@Evi Dent zur Antwort

Heimdallwarda: es gehören immer zwei Seiten dazu. Die einen die versklaven und diejenigen, die sich versklaven lassen. Pech haben die Wehrhaften, die in der Mehrheit von Duldern leben müssen, die nicht nur Dulder, sondern Denunzianten und willfährige Diener der Versklaver sind. Ohne diese Willfährigen und Nießnutzer hätte die kleine Elite der Sklavenhalter keine Chance. Was tun, sprach Zeus…
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Evi Dent: Das mit dem „lassen“ ist leicht gesagt, gerade so, als ob jeder Sklave selber an seiner Versklavung mit schuld wäre. Also hätten sich nur die ganzen Mädchen einfach nicht vergewaltigen und messern lassen brauchen oder auch die vielen Menschen seinerzeit nicht ins KZ schicken lassen müssen. Zum Glück gibt es heute die reekersche Armlänge . Zum weiteren Glück gibt es den Herrn Gesetzgeber, der nicht anders kann als seelig geben. Und für die endgültige Glückseeligkeit gibt es die sogenannten demokratischen Mittel um sich zu wehren. Tat Zeus etwas nachdem er sprach?
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Heimdallwarda @Evi Dent:

Die Menschen damals konnten nur ins Lager geschickt werden, weil es Menschen gab, die die Züge fuhren, die Listen erstellten, die Adressen sammelten, die Leute aus ihren Häusern holten oder sie auf den Plätzen in die Züge dirigierten und das als „Richtig“ erachteten oder es ihnen gleichgültig war (wie dem Soros) oder sie einen Minderwertigkeitskomplex hatten und sich nach der allwissenden Obrigkeit richteten.

Und weil es Leute gab, die dabei zusahen, wie ihre Nachbarn und Arbeitskollegen, ihr Bäcker, Metzger, Arzt eingesammelt wurden.

Und an diesem Punkt war dann auch der Zeitpunkt zur möglichen Gegenwehr schon längst verstrichen.

Die Gründe für dieses menschliche Verhalten sind vielfältig. Dazu zählt zum Beispiel auch, daß man sicher froh darüber war, wenn einer aus den roten Schlägertrupps oder ein der Diebstahlprofession zuneigender Zigeuner nicht mehr in der Nachbarschaft wohnte, sondern in einem Arbeitslager.

Wenn heute eine Frau von einem Migranten vergewaltigt wird, liegt das auch mit daran, daß die Männer ihre Frauen nicht mehr schützen, die Eltern ihre Kinder nicht mehr zur Vorsicht erziehen, die Frauen selbst stark sein wollen und sich überschätzen, daß es Lehrer gibt, die der Agenda im Kollektiv und in vorauseilendem Gehorsam folgen, Bürgermeister, die ihre Pflichten und Rechte nicht kennen oder auch den Mut nicht haben, diese Rechte und ihre Macht zu ergreifen. Letztendlich also rationale oder irrationale Ängste und Bequemlichkeit.

Es gibt das Märchen, die Ärzte im Dritten Reich hätten ihre behinderten Patienten, die Kinder, an das System zur Euthanasie aushändigen MÜSSEN. Das war nicht der Fall. Viele haben das nicht getan und keinem einzigen dieser Ärzte ist etwas geschehen. Selbst als die armen seelenpflegebedürftigen Kinder aus einer anthroposophischen Einrichtung zur Ermordung geholt wurden, wäre der Arzt frei gegangen, aber er wollte seine Kinder nicht verlassen… und ist mit ihnen gestorben.

Also die willfährige Mehrheit gibt den Sklavenhaltern erst Macht und Legitimation. Das Teile und Herrsche ist dafür die adäquate Methode. Auch das Belohnungs- und Bestrafungsprinzip und überhaupt die schonungslose Ausnutzung bekannter menschlicher Schwächen und evolutionärer Programme.

Und es gibt Zeitfenster, in denen man leichter etwas verändern kann, etwas Ungutes noch verhindern kann. Diese Zeitfenster schließen sich aber irgendwann, oft dann, wenn die schläfrigen Menschen beginnen, aufzuwachen.

Das führt dann zu Frustration und Traumatisierung, zur Erstarrung, weil „man ja doch nichts (mehr) tun kann“. Und so ergibt man sich der Macht, um des eigenen Überlebens willen. Manchmal auch nur der eigenen Bequemlichkeit, der Karriere willen… je nach dem.
Warum es soviele Willfährige gibt, füllt ganze Bibliotheken.

Der einzelne Widerständler hat nicht selten mehr Macht als er glaubt, lebt aber in großer Gefahr, weil er stets dem Irrtum erliegen kann.

Der Grat zwischen dem Helden, also dem, der an einem entscheidenden Punkt irgendetwas Entscheidendes, ein scheinbar festbestimmtes Schicksal, mit Mut und Tatkraft verändert, und einem Don Quichote oder einem Märtyrer ist sehr sehr schmal.

Wir kennen auch das Sprichwort vom Richtigen, das man zu falscher Zeit tut… ein weiterer Fallstrick.

Wenn alle Sklaven nur ein bißchen mehr Mut zeigten. Im Kleinen. Vielleicht wäre das ein Anfang.

Aber ich trage hier Eulen nach Athen, denn ich bin mir relativ sicher, daß hier sowieso nur die Menschen lesen, die schon viel mehr tun und mutiger denken als eben all diese Willfährigen.
Oft hat man zu hohe Ansprüche an sich selbst. Nein, man muß nicht vor Gericht ziehen, nein, man muß kein Steuerverweigerer werden, man muß sich nicht über Pegida Teilnahme outen,… man ist kein Versager, nur weil man seinen eigenen Platz, seine verwundbare Seele, seinen Gesundheitszustand, seine Ressourcen im Vergleich zu dem Gewaltmonopolisten oder dem Clanmitglied nebenan realistisch einschätzt.

Und doch kann man für sich zu einer Haltung finden und seinen Mut trainieren und das Gute, Schöne, Wahre fördern. Gerade die Bewahrung und die Nährung des Guten, Schönen und Wahren ist Teil des Kampfes und des Widerstandes. Vielleicht sogar der Wichtigste und der einzige GRUND weshalb überhaupt der Kampf geführt wird.

Denn wofür soll ein Volk kämpfen? Woher seine Kraft ziehen? Was verbindet uns über alle Unterschiede hinweg? Wohin streben wir? Wo können wir Vorbild sein für Mitmenschen? Wo für die Suchenden und Verirrten eine Laterne anzünden? Trost spenden? Mut zusprechen?

Und ich habe schon oft erlebt, wie Menschen sich von der aufrechten inneren Haltung, von Wahrhaftigkeit und innerer Schönheit wie magisch angezogen fühlten und es den Anschein hatte, als wollten sie sich daran stärken und orientieren. Sie sind wie magnetisiert von diesem Charisma.

Daß man sich dahingehend richtig entwickelt bemerkt man womöglich auch an den wachsenden Anfeindungen „aus dem Nichts“.  Daher nicht verzagen, man ist auf dem richtigen Weg. Den Widersacherkräften bleibt das Gute, Wahre und Schöne natürlich nicht verborgen und so hat man reichlich Gelegenheit sich zu üben und zu kräftigen.

In diesem Sinne! Wachset und gedeihet einjeder an seinem Platz und in seinem selbst geschaffenen Biotop. Beginnt Eurem Seelenruf zu folgen, seid strebsam, denn es ist kein Zuckerschlecken. Seid treu, dann findet ihr auch Begleiter und werdet wirksam in der Welt. Seid ihr wirksam, dann seid ihr nicht mehr im Kreis der Willfährigen. Ihr seid zu einem unberechenbaren Element im System geworden.

 

2 Kommentare zu „@Evi Dent zur Antwort“

  1. Schöner Artikel, das kann ich Alles unterschreiben. 😉
    Auch, dass man mit einer aufrechten inneren Überzeugung anziehend auf viele andere Menschen wirkt.
    Sogar auf das andere Geschlecht. 🙂
    Auch kommt man dann überhaupt nicht in bedrohliche Situationen.
    Sogar aggressive Menschen, die vielleicht gerade negativ emotional geladen sind, kommen wieder etwas runter, wenn man sich in deren Gegenwart entsprechend verhält.
    Tatsache ist nämlich, es gehören immer zwei dazu, zu allen Situationen im Leben.
    Letzten Endes sogar, wenn wieder irgendwo ein „Messervorfall“ passiert.
    Derjenige, der dann angegriffen wird, hat im Angreifer dann auch was ausgelöst, und wenn es nur auf Grund seiner Ausstrahlung war.
    Wie gesagt, ich bin tatsächlich noch nicht in solch eine Bedrohungssituation gekommen, habe aber schon sehr viele positive Erfahrungen gemacht.

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    1. Vorsicht mit Gedanken, die eine Mitschuld an Ereignissen suggerieren. Es ist keine Schuld, wenn man Opfer wird. Es ist auch kein Schicksal. Ereignisse sind oft für den menschlichen Geist undurchschaubar miteinander verwoben. Aufmerksamkeit ist angesagt. Oft schlagen Ereignisse zu, wenn man unaufmerksam und zu wenig wach ist.

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