Kunden bleibt jedoch nach wie vor unklar, ob sie ihren Wagen überhaupt mit einer neuen Hardware nachrüsten lassen können.

Ausländische Hersteller wollen sich daran nicht beteiligen. muahaha

Und bis erste Fahrzeuge in die Werkstätten kommen, könnte es Monate dauern.

Nach den nun vorgelegten Vorschriften müssen die Hersteller zum Beispiel bestätigen, dass

    • die Funktionsfähigkeit des Nachrüstsystems bei bestimmungsgemäßem Betrieb über eine Leistung von 100 000 Kilometern
    • oder
    • über eine Lebensdauer von bis zu fünf Jahren gewährleistet ist.
    • Außerdem sollen nachgerüstete Fahrzeuge bei Messungen einen Grenzwert bei den Stickoxidemissionen von 270 Milligramm pro gefahrenem Kilometer unterschreiten.

Dieser Wert ist insofern wichtig, weil die Bundesregierung festschreiben will, dass Diesel-Fahrzeuge der Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 künftig von Fahrverboten ausgenommen werden – falls diese im Alltag nicht mehr als 270 Milligramm Stickstoffdioxid pro gefahrenem Kilometer ausstoßen.

„Jetzt ist die Nachrüstindustrie am Zug, wirksame Systeme zu entwickeln, mit denen alle Grenzwerte und Vorschriften eingehalten werden“, sagte Scheuer. Bisher liegen laut Ministerium noch keine vollständigen Anträge beim KBA für eine Genehmigung von Hardware-Nachrüstungen vor. Scheuer hatte der dpa gesagt, die Entwickler der Nachrüstsysteme hätten gesagt, sie bräuchten sechs Monate: „Dann kann das KBA die Genehmigungen erteilen und dann kann möglichst schnell die Produktion und der Einbau erfolgen.“

ADAC-Vize-Präsident Ulrich Klaus Becker kritisierte mit Blick auf VW, dass erneut „heftige Grundsatzdebatten“ aufflammten. „Wer von Drittanbietern abrät, muss selber liefern“, sagte Becker. Hardware-Nachrüstungen seien eine sinnvolle Möglichkeit, den Stickoxid-Ausstoß von älteren Fahrzeugen signifikant zu senken. Mit den nun vorgelegten Eckpunkten würden allerdings hohe Anforderungen an die Nachrüstung gestellt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Es ist gut, dass jetzt endlich Bewegung in die Sache kommt.“ Sie forderte erneut, die Hersteller müssten die Kosten für die Nachrüstungen übernehmen.

5 Kommentare zu „Im dieselbesoffenen Haifischbecken“

  1. Immerhin braucht es jetzt keine „Verschwörungstheoretiker“ mehr, um zu erkennen, dass es immer noch darum geht, Deutschland wirtschaftlich zu ruinieren. Die bundesdeutsche Wirtschaft steht und fällt mit der Auromobilindustrie. Ist diese erst vernichtet, ist auch die wirtschaftliche Vorherrschaft dieses Landes Geschichte.
    Der Krieg ist 1945 nicht beendet worden; die Kriegsziele und Kriegsparteien sind noch immer dieselben. Sollte Deutschland diesen Krieg tatsächlich endgültig verlieren, werden sich die Kriegsgewinn(l)er nicht lange darüber freuen können – der Kontinent Europa wird verelenden.

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  2. wer sagte: …sie werden die Deutschen mit den Fingernägeln wieder ausscharren? Andererseits: was spricht dagegen, daß es wieder die Deutschen sein sollen, die ALLE aus dem Dreck ziehen? Die echten Eliten haben ihre großen Ländereien und loyalen Arbeiter überall auf der Welt. Die können einhundert Jahre abwarten. Und die Deutschen werden bereitwillig ihre Ärmel hochkrempeln. Das haben diese nützlichen Deppen jetzt schon zum wievielten Mal in den letzten 2000 Jahren getan? Das ist nun schon etabliert, Gewohnheit. Das machen die bestimmt auch das nächste Mal. Und für wen, das ist den Deutschen auch egal. Hauptsache Karren aus dem Dreck. Auch egal, wenn es nicht ihr eigener Karren ist. Oder vielleicht GERADE WEIL es nicht ihr eigener ist. Fremdes Eigentum ist für die Hiesigen ja immer besonders schützens- und pflegenswert. Einspannen lassen sie sich allemal, wenn andere Ochsen unwillig werden. Hüya Hüya…
    Außerdem wissen wir, je mehr Elend, desto größer der Reichtum. Man darf nur nicht die Hoffnung der Sklaven auf Besserung durch die eigene Kraft, durch Tüchtigkeit, zerstören – vom Tellerwäscher zum Millionär war eine geniale Propaganda-Erfindung! ,sonst wird das Vieh lethargisch oder agressiv.

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  3. Volle Zustimmung!
    Allerdings glaube ich eher, dass das Vieh möglichst lethargisch sein SOLL. Mit lethargischen Zeitgenossen gibts auch keine Gelbwesten, zum Beispiel.

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