Und noch ein Dottore im Rassismus Karussel

Dies ist die Geschichte eines leitenden Arztes, eines Chirurgen der Urologie am NHS Hospital, der 2015 zum Doktor des Jahres gewählt worden war und gezwungen wurde, zu kündigen, weil drei Kollegen (Inder und 1 Pakistani) ihn als Rassisten bezeichnet hatten, nachdem er Bedenken gegenüber ihrer Arbeit geäußert hatte“.

Dr. Peter Duffy arbeitete 16 Jahre lang für die Universitätskliniken des Morcambe Bay Trust und behauptet nun, dass Kavinda Madhra, Ashutosh Jain & Saleem Nassem falsche Anschuldigen gegen ihn vorbringen, weil er einen von ihnen wegen Fehler bei der Ekennung von Krebserkrankungen, mangelnde Kenntnis im Umgang mit dem Ultraschallgerät und unzureichender Patientenversorgung  offiziell gerügt habe. Der 56-jährige Chirurg aus Lancaster schließt eine Rückkehr an die Klinik aus, da man ihn viel zu sehr verängstigt und traumatisiert habe.

Dr. Duffy sagte auch, dass er Bedenken gegenüber einem weiteren Arzt hege, von dem er glaube, dass er Operationen vermasselt und in Überstundenbetrug verwickelt sei und daß die betroffenen Kollegen ihn nun wegen dieses „Whistleblowing“ mobben.

Während der 10- Jahre, in denen der Arzt Duffy  in verschiedenen Krankenhäusern, der Stiftung gearbeitet hatte, gingen immer wieder anonyme Anschuldigungen an die Polizei, in denen behauptet wurde, Dr. Duffy sei ein rassistischer Tyrann und alle Ärzte ethnischer Minderheiten im Krankenhaus hätten „Angst vor ihm“. Nun, wenn Inkompetenz systemisch ist… sich durchzieht über Jahre und Orte und da nun einer kommt, der das nicht sehen kann…

Dr. Duffy, verheiratet und Vater von 3 Kindern, wurde 2015 vom Royal Lancaster Infirmary ins Furness General Hospital versetzt. Er berichtete, dass ein Kollege ihm sagte: „Sie haben sich hier Feinde gemacht.  Diese haben die Mittel, das Motiv und jetzt die Möglichkeit, Sie endlich abzuschießen….

Obwohl er bei Furness als „Doktor des Jahres“ ausgezeichnet worden war, sei er an seinem letzten Tag von den leitenden Managern des Trusts behandelt worden, als habe Ebola. Gestern hat Dr. Duffy, der jetzt in einem Krankenhaus auf der Isle of Man arbeitet, eine „konstruktive Entlassung“ beantragt, in einem Fall, der unter den Public Interest Disclosure Act 1998 gestellt wurde, da er das Opfer einer „Hexenjagd“ geworden sei…“.

Dieses Gesetz schützt Arbeitnehmer, die Mißstände öffentlich machen, davor, entlassen oder anderen Repressalien ausgesetzt zu werden und ist Teil des Employment Rights Act 1996.

In einer Erklärung vor dem Arbeitsgericht Manchester sagte Herr Duffy, der von der Whistleblowing Charity Public Concern at Work beraten wird, dass er durch das Mobbing Herzproblemen bekommen habe und nun eine „chronische“ posttraumatische Belastungsstörung habe.

Er sagte, dass ein weiterer hochrangiger Kollege zurückgetreten sei, nachdem auch gegen ihn Behauptungen bzgl. Rassismus erhoben worden waren: „Ich glaube, dass eine eindeutige und anhaltende Kampagne der Viktimisierung, Verunglimpfung und Desinformation gegen mich läuft, die getragen wird von den Kliniken, die für die klinischen Fehler, vermeidbaren Todesfälle und übermäßigen, wahrscheinlich betrügerischen Arbeitszeitabrechnungen verantwortlich waren, die ich gemeldet habe.

Ich bin fest davon überzeugt und wurde von Kollegen gewarnt, dass die gegen mich durchgeführte Kampagne eine Vergeltung für mein whistleblowing war und dass es keine andere glaubwürdige Erklärung für diese Kampagne gibt.

Die meisten der Anzeigen sind als vertraulich eingestuft worden.

Ich glaube, dass sich meine Meldungen und Berichterstattung allein auf wichtige klinische Vorfälle bezogen und auf das, was ich für betrügerisches Verhalten hielt.

Ich wurde eindeutig bedroht, verleumdet, schikaniert und diskreditiert von denjenigen, die meinen Glauben an einen qualitativ hochwertigen klinischen Dienst in den besten Traditionen des NHS nicht teilten und sich durch meine Meldung eindeutig bedroht fühlten.

Erst seit meinem erzwungenen Ausscheiden, scheint aus den bisherigen begrenzten Offenlegungen immer deutlicher hervorzugehen, dass es eine geheime Vergeltungskampagne gab, um mich als Rassisten zu brandmarken und mich fälschlich der Vorurteile gegen schwarze und Ärzte mit Migrationshintergrund zu beschuldigen.

Ich fühle mich viel zu verängstigt und traumatisiert, um mich wieder für eine andere NHS-Arbeitsstelle zu bewerben – schon der Anblick des NHS-Logos macht mich krank.

Ich bin sehr sehr einsam und fühle mich extrem traumatisiert von dem, was passiert ist.

Ich habe viel zu viel Angst, um trotz meiner lebenslangen Berufung, dieser Organisation zu dienen, und ihrer lobenswerten Werte, an die ich immer noch nachdrücklich glaube, jemals eine Rückkehr in den NHS in Betracht zu ziehen.

Dr. Duffy war im Jahr 2000 dem RLI beigetreten und hatte 2003 die klinische Leitung der Urologie-Abteilung übernommen. Die Probleme begannen 2005, als Dr. Madhra von ihm aufgefordert wurde, einen Patienten mit akuter Wundinfektion zu behandeln. Als Dr Madhra nicht erschien, wurde Dr. Duffy  von einem Familienessen geholt, um den Patienten zu behandeln. Dr. Madhra erschien am nächsten Nachmittag in seiner Golfkleidung.

Dr. Duffy sagte, dass er den Fall den älteren Kollegen berichtet habe, inklusive, dass Dr. Madhra nicht in der Lage sei, ein Ultraschallgerät zu benutzen und mehrere Krebsfälle übersehen hatte. Herr Madhra wurde daraufhin zur Auffrischungsschulung geschickt und von der Arbeit freigestellt. Dr Duffy sagte weiter, dass er später von jemandem gewarnt wurde, weil er Madhra habe“offen darüber sprechenhören, wie er Rache nehmen wollte“.

Als dann Dr. Jain und Dr. Naseem 2009 in das Kollegenteam kamen, wurde Dr Duffy zum Ziel deren Hasses und Verachtung und mußte sich einer Anhörung unterziehen, um Anschuldigungen bzgl. seiner Inkompetenz zu begegnen. Die Fehde vertiefte sich, als Dr. Madhra den Vorgesetzten meldete, daß die Niere eines Patienten angeblich unnötig entfernt werden sollte. Dr. Jain und Naseem beschuldigten daraufhin Duffy, der die meisten Notfälle in der Klinik behandelte, daß er Patienten schädige und unnötig operiere.

Dr. Duffy behauptete andereseits, dass Jain ihn außerhalb eines Operationssaals auf „einschüchternde Weise“ konfrontiert und ihn gegen eine Wand gedrückt habe.

Als ein Gerichtsmediziner den Tod eines Patienten untersuchte, welcher wegen einer um 48 Stunden verzögerten Behandlung an einer Sepsis verstorben war, behauptete Dr. Duffy, dass Beweise für diese Nachlässigkeit „unterdrückt“ wurden, und meldete seine Bedenken an die Care Quality Commission. Ohne sein Wissen kam es daraufhin im Dezember 2014 zu einem Treffen der drei Ärzte (die beiden Inder und der Pakistani) mit Beamten des BMA und der Britishen Vereinigung der Ärzte mit indischem Migrationshintergrund, bei dem Duffy des Rassismus beschuldigt wurde.

Dr. Duffy: „Es ist schwierig, dieses Gift völlig falscher Behauptungen noch zu steigern. In meinen ersten Monaten im Trust wurde ich gewarnt, dass ich um jeden Preis eine Anschuldigung wegen Rassismus gegen mich vermeiden müsse. Mir wurde gesagt, dass solche Anschuldigungen, auch wenn sie völlig ungerechtfertigt sind, Karrieren zerstören können und dass der NHS dazu neigte, Rassismusvorwürfe als „schuldig bis zum Beweis der Schuld“ zu betrachten.

Leider konnte ich mich während dieses Treffens nicht verteidigen, da ich von all diesen Vorgängen und diesem Treffen nichts wußte, bis ich dann nach 16 Jahren als Arzt arbeitslos war.

Im Jahr 2015 wechselte Dr. Duffy ins Furness General Hospital, wo er zum „Doktor des Jahres an vorderster Front“ gewählt wurde, weil er Wartezeiten verringert und die Dienstleistungen verbessert hatte.

Aber im selben Jahr wurde Naseem zum klinischen Leiter der Urologieabteilung der Stiftung ernannt, und Dr. Duffys Gehalt wurde wegen nicht angerechneter Überstunden um 36.000 Pfund gekürzt.

als ich hörte, daß Rassismusvorwürfe gleich von drei Kollegen gegen mich gestellt wurden und ich in einer Anhörung dazu erfuhr, daß diesbezüglich bereits Dokumentationen in der Abteilung erstellt und verbreitet worden waren, stand ich unter Schock.

Ich erinnerte mich an die offene Feindseligkeit, die mir in den letzten Jahren von einer kleinen Anzahl von BME-Ärzten entgegengebracht wurde, und erkannte, dass es eindeutig eine bedeutende Verleumdungskampagne gegen mich gegeben hatte, die Jahre zurückging. Mir wurde dann die Möglichkeit geboten, meine erzwungene Kündigung zurückzuziehen und ich wollte darüber nachdenken. Aber diese Offenbarung war so unglaublich verletzend und ich war so verwirrt, da ich immer versucht habe, alle Mitarbeiter aus allen Bereichen einzubeziehen und zu unterstützen, daß alles, woran ich jetzt denken konnte war: raus und weg, Frischluft…

Zuerst wollte ich nach dieser Anhörung zurück zum RLI fahren, wurde aber von der Ungeheuerlichkeit des Ganzen überwältigt und mußte mich erst einmal eine halbe Stunde beruhigen, bevor ich mich entschloß, nach Hause zu fahren und meiner Frau zu erzählen, was passiert war. Meine Karriere im NHS war vorbei, ein für allemal und für immer.

Ich rief an diesem Abend auch meinen Anwalt an, um ihm zu sagen, dass das letzte Stück des Puzzles an seinem Platz war, und ich nun wußte, warum ich so brutal hinausgemobbt  worden war. Dass ich innerhalb weniger Monate von der gemeinsamen klinischen Leitung der Urologieabteilung und des Krankenhausarztes des Jahres zu einem Arbeitslosen mit Rassismusvorwürfen und angeblichen Betrüger geworden war, war für mich nicht zu fassen. Ich träume auch heute noch von Zeit zu Zeit, dass ich wieder dort arbeite und dann wache ich auf, um mich in meiner kleinen Wohnung wiederzufinden.

Weder mein Psychologe noch ich glauben, dass ich in der Lage sein werde, die Alpträume, flash backs und Auslöser für einige der Ereignisse, die meine 16 Jahre an der UHMB geprägt haben, in absehbarer Zeit zu verarbeiten. Ich habe inzwischen andere Ärzte getroffen, die ähnliche Traumatisierungen durchgemacht hatten und sich selbst als „die NHS-Flüchtlinge“ bezeichnen.

UHMB lehnt eine konstruktive Kündigung ab. Die Anhörung wird fortgesetzt. https://www.dailymail.co.uk/news/article-5633131/Doctor-Year-Lancaster-surgeon-forced-quit-racist-allegations-Asian-colleagues.html

 

 

 

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