Der Österreichkorrespondet: 100 Jahre – Der kuriose Vertrag von Saint-Germain und die Folgen

KOMMEN JETZT DIE LÜGEN ALLE HERVOR?! 
Deutschland nährte Frankreich mit 6 Milliarden jährlich und gibt sich nun unter Merkel und van der Leyen völlig an Frankreich ab. Das wahre Versailles braucht keinen Vertrag… Österreich kam noch glimpflich davon.

FWF-Forschungsprojekt zum „Vernichtungsfrieden“

Ein vom Wissenschaftsfonds FWF gefördertes Projekt, an dem die ÖAW sowie die Unis Graz, Linz und Wien beteiligt sind, hat eine umfassende Analyse des Vertrages zum Gegenstand. Ergebnis soll der erste juristische bzw. rechtshistorische Kommentar zum Vertrag von Saint-Germain sein.

Vor 100 Jahren hat Staatskanzler Karl Renner den Vertrag von Saint-Germain unterschrieben.

Er beinhaltete das Anschlussverbot und Gebietsverluste – aber auch wenig bekannte und kuriose Bestimmungen, wie drei Experten in einem Gastbeitrag schreiben.

https://science.orf.at/stories/2991152/

Beim Tee zerstückelten sie Österreich-Ungarn

mit video- Karte der Zeitereignisse

Nach dem Grundsatz des Selbstbestimmungsrechts forderte Österreich 1918 den Anschluss an die deutsche Republik. Doch die Siegermächte teilten das Habsburgerreich 1919 in Saint-Germain „gleichgültig und verantwortungslos“ auf.

„Wir sind vollständig eingesperrt. Mir hat man ein Auto und die Freiheit zu Ausfahrten gestattet, aber ich mache bis jetzt absichtlich keinen Gebrauch davon. Bettlerstolz!“: So beschrieb der Sozialdemokrat und Staatskanzler Karl Renner die Atmosphäre, in der die Delegation der Deutschösterreichischen Republik den Friedensverhandlungen 1919 in Saint-Germain-en-Laye bei Paris beiwohnen musste. „Die Sieger schreiten ohne viel zu fragen einfach über solche Zwergstaaten, wie wir sie sind, hinweg.“

Im Oktober 1918 hatte sich die Armee Österreich-Ungarns buchstäblich aufgelöst. Am 3. November war der Waffenstillstand unterzeichnet worden, der bereits erhebliche Geländeverluste verlangte. Am 11. November verzichtete Kaiser Karl I. auf „jeden Anteil an den Staatsgeschäften“. Am 12. November wurde die Republik Deutschösterreich innerhalb ungeklärter Grenzen proklamiert. Der Staat verstand sich als Teil der Deutschen Republik, die am Tag zuvor in Berlin ausgerufen worden war. Parallel dazu erklärten die Völker der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie ihre Unabhängigkeit….

Penibel achteten die französischen Gastgeber darauf, dass die Österreicher wie in einem „Interniertenlager“, so ein Delegationsmitglied, lebten. Sie sollten keinen Kontakt zu amerikanischen Diplomaten aufnehmen können, die sich durchaus noch an das 14-Punkte-Programm ihres Präsidenten von 1918 erinnerten, in denen vom „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ als Grundlage der künftigen Friedensordnung die Rede gewesen war.

„Bei der Liquidation der Habsburgermonarchie wurde der Grundsatz der nationalen Selbstbestimmung faktisch außer Kraft gesetzt“, schreibt der Freiburger Historiker Jörn Leonhard. Nämlich für die 6,5 Millionen Bewohner der Republik ebenso wie für die 3,5 Millionen Deutsch sprechenden Bewohner der cisleithanischen Reichshälfte, die vor allem im Norden Böhmens und in Südtirol die Bevölkerungsmehrheit bildeten. Der Konstituierenden Nationalversammlung in Wien wurde die angestrebte „Vereinigung mit dem deutschen Mutterlande“ kategorisch verweigert, den Sudetendeutschen und Südtirolern nicht einmal eine Volksabstimmung zugestanden….

Wie gegenüber den Deutschen in Versailles wurde die Übergabe des ersten Vertragsentwurfs im Juni 1919 in Saint-Germain als Entwürdigung inszeniert. Vor dem Tribunal der Sieger und assoziierten Mächte musste Renners Delegation an einem Tischchen Platz nehmen. Böhmen und Mähren gingen an die Tschechoslowakei, Galizien an Polen, Südtirol, Istrien und Teile Kärntens an Italien, die Bukowina an Rumänien und Dalmatien, Krain sowie Teile der Untersteiermark und Kärntens an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Von Ungarn erhielt Österreich das deutschsprachige Burgenland.Franz Joseph I., Kaiser von Österreich (1848-1916) und König von Ungarn (1867-1916); Schönbrunn 18 .8. 1830 - ebd. 21. 11. 1916. - "Kaiser Franz Josef I. / Regierungs-Antritt 1848 / 50jähr. Regierungs-Jubiläum 1898 / Besuch in Berlin im Mai 1900". - Bildposkarter. Farblithographie, anonym. Berlin (Verlag W. Hagelberg) 1900. Privatsammlung. |

Noch drastischer fiel die endgültige Fassung aus, übermittelt am 20. Juli. Darin wurde Österreich wie Deutschland als Schuldiger des Krieges gebrandmarkt und zur Zahlung von Reparationen verpflichtet. Sein Heer wurde auf 30.000 Berufssoldaten begrenzt. Damit werde sein Land auf „eine lästige Verlegenheit“ reduziert, klagte ein österreichischer Teilnehmer.

Alle Versuche Renners und seiner Kollegen, wenigstens einzelne Punkte abzumildern, scheiterten.

Österreich habe 1914 einen „von langer Hand vorbereiteten Krieg“ entfesselt und müsse nun „seinen vollen Anteil an der Verantwortlichkeit für das Verbrechen, das über die Welt ein solches Unheil gebracht hat, auf sich nehmen“, erklärte der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau bei der Präsentation des fertigen Vertrages…

.Nicht allein die Machtlosigkeit seines Landes und die dramatische Versorgungslage führten zu dem klaren Verhältnis von 97 Ja- gegen 23 Nein-Stimmen bei der Abstimmung über den Vertrag, sondern auch die Argumentation von Staatskanzler Renner:

Österreich habe

endlich die überkommenen Fesseln des Habsburger Vielvölkerstaates abgestreift. Nun endlich „können (wir) uns ausbilden, können ein Staat werden nicht nur von musterhafter Freiheit, sondern auch von musterhafter Arbeitsamkeit und von musterhaften wirtschaftlichen Erfolgen“.

es kam anders…alles lesen:

https://www.welt.de/geschichte/article199996636/Saint-Germain-1919-Beim-Tee-zerstueckelten-sie-das-Habsburgerreich.html

Wie der Versailler Frieden zum Nahostkonflikt führte

Bei den Verhandlungen 1919 ging es um das Ende des Ersten Weltkrieges – also auch um die europäischen Kolonien. Gerade die Erwartungen der Menschen hier wurden schwer enttäuscht, sagt Historiker Jörn Leonhard.

 

„Wenn wir bewusst auf die Verarmung Mitteleuropas hinarbeiten“

Um die aufgeputschte öffentliche Meinung daheim zu befriedigen, steigerten französische und britische Politiker 1919 ihre Forderungen an Deutschland in unvorstellbare Höhen. Mit dramatischen Folgen…..

 

Trotzdem zahlte Deutschland die verlangten 20 Milliarden. Das reichte aber nicht, um die Populisten bei den Siegermächten zu befriedigen. Auf öffentlichen Druck hin verlangten Frankreich, Großbritannien und andere Staaten eine Gesamtsumme von mindestens 226 Milliarden Goldmark bis 1963, die in jährlichen Raten von zwei bis sechs Milliarden gezahlt werden sollten.

Hinzu kommen sollten während dieser Zeit zwölf Prozent des Wertes der deutschen Exporte – faktisch also der gesamte potenzielle Gewinn oder sogar mehr. Jeder Ökonom sah auf den ersten Blick, dass diese Forderung kontraproduktiv sein musste. Doch als Deutschland sich weigerte, besetzten französische Truppen die Städte Düsseldorf und Duisburg. Schließlich musste das Reich einen komplizierten Zahlungsplan akzeptieren, der eine Gesamtschuld von 132 Milliarden Goldmark vorsah.

mit video über die Stellungskrieglandschaft

2 Kommentare zu „Der Österreichkorrespondet: 100 Jahre – Der kuriose Vertrag von Saint-Germain und die Folgen“

  1. Der Versailler Vertrag war ein Verrat…. ausgeklügelt von den üblichen Verdächtigen, die sich immer als Opfer darstellen

    Liken

    1. die Geschichte wiederholt sich solange immer dieselben an den strippen ziehen. Wer wird der Feind, wenn sie dereinst die Deutschen vernichtet haben werden? Oder erhalten sie sich die Deutschen in einem Zustand, in dem siegerade noch Hoffnung auf Überleben haben, aber immer so schwach, daß sie immer auf´s Neue gedemütigt und gemolken werden können? Wie eine lebende Zombieblutbank? Ein Gegner der nie Sterben darf…

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s