Querdenken Demo – Nachgedanken

Teile der Veranstaltung waren lächerlich, Kindergarten, erwachsener, mündiger Menschen unwürdig. Die Zielsetzung ist ernst wie der Tod und das Leben. Seichte Musik aus Schweden hat da nichts verloren. Englischsprachige Musik hat da nichts verloren. Ein US amerikanischer Comic-Held, der auf der Bühne seine Hände an seine Eier legt, hat nichts mit dem Streben des deutschen Volkes nach Recht und Freiheit gemeinsam. Ein Robert Kennedy Jr. wurde zum Spektakel erhoben und outet sich in völliger Unkenntnis über inzwischen Allgemeinwissen, wie namentlich die Existenz der Georgia Guidestones. Was will man mit so einem Nicht-Insider? Der dritten Riege aus der Politik?

Wo waren die Zyniker auf der Demo? Diejenigen die den hunderten Lord Helmchen Klonen einmal heimleuchten? Stattdessen hysterische Frauen, die mit sich überschlagender Kreischstimme herumschreien, eine andere, die auf einen Lord Helmchen einredet, wie schwach sie sei und dass sie verlange, von Helmchen beschützt zu werden.

Wo war DER Zyniker, der diesem lächerlichen Ninja Turtle auf der Reichstagstreppe ein schallendes Gelächter entgegengeworfen hätte, als er in einer ostasiatischen Kampfhaltung, abgekupfert aus einem Bruce Lee Film (nichts für ungut Bruce! Du warst klasse!) herumstand, weil ihm der Schiß in die Hose englitt ob all der auf die Treppen strömenden Menschen?

Warum waren die Schafe so schafig? Warum sind sie nicht nachts geblieben und haben von den Veranstaltern gelernt, wie man sich wehrt? Ach ja, der brave Deutsche braucht seinen Schlaf. ab 22:00 Uhr Licht aus und ab in das Heija Bettchen. Protestieren it so anstrengend.

Und so könnte man weitermachen, aber das Volk übt noch. Die Lernkurve sollte allerdings steil sein, sonst geht es den Querdenkanhängern wie Pegida und den Montagsmahnwachen. Die Politkratten haben einen langen Atem, breites Sitzfleisch, viel Erfahrung und einen großen Planungsvorsprung.

Aber es gab auch Potential. Das Durchbrechen der Abriegelung am Brandenburgertor, das Aufsteigen auf die Reichstagstreppe. Aber auch hier muß das Volk noch viel lernen. Dieser Akt war ein Symbol. ABER auch sinnbildlich für den größten Fehler eines Volksprotests. Da ist ein Ziel – „auf zum Reichstag“ und plötzlich erreicht das Volk dieses Ziel, für ganz kurze Zeit: der Tipping Point in der Geschichte. Minuten, Sekunden, in denen sich etwas entscheiden könnte…

Und dann steht das Volk da und hält Maulaffen feil. Dann fehlt ihm die Führung, die den nächsten Schritt ansagt. Zu plötzlich ist alles möglich und im nächsten Moment ist die historische Chance vertan.

Wo blieb die Nationalhymne? Wer umwinkelte die Säulen mit den Deutschen Farben? Nichts war vorgeplant. Plan A erfolgreich – und dann? kein B, kein C, … Keine Wortbildung möglich, wenn man kein Alphabet beherrscht. So ist das mit der Masse. Denken bis zur Suppe und nicht bis zum Dessert. Vergessen Löffel und Gabel …

Aber was war sonst noch gut? Die gesamte Nachtaktion, daß viele anreisten – aber wo blieben all die Berliner? Wieviele Millionen Einwohner hat das Bundeshauptslum?

Die Veranstalter waren professionell. Und es wurde deutlich, daß wir US amerikanische Verhältnisse haben. Ohne Rechtsanwälte (Mehrzahl) geht gar nichts mehr. Nichteinmal mehr die Durchführung einer Protestveranstaltung (vielleicht) aus dem Volk. Soweit zur Ausdrucksmöglichkeit des Volkes.

Es rächt sich, daß Juristerei als Expertenfach an der Bevölkerung vorbei geschleust wurde und das Wissen um die Rechte und die Prozesse im Recht vor den Menschen weggehalten wird. Es ist sogar so, daß diejenigen, die sich dieses Wissen zurückgeholt haben und auf Augenhöhe mit den Staatsbütteln kämpfen können, als Spinner hingestellt werden, die „Pseudo-Juristen“ seien …

Was auch Hoffnung macht ist, daß Querdenken wohl gerade lernt, daß sogenannte Nazis zum Herzstück der Bewegung gehören und daß sie aufhören müssen, sie abzuspalten. Die Krankheit der Distanzeritis ist von ihnen aber noch immer nicht überwunden.

Statdessen wird sich auf der Pressekonferenz mit Kennedy Jr. einer Parallelveranstaltung ohne Not mit der Judenschaft verbrüdert. Warum ist das plötzlich ein Thema? Warum nicht auch die Thunberg? Warum nicht auch Pädophilie? Warum nicht auch …

Und was ebenfalls auffiel ist das Bruder… ich bin geneigt zu schreiben „Gesülze“ der Livestreamer, die sich wie Bodo Schiffmann und einige Zentralgestalten mehr als praktizierende, fundamentalistische Christen zu erkennen geben. Am Rande erwähnt sei hier auch dieser Psychiater aus Österreich …

Bruderkuß auf die Wange hier, da und dort. Danke Bruder…ich hab Dich lieb, Bruder,… Danke Bruder, Danke… Öffentliche Bekenntnisse zum Christentum, Bruder, ohne Jesus wären wir nicht hier …

Was man davon halten soll, ist noch unklar. Es ist ziemlich sicher, daß es sich hier um Freikirchenmitglieder handelt, die besonders im badenwürttembergischen Raum aktiv sind. Vielleicht aber findet man auch, daß man eben etwas Metaphysisches braucht, um daraus Mut und Kraft zu schöpfen. Vielleicht aber steckt auch etwas anderes dahinter. Warten wir ab, was sich zeigt. Fakt ist jedoch, daß spirituelle -ideologischeGemeinschaften hier am Werk sind. Seien es Moslems, Freimaurer, die Sozialisten, Satanisten, Juden, nun eben auch an die Oberfläche schwimmend die Christen …

Bunt wird es. Nur die Nichtdeutschen Gäste blieben – mit Ausnahmen – fern. Sie wissen, dass hier der Kampf eines Volkes entbrannt ist, zu dem sie nicht gehören. Nicht etwa, daß sie unsolidarisch sind mit den Deutschen, aber sie WISSEN, es ist nicht ihr Kampf. Sie wissen. Alle wissen. Die Juden, die Moslems, die Schwarzen, die Clans …

Was ebenfalls gut funktionierte, war das Aufnehmen des Geschehens mittel Handys durch die Teilnehmer. Sehr hilfreich für alle, die Polizeigewalt zu spüren bekamen. Wie ein Tier mit tausend Augen ist heute die Masse. Professionelle Livestreamer, ein Kran für Luftaufnahmen, um unabhängig zu sein von der Überwachung durch die Polizei und Behörden und um den Mainstreammedien etwas eigenes entgegensetzen zu können. Den Planungsaufwand für das alles kann man sich vorstellen. Mit jedem Mal werden sie professioneller und lernen hinzu. Das war schon diesmal beeindruckend, wie sie aus den bisherigen Verantaltungen für die große Berliner Bühne gelernt haben. Gratulation. Hoffen wir, daß die Demoteilnehmer aus dem Volk die gleiche Gelehrigkeit und Umsetzungsfähigkeit an den Tag legen – und an die Nacht … denn der Kampf der Obrigkeit findet nicht im Schein der Sonne statt. Das sind Nachtschattengewächse, die das Tageslicht scheuen.

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