Altenheime werden zu no-go areas

Wer kann, vermeide es, in solche Isolationshaftanstalten zu kommen. Man fragt sich, ob es absicht ist, diese Heime so unattraktiv wie möglich zu machen, damit die Sozialkassen das knapp werdende Geld einsparen können. Häusliche Pflege kostet die Kassen bei weitem weniger.

Kernbotschaften

Die COVID-19-assoziierte Letalität bei Pflegeheimbewohnern ist deutlich höher als bei Personen eines ähnlichen Alterskollektivs. völlig falscher Vergleich! Man darf nicht nur das Alterskollektiv sehen, denn wer ist denn in Pflegehäusern? Sehr Kranke, sozial schlechter Gestellte ohne Familie bzw. Familien, die arbeiten und sich Pflegezeiten nicht leisten können oder in zu kleinen Wohnungen leben und keinen Platz haben für einen zusätzlichen Bewohner oder wo es keinen Aufzug im Haus gibt usw.

Gestorbene COVID-19-Patienten der untersuchten Kohorte waren

  • im Mittel 86 Jahre alt;
  • alle hatten Grunderkrankungen.
  • Todesursache war bei allen Patienten eine Pneumonie.

Hintergrund

Hohes Alter gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für schwere und auch tödliche Verläufe von COVID-19, wobei zumeist noch alters-assoziierte Risikofaktoren wie etwa Bluthochdruck vorhanden sind.

Besonders gefährdet sind offenbar alte pflegebedürftige Menschen in Pflegewohnheimen, wie Ausbrüche der Infektionskrankheit in solchen Einrichtungen gezeigt haben.

Ein Beispiel ist ein Infektionsausbruch Ende März in einem Pflegewohnheim in Hamburg. Bereits zu diesem Zeitpunkt war nach Angaben von Erstautorin Dr. Anke Klein vom Hamburger Institut für Rechtsmedizin die systematische Evaluation aller SARS- CoV-2-positiven Todesfälle mit der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) der Freien und Hansestadt Hamburg vereinbart worden.

In der vorliegenden Publikation beschreiben die Rechtsmediziner Ergebnisse der Analyse des ersten „COVID-19-Hotspot“ in einem Hamburger Pflegeheim.

Design

Analyse von Verfahrens-Abläufen in einer von SARS-CoV-2 betroffenen Wohneinheit mit 60 demenzkranken alten Menschen sowie Auswertung der Obduktionsbefunde der gestorbenen COVID-19-Patienten.

Hauptergebnisse

  • 39 von 60 Pflegeheimbewohner infizierten sich mit SARS-CoV-2. Gerade einmal etwas über die Hälfte! und das rechtfertigt die Installierung eines Senioren Knasts?
  • Eine Ausbreitung der Infektionswelle auf andere Wohnbereiche ließ sich verhindern. 17 negativ getesteten Heimbewohner kamen in Wohnbereiche einer anderen Einrichtung. Vier Personen mit negativem Testergebnis mussten in ihren Einzelapartments isoliert werden.
  • Bei acht gestorbenen Heimbewohnern (je vier Frauen und Männer, mittleres Alter 86 Jahre) wurde durch die Obduktion die Diagnose eines COVID-19-bedingten Todes gestellt.
  • Die Autopsien ergaben bei allen gestorbenen Patienten als konkrete Todesursache eine (Broncho-)Pneumonie; Berechnungen zeigten zudem  eine Korrelation mit
  • kardialen (Herz), renalen (Nieren) und pulmonalen (Lungen) Vorerkrankungen.
  • Bei sechs der acht gestorbenen Heimbewohner fanden die Rechtsmediziner frische Unterschenkel-Venenthrombosen,
  • bei vier Personen in Kombination mit peripheren Lungenarterient-Tromboembolien.

Komplikation der Embolien findet häufig statt durch Immobilität, also langes LIEGEN. Und wenn die Studie sagt, sie seien an Covid verstorben, ist das zweifelhaft, wenn sie an Embolien verstorben sind. Diese Embolien werden zwar durch Entzündungen/Infektionen oft getriggert, weil sie das Blut und seine Eigenschaften verändern, aber die Immobilität ist ein großes Risiko.

Da hat also ein kranker Mensch eine Virusinfektion, wird ins Bett gelegt, immobilisiert, hat nur den Frass der Einrichtung, keine ihn ermunternden, Hoffnung gebenden Angehörigen…er liegt da so herum und man wundert sich, daß er eine Embolie bekommt, die selbst eine Todesursache darstellt. Sirbt er an der Embolie, dann war es Covid …

Klinische Bedeutung

Das im deutschsprachigen Raum erstmals systematisch beschriebene Kollektiv von SARS-CoV-2-Infizierten in einer Pflegeeinrichtung ist nach Angaben der Autoren charakteristisch für die bislang bekannten klinischen und epidemiologischen Besonderheiten der Infektion mit dem neuen Corona-Virus.

Der deutlich erhöhten Letalität von ca. 20 % hätten in allen Fällen relevante Komorbiditäten multipler Organsysteme zugeordnet werden können, die laut Klein und ihren Kollegen mit den klinischen Daten im Einklang standen.

„Aufgrund der großen Gefährdung gerade alter Menschen in Pflegeeinrichtungen sei es „eine dringende medizinische und gesellschaftliche Aufgabe, derartige Ausbrüche in Pflegeheimen mit einem präventiven Ansatz und in letzter Konsequenz mit einem klaren Ausbruchsmanagement zu verhindern bzw. einzudämmen“, betonen die Autoren.

Sie meinen dabei  den Snioren KNAST! Neusprech vom Feinsten!!

Klares Ausbruchsmanagement!!! Ja, das sollten sich die Alten auch vornehmen, so ein „klares Ausbruchsmanagement“.

Eine Demenz Erkrankung erschwere dabei die Rückverfolgung der Infektionskette und die Umsetzung von Isolationsmaßnahmen.

Quelle

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