Im Bundesgesundheitsministerium sitzen Vollpfosten und die Dr. Schiffmann Partei hat bereits mehr Mitglieder als AfD

Auf Empfehlung des Gesundheitsministeriums benutzen Krankenhäuser, Praxen und Pflegeheime Schutzmasken mehrfach, nachdem sie auf 70 Grad erhitzt wurden. Das zuständige Fachinstitut stellt nun fest: Diese Methode ist ungeeignet. Doch die Praxis wird bislang nicht geändert.

https://www.n-tv.de/panorama/Empfohlene-Maskenaufbereitung-unwirksam-article21746637.html

Partei Widerstand2020 von Dr. Bodo Schiffmann hat mit über 35.000 mehr Mitglieder als die AfD.
Aufruf von Bodo Schiffmann an Politiker, die in Landtag und Bundestag sitzen aus ihrer Partei auszutreten, um in die Widerstand2020 einzutreten. Damit wäre ohne Wahl die Partei Widerstand2020 in den politischen Gremien vertreten!

erste Probanden in der BRiD geimpft

Die Firma Biontech – 2 Türken, 1 Huber, Millionen Dollar von Hexal (https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_und_Thomas_Str%C3%BCngmann) und die Gates Stiftung…

BioNTech wurde 2008 auf der Grundlage langjähriger Forschungsarbeiten von Uğur Şahin, Christoph Huber und Özlem Türeci gegründet. Der Schwerpunkt der Unternehmenstätigkeit liegt auf der Entwicklung und Herstellung von Technologien und Medikamenten für individualisierte Krebsimmuntherapien.

An der Gründung beteiligt waren Andreas und Thomas Strüngmann mit einem Startkapital von rund 180 Millionen US-Dollar

(Andreas und Thomas Strüngmann sind eineiige Zwillinge. Sie bauten – nach dem Verkauf des Generika-Unternehmens durachemie – seit 1986 das Unternehmen Hexal auf, das zum zweitgrößten Generika-Hersteller Deutschlands aufstieg. Im Februar 2005 verkauften die Brüder das Unternehmen mitsamt ihrem Anteil von 68 Prozent an Eon Labs für 7,5 Milliarden US-Dollar an Novartis. Danach wurden beiden Stellungen bei Sandoz angeboten, einem Tochterunternehmen von Novartis, die sie jedoch nicht annahmen.

Das Forbes Magazine listete die Brüder 2006 mit je 3,75 Milliarden Dollar Vermögen auf Platz 185 der reichsten Menschen der Welt. In der Ausgabe des Jahres 2015 wurden sie mit je 3,1 Milliarden Dollar auf Rang 534 geführt.

2007 gründeten die beiden das Ernst-Strüngmann-Forum, eine dem Frankfurt Institute for Advanced Studies angegliederte Konferenzreihe über Gegenwartsprobleme. Ebenfalls besaß die Familie Strüngmann bis Mai 2013 mehr als 10 Prozent der Aktien der IVG Immobilien. Darüber hinaus waren die Brüder über die Athos Service GmbH ab Februar 2008 mit 25 % an der Conergy AG beteiligt. Die Beteiligung an dem Solarunternehmen wurde nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 verkauft.

Über ihre Beteiligungsgesellschaften Santo Holding und Athos Service GmbH halten die Gebrüder Strüngmann größere Anteile an Firmen im Biotech- und Gesundheitsbereich. Im Jahr 2004 kaufte die Santo Holding (Deutschland) GmbH die Südwestbank. 2014 investierten die Brüder weitere 350 Mio. Euro in die Bank. Im Juli 2017 verkauften sie die Südwestbank an die österreichische Bank Bawag P.S.K. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Im Juli 2008 unterzeichneten die Brüder einen Kooperationsvertrag mit der Max-Planck-Gesellschaft zur Gründung eines privaten Forschungsinstituts, das sich medizinisch-naturwissenschaftlichen Projekten – vornehmlich auf dem Gebiet der kognitiven Neurowissenschaften – widmen soll. Sitz der Einrichtung mit dem Namen Ernst Strüngmann Institut (ESI gGmbH), das von den Brüdern mit mehr als 200 Mio. Euro ausgestattet wurde, ist Frankfurt am Main. Das Institut ist eine assoziierte Forschungseinrichtung der Max-Planck-Gesellschaft. Seit 2009 ist der Neurophysiologe Pascal Fries wissenschaftlicher Direktor des Instituts.

2014 wurde Klinge Pharma zusammen mit den Produkten von den Brüdern Strüngmann erworben. Andreas Strüngmann ist verheiratet und hat zwei Kinder, beide Brüder leben am Tegernsee in Oberbayern.)

sowie Michael Motschmann (siehe auch Encrypting: https://certgate.com/en/products/cgphone/) und Helmut Jeggle

…..the head of 20 different companies and occupies the position of Chairman-Supervisory Board for BioNTech SE, Co-Managing Director at A&T Grundstück 1 GmbH, Managing Director at AT Newtec GmbH, Co-Managing Director at Jossa Arznei GmbH, Co-Managing Director at A&T Grundstück 2 GmbH, Co-Managing Director at SWB Holding GmbH (Bayern), Co-Managing Director at Santo Service GmbH, Managing Director at Avitop GmbH, Co-Managing Director at Neuraxpharm Holding GmbH, Managing Director & Chief Financial Officer at Nx Biotech GmbH, Managing Director at Salvia GmbH, Managing Director at Horus Sentilo Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Co-Managing Director at Palais Berlin 1 GmbH, Chairman-Management Board at Sidroga AG, Chief Operating Officer & Co-Managing Director at Athos Service GmbH, Co-Managing Director at Santo Holding (Deutschland) GmbH, Co-Managing Director at Objektgesellschaft Berlin Passauer Straße 5-7 mbH, Managing Director at Santo Venture Capital GmbH and Managing Director at ATS Beteiligungsverwaltung GmbH.

He is also Co-Managing Director at AT Impf GmbH and Managing Director at Apceth Biopharma Manufacturing Co. Gmbh and on the board of 5 other companies.

In his past career Helmut Jeggle held the position of Managing Director at Klinge Pharma GmbH (Bayern), Managing Director at apceth Biopharma GmbH, Head-Business Planning & Analysis at Sandoz International GmbH and Head-Business Planning & Analysis at H e x a l AG.

Helmut Jeggle received an undergraduate degree from Neu-Ulm University of Applied Sciences and an MBA from Stuttgart Institute of Management & Technology GmbH.

 

. Christoph Huber, Michael Motschmann und Helmut Jeggle sind seit der Unternehmensgründung im Jahr 2008 Mitglieder des Aufsichtsrats. Helmut Jeggle ist seither Vorsitzender des Aufsichtsrats. 2018 wurde der Aufsichtsrat um Ulrich Wandschneider erweitert.

Im Januar 2019 gab BioNTech die Änderung seiner Gesellschaftsform von einer deutschen Aktiengesellschaft („AG“) in eine europäische Aktiengesellschaft („Societas Europaea“ oder „SE“) bekannt.[5] Mit Stand von August 2019 beschäftigte das Unternehmen mehr als 1.100 Mitarbeiter. Bis August 2019 hatte BioNTech durch Privatplatzierung von Aktien und Kooperationen ein Kapital in Höhe von 1,3 Milliarden USD eingeworben. Zu den Aktionären von BioNTech gehören das Strüngmann Family Office (Mehrheitsaktionär), die Fidelity Management & Research Company, die Invus Group, LLC, Janus Henderson Investors, die MIG Fonds, die Redmile Group, die Salvia GmbH und mehrere europäische Family Offices.[3]

Im September 2019 unterzeichnete BioNTech eine Vereinbarung mit der Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) zur Entwicklung von HIV– und Tuberkulose-Programmen. Ziel ist es, Impfstoff– und Immuntherapiekandidaten zur Vorbeugung von HIV- und Tuberkulose-Infektionen sowie zur dauerhaften antiretroviralen therapiefreien Remission von HIV-Erkrankungen zu identifizieren und präklinisch zu entwickeln.[6]

Am 10. Oktober erfolgte der Börsengang von BioNTech an der US-Technologiebörse Nasdaq. Hier wird BioNTech unter dem Kürzel „BNTX“ gehandelt.[7]

Im Dezember 2019 gaben die Europäische Investitionsbank und BioNTech bekannt, dass dem Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 50 Millionen Euro im Rahmen der Investmentoffensive für Europa gewährt wird.[8]

Wissenschaftlicher Beirat

BioNTech wird seit seiner Gründung von einem wissenschaftlichen Beirat unter der Leitung von Rolf Zinkernagel und Hans Hengartner unterstützt. Rolf Zinkernagel ist emeritierter Professor an der Universität Zürich und ehemaliger Leiter des Instituts für Experimentelle Immunologie in Zürich. 1996 erhielt Zinkernagel den Nobelpreis für seine Entdeckung, wie das Immunsystem virusinfizierte Zellen erkennt. Hengartner ist Immunologe und emeritierter Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und der Universität Zürich.[3]

Kooperationen

BioNTech hat sieben Kooperationsvereinbarungen mit biopharmazeutischen Partnern geschlossen, um seine Ressourcen in den Bereichen Wissenschaft und Entwicklung zu erweitern. Zu den biopharmazeutischen Partnern gehören: Genentech, Sanofi SA, Genmab A/S, Genevant Sciences GmbH, Eli Lilly and Company, Bayer AG und Pfizer Inc.[3] Mit Pfizer ist derzeit eine Kooperation zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus im Gespräch.[9]

Darüber hinaus unterhält BioNTech Forschungskooperationen mit der University of Pennsylvania („Penn“) und dem Forschungsinstitut TRON (Translationale Onkologie) an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.[3]

BioNTech hat eine strategische Partnerschaft mit Siemens geschlossen, um eine automatisierte und papierlose Produktionsanlage für individualisierte mRNA-basierte Immuntherapien zu errichten.[3]

BioNTech Partnerprogramme:[3]

Biopharmazeutische Partner Kooperation
Genentech Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von pharmazeutischen Produkten, die NeoepitopmRNA enthalten; einschließlich Entwicklungskandidaten für die individualisierte Neoantigenspezifische Immuntherapie (iNeST).
Sanofi S.A. Entwicklung und Vermarktung von mRNA-basierten Therapeutika zur intratumoralen Applikation bei soliden Tumoren.
Genmab A/S Forschung, Entwicklung und Vermarktung von bispezifischen Antikörpern auf Polypeptidbasis gegen bestimmte Zielkombinationen zur Behandlung von Krebs. Der erste Produktkandidat, DuoBody-PD-L1x4-1BB, ist im Juni 2019 in eine Phase-1/2a-Studie bei soliden Tumoren eingetreten.[10]
Genevant Sciences GmbH Entwicklung von mRNA-basierten Proteinersatztherapien für seltene Erkrankungen.
Eli Lilly and Company Erforschung neuer Tumorzielstrukturen sowie dazugehöriger T-Zell-Rezeptoren (TCRs).
Bayer AG Entwicklung von mRNA-basierten Impfstoffen und Therapeutika speziell für die Anwendung bei Tieren.
Pfizer Inc. Entwicklung von mRNA-basierten Impfstoffen zur Influenza-Prävention.
Andere Kooperation
University of Pennsylvania Entwicklung und Vermarktung von mRNA-basierten Immuntherapien zur Behandlung von Infektionskrankheiten.[11]
Translationale Onkologie (TRON) Entwicklung neuer Diagnostika und Arzneimittel für die Therapie von Krebs und anderen schweren Krankheiten.
Siemens AG Strategische Partnerschaft, um eine vollautomatisierte, papierlose und digitalisierte kommerzielle cGMP-Produktionsstätte für individualisierte Immuntherapien zu errichten.

Forschung

Onkologie

Krebs wird durch Abnormalitäten verursacht, die als somatische Mutationen bezeichnet werden. Diese Mutationen können sich im Laufe der Zeit im Genom von Zellen ansammeln und zu einer malignen Transformation führen. Der Prozess der Karzinogenese beinhaltet das Versagen des Immunsystems, solche transformierten Zellen zu erkennen und auszurotten.[12][13]

Ziel der Immuntherapie in der Onkologie ist es, das Immunsystem zu nutzen, um bösartige Zellen als „fremd“ zu erkennen und Mechanismen zu überwinden, mit denen sich die Krebszellen der Immunabwehr entziehen. Das Immunsystem soll derart aktiviert werden, dass es in der Lage ist, das Tumorwachstum zu begrenzen und bösartige Zellen zu zerstören. Aufgrund ihrer zufälligen Natur führen krebserzeugende genetische Veränderungen zu einer Gesamtheit von Mutationen (dem „Mutanom“), das für den Tumor jedes einzelnen Patienten einzigartig ist.[14][15] Die Forschung nutzt das patientenspezifische Mutanom, um Medikamente für eine individualisierte Krebsimmuntherapie zu entwickeln. Hierbei wird die Behandlung für den einzelnen Patienten maßgeschneidert.[16] Die Entwicklung von Krebsimmuntherapien, die auf jeden Patienten individuell zugeschnitten sind, steht im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten von BioNTech.[3]

mRNA-Therapeutika

BioNTech erforscht Wirkstoffe auf Basis des Botenmoleküls Messenger-RNA (mRNA) als potenzielle neue Medikamentenklasse. mRNA bringt genetische Information zu den Ribosomen, dem Ort in der Zelle, wo Proteine gebildet werden. In den Ribosomen wird die genetische Information der mRNA in entsprechende Proteine übersetzt. Erste mRNA-basierte Produktkandidaten sind als Krebsimmuntherapeutika und Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten bereits in die klinische Entwicklung eingetreten.[17][16][18] Als Medikament liefert die hergestellte mRNA Anweisungen an eine Zielzelle, um ein gewünschtes therapeutisches Protein herzustellen. Bei der Behandlung von Krebs richtet sich das hergestellte Protein gegen Zielstrukturen, die direkt von den Mutationen der Krebszellen abstammen. Auf diese Weise soll der Krebs bekämpft werden.[17]

BioNTech hat mehrere Formate und Formulierungen von mRNA entwickelt, um genetische Informationen an Zellen zu liefern, wo sie zur körpereigenen Herstellung von Proteinen für therapeutische Zwecke verwendet werden.[3][17][19][20][21][22][23][24][25][26][16][27][28]

BioNTech erforscht mehrere mRNA-basierte Therapieplattformen für die Krebsimmuntherapie, insbesondere für die individualisierte Krebsimmuntherapie. Zu den am Menschen getesteten Plattformen gehören FixVac, iNeST und mRNA-basierte intratumorale Immuntherapien. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen zwei Plattformen, auf denen mRNA verwendet wird, um entweder RiboMabs (eine neue Klasse von mRNA-kodierten Antikörpern) oder RiboCytokines (eine neue Klasse von mRNA-kodierten Zytokinen) direkt im Patienten zu exprimieren.[3]

  • FixVac-Produktkandidaten (Fixed Vaccine Combination) sind Krebsimmuntherapien für eine bestimmte Krebsart. Sie richten sich gegen Antigene, die bei Patienten mit der betreffenden Krebsart häufig gefunden werden (serienmäßig produzierte Antigen-Immuntherapie). Diese Produktkandidaten enthalten ausgewählte Kombinationen von mRNA, die bekannte, krebsspezifische Antigene kodieren.[3]
  • iNeST-Produktkandidaten sind individualisierte neoantigenspezifische Immuntherapien. BioNTech hat erstmals ein On-Demand-Herstellungsverfahren entwickelt, um Patienten auf der Grundlage des spezifischen Mutationsprofils (dem „Mutanom“) ihres Tumors individuell behandeln zu können. Das Unternehmen untersucht diesen Behandlungsansatz bei metastasierten Melanomen und bei mehreren soliden Tumoren in Zusammenarbeit mit Genentech.[3]

Mit dem Produktkandidaten BNT121 liegen erste Daten aus einer Phase-1-Studie bei 13 Patienten mit metastasiertem Melanom vor. Bei neun Patienten wurde ein stabiles progressionsfreies Überleben von bis zu 41 Monaten beobachtet.[3]
Zudem verringerte sich die kumulative Rezidivrate signifikant im Vergleich zum Zeitraum vor der Behandlung.[16] Die ersten Produktkandidaten für individualisierte Krebstherapien hatte BioNTech mithilfe einer eigenen mRNA-Technologieplattform entwickelt. Seit 2016 wird die Plattform gemeinsam mit Genentech als individualisierte neoantigenspezifische Therapie (iNeST) entwickelt.[3]

  • Intratumorale Immuntherapie: Die intratumoralen Immuntherapie-Produktkandidaten werden als Zytokin-kodierende mRNA direkt in einen Tumor injiziert. Ziel ist es, die Tumor-Mikroumgebung zu verändern und die T-Zell-Aktivität zu fördern. Die Injektion der mRNA direkt in den Tumor erfolgt, um Toxizitäten außerhalb der Zielstrukturen zu vermeiden. BioNTech entwickelt in Zusammenarbeit mit Sanofi eine mRNA-basierte intratumorale Therapieplattform.[3]
  • RiboMabs (mRNA-kodierte monoklonale Antikörper) sind eine neuartige Klasse von mRNA-basierten Therapeutika. Sie zielen darauf ab, mithilfe der entsprechenden mRNA die gewünschten Antikörpern direkt im Körper des Patienten herzustellen.[3]
  • RiboCytokines (mRNA-kodierte Zytokine) bilden eine weitere neuartige Klasse von mRNA-basierten Therapeutika. Hier ist das Ziel, dass mithilfe entsprechender mRNA die gewünschten Zytokine direkt im Körper des Patienten hergestellt werden. Zytokine spielen eine zentrale Rolle bei der Kontrolle der Immunantwort auf Krankheitserreger und auf bösartige Zellen.[3]

Programmierbare Zelltherapien (Engineered Cell Therapies)

BioNTech entwickelt eine Reihe neuer Zelltherapien, um die T-Zellen des Patienten so zu verändern, dass sie sich gezielt gegen krebsspezifische Antigene richten.[29][30] Dazu gehören zwei Plattformen zur Behandlung von soliden Tumoren: Eine Plattform für T-Zellen mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) und eine Plattform für T-Zellrezeptor (TCR)-Programme. BioNTech untersucht unter anderem einen CAR-T-Produktkandidaten, BNT211, der sich gegen Claudin-6 (CLDN6) richtet. Das Antigen CLDN6 ist spezifisch für solide Tumoren.[3][31]

Antikörper der nächsten Generation

BioNTech entwickelt Antikörper der nächsten Generation (Checkpoint-Immunmodulatoren und zielgerichtete Krebsantikörper), um die Immunantwort des Patienten auf Krebs zu modulieren.[3][28][31][32][33][34][35]

In Zusammenarbeit mit Genmab erforscht BioNTech bispezifische Antikörper, die als duale Immunmodulatoren fungieren. Hierfür wendet das Unternehmen die von Genmab entwickelte DuoBody-Technologie an.[3][28][31]

Im Jahr 2019 erwarb BioNTech von MabVax einen Antikörper (MVT-5873 bzw. BNT321) mit einer neuartigen Wirkweise. Bei BNT321 handelt es sich um einen vollständig humanen monoklonalen IgG1-Antikörper, der sich gegen Sialyl Lewis A (sLea) richtet. sLEA ist ein neues identifiziertes Epitop, das spezifisch in Bauchspeicheldrüsenkrebs und anderen soliden Tumoren exprimiert wird.[36]

Small Molecule-Immunmodulatoren

BioNTech erforscht niedermolekulare Wirkstoffe (Small Molecules) zur spezifischen Immunmodulation. Ziel ist es, die Aktivität anderer Wirkstoffe durch die Immunmodulation zu steigern.[37] In diesem Zusammenhang entwickelt das Unternehmen einen niedermolekularen Toll-like-Rezeptor-7 (TLR7) basierten Immunmodulator für die Behandlung solider Tumoren. TLR7 spielt eine wichtige Rolle bei der Aktivierung der angeborenen Immunantwort. Bei vielen Krebsarten werden Tumore durch eine entzündungshemmende Umgebung geschützt. Dadurch wird die Fähigkeit des Immunsystems, Krebszellen anzugreifen, verringert. TLR7-Agonisten können hier eine direkte zelluläre Immunantwort auslösen.[3]

Infektionskrankheiten

Neben dem Bereich Onkologie hat BioNTech auch mRNA-Plattformen für die Entwicklung von mRNA-basierten Impfstoffen gegen Erreger von Infektionskrankheiten implementiert. Es bestehen Kooperationen mit Pfizer und der University of Pennsylvania („Penn“).[3] Im August 2019 schloss BioNTech mit der Bill & Melinda Gates Foundation ein Investitionsabkommen, um die Entwicklung von Immuntherapien zur Vorbeugung und/oder Behandlung von HIV, Tuberkulose und bis zu drei weiteren Infektionskrankheiten voranzutreiben.[6]

Das Unternehmen arbeitet in Zusammenarbeit mit Fosun an einem Impfstoff gegen SARS-CoV-2. Hierzu hat das Paul-Ehrlich-Institut am 22. April 2020 eine klinische Studie Phase 1/2 für das Impfstoffprogramm BNT162 genehmigt. Die Zulassung einer weiteren Studie in den Vereinigten Staaten wird erwartet.[38] Einen Tag darauf begannen Biontech und das Pharma-Unternehmen Pfizer mit der klinischen Prüfung ihres Covid-19-Impfstoffkandidaten BNT162. Zwölf Studienteilnehmer wurden in Deutschland seit dem Studienstart am 23. April 2020 mit BNT162 geimpft, wie die beiden Unternehmen mitteilten.[39]

Seltene Erkrankungen

Im Bereich der seltenen Erkrankungen hat BioNTech Plattformen für die Entwicklung von mRNA-basierten Proteinersatztherapien implementiert. Ziel ist es, die benötigten Proteine mithilfe der mRNA direkt im Körper des Patienten zu kodieren und herzustellen. BioNTech teilt sich die Kosten und Gewinne mit Genevant Sciences.[3]

Technologien

Formulierungen für mRNA-Therapeutika

BioNTech verwendet für die mRNA-Wirkstoffkandidaten mehrere Formulierungen.[3]

  • Lipoplex (LPX) Formulierung: BioNTech hat eine RNA-Lipoplex-Formulierung auf Liposomenbasis entwickelt, RNA-LPX. Diese Formulierung ermöglicht die intravenöse Verabreichung von mRNA-Krebsimmuntherapien. RNA-LPX wird für die FixVac- und iNeST-Plattformen verwendet.[3]

Die LPX-Formulierung bettet die mRNA zwischen einer Lipiddoppelschicht ein und sorgt dafür, dass die notwendige mRNA für Tumorantigene in lymphoiden Kompartimenten wie der Milz in dendritische Zellen geschleust wird. Die dendritischen Zellen präsentieren die Tumorantigene und lösen so eine Immunantwort aus.[3][25]

  • Lipid-Nanopartikel (LNP): Für andere Anwendungen verkapselt BioNTech die mRNA in Lipidnanopartikeln. Diese Formulierungen werden für die RiboMabs- und RiboCytokines-Plattformen sowie für die Proteinersatz-Plattformen für seltene Erkrankungen verwendet.[3]
  • Polyplexe: Das Portfolio von BioNTech umfasst auch Polyplexe, die in bestimmten Entwicklungsprogrammen verwendet werden. Hierbei wird die mRNA an ein Polymer gebunden und bildet dann Nanopartikel.[3]

Antikörper-Entdeckungsplattformen

  • Kaninchen-basierte Plattform zur Identifizierung neuer Antikörper: Mit der Übernahme der Antikörperproduktionseinheit der MAB Discovery GmbH im Jahr 2019 integrierte BioNTech eine Kaninchen-basierte Antikörper-Entdeckungsplattform, mit der funktionelle monoklonale Antikörper (mAbs) erzeugt und entwickelt werden können.[40]
  • Human-basierte Plattform zur Identifizierung neuer Antikörper: BioNTech erwarb im Jahr 2019 von MabVax Therapeutics die Plattform HuMab zur Selektion neuer Antikörper für Humantherapeutika. Die Identifizierungstechnologie von HuMab fokussiert auf abnormale Kohlenhydrat-Targets, die bei soliden Tumoren hochreguliert sind.[3]

Standorte

Der Hauptsitz von BioNTech befindet sich in Mainz. Das Unternehmen betreibt in Deutschland drei GMP-zertifizierte Produktionsstätten zur Herstellung von mRNA-Therapeutika und programmierbaren Zelltherapien („Engineered Cell Therapies“). Die Standorte sind Idar-Oberstein (BioNTech Innovative Manufacturing Services GmbH), Martinsried (BioNTech Small Molecules GmbH), Neuried (BioNTech SE) und eine vierte Einrichtung in Berlin, die peptidbasierte Dienstleistungen und Produkte für verschiedene Bereiche der biomedizinischen Forschung anbietet (JPT Peptide Technologies GmbH).[3] Im Jahr 2019 wurden die Standorte um eine Tochtergesellschaft in San Diego, USA, erweitert (BioNTech Research & Development, Inc.).[3]

Pipeline

Zur BioNTech-Pipeline gehören mRNA-basierte Produktkandidaten, programmierbare Zelltherapien (engineered cell therapies), Checkpoint-Immunmodulatoren, zielgerichtete Krebsantikörper und niedermolekulare (small molecules) Immunmodulatoren. Die Indikationsbereiche, für die Produktkandidaten entwickelt werden, umfassen Krebserkrankungen, Infektionskrankheiten und seltene Erkrankungen. Im September 2019 befanden sich mehr als 20 Produktkandidaten in der Erforschung, von denen einige bereits in klinische Studien eingetreten sind.[3]

Klinische Entwicklungspipeline von BioNTech (Stand: September 2019):[3]

Produkt Substanzklasse Indikationen Phase Kooperation ClinicalTrials.gov / Publikation
BNT111 RNA-Wirkstoff Fortgeschrittenes Melanom 1 BioNTech hält alle Rechte Lipo-MERIT study
BNT113 RNA-Wirkstoff HPV-positiver Kopf- und Halskrebs 1 BioNTech hält alle Rechte HARE-40
BNT114 RNA-Wirkstoff Dreifach rezeptornegativer Brustkrebs 1 BioNTech hält alle Rechte TNBC-MERIT
BNT121 RNA-Wirkstoff Metastasiertes Melanom 1 Genentech Sahin et al. Nature 2017
RO7198457 (BNT122) RNA-Wirkstoff Erstlinientherapie des Melanoms in Kombination mit Pembrolizumab 2 Genentech NCT03815058
RO7198457 (BNT122) RNA-Wirkstoff Lokal fortgeschrittene oder metastasierte solide Tumoren 1 Genentech NCT03289962
SAR441000 (BNT131) RNA-Wirkstoff Solide Tumoren 1 Sanofi NCT03871348
DuoBody-PD-L1x4-1BB Bispezifischer Antikörper Metastasierte oder nicht resezierbare solide Tumoren 1 Genmab GEN1046

Literatur

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