Der Österreichkorrespondent: Traue keiner Statistik: So tricksen sich Politiker die Wahrheit zurecht

<> „Arme“ werden immer Ärmer!

damals wie heute… sie verschwinden aus der allgemeinen Wahrnehmung, weil man sie nirgendwo antrifft. Sie gehen nicht ins Kino, abends nicht mit in die Kneipe, nicht ins Cafe, nicht in den Golf Club, selten ins Schwimmbad und sie gehen nicht shoppen… Man traf sie früher in den Parks, wenn sie es in ihren kleinen Wohnungen nicht mehr ausgehalten haben…

so wurde in der Zeit der Clinton-Administration die Zusammensetzung des Warenkorbs verändert
Während die USA demnach offiziell eine Inflationsrate von angenehmen zwei Prozent auswiesen, wären es nach „alter“ Definition fast sechs Prozent gewesen… 
20.08.2013
Die gefühlte Inflation liegt weit über der offiziell ausgewiesenen. Kein Wunder. Denn Schönrechnerei und Manipulation von Statistiken ist tägliche Praxis – nicht nur in der Politik. FOCUS Online zeigt, wo am heftigsten geschraubt und verzerrt wird.
Manchmal klaffen gefühlte und gemessene Wirklichkeit recht weit auseinander. Jüngstes Beispiel: der Preisanstieg. Wegen der stark anziehenden Lebensmittelpreise ist die Inflation in der Wahrnehmung der deutschen Verbraucher deutlich höher als die offizielle Teuerungsrate. Nach Berechnungen der Großbank UniCredit lag die „gefühlte Inflation“ im Juli auf dem Jahreshoch von 2,9 Prozent, während der vom Statistischen Bundesamt berechnete offizielle Wert nur 1,9 Prozent beträgt.

Im Unterschied zum Statistikamt gewichten die UniCredit-Ökonomen die untersuchten Waren nach ihrer Kaufhäufigkeit. „Da Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel regelmäßig gekauft werden, fallen den Verbrauchern die Preiserhöhungen hier besonders stark auf“, sagte Rees. Sie fließen daher mit einem Gewicht von 27 Prozent in die Berechnungen von UniCredit ein, während Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke in der offiziellen Statistik nur zu gut zehn Prozent eingehen. Preissenkungen bei langlebigen Gütern wie Computern werden dagegen weniger beachtet, da diese Waren nur selten gekauft werden.

Solche Fälle, in denen offizielle Zahlen an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbeigehen, sind keine Seltenheit. FOCUS Online dokumentiert die prominentesten Statistik-Tricks.

Neuer Warenkorb, neue Rate

Ein anderes Beispiel dafür, wie eklatant sich die Zusammensetzung des Warenkorbs auf die Inflationsrate auswirkt, liefern die USA. Dort wurde in der Zeit der Clinton-Administration die Zusammensetzung des Warenkorbs verändert – und siehe da: Die Inflationsrate sank beträchtlich. Noch heute führt ein nostalgischer US-Ökonom namens John Williams auf einer Internetseite die Berechnung unter den alten Kriterien fort. Während die USA demnach offiziell eine Inflationsrate von angenehmen zwei Prozent auswiesen, wären es nach „alter“ Definition fast sechs Prozent.

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