Hate speech – was tun?

Quelle: https://diaryofacrisismapper.com/2016/10/02/monitoring-hate-speech-online-are-we-focusing-on-the-right-issue/
speech

Auszug: …Online-Hassrede ist in der Tat eine Form der Kommunikation. Genauer gesagt, ist es eine Form der Kommunikation, die es den Menschen ermöglicht, Tools wie Facebook und Twitter zu nutzen, um ihre gedanklichen Verzerrung zu verstärken und andere zu finden, die mit ihnen übereinstimmen und die sie (nicht unbedingt bewusst) nutzen können, um ihre Botschaft zu verbreiten. Antifanten sind das Paradebeispiel…

Hassreden sind somit Ausdruck von Hass als Gefühl, das aus ethnographischer Sicht der Liebe sehr ähnlich ist: Während die Liebe jedoch Gehirn-Bereiche zu deaktivieren scheint, die traditionell mit einer Urteilsbildung verbunden sind, aktiviert Hass Bereiche im frontalen Kortex (vorderen Gehirnanteil), die an der Beurteilung einer anderen Person und der Vorhersage ihres Verhaltens beteiligt sein können. Wie Jacobs und Potter (1998) erinnern, geht es bei Hassverbrechen daher „nicht wirklich um Hass, sondern um Verzerrung oder Vorurteile“.

was bitte haben zu tiefst menschliche Gefühle wie LIEBE nun mit Ethnographie zu tun? Ersteinmal gar nichts, ausser man politisiert sie! So wie das LinXe gerne tun, einschließlich, dass sie es nicht bei Beobachtung und Verstehen belassen, sondern möglichst nach ihrem Gusto hineinmanipulieren: 

Eine Ethnographie versucht das Zusammenleben, die soziale und politische Organisation und die kulturellen Ausprägungen einer abgegrenzten Gesellschaft aus der Sichtweise ihrer Angehörigen zu beschreiben und zu verstehen. Allgemein ist heute jedoch umstritten, inwieweit dies grundsätzlich möglich ist. So weist beispielsweise der Ethnologe Clifford Geertz 1988 in seinem Buch „Die künstlichen Wilden“ darauf hin, dass es keine objektive Ethnographie gebe und Ethnographen durch die Abbildung einer fremden Welt zugleich eine Fiktion schaffen.

Wenn dies (also Hassrede aufgrund von falschen Vorstellungen und Vorurteilen entsteht) der Fall ist, sollten wir vielleicht anfangen, sie so zu betrachten, dass das zugrunde liegende Problem der Hassreden, vor allem der Taten und der Interaktionen, angegangen wird. Wenn Hass auf Voreingenommenheit und Vorurteilen beruht, sollten wir nicht versuchen, die Ursachen dieser Faktoren anzugehen, anstatt ihren Ausdruck zu bestrafen?

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich sage nicht, dass es keine Vorschriften gegen Hassreden geben sollte. Aber ich denke, dass wir hier vergessen, dass wir die Hassrede nicht mit den Gesetzen dagegen stoppen werden: Der einzige Weg, sie zu stoppen, ist, die Grundursache anzugehen, also die Menschen einbezieht, die aufgrund ihrer Vorurteile entsprechend reden und handeln und diese Vorurteile ändern.

Das Beispiel, an das man sich erinnert, ist, was ägyptische Blogger taten, um den pro-Mubarak Facebook-Seiten in Ägypten entgegenzuwirken: Sie nahmen tagelang eine bestimmte Seite ins Visier und osteten dort Videos, Nachrichten und alles, was sie konnten, gegen das Regime.

Es ging dabei nicht darum, Nachrichten zu posten, es ging darum, allen Zuschauern dieser Seite eine völlig andere Vision von Ägypten zu vermitteln, mit Artikeln, Interviews und so vielen verifizierten Informationen, wie sie finden konnten, um die Meinung der Leser zu ändern. Es ging nicht darum, ihnen zu sagen, dass sie ungebildet sind, sondern darum, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung zu ändern und einen anderen Standpunkt einzunehmen: Alles in allem zielen solche Aktionen auf ihre verzerrten Ideen. Diese Taktik versucht youtube auch gerade bei mir anzuwenden, in dem es zum Beispiel nach einem interessanten Volkslehrer-Beitrag oder einer Runde Uwe-Tagesschlau mir sämtliche GEZiefer Sendungen in der Seitenleiste zum Fraß vorwirft, die es gibt.

So, warum können wir nicht die gleiche Methodik anwenden, um Hassreden entgegenzuwirken? Warum können wir nicht anfangen, die Wahrnehmung der Menschen, von dem „Anderen“, zu verändern, indem wir dasselbe Werkzeug verwenden, mit dem sie Hassreden propagieren?

…wir müssen anfangen, zu überlegen, was wir mit diesen Berichten machen und wie wir Menschen mit den richtigen Informationen ansprechen, um ihre Ansichten zu ändern, nicht, wie wir sie ins Gefängnis bringen können, wenn sie sich ausdrücken. Denn, seien wir ehrlich, ihre Ideen können nicht im Gefängnis bei ihnen bleiben.

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