Der Österreichkorrespondent: Die rassischen Unterschiede

SIE sind NICHT WIR!

Da wir alle weltweit im Prinzip gleich sind, warum sollte es daher für verschiedene Weltexistenzgruppen verschiedene Medikamente geben?

https://www.youtube.com/watch?v=Wu4zXB2lh7o

Medikamente passend zur Hautfarbe

Wirkstoffe werden auf Ethnien zugeschnitten – Pharmakologen prophezeien individuelle Arznei- und Dosierungsprofile statt Standard-Therapie… Food and Drug Administration (FDA) ließ in den USA am 23. Juni erstmals eine Arznei für eine spezielle ethnische Gruppe zu:  das Herzmedikament Bidil des Herstellers NitroMed, ist seit dem Stichtag ausschließlich für schwarze Patienten zugelassen ist keineswegs neu auf dem Markt. Aber seine Wirksamkeit galt nicht als herausragend und schnitt in Studien mit schwarzen und weißen Patienten weniger erfolgreich ab als die Standardtherapie mit ACE-Hemmern.

Eine Studie an 1050 herzkranken Afroamerikanern bescherte der Firma dann aber im vergangenen Herbst das sensationelle Ergebnis einer um 43 Prozent verringerten Sterblichkeitsrate. Dies überzeugte die FDA, so daß sie das Medikament erneut zuließ, diesmal aber nur für Schwarze.

Der positive Effekt für den Hersteller: Da das allgemeine Patent auf Bidil 2006 ausläuft, darf er sich nun über weitere 15 Jahre Laufzeit aufgrund der selektiven Zulassung freuen. Professor Theo Dingermann, Leiter des Instituts für Pharmazeutische Biologie an der Universität Frankfurt, spricht von einer „cleveren Geschäftsentscheidung“ des Herstellers, die aber „nützlich und völlig legal“ sei. Dingermann: „Warum Schwarze besser auf Bidil reagieren, ist nicht geklärt. Es besteht kein molekularer Zusammenhang. Die FDA-Entscheidung basiert auf reiner Empirie.“ Hier von „Rassendiskriminierung“ zu sprechen, wie dies in den USA im Vorfeld der FDA-Entscheidung vielfach der Fall war, sei absurd, betont der Pharmazeut. Die Gutmenschen lassen ihre Klientel lieber zugunsten ihrer Ideologie verrecken….

Bidil fördert im Körper die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO), das die Blutgefäße entspannt und das Herz entlastet. Der Hersteller behauptet, Schwarze hätten weniger NO im Blut als andere Ethnien und neigten daher eher zu Bluthochdruck und Herzschwäche. Es gibt jedoch auch Studien, die belegen, daß Bluthochdruck keine Frage der ethnischen Zugehörigkeit, sondern der Lebensumstände ist. Bei allen Patienten mit Bluthochdruck ist der Stickstoffmonoxidgehalt im Blut niedrig, unabhängig von der Hautfarbe.

Ui, jetzt werden die Gutmensch Anthroposophen aber zittern, denn in einer ihrerinteressanten biochemischen Studien wird ein Zusammenhang festgestellt oder vorsichtig postuliert, daß es einen Zusammenhang geben könnte, zwischen NO im Gehirn und Bewußtsein. NO wird als physischer Träger des geistigen Bewußtseinsausdrucks gesehen. Eine Rasse mit wenig NO würde bedeuten, eine Rasse in niederem Bewußtseinszustand.

Daß es aber genetisch bedingte Unterschiede einzelner, auch ethnischer Bevölkerungsgruppen mit gravierenden Auswirkungen hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für Krankheiten und ihrer Verwertung von Arzneimitteln gibt, gilt dennoch als unbestritten.

„Schon seit langem fordert die japanische Zulassungsbehörde Studien mit japanischen Probanden, wenn ein westliches Medikament bei ihnen zugelassen werden soll“, betont Rolf Hömke, Sprecher des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller. Dingermann ergänzt: „Japaner haben schlechte Erfahrungen mit europäischen Medikamenten gemacht. Würde man die Wirkstoffe in japanischen und europäischen Medikamenten vergleichen, käme man auf eine Schnittmenge von höchstens 40 Prozent.“

Man weiß auch, daß Menschen aus Puerto Rico ungewöhnlich stark an Asthma leiden und daß das gängige Asthmamedikament Salbutamol ihnen nicht gut hilft.

Ebenso ist bekannt, daß eine bestimmte, vor rund 1000 Jahren entstandene Genmutation, die heute bei 8 bis 10 % aller Europäer vorkommt und von Norden nach Süden abnimmt, ihren Trägern eine weitgehende Resistenz gegen das HI-Virus beschert, zumindest den Ausbruch der Krankheit verzögern kann und ihren „Vor-Trägern“ in der Vergangenheit einen Immunschutz vor Pockenviren bot.

Das „adrenogenitale Syndrom“ wiederum, bei dem Mädchen mit vermännlichten Geschlechtsteilen zur Welt kommen, tritt weltweit bei etwa einem von bis zu 18 000 Menschen auf. Bei den Yupik-Eskimos hingegen beträgt die Häufigkeit eins zu 280, bei den aus Osteuropa stammenden Aschkenasim-Juden sogar drei bis vier zu 100.

Und das familiäre Mittelmeerfieber (FMF) befällt vorwiegend jüdische, armenische, türkische und arabische Familien. Für FMF hat man im vergangenen Jahr ein bestimmtes Gen ausfindig gemacht: das MEFV-Gen (Mediterranean FeVer).

Londoner Ärzte machten schon vor sechs Jahren im „British Journal of Obstetrics and Gynaecology“ auf ererbte Blutgerinnungsstörungen aufmerksam, von denen vor allem Aschkenasim-Juden betroffen seien. Die erhöhte Prävalenz erfordere genetische Beratung und intensive Betreuung.

Im Juni berichteten Forscher der Universität Washington im „New English Journal of Medicine“ von einer um bis zu 25 % variierenden Bandbreite in der Verwertung von Blutgerinnungshemmern zwischen Afroamerikanern, europäisch- und asiatischstämmigen Amerikanern. Ursache sei eine genetisch bedingte, unterschiedlich ausgeprägte Vitamin-K-Resorptionsstörung. Sie erfordert eine nach Abstammung differenzierte Dosierung der Medikamente.

„Das Wissen um ethnische und genetische Unterschiede wird dazu führen, daß wir bald mehr Medikamente nur für bestimmte Bevölkerungsgruppen auf dem Markt haben“, prognostiziert Dingermann. „Die Firmen werden separieren und Zulassungen für einzelne Populationen beantragen.“ Tatsächlich gibt es solche Strategien bereits.

Der WELT liegt das Marketingkonzept einer deutschen Pharmafirma vor, das dazu aufruft, sich verstärkt mit Medikamenten zu beschäftigen, die bei Studien „durchgefallen“ sind. Man solle prüfen, ob sie nicht doch für bestimmte Patientengruppen geeignet sind und auf den Markt gebracht werden können. Nur nichts verkommen lassen…

Diese Form des modernen „Arzneimittel-Recyclings“ ist interessant, weil oft schon viel Geld geflossen ist und es zudem immer schwerer geworden ist, ein neues Medikament auf den Markt zu bringen: Schafften 1985 noch 14 Prozent der Medikamente, die die Phase 1 einer Studie erreicht hatten, letztlich auch den Sprung in den Markt, so waren es im Jahr 2002 gerade mal acht Prozent. Auch für Hersteller, die ihr Medikament wegen starker Nebenwirkungen vom Markt nehmen mußten, könnte eine Fokussierung auf bestimmte Patientengruppen neue Wege eröffnen.

Dingermann nennt als Beispiele Lipobay und Vioxx. „Die Zeit der Blockbuster ist vorbei“, erklärt Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, der wissenschaftliche Leiter des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker in Frankfurt. „Manche wollen das nicht wahrhaben, aber sie werden es zu spüren bekommen.“ Allerdings rechnet der Pharmazeut weniger mit einem explodierenden Markt im „Ethno-Sektor“ als im Sektor individualisierte Medizin.

Dingermann erinnert an die vielen Versager und teils schweren Nebenwirkungen mancher Medikamente. Verantwortlich für die unterschiedliche Arzneimittelverwertung sind die Cytochrom-P450-Enzyme. Danach gibt es vier verschiedene Verwertungstypen: schwache Entgifter ohne Enzymaktivität, mittelschwache, normale und extrem schnelle Entgifter. Wer zu welchem Typ zählt, läßt sich gendiagnostisch abklären, dafür hat die Schweizer Firma Roche im einen Chip entwickelt.

Während Schubert-Zsilavecz die Gendiagnostik nur bei bestimmten Patienten befürwortet, hält Dingermann sie für jedermann für sinnvoll: „Die Untersuchung ist einmalig und kostet rund 1300 Euro. Wenn man bedenkt, daß man auf diese Weise sein individuelles Wirkstoff- und Dosierungsprofil erhält, kann man den Preis kaum als zu hoch bezeichnen.“

Hömke wertet die Konzentration der Firmen auf ethnische Gruppen denn auch höchstens als eine „Zwischenstation“ auf dem Weg zur individualisierten Medizin. 

https://www.welt.de/print-welt/article179668/Medikamente-passend-zur-Hautfarbe.html

https://www.youtube.com/watch?v=8Kw6xwvMpFg

NRW-Forscher suchen Blutspenden für Migranten

Spender aus Afrika und dem Nahen Osten gesucht

Migranten vertragen oft keine europäischen Blutkonserven

 Bluteigenschaften unterschiedlicher Ethnien werden erforscht

Elizabeth Y. aus Mettmann bittet öffentlich um Hilfe. Ihr Sohn hat eine lebensbedrohliche Blutkrankheit. Helfen kann ihm nur eine Stammzellspende. Doch europäisches Blut führt bei Migranten und Flüchtlingen aus Afrika oder dem arabischen Raum häufig zu Abstoßungserscheinungen mit schweren gesundheitlichen Folgen, bis hin zum Tod.

Bundesweit einzigartiges Forschungsprojekt

Dr. Thomas Zeiler, Leiter des DRK-Blutspendedienstes West in Ratingen, hat deshalb ein Forschungsprojekt angestoßen, gemeinsam mit Universitätskliniken in Düsseldorf und Essen und dem Caritasverband. Es heißt „Blustar.NRW“. Gesucht werden potentielle Blut-und Stammzellspender aus afrikanischen Ländern, aber auch aus dem Mittleren und Nahen Osten und aus der Türkei.

Gerade bei Patienten, die in den letzten Jahren zugewandert sind, gibt es Schwierigkeiten bei der Versorgung. Gleichzeitig sollen mit dem von der Europäischen Union geförderten Projekt die unterschiedlichen Blut-und Stammzelleneigenschaften unterschiedlicher Ethnien weiter erforscht werden.

Migranten mit außereuropäischen Wurzeln sollen spenden

Mit einer groß angelegten Werbekampagne in mehreren Sprachen wenden sich alle Kooperationspartner deshalb an Zugewanderte mit außereuropäischen Wurzeln. Sie sollen sich als Blut-oder Stammzellspender typisieren lassen, um Menschen mit einem besonderen ethnischen Hintergrund zu helfen.

 

2 Kommentare zu „Der Österreichkorrespondent: Die rassischen Unterschiede“

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