Merkel und Maas wollen am Hindukusch weiterhin die BRiD verteidigen

….Vor diesem Hintergrund muss man auch das neue Mandat für eine Fortsetzung des deutschen Afghanistan-Einsatzes sehen, das die Bundesregierung in der vergangenen Woche vorgelegt hat: Das enthält eine vorerst unveränderte Verlängerung dieser Mission. Darüber debattierte am (heutigen) Donnerstag der Bundestag, der letztendlich die Entscheidung fällt, in erster Lesung – und da ist  interessant, wie Außenminister Heiko Maas für die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes geworben hat.

Aus Maas‘ Rede vor dem Parlament:…. lesen unter: https://augengeradeaus.net/2019/02/dokumentation-aussenminister-wirbt-fuer-fortsetzung-des-afghanistan-einsatzes/#more-32827

besonders lachhaft empfand ich folgenden Abschnitt:

Wenn wir erreichen wollen, dass es künftig nicht nur um Terrorismusbekämpfung geht, dass Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit nicht unter die Räder kommen,
dann ist die Fortsetzung unseres diplomatischen, zivilen und militärischen Engagements entscheidend.
Wir haben in Afghanistan Verantwortung übernommen. Und es ist Teil unserer Verantwortung, dass Menschenrechte, die Rechte von Frauen und Minderheiten, dass die Ansätze von Normalität geschützt werden in Afghanistan.

Und der beste Kommentar:

Aber die entscheidende Frage ist doch, können die Alliierten in Afghanistan einen gesellschaftlichen Umschwung dahingehend stabilisieren, das halbwegs demokratische Strukturen entstehen?
In meinen Augen heißt die Antwort ganz klar NEIN. Die Konsequenz daraus ist, Abzug aus Afghanistan. Die ehemaligen Warlords und Stammesführer, die sich der vom Westen unterstützten afghanischen Regierung zugewandt haben, wurschteln weiter wie bisher. Sie machen sich die Taschen mit Hilfsgeldern voll, es gibt Korruption und Günstlingswirtschaft. Seit 2009 haben sich die Taliban in einem Maße erholt, das sie ein nicht wegzudenkender politischer und militärischer Faktor in Afghanistan sind. Sie werden von dem Teil der Bevölkerung getragen, der weiterhin in Armut lebt und von den Behörden drangsaliert wird. Nachschub an Kämpfern gibt es reichlich aus den seit fast 40 Jahren bestehenden Flüchtlingscamps in Pakistan. Und Pakistan schürt das Feuer.

Ich sehe da keine „Verantwortung des Westens“ oder ähnliche Moralallgemeinplätze. 18 Jahre stark unterstützte Chance auf Wandel reichen irgendwann. Gescheitert ist gescheitert.

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