Der Konzern Rotes Kreuz und die angebliche Datenpanne

hmmm… man fragt sich Blödheit? oder ein kleines Entgegenkommen für eine Spende?

https://www.focus.de/digital/internet/bericht-ueber-datenskandal-bayerisches-rotes-kreuz-hat-sensible-blutspender-daten-an-facebook-gesendet_id_11072984.html

Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes hat gesundheitsbezogene Daten möglicher Spender an Facebook gesendet, darunter auch intime Angaben zu HIV-Infektionen, Schwangerschaften, Drogenkonsum oder Diabetes.

Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Dienstagsausgabe.

Die Daten der Blutspender wurden monatelang bei einem „Vorcheck“ auf der Website blutspendedienst.com erfasst, die von dem gemeinnützigen Tochterunternehmen des Bayerischen Roten Kreuzes betrieben wird.

 

Freiwillige Spender können sich dort scheinbar anonym durch eine Umfrage zu Erkrankungen und anderen Gründen klicken, die sie vom Spenden ausschließen. Da der umstrittene Werbetracker „Facebook Pixel“ in die Seite eingebunden war, wurden die Antworten aber teilweise in Verbindung zu den Facebook-Konten der Spender an das Werbenetzwerk übertragen.

Ein Sprecher des Blutspendedienstes bestritt der „SZ“ gegenüber, dass sich aus den übertragenen Daten Rückschlüsse auf Krankheiten Einzelner ergeben.

Eine technische Analyse der „SZ“ zeigt aber, dass sich aus den weitergeleiteten Daten klar die ausgewählten Krankheiten rekonstruieren lassen.

Unklar bleibt, warum der Blutspendedienst den Werbetracker auf seiner Website eingesetzt hat. Der Sprecher versicherte, dass man eigentlich nur einzelne Seitenaufrufe an Facebook übertragen wollte.

mike tyson lol GIF

Mittlerweile sei der Tracker deaktiviert und man stehe im Kontakt mit dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht.

Experten für Facebook-Marketing halten es für unwahrscheinlich, dass die Gesundheitsdaten aus dem Vorcheck bei Facebook tatsächlich für personalisierte Anzeigen verwendet wurden.

Der Datenschutzverein Digitalcourage bewertete den Fall hingegen kritischer: „Der Blutspendedienst hat absolut fahrlässig gehandelt.“ Solche heiklen Gesundheitsdaten seien etwa für Versicherer äußerst lukrativ.

und dann treibt man mit dem Lobbyisten Spahn die Digitalisierung sämtlicher Gesundheitsprozesse auf die Spitze via Gematik, Telematik Infrastruktur und elektronischer Gesundheitskarte! Durch die Gerichte wird alle Gegenwehr erstickt.

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