update: keine Flinte mehr als Zugabe bei Ford Verkäufer in Alabama

Nach einer tödlichen Schießerei in einem kalifornischen Autohaus, bei dem ein entlassener Mitarbeiter seine Ex-Kollegen und sich selbst erschoß, änderte das Autohaus auf Wunsch von Ford sein Angebot.

https://www.freenet.de/auto/neuheiten/gutschein-statt-flinte-bei-fordhaendler-in-alabama_7291128_4717844.html

….Laut Chatom Ford war das „God, Guns and Freedom”-Angebot (Gott, Waffen und Freiheit) ein voller Erfolg. Innerhalb kürzester Zeit sahen sich 60.000 Facebook-User die Offerte an, der Händler wurde mit Anfragen auch aus anderen Bundesstaaten überhäuft, seine Telefonanlage arbeitete an ihrer Belastungsgrenze. Für die Anfragen von spanischsprechenden Amerikanern musste ein Service Manager ran, der einzige Mitarbeiter, der bei Chatom Ford dieser Sprache mächtig ist. Und selbst aus Europa kamen Anfragen nach dem Angebot.

Stolz auf das Land, Freunde der Jagd

Koby Palmer, Verkaufsmanager des Autohauses, erklärt, wie er und sein Team auf die Idee zu der Promo-Aktion kamen: Chatom sei eine sichere Stadt und die Einwohner würden stolz sein auf ihr Land und außerdem gerne zur Jagd gehen. Man wolle auf keinen Fall den Eindruck erwecken, an jedermann Waffen auszuhändigen, beschwichtigt der Verkäufer gegenüber dem Nachrichtenmagazin Newsweek. Käufer müssten mit ihrer Fahrzeug-Rechnung zu einem mit dem Ford-Autohaus kooperierenden Waffengeschäft in Alabama oder Mississippi fahren und würden dort einem Hintergrund-Check unterzogen. Ist alles in Ordnung, händigt der Waffenladen die Schrotflinte aus. Palmer weist darauf hin, dass das Angebot für die lokale Bevölkerung gedacht sei – er wolle seine Ideale nicht exportieren und habe mit niemandem ein Problem, der dieses Angebot ablehne. Nach einem schweren Vorfall änderte das Autohaus jetzt sein Angebot – auf Bitte von Ford.

Tödliche Schießerei bei kalifornischem Ford-Händler

Am vergangenen Dienstag (25.6.2019) kam es in einem Ford-Autohaus im kalifornischen Morgan Hill zu einer Schießerei: Ein Ex-Angestellter erschoss unmittelbar nach seiner Entlassung zwei Autohaus-Mitarbeiter und sich selbst. Laut der Detroit Free Press rief einen Tag später ein Ford-Verantwortlicher beim Autohaus-Chef Colin Ward an und bat ihn, die eigentlich noch bis zum 31. Juli laufende Promo-Aktion zu stoppen. Ward war enttäuscht, schließlich sah er in dem Angebot eine Verpflichtung gegenüber den Kunden. Trotzdem hatte er ein Einsehen und änderte die Aktion: Jetzt bekommen Käufer immer noch die US-Flagge und die Bibel, aber anstelle der Schrotflinte einen 200-Dollar-Gutschein. Die Aktion heißt nun “God and Glory„ (Gott und Ehre). Das Autohaus weist darauf hin, dass es das Recht der Kunden sei, diese 200 Dollar überall auszugeben, wo sie wollen.

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