Frouwe aus ´em Wald: Dunkel-Grün und leugnende Wissenschaftsreichsbürger

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/gruene-und-cdu-zerstoeren-gebrueder-grimms-wald/

…Es ist ein märchenhafter Wald, knorrige jahrhundertealte Baumriesen, seltene Tierarten, sagenumwobene Burgen, so wie er in der Heimat der Gebrüder Grimm aussieht. Oder besser ausgesehen hat. Denn Grüne und CDU in Hessen wollen gerade den Reinhardswald zerstören, eines der ältesten Naturschutzgebiete des Landes, das größte zusammenhängende Waldgebiet Nordhessens mit Lebensräumen für geschützte Arten. Genau dort sollen riesige Schneisen in die Wälder geschlagen und gewaltige Windparks gebaut werden.

http://www.kath-info.de/evolution.html

…Wir merken uns also: Nach Holubar sind „Theorien wie die Evolutionstheorie (…) immer wieder überprüf- und widerlegbar.“

Nun wenden wir unseren Blick nach Deutschland und stellen verwundert fest, daß Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Vizepräsident des Verbandes Deutscher Biologen und dort Vorsitzender der von ihm selbst gegründeten AG Evolutionsbiologie, genau das Gegenteil sagt: Er meint, es sei „inakzeptabel, die Evolution als Faktum in Frage zu stellen„. Ah! gibt es demnächst Gerichtsverfahrens-Parallelen a`la Holocaust-Leugnung? Eine Gesetzesinitiative zur Evolutions-Leugnung? Wahrscheinlich haben wir aber Glück, denn Evolution ist in den Köpfen als EvolutionsTHEORIE eingebrannt und Theorien sind nun einmal, was sie sind, nämlichen THEORIEN.

Er reagiert damit auf einen Vorschlag von Hessens Kultusministerin Karin Wolff, „fächerübergreifende und -verbindende Fragestellungen aufzuwerfen“. Sie hatte Anfang Oktober erklärt, „dass man nicht einfach Schüler in Biologie mit der Evolutionslehre konfrontiert und Schüler im Religionsunterricht mit der Schöpfungslehre der Bibel. Sondern dass man gelegentlich auch schaut, ob es Gegensätze oder Konvergenzen gibt.“

oh, warum plötzlich diese Sensitivität? Das hat doch bisher niemanden gestört? Ob das wohl an den Überzeugungen neu zugewanderter Kameltreiber-Religions-Interpreten liegen könnte? Und die Frau Kultusministerin zwar „Bibel“ gesagt, aber „Koran“ gemeint hat? Für die BRiD Politiker ist das ja das selbe. Unterschiede marginal, der selbe Gott, der nur ein wenig anders spricht, mal so, mal so und dadurch seine Allmacht zeigt, auf Erden Verwirrung und Zwietracht zu stiften, auf daß seine Schäflein und Wölflein auf möglichst blutigem Pfade zu ihm und vielen Jungfrauen finden mögen.
Für Kutschera ist die Evolution keine Theorie, sondern eine Tatsache, und Wolff benutze die Sprache der Kreationisten, wenn sie von Evolutions- und Schöpfungstheorie spreche.

Faßt man die Standpunkte von Holubar und Kutschera zusammen, kann man sagen: Nach Holubar ist es Pseudo-Wissenschaft, die Evolution nicht als überprüf- und widerlegbare Theorie, sondern als Tatsache hinzustellen.

Nach Kutschera ist es genau umgekehrt: Es ist pseudowissenschaftlich, die Evolution als Tatsache in Frage zu stellen.

Bei beiden handelt es sich um kompetente Naturwissenschaftler und Verteidiger der Evolutionstheorie.

Die Kritik Kutscheras, der als Vizepräsident seines Verbandes mit anderen Wissenschaftlern einen offenen Protestbrief an die Ministerin gerichtet hat, ist verständlich, wenn sie auf die Gefahr abzielt, daß pseudowissenschaftliche Argumente gewisser Kreationistenkreise mit seriösen wissenschaftlichen Befunden auf eine Stufe gestellt werden. Ein, zwei Beispiele wären hier angebracht gewesen für nicht tief in der Materie verwurzelte Leser…

Den Fehler Kutscheras sehe ich jedoch darin, daß er die Reflexion über den wissenschaftlichen Status der Evolutionstheorie mit solcher Pseudowissenschaft in einen Topf wirft.Distanzeritis, denn das ist ja der schlimmste Vorwurf „Pseudowissenschaft“ das ist vermutlich soetwas wie „Wissenschafts-Nazi“? Oder „Wissenschafts-Reichsbürger“!

Die Notwendigkeit solcher Reflexion erhellt allein schon aus den gegensätzlichen Standpunkten von Holubar und Kutschera. Mit dieser Reflexion verläßt man freilich die naturwissenschaftliche Ebene und betreibt Philosophie. Zur Philosophie gehört auch die Gottesfrage.

Bei einer nüchternen philosophischen Reflexion über das Verhältnis von Schöpfungslehre und Evolutionstheorie geht es nicht darum, das Faktum der Evolution zu leugnen, huch??? Tatsächlich? Wie kommt man denn auf dieses schmale Brett? Aber wie das ist mit der Verwendung falscher Begrifflichkeiten wie „Leugnung“ kennen wir aus den Vorgängen um die Holocaust-Leugnung. Und nun gibt s auch den Bestand der Evolutions-Leugnung im Kampfgebiet der Religiösen gegen die Wissenschaftsreligiösen. Der Kampf um den richtigen Gott….Großartig!

sondern die Frage zu untersuchen, ob und wie weit die Evolutionstheorie beanspruchen kann, das Ganze der Wirklichkeit ohne Gott erklären zu können.

Mit der entsprechenden Forderung ist die Ministerin tatsächlich auf der Höhe der Zeit. Die gegenwärtigen Auseinandersetzungen spätestens seit Schönborns Artikel schreien geradezu danach ein link-Verweis dorthin war anscheinend nicht möglich… zuviel Aufwand..

Für Kutschera freilich ist das Verhältnis ganz einfach und ausgemachte Sache: „Wir haben aber auf der einen Seite wissenschaftliche Tatsachen, auf der anderen einen 2000 Jahre alten christlichen Mythos.“ Nun könnte man die Bezeichnung des biblischen Schöpfungsbericht als „Mythos“ richtig verstehen, wenn nicht aus anderen Äußerungen Kutscheras hervorgehen würde, daß sein Realitätsbegriff Gott oder andere naturwissenschaftlich nicht faßbare Größen ausschließen würde. Genau diese Verengung des Realitätsbegriffs und damit auch die des Rationalitätsbegriffs auf die naturwissenschaftliche Methode ist für das Umschlagen des methodischen Atheismus in einen weltanschaulichen, wie wir es bei Kutschera beobachten können, verantwortlich. Macht nichts… das wird sich in den nächsten 50 Jahren unter Mohammads Führung schon geraderichten, ganz sicher.

Was naturwissenschaftlich nicht nachweisbar ist, wird auf die Seite des Mythos oder des Gefühls geschlagen. Aus diesem aus philosophischer Sicht geradezu naiven Reduktionismus folgt wie von selbst, daß nur eine atheistische Weltanschauung wissenschaftlich sein kann. Jeder hat eben so seine Scheuklappen, aber auch das wird Allah schon richten.

So wäre es ja schön, wenn es nur darum ginge, den naturwissenschaftlichen Unterricht weltanschauungsfrei zu halten, wie Kutschera im Offenen Brief an die Ministerin fordert.

In Wirklichkeit geht es eher um einen Streit der Weltanschauungen untereinander.

Kutschera ist in der 2004 gegründeten Giordano-Bruno-Stiftung engagiert, auch Atheisten brauchen ihre Gurus, oder „rolemodel“ – Rollenvorbilder wie es neusprachlich so schön heißt.

die sich einem naturalistischen, religionslosen Weltbild verschrieben hat. Ihr Vorstandssprecher ist Michael Schmidt-Salomon, darf hier jüdische Herkunft vermutet werden? Juden erscheinen mir äußerst anfällig dafür, daß sie ihren Gottglauben verlieren. Man google nur einmal nach den vielen Juden, die zum Katholizismus überwechselten, insbesondere in Hollywood, wo nun seit Jahrzehnten der Satanismus blüht. Oder die womöglich noch größere Zahl der sich dem Atheismus zuneigenden Ex-Juden zu denen auch Soros zählt sowie die Väter des jüdischen Bolschewismus. Irgendwo habe ich einmal gelesen, das läge an dieser jüdischen Vorstellung, aus deren Gottesbuch, indem ein furchterregender, rachsüchtiger, blutrünstiger Gott über Mensch und Erde UND Geisteswelt herrschte und dadurch die zarteren unter den Seelen verzweifeln läßt, so daß sie sich dann dem Erlösungsgedanken des Christentums zuwenden mögen oder sich gleich gänzlich aus der Spiritualität verabschieden, um dem Gott des Irdischen und Materialismus zu frönen.

verantwortlicher Redakteur eines „politischen Magazins für Konfessionslose und AtheistInnen“ und gleichzeitig einer der Hauptinitiatoren der „Religionsfreien Zone: Heidenspaß statt Höllenqual“, einer Gegenveranstaltung zum Weltjugendtag in Köln 2005 und zum Papstbesuch in München 2006.

Die Verbissenheit, mit der Kutschera seinen Kreuzzug gegen den Kreationismus und alles, was er darunter subsumiert, führt, ist sogar der linken Wochenzeitung „Jungle-World“ aufgefallen, die in der Ausgabe vom Dezember 2005 die wissenschaftlich arbeitenden Vertreter einer Intelligent Design-Theorie gegen die Anwürfe Kutscheras in Schutz genommen und diesem „antikreationistischen Affekt“ vorgeworfen hat. Muß man tatsächlich solch eine Subkultur-Fehde kennen? Wahrscheinlich, denn der Krieg, der beginnt zu toben, ist ein spiritueller und jeder Teilnehmer glaubt von sich, auf der richtigen Seite zu stehen. „we are doing God´s work“ und wenn es auch heißt, die Widersachermächte zu stützen, die es laut Gottesbücher benötigt, um das Armageddon, die ultimative Apokalypse hervorzubringen, damit Gottesreich auf Erden entstehen kann. Leider habe ich keine Quelle mehr, wo ich einen derartigen Ausspruch des Ex-Präsidenten Bush einmal gelesen habe. Aber man kann diese gleiche Haltung der Zionisten er-googeln, die dadurch den größten Unmut der gott-treuen Juden auf sich gezogen haben, die eine derartig anmaßende Einmischung in den Weltenlauf für unverantwortlich halten.

In England hat in diesem Jahr der bekannte Evolutionist und leidenschaftliche Atheist Richard Dawkins seine Kampfschrift „The God Delusion“(„Die Wahnvorstellung von Gott“) veröffentlicht, in der er den Glauben an Gott bekämpft.

„Nun wehren sich Evolutionsbiologen und wollen den Menschen den Glauben austreiben“, berichtet darüber der SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 23. Oktober 2006. So ist es nicht verwunderlich, daß der Mathematiker Rudolf Taschner einen „eigenartigen missionarisch-atheistischen Fundamentalismus“ heraufziehen sieht.

Auf diesem Hintergrund stellt sich für jeden Evolutionsbiologen die Frage, ob er seine Wissenschaft für ideologische Grabenkämpfe mißbrauchen lassen will oder nicht lieber doch den Weg eines auch die philosophische Reflexion nicht ausschließenden Dialogs vorzieht, wie es beispielsweise im September das Treffen des Ratzinger-Schülerkreises vorgemacht hat, bei dem kontrovers, aber sachlich und auf hohem wissenschaftlichen Niveau über die Evolution diskutiert wurde.

Und es stellt sich die Frage, ob dies nicht auch das bessere Modell für den Schulunterricht ist.

Nein, diese Frage stellt sich nicht. Sie ist die EINZIGE richtige Vorgehensweise. Der Autor des Artikels braucht einfach nur mehr Mut und Bewußtsein darüber, wie weit der Relativismus, die Verunsicherung seines wahrhaftigen, intelligenten Denkens, bereits in ihn hineingeträufelt wurde. Er wird nicht zum starren anmaßenden Dogmatiker, nur weil er das Rechte ausspricht und vertritt. er erinnere sich an das Jesus Wort: nicht Fisch, nicht Fleisch!

Der vorgeschlagene Weg jedoch bedürfte bei den Kindern ein hohes Maß an Intelligenz oder Intelligenzschulung und bei der grün-erzogenen , ja geradezu indoktrinierten Lehrerschaft eine Umerziehung ihrer selbst. Das erscheint mir in absehbarer Zeit unmöglich.


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