Der Österreichkorrespendent: Nukleares von den schweizer Alpen bis zum Ural

So manche Sau in Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen ist noch immer verstrahlt – und das mehr als 30 Jahre nach Tschernobyl. Die Bayerischen Behörden sagen: Belastetes Fleisch kommt nicht in den Verzehr. Doch ein pensionierter Strahlenschutzbeauftragter der Bundeswehr ist sich da nicht sicher…

Wenn Behörden den Verbrauchern Daten vorenthalten

Nicht jedes Wildschwein ist belastet, es kommt auf die Ernährungsgewohnheit an, zum Beispiel Hirschtrüffel… und auf die Zensur aus den Landkreisen…

„Den Landkreis Augsburg möchte ich mal erwähnen. Das ist der, der nach dem Landkreis Regen am höchsten vom Fallout belastet wurde. Demzufolge sind auch die Wildschweine sehr hoch belastet.

Und ausgerechnet der Landkreis Augsburg weigert sich also, Daten rauszugeben. Ich habe da alles Mögliche versucht.“ Karl Urban: „Da stehen bei Ihnen jetzt auch Zahlen. Wo haben Sie die her?“

Helmut Rummel: „Von Augsburg habe ich nur Daten von einer Messstelle, den Namen will ich hier nicht erwähnen. Da hatte ich 2013 extrem hohe Messwerte mitgeteilt bekommen und nur daher weiß ich auch, dass Augsburg, also der Landkreis Augsburg und dort die Wildschweine, so extrem hoch belastet sind. Die Messstelle hat mir damals gemeldet, 88 Messwerte über 10.000 Becquerel. Seitdem habe ich nie mehr etwas vom Landratsamt oder von Augsburg erfahren können, auch nicht von den Messstellen, weil die Messstellen auch alle angehalten wurden, nichts herauszugeben.“….

2017 wird Helmuth Rummel sein Status als Messstelle entzogen, angeblich wegen einer persönlichen Fehde; immer weniger Ämter beantworten seine Anfragen. Die bayerischen Staatsforsten verlangen auf Anfrage eine Gebühr von 80 Euro, erzählt er – für gerade drei Messwerte.

„Für was habe ich denn das bayerische Umweltinformationsgesetz, wenn dann für einfache schriftliche Auskünfte – und die Reduzierung auf drei Messwerte ist nun wahrlich einfach – wenn man 80 Euro verlangt? Ich habe das natürlich abgelehnt.“

Am Ende hat Rummel dennoch eine stattliche Liste zusammen: ein Blatt Papier, mit dem Kugelschreiber eng mit Zahlen beschrieben. Speziell die Höhe der Werte fand er bemerkenswert.

„Beispiel: Ich habe 2017 zirka 500 Messwerte über 1.700 Becquerel festgestellt bis hin zu 12.000 Becquerel. Das war 2017 der höchste Messwert. In diesen 500 Messwerten waren zudem noch 34 Messwerte über 10.000 Becquerel enthalten.“

10.000 Becquerel: Das entspricht dem 16-fachen Grenzwert für Lebensmittel und dem Limit der Geigerzähler. Noch höhere Messwerte können nur aufwendig mit einem Gammaspektrometer bestimmt werten – und liegen einzelnen Landratsämtern vor.

„Jetzt habe ich einen Vergleich gemacht, den Internetauftritt durchforstet, also mal nachgesehen und siehe da: Im Internetauftritt des LfU findet der Verbraucher keinen einzigen dieser hohen Messwerte.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt, kurz LfU, veröffentlicht stattdessen überwiegend Stichproben von Wildschweinfleisch aus dem Handel.

Kein Interesse die Strahlenbelastung publik zu machen

An das Landesamt für Umwelt: „Warum werden – anders als etwa in Baden-Württemberg – nicht pro Landkreis und Jahr deutlich aussagekräftigere Maximal- und Medianwerte aller gemessenen Tiere veröffentlicht?“

Die Antwort schickt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, LGL

Das LGL […] prüft stichprobenartig […] ob Lebensmittelunternehmer der Verpflichtung zur Einhaltung Ihrer Sorgfaltspflicht […] entsprechen. Die Ergebnisse der Wildbretmessstellen, die von den Jägern zu Eigenkontrollen im Rahmen der Einhaltung der Sorgfaltspflicht genutzt werden, liegen dem LGL jedoch nicht vor.
[Schriftliche Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf eine Anfrage des Deutschlandfunks] 

Bis heute ist kein nennenswert belastetes Fleisch im Handel entdeckt worden. Die Behörden sagen: Weil solches Fleisch auch nicht verkauft werde. Helmut Rummel dagegen meint: Es werden schlicht zu wenige Daten überhaupt zusammengetragen und ausgewertet. Obwohl es sie sehr wohl gibt. Wenn schon nicht beim Bayerischen Jagdverband, dann doch zumindest bei den Kreisverwaltungsbehörden: Jeder Jäger, dessen erlegtes Wildschwein über dem Grenzwert für Radiocäsium liegt, kann nämlich eine Entschädigung erhalten. Dafür hat er einen Antrag zu stellen – und muss das Messprotokoll einreichen. Diese Daten sind es, die Helmut Rummel bei vielen südbayerischen Landratsämtern abfragte und zu seiner umfangreichen Liste zusammenführte.

„Die Information des Landesamtes für Umwelt ist absolut untauglich und verstößt gegen das Strahlenschutz-Vorsorge-Gesetz Paragraph 1: Vereinfacht ausgedrückt, die Strahlenexposition der Menschen durch angemessene Maßnahmen so gering wie möglich zu halten, heißt es dort. Der Verbraucher kann sich ja nur adäquat verhalten, wenn er die zum Teil extrem hohen Messwerte überhaupt erfährt. Aber in Bayern erfährt man diese Messwerte nicht.“

Zumindest die Jäger könnten so unwissentlich ein Risiko eingehen. Denn nicht jeder Jäger dürfte den Weg zu einer Messstelle in Kauf nehmen, wenn er das Tier selbst verzehren möchte.

Frage an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: „Sehen Sie ein erhöhtes persönliches Risiko für Mitglieder von Jägerfamilien, die Tiere selbst verwerten?“

Antwort des LGL:

Sehr geehrter Herr Urban, entsprechend den dem LGL vorliegenden Informationen sind die Jäger sehr gut über die Thematik informiert und nehmen Eigenkontrolluntersuchungen der Radiocäsiumbelastung der erlegten Wildschweine vor.
[Schriftliche Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf eine Anfrage des Deutschlandfunks]

Sechs Kilo Wildschwein entspricht zwölf Mal Lunge röntgen

In seinem Wohnzimmer in Murnau widerspricht Helmut Rummel vehement.

„Ein ganz wichtiger Punkt meiner Recherchen ist folgender: Im Jahr 2017 wurden alleine in Südbayern in den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern und Schwaben und nur dort über 14.000 Wildschweine nicht gemessen aber verzehrt.“

Das Bundesverwaltungsamt in Köln hat im gleichen Zeitraum bundesweit nicht einmal 5.000 Entschädigungen für belastetes Wildschweinfleisch ausgezahlt. Auch das Fallwild, also etwa bei Verkehrsunfällen getötete Wildschweine, hat Rummel herausgerechnet. Am Ende zieht er diesen Schluss: Viele bayerische Jäger verzehren die Wildschweine ohne Kontrollmessung. Und aus einem 50 Kilogramm schweren und möglicherweise schwer cäsiumbelasteten Keiler lässt sich längst nicht nur ein Sonntagsbraten zubereiten.

„Ich habe ja auch eine Rechnung gemacht aufgrund der vorliegenden hohen Messwerte. Und da sieht es nun so aus: Der Jäger braucht, wie ich meine, einen anschaulichen Vergleich. Und wenn man dem Jäger das sagt: Du isst sechs Kilo Wildschweinfleisch, belastet mit 3.000 Becquerel, dann hast du pro Kopf und Jahr eine Dosisbelastung vergleichbar mit zwölf Röntgenaufnahmen der Lunge, dann wird er da vorsichtiger.“

Helmut Rummel hat in den vergangenen Jahren hart um mehr Einsicht bei den Beamten gekämpft und sich dabei offenbar nicht immer beliebt gemacht. Der Radiochemiker Georg Steinhauser hat Verständnis für die bayerischen Behörden, die den Ball vermutlich flach halten wollten.

„Das Thema Radioaktivität ist extrem emotional vorbelastet. Da gibt es wahrscheinlich kaum ein vergleichbares Thema, wo die Emotionen derart hoch gehen. Und das einzige, was dagegen helfen kann, ist letztlich die Vermittlung von Wissen und Bildung. Wenn wir die Leute entsprechend aufklären, dass selbst eine Überschreitung des Grenzwertes noch nicht das Schicksal des Krebstods besiegelt, dann wäre schon viel erreicht.“

Wenn er sich zweimal im Jahr 200 Gramm Wildbret aus heimischen Wäldern gönnt, dann sei das Risiko für den Jäger vermutlich äußerst gering, sagt der Radiochemiker Georg Steinhauser.

„Ich würde auch nicht zögern, Wildschwein zu bestellen, weil selbst eine Grenzwertüberschreitung auf meinem Teller mir noch keine unzumutbare Strahlenbelastung verursacht. Das Ganze habe ich mit einem Flug nach Mallorca schon wieder drinnen, wenn die kosmische Höhenstrahlung auf mich trifft.“

https://www.deutschlandfunk.de/radioaktiv-belastete-wildschweine-problem-sau.740.de.html?dram:article_id=439784

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30 Minuten am See gefährden das Leben

Der Karatschai-See im südlichen Ural gilt als einer der gefährlichsten Orte der Welt. Schon ein kurzer Aufenthalt kann tödliche Folgen haben.

Doch spätestens am Stadteingang wird klar: Hier ist alles anders.

Osjorsk (Stadt am See) – der Name klingt malerisch. Und er legt nahe, dass man sich dort herrlich am Wasser erholen kann. Doch der Schein trügt.

Dies einerseits, weil die Stadt nach einem Atom-GAU im Jahr 1957 radioaktiv verstrahlt ist (siehe Bildstrecke oben) und deshalb nur auf Einladung sowie mit Genehmigung besucht werden darf.

Andererseits, weil der im Stadtnamen erwähnte See aufgrund seiner radioaktiven Strahlung als einer der gefährlichsten Orte der Welt gilt – und das nicht erst seit dem Atomunfall.

Sorglose Entsorgung von Atommüll

So leiteten die Mitarbeiter der nahe gelegenen Kerntechnischen Anlage Majak (siehe Box 1) die dort abfallenden radioaktiven Abfälle ab 1948 in den rund 50 Hektar grossen, künstlichen See. Welche Mengen damals diesen Weg nahmen und wie lange, wurde nie öffentlich gemacht.

So gefährlich ist Cäsium-137

Der radioaktive Stoff ist relativ flüchtig und kann – einmal freigesetzt – grosse Flächen für Jahrzehnte kontaminieren.

Auch im menschlichen Organismus kann er schlimme Schäden verursachen. Chemisch gesehen verhält sich Cäsium-137 wie das ungefährliche Kalium, für das es vom Körper gehalten wird. Es wird statt seiner von den Körperzellen aufgenommen und vor allem in Muskel-, Nieren-, Leber- und Knochenzellen, aber auch im Blut angereichert.

Beim Zerfall von Cäsium-137 entstehen sowohl schädliche Beta-, als auch die alles durchdringenden Gammastrahlen. Im Körper zerstört die Strahlung des radioaktiven Stoffs den Energiehaushalt, den Stoffwechsel und die DNA der Zelle.

Doch es dürften gigantische Mengen gewesen sein. So berichtete die «Süddeutsche Zeitung» vor einigen Jahren, dass noch immer vier Exabecquerel des langlebigen radioaktiven Elementes Cäsium-137 lagern (siehe Box 2). Das bedeutet, dass dort pro Sekunde vier Milliarden Atomkerne zerfallen und dabei radioaktive Strahlung freisetzen.

Kerntechnische Anlage Majak

Majak («Leuchtturm») war die erste Anlage zur industriellen Herstellung spaltbaren Materials für Kernwaffen der Sowjetunion. Seit 1987 wird dort jedoch kein kernwaffenfähiges Material mehr produziert. Haupttätigkeitsfelder sind seitdem die Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen und die Produktion von Radionukliden. Diese werden in verschiedenen Bereichen der Technik und der Medizin eingesetzt.

Für die Menschen in der Region hatte das tödliche Folgen. Denn das verseuchte Wasser gelangte auch in die Flüsse der Umgebung – und so zu den Menschen. Die Bauern tranken es oder fingen und assen die darin schwimmenden Fische.

Weitere Katastrophe

Mitte der 1960er-Jahre trocknete der See aus und schrumpfte auf 15 Hektar zusammen. Heftige Stürme verteilten die trocken gefallenen, radioaktiven Sedimente als Staub viele Kilometer weit. Insgesamt wurden dabei gemäss Zeit.de 200’000 Gigabecquerel freigesetzt.

Rund eine halbe Million Menschen sollen einer Strahlendosis ausgesetzt worden sein, die etwa so hoch gewesen sein soll wie in Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe.

Betonabdeckung bröckelt

Damit sich Derartiges nicht mehr wiederholt, wurde der See mittlerweile mit einer meterderdicken Betondecke abgedeckt.

Nicht das Gewässer oben links ist der Karatschai-See, sondern die beige-gräuliche Fläche unten rechts im Bild. (Bild: Google)

Die finalen Arbeiten sollen im Jahr 2015 stattgefunden haben. Um die Arbeiter nicht zu gefährden, durften sie sich nur kurze Zeit vor Ort aufhalten. Die Fahrzeuge waren zum Schutz vor der Strahlung mit Bleiplatten verstärkt.

Doch trotz dieser Vorkehrungen ist die Gegend um den Karatschai-See alles andere als sicher. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll die radioaktive Belastung in der Gegend die globalen Richtwerte teilweise um ein Tausendfaches überschreiten. Schon eine halbe Stunde soll tödliche Folgen haben.

Hinzu kommt, so der MDR, dass die Abdichtung bereits bröckeln soll.

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Schweizer Atomkraftwerke lt. Studie riskanter als gedacht

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Kaum einer getraut sich mehr in die Schutzzone von Fukushima. Vergleicht man aber die Strahlenwerte, wird klar: Sie sind gleich hoch, wie in unseren Alpen.
soll uns das nun beruhigen oder eher besorgt stimmen?
Wegen der grossen Menge an radioaktiv strahlendem Radon und Uran ist die Strahlenbelastung in den Schweizer Alpen bis zu zehnmal höher, als der Grenzwert.

  • Der Durchschnittswert an Strahlung in Fukushima und den Alpen ist gleich hoch.
  • Auch die maximalen Werte sind an beiden Orten gleich.
  • Walter Rüegg, ehemaligem Chefphysiker der Schweizer Armee, erklärt, warum das so ist.
Nun sagt Walter Rüegg, ehemaligem Chefphysiker der Schweizer Armee: «Die radioaktive Strahlung in der Schutzzone von Fukushima ist etwa gleich hoch, wie in den Schweizer Alpen.» Der hohe Uran- und vor allem Radongehalt im Alpenboden führe dazu, dass die Strahlung stellenweise ein Vielfaches des internationalen Durchschnitts beträgt.

In Fukushima würde ein Bewohner in der Kernzone, der sogenannten No-Entry-Zone, eine Lebensdosis von etwa 400 mSv erhalten, erklärt Rüegg. «Die Strahlung in den Alpen führt, zusammen mit dem Radon im Boden und der körperinternen Strahlung zu einer gleich hohen Lebensdosis an radioaktiver Strahlung», so der Physiker weiter.

Der Mittelwert an Strahlung, der wir Schweizerinnen und Schweizer während unseres gesamten Lebens hier ausgesetzt sind, beträgt derweilen laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) 350 mSv.

Nun ist die Lebensdosis an Strahlung allerdings ein Mittelwert. Zusammengesetzt aus Zeiten, in denen der entsprechende Mensch nur sehr kleinen Strahlendosen ausgesetzt ist. Dazu kommen Zeitspannen, in denen die Strahlendosis innert kürzester Zeit viel höher ist. In Fukushima beispielsweise war dies zum Zeitpunkt des Tsunami der Fall.

«Da waren die Bewohner von Fukushima kurzzeitig einer Strahlung von 1000 mSv ausgesetzt. Solche Spitzen allerdings kennen wir auch in den Alpen.»

Sind wir – ohne es zu ahnen – in Gefahr? Rüegg schüttelt den Kopf – und holt aus. «Radioaktivität kommt überall im Boden natürlich vor. «Die Menschen, die an Orten mit besonders hoher natürlicher Radioaktivität leben, erfreuen sich bester Gesundheit», so Rüegg.
Zuviel des Guten allerdings kann tödlich sein. «Darum wurden bereits vor etwa 100 Jahren Grenzwerte festgelegt. Doch als Folge unserer Angstkultur wurden diese in neuerer Zeit stetig gesenkt. Heute sind die Schutzwerte tiefer, als die natürlichen Strahlenwerte in praktisch allen Regionen der Welt», erklärt Rüegg.

Dazu gehört auch die Schweiz. Während die Strahlenwerte im Mittelland etwa dreimal höher sind, als der vorgegebene Grenzwert, betragen sie in den Alpen gerne mal das Zehnfache. …

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Auch 32 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind die Auswirkungen in Deutschland zu beobachten. Das belegen Messergebnisse des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), nach denen Wildpilzarten in bestimmten Regionen Bayerns nach wie vor stark radioaktiv belastet sind.

Bei landwirtschaftlichen Produkten insgesamt sei die Belastung infolge des Reaktorunfalls von Tschernobyl aber deutlich zurückgegangen, die aktuellen Messwerte seien gering, heißt es in einer Mitteilung des BfS.

Bei einer Reihe wild wachsender Speisepilze würden immer noch deutlich erhöhte Werte des radioaktiven Cäsium (Cäsium-137) gemessen, welches nach dem Unfall in Tschernobyl ausgetreten ist. Demnach könnten beispielsweise Braunscheibige und Orangefalbe Schnecklinge oder Rotbraune Semmelstoppelpilze bis zu einige 1000 Becquerel (Bq) Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse aufweisen.

„Bei einigen Wildpilzarten kann auch mehr als drei Jahrzehnte nach dem Tschernobyl-Unfall noch keine Entwarnung gegeben werden. Unsere Messergebnisse zeigen, dass die radioaktive Belastung dieser Pilzarten im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln nach wie vor sehr hoch ist“, wird BfS-Präsidentin Dr. Inge Paulini zitiert.

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Ein Gedanke zu „Der Österreichkorrespendent: Nukleares von den schweizer Alpen bis zum Ural“

  1. Als der Chernobyl-Fallout über Österreich zog, regnete es im oberösterreichischen Hausruckgebiet, einer dicht bewaldeten Hügelkette des Alpenvorlandes.
    Immer noch gibt es dort Flecken, die dieselbe oder sogar höhere Strahlenbelastung wie die in der Geisterstadt Pripjat nahe am Unglücksreaktor aufweisen.
    Entsprechend verstrahlt sind die dort erlegten Wildschweine…
    Praktisch allerdings ist der dortige Nachtansitz auf Sauen:
    Man benötigt kein Nachtsichtgerät, um die Schweine zu entdecken – sie leuchten von selbst 😄

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