Fukushima hat 1/3 der Weltmeere verunreinigt – Japan will weiteres strahlendes Wasser in den Pazifik lassen

Afrika hat viel Wüste. Warum das Wasser nicht einfach dort für 50 Jahre lagern?

Die polnische Fotografin Natalia Sobańska bereiste viele verlassene Orte auf der Welt. Ihre Zeit in der Sperrzone von Fukushima beschreibt sie als traumatisch.

Diese Fotos zeigen, wie es in Fukushima Jahre nach der Atomkatastrophe aussah

2018 reiste sie nach Japan und fotografierte innerhalb der Sperrzone von Fukushima. Zwei Tage lange fing sie dort ihre Eindrücke von Straßen, Waschsalons, Schulen, Shops, Restaurants, Hochzeitsgeschäften und Wohnhäusern ein. Einmal löste sie auch einen Alarm aus und die Polizei kam, wie sie auf Facebook schreibt. „Ich liebe verlassene Orte, aber in der Sperrzone zu sein, war traumatisch. Du bist umgeben von der Tragödie, die sich dort ereignete. Es hat mir in der Seele wehgetan.“

https://ze.tt/diese-fotos-zeigen-wie-es-in-fukushima-nach-der-atomkatastrophe-aussieht/

Die meisten Menschen sind sich der Auswirkungen nicht bewusst, die Katastrophen wie die Kernschmelze von Fukushima auf die Welt haben. Wenn es passiert, stürzen sich die Medien natürlich darauf, aber kurze Zeit später denkt niemand jemals wieder darüber nach.

…Mehr als 80% der Radioaktivität aus den beschädigten Reaktoren landeten im Pazifischen Ozean, da ist Tschernobyl im Vergleich ein Witz. Davon befindet sich derzeit ein kleiner Teil auf dem Meeresboden, der Rest wurde von der Kuroshio Current, einer westpazifischen Version des Golfstroms, aufgefangen und ins Meer geleitet, wo er sich mit dem riesigen Volumen des Nordpazifiks vermischte.

Diese Materialien, hauptsächlich zwei Cäsiumisotope, traten erst kürzlich im östlichen Pazifik auf. Zum Beispiel haben wir 2015 in Fukushima an der Küste in der Nähe von British Columbia und Kalifornien Anzeichen einer radioaktiven Kontamination entdeckt. Während diese Mengen Spuren sind, kann die Gefahr von radioaktivem Material in noch so einer geringen Menge nicht unterschätzt werden. Jede mögliche Aussetzung von Natur, Tier und Mensch mit radioaktivem Material, sei es in noch so einer geringen Menge, summiert sich.

Was sollen wir daraus machen? Es ist falsch zu sagen, dass Fukushima unter Kontrolle ist, wenn eindeutig Radioaktivität im Ozean nachgewiesen ist und aus den immer noch offenen Reaktorlecks jeden Tag radioaktives Material in die Meere fliesst.

Mehr als 1.000 mit bestrahltem Wasser gespickte Tanks stehen landeinwärts vom Kernkraftwerk Fukushima. Jeden Tag werden 300 Tonnen Wasser durch die zerstörten Reaktoren von Fukushima gepumpt, um sie kühl zu halten. Was wohl mit dem Wasser danach passiert? TEPCO will es natürlich in die Meere einleiten.

Das Unternehmen, das die Anlage besitzt, TEPCO, hat ein Filtergerät eingesetzt, das sehr gefährliche Isotope von Strontium und Cäsium aus dem Strom entfernt hat.

Das Wasser in den Tanks enthält immer noch Tritium und Wasserstoffisotope mit zwei Neutronen. Tritium ist ein Hauptnebenprodukt von Kernreaktionen und es ist schwierig und teuer, es aus dem Wasser zu entfernen.

Nun hat die japanische Atomaufsichtsbehörde eine Kampagne ins Leben gerufen, um eine ‘skeptische’ Welt davon zu überzeugen, dass bis zu 800.000 Tonnen kontaminiertes Wasser in den Pazifischen Ozean gelangen und sicher und ‘verantwortungsbewusst’ betrieben werden können.

Den japanischen Unternehmen IAEO und Tokyo Electric Power Co., scheinen die Auswirkungen auf die Umwelt egal zu sein. Ganze Lebensgrundlagen könnten ebenso betroffen sein wie die langfristige Gesundheit der Region und schließlich der globalen Gemeinschaft. Die Zukunft unserer Kinder und der gesamten Menschheit könnte davon im großen Maße betroffen sein. Die Medien schweigen, ob bewusst oder unbewusst, doch wir müssen handeln. Wir müssen aufstehen. Wir, die Bürger dieses Planeten müssen uns vereinen. Und zwar jetzt.

https://unserplanet.net/fukushima-hat-jetzt-ueber-1-3-der-weltmeere-verunreinigt-und-es-wird-immer-schlimmer/

Japan informiert Ausland über Probleme mit verseuchtem Wasser in Fukushima

1 Million Tonnen radioaktives Wasser in 1.000 Tanks

In die vier geschmolzenen Reaktoren der Anlage muss kontinuierlich Wasser gepumpt werden, damit das radioaktive Material im Inneren kühl bleibt. Dieses Wasser vermischt sich seit der Katastrophe mit Grund- und Regenwasser.

Mittlerweile haben sich mehr als 1 Million Tonnen Wasser in fast 1.000 Tanks. Das Wasser wird zwar gereinigt, aber es enthält trotzdem noch radioaktive Elemente, darunter Tritium.

Tritium ist nicht nur in den geschmolzenen Reaktoren von Fukushima enthalten und in geringen Dosen nicht schädlich.

Mehr als acht Jahre nach dem Unfall muss Japan noch entscheiden, was mit dem radioaktiven Wasser geschehen soll. Ein von der Regierung beauftragtes Gremium hat fünf Optionen ausgewählt, darunter die kontrollierte Abgabe des Wassers in den Pazifik.

Nuklearwissenschaftler, darunter Mitglieder der Internationalen Atomenergiebehörde und der japanischen Nuklearregulierungsbehörde, haben die kontrollierte Freisetzung von Wasser ins Meer als einzige realistische Option in wissenschaftlicher und finanzieller Hinsicht empfohlen.

https://sumikai.com/nachrichten-aus-japan/japan-informiert-ausland-ueber-probleme-mit-verseuchtem-wasser-in-fukushima-257093/

Post aus Japan: Fukushima soll strahlendes Wasser lassen

Ein Problem bei der Bewältigung der Atomkatastrophe von 2011 bleibt die Lagerung großer Mengen Tritium-haltiger Flüssigkeiten. Die Betreiber wollen sie ins Meer einleiten, doch es gibt Widerstand.

… im August wandte sich der Stromkonzern mit einer Warnung an die Öffentlichkeit: 2022 würden die bisher geplanten Speicherkapazitäten für strahlendes Kühlwasser ausgeschöpft sein.

Damit versuchte der Konzern den alten Vorschlag zu unterstreichen, das gespeicherte Wasser aus den Tanks verdünnt in den pazifischen Ozean zu pumpen. Die Idee wird von der Internationalen Atomenergiebehörde wie auch Japans atomarer Aufsichtsbehörde gestützt. Sie sehen im Ablassen des Wassers eine ökonomisch günstigste und vermeintlich ungefährliche Variante des Krisenmanagements.

…Nicht nur die Fischer der Region protestierten, weil sie eine erneute Rufschädigung für Meeresfrüchte aus Fukushima befürchten. Selbst Südkoreas Regierung wurde aktiv. Sie bestellte Japans Botschafter ein, um der japanischen Seite verbal die Sorgen und Fragen über eine Einleitung des Abwassers ins heimische Meer zu übermitteln.

Der Streit dreht sich dabei um die Gefährdung, die von dem gespeicherten Kühlwasser ausgeht. Derzeit filtert Tepco die meisten radioaktiven Isotope aus dem Wasser – außer dem Tritium, einem radioaktiven Wasserstoffisotop. Daher hat Tepco bis Juli 2019 über 1,15 Millionen Tonnen Kühlwasser in 960 Tanks gespeichert, anstatt den Inhalt in den Ozean abzulassen.

Tepco selbst gibt zwar an, dass das Unternehmen noch auf dem Gelände des AKWs neue Tanks bauen könnte. Viele Atomexperten raten allerdings zur Entsorgung des flüssigen Mülls im großen Ozean.

Denn nicht nur gilt Tritium als weniger gefährlich als andere radioaktive Elemente.

In anderen Ländern kommt es daher vor, dass es verdünnt abgelassen wird. Auch die Lagerung derart riesiger Wassermengen, die täglich um etwa 150 Tonnen anschwellen, birgt Risiken.

Obwohl Tritium nur eine Halbwertzeit von knapp über zwölf Jahren hat, kann man bei der Bewältigung des Problems kaum auf den Faktor Zeit setzen.

Laut einem Tepco-Experten strahlt das Wasser mit einer Million Becquerel pro Liter, während der Grenzwert 60.000 Becquerel pro Liter beträgt.

Das betreffende Wasser müsste daher mehr als 50 Jahre gelagert werden, um nach heutigen Normen als unbedenklich zu gelten.

Zudem sind Tepcos Expansionsmöglichkeiten endlich.

Das Unternehmen müsste Land außerhalb des AKWs kaufen, wenn das Gelände nicht mehr für neue Wasserspeicher reicht. Doch das könnte sich angesichts des lokalen Widerstands ebenfalls als schwierig erweisen.

Wegen des zähen Protests der Fischer und Bauern drückt sich die Regierung bisher um eine Entscheidung herum. Die kontroverse Diskussion hat sie seit Jahren in eine Kommission ausgelagert, die eine Lösung im Interessenkonflikt finden soll.

Die Alternativen reichen von einer Verdunstung, einer Lagerung im Untergrund bis hin zu einem Ausbau der Wassertanks, um noch mehr verseuchtes Wasser zu speichern.

Die Hoffnung ist wohl, dass mit der Zeit auch der öffentliche Widerstand gegen die Einleitung des Tritiums ins Meer schwinden könnte. Noch ist allerdings offen, welche Position sich durchsetzen wird.

https://www.heise.de/tr/artikel/Post-aus-Japan-Fukushima-soll-strahlendes-Wasser-lassen-4513302.html

US University Testing Animals in Pacific for Fukushima Radiation Get Shocking Results

https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=1jEy2wiV0aM

Fukushima: Officials Say Much of the Pacific Ocean Threatened by Radiation Releases

https://www.youtube.com/watch?v=cCB_U5hLBoc

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