bachheimer.com: ifo-Geschäftsklima: Der dritte Anstieg in Folge

ahja! wir verstehen. Alles ist Friede, Freude, Eierkuchen und alles halb so schlimm! Daher vernichtet Daimler auch 30.000 Arbeitsplätze, VW storniert große IT Projekte, Siemens entläßt wie Bosch Mitarbeiter im großen Stil, die Stahlindustrie/Werft fordert 24 Monate Kurzarbeitergeld, in den Innenstädten stehen 50.000 Unternehmen vor der Pleite (das ist viel, wenn man bedenkt, wieviele Läden im Grunde von überregionalen Ketten betrieben werden oder wieviele Immobilien dort den Banken gehören.)

Aber wirklich alles nicht schlimm! Hauptsache das ifo ist optimistisch. Psychologische Kriegspropaganda. Werter Leserschaft sei Bachheimer.com empfohlen.

https://bielmeiersblog.dzbank.de/2020/07/27/ifo-geschaeftsklima-der-dritte-anstieg-in-folge/

27.7.2020 https://bachheimer.com/deutschland

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Juli weiter verbessert. Das zeigt die aktuelle Umfrage des ifo-Instituts. Der Geschäftsklimaindex ist in den letzten vier Wochen von 86,3 auf 90,5 Punkte angestiegen. Damit beschleunigt sich dieser wichtige Pulsmesser für die deutsche Wirtschaft das dritte Mal in Folge. Das wird gemäß der gebräuchlichen Faustregel als verlässliches Indiz für einen Wendepunkt angesehen. Man kann also mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass sich die deutsche Wirtschaft nach dem tiefen Corona-bedingten Einbruch im Frühjahr wieder in der Erholungsphase befindet.

Das Geschäftsklima liegt noch deutlich unter dem Vorcoronakrisenniveau, wobei sich das Geschäftsklima davor jahrelang zurückgegangen waren. Ob die Geschäftserwartungen nicht überschießend sind, werden die nächsten Monate zeigen. Ich sehe fundamental keinen Grund, warum sich der Abwärtstrend, der vor dem Coronavirus ziemlich verfestigt war, nun grundlegend ändern sollte. (Die Mitteilung des ifo institut findet sich hier.) AÖ

19:40 | Die Leseratte passend zum Ifo-Index
Während die üblichen Verdächtigen in Jubelarien ausbrechen anlässlich des Ifo-Geschäftsklima-Index (der lediglich auf Gefühlen beruht), sagen die echten Zahlen etwas ganz anderes aus: Das BIP ist im 2. Quartal so stark zurückgegangen wie noch NIE seit Beginn der Veröffentlichungen in 1970. Der Einbruch fand also nicht nur im Frühjahr statt, sondern hat sich verfestigt.
https://www.epochtimes.de/wirtschaft/bundesbank-historischer-bip-einbruch-im-zweiten-quartal-a3299872.html
Zitat: Seit 1970 wird quartalsweise das Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht. Nach Angaben der Bundesbank ist es seitdem noch nie so stark zurückgegangen wie im zweiten Quartal 2020. Nach Einschätzung der Bundesbank zeichnet sich für das zweite Quartal 2020 „der stärkste Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts seit Beginn der vom Statistischen Bundesamt für den Zeitraum ab dem Jahr 1970 veröffentlichten vierteljährlichen Zeitreihe ab“.Erste vorläufige Daten zur Wirtschaftsentwicklung im Zeitraum April bis Juni wird das Bundesamt am Donnerstag (30.7.) veröffentlichen. Volkswirte halten auch ein zweistelliges Minus für möglich.

27.07.2020

19:33 | nh: Ifo-Institut muss sich wegen nicht offengelegter Studienfinanzierung durch die INSM erklären

Der Ökonomenverband VfS verlangt von seinen Mitgliedern bei Forschungsergebnissen die Offenlegung von Geldgebern. Das Ifo-Institut nimmt diese Vorschrift gern ziemlich locker, wenn sie von der Arbeitgeberlobby INSM Geld für Studien bekommt. Zwei leitende Ökonomen des renommierten Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo reklamierten einen wissenschaftlichen Coup für sich: Mitten in der Diskussion um die derzeit wegen der Coronakrise außer Kraft gesetzte Schuldenbremse hätten sie nachgewiesen, „dass Fiskalregeln das Wirtschaftswachstum nicht gebremst haben. Im Gegenteil haben Fiskalregeln das Wirtschaftswachstum im Durchschnitt tendenziell eher gefördert – sofern sie in der Verfassung verankert waren.“ In einem am 10. Mai veröffentlichten Erklärvideo dazu sagte Autor Niklas Potrafke, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen: „Wir glauben, dass dieser Befund wichtig ist für die gegenwärtige Debatte“, denn „wir werden uns sehr bald überlegen müssen, wie wir von dieser hohen Staatsverschuldung wieder herunterkommen“.

Herrlich, was man sich immer wieder so alles zusammenkaufen kann! Die Rohdaten von dieser Studio würde ich gerne sehen! OF

17:54 | ET: Handelsblatt: Ab Herbst droht tausenden Unternehmen die Pleite – Schnäppchenjäger starten Beutezug

Derzeit verhindern Corona-bedingte Sonderregeln eine Insolvenzwelle in Deutschland. Weltweit droht jedoch ab Herbst eine Pleitewelle. Zudem könnten Akteure mit zweifelhaften Absichten darauf warten, Unternehmen zum Schnäppchenpreis aufzukaufen.
Eine eher düstere Prognose hat ein Rechercheteam des „Handelsblatts“ auf der Basis von Expertenmeinungen für die deutsche Wirtschaft im Herbst abgegeben. Nicht nur in den kommenden Monaten drohte demnach als Folge der Corona-Krise tausenden Unternehmen die Pleite. Auch für das Jahr 2021 sei nicht von einer substanziellen Verbesserung auszugehen. Auf globaler Ebene geht der Kreditversicherer Euler Hermes bis Ende 2021 von einer Zunahme der Insolvenzen um mehr als ein Drittel im Vergleich zu 2019 aus. Ab dem dritten Quartal werde es diesbezüglich auch in Deutschland ernst. Auch hier wird mit einem deutlichen Plus bei den Pleiten gerechnet.

Schreiben wir auf b.com schon seit über zehn Monaten! Die Schwarzen Schwäne und ihre Jungen sind schon längst gelandet! Wobei dieser Beutezug der Schnäppchenjäger nur bedingt passieren wird, denn a. wer holt sich substantiell tote Materie in sein Portfolio und b. wer finanziert`s bei diesen Zukunftsprognosen? Die Banken, die im Schrott investiert sind, werden mit aller Kraft versuchen, diesen noch irgendwie zu verwerten und die bad banks aus ihren Bilanzen zu bringen, doch verwertbar wird hier nicht mehr viel sein!? Und Euler Hermes muss sich selbst gerade warm anziehen, die stehen nebst anderern aus der Branche mit dem Rücken zur Wand, da Rentenpolizzen gerade haufenweise wackeln! OF

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