Der Wahrsprecher – lohnend zu hören

https://t.me/Der_Volkslehrer/879

Ein Mann, der sich sorgt: um die Unversehrtheit seiner Kinder, um die psychologischen Folgen der Großdemo in Berlin, um die Wahrheit und Wahrhaftigkeit…ein Mann, der sich die richtigen Fragen stellt.

Ballweg und seine Verbindung zu RT23 und einer schweizer christlichen Sekte… „Danke Bruder, Küßchen, Danke Bruder, Bruder Danke …“

Frouwe aus ´ em Wald: Warum interviewte BILD schon am Freitag vor der Demo die bis dato unbekannte Kirschbaum?

https://t.me/Kesselbunte/4895

Seltsam – wieso konnte BILD bereits am Freitag ein Interview mit Tamara K. führen, wo ihr großer Auftritt doch erst am Samstag kam? Bis dahin war sie doch vollkommen unbekannt, oder nicht? Hat BILD diese Frau am Freitag also zufällig in der Menge angesprochen, oder hatte BILD eine Ahnung, dass K. am nächsten Tag die Treppenbesetzung am Reichstag anstoßen würde?

https://www.bild.de/bild-plus/video/clip/news/heilpraktikerin-lotste-mob-zum-reichstag-die-kruden-ansichten-von-tamara-k-72676108-72677948.bild.html

In anderen Fällen würde man gegen den Initiator vorgehen als „geistigen Brandstifter“ oder „Anstiftung zu einer Straftat“ (so es eine Straftat gewesen wäre, aber werte Leser wissen, worauf es hinausgeht).

Bild weiss mehr … Schröder Zitat (also das war einmal so ein Bundeskanzler oder so): „Man(n) regiert Deutschland mit … und der BILD Zeitung … “

BILD, finanziert durch die CIA …

Kirschbaum … wie Zucker-Berg, Roth-Schild, Lilien-Thal, Rosen-Thal, Blumen-XY, Stern-XY …

Eine Gelbwestin… Gelb, die Farbe des Verrats, eine Farbe wie bei allen Soros Aktionen … ?

Dieser Artikel in der SZ ist ebenfalls erhellend. Um nichts wesentlich aus ddem Kontext zu reissen die längeren Passagen

Ich wollte so gerne eine Rothschild sein

Früher hat unsere Kolumnistin sich einen jüdisch klingenden Namen gewünscht – Silber, Stein, Gold, am liebsten was mit Edelmetallen. Heute weiß sie: Damit ist sie nicht alleine.
Jüdische Namen gelten als Eintrittskarten in einen vermeintlich exklusiven Kreis.

https://archive.is/wip/iV04e

…Rothschild, das war für mich der Olymp jüdischer Identität. Denn damals, vor der Gymnasialzeit, war mir der Rattenschwanz an Negativemotionen, die man in Deutschland mit jüdischen Bankiersfamilien verbindet, noch fremd. Als dann 2007 die Finanzkrise über uns hereinbrach und Lehman Brothers der hässlichen Fratze des Finanzjudentums, wie es ein Kommilitone nannte, ein modernes Gesicht gab, wechselte ich innerlich von Rothschild zu Rubinstein. …

Die Familie meines Vaters stammt von französischen Hugenotten, nicht von kanaanitischen Hohepriestern ab. Ich heiße Sabiers, nicht Silberstein, und haderte aufgrund dieser Lücke in meinem jüdischen Namenslebenslauf jahrelang mit meiner Identität innerhalb der jüdischen Gemeinde, deren innere Strukturen ähnlich aufgebaut sind wie ein Stammbaum der Royals. Da mache ich mir heute nichts vor. Seit 34 Jahren suche ich nach der idealen Balance zwischen Abgrenzen und Einblenden. Abgrenzen, wo ich mich ganz klar als Jüdin positioniere, auch ohne erkennbaren Namen, und Einblendung, wenn ich nicht auf meine Herkunft und meine Meinung zum Nahostkonflikt angesprochen werden möchte….

Wobei die Tatsache, keine Rothschild zu sein, mir eben diesen Luxus ermöglicht: Mir aussuchen zu können, ob ich auf den ersten Blick Jüdin bin oder nicht. …

Whoopi Goldberg, deren jüdischer Name für mich bislang nie zur Debatte stand. Ein US-amerikanisch-jüdischer Autor ging der Frage nach, ob Whoopi nun jüdisch sei oder nicht. Sie selbst nennt sich »ein katholisch-jüdisches Mädchen«, das ihren Vornamen einem Furzkissen und den Nachnamen eben ihren jüdischen Vorfahren verdanke. Afroamerikanische Juden gibt es, wieso dann nicht auch Caryn Elaine Johnson alias Whoopi Goldberg? …

(Ihre Großmutter hieß Rachel Freedman, das las ich zumindest auf der in den USA bekannten Plattform »Jew or not Jew«, eine Tatsache, die man eigentlich niemandem erzählen sollte). Die Wahrheit sei, so mutmaßte der Autor, dass Whoopi als angehende Schauspielerin den Rat ihrer Mutter befolgte, und sich, um Karriere in Hollywood zu machen, einen jüdischen Nachnamen zulegte. Ihren heutigen Künstlernamen. …

Natürlich hätte ich im Laufe der letzten Jahre irgendeinen Berg, Stein oder Feld heiraten oder mich einfach selbst Rachel Goldbergstein nennen können, um endlich an meinen langersehnten Familiennamen zu gelangen. Aber das ist es nicht, denn Namen haben im Judentum eine identitätsstiftende Bedeutung, die gleichzeitig auf Schultern lastet oder – wie man in Hollywood vermutet – Türen öffnet. Man nennt sich, zumindest in meinen Augen, nicht einfach um und ist dann wirklich Rachel Goldbergstein – mit fiktiver Verwandtschaft aus Litauen und Polen, über deren Verbleiben nach dem Krieg man nichts wisse. In Hollywood mag das klappen, aber nicht in Europa. Keine Abgrenzung möglich, ein friedliches Abtauchen in der Masse unmöglich. …

Zu oft war ich Zeugin des Kommentars, dass man auch »gerne dazugehören würde«, weil wir als Volk so vernetzt seien. Ein Kommentar wie ein Wolf im Schafspelz.

….meine jüdischen Vorfahren. Kaufleute und Viehhändler aus einem Moseldorf, die zu Zeiten deutscher Herzogtümer ihren Familiennamen von einem rheinland-pfälzischen Adligen erwarben, um möglichst unjüdisch zu klingen. Sie müssen sehr vermögend gewesen sein, denn der Mädchenname meiner Mutter lautete Günther. Kein Türöffner in Hollywood, aber hilfreich in Zeiten, in denen Juden von Zünften und Innenstädten ausgeschlossen waren. …

In Deutschland des Jahres 2019 würde ein jüdischer Künstlername in einer erfolglosen Farce enden. Ich stelle mir dabei nur Matthias Schweighöfer vor, der sich, um seinen Erfolg anzukurbeln, in Matthias Bergsteiger oder Salzschweiger umnennen würde. Ja ja, jüdische Verwandte, gefunden über eine Genealogie-Website. »Ach ja, so vielseitig, und Jude ist er auch noch. Das sieht man ihm gar nicht an«, würde es aus verständnisvollen Kreisen heißen. Die jüdische Gemeinde würde Kopf stehen, der Zentralrat der Juden einen offenen Brief verfassen und der jüdische Durchschnittsbürger sich fragen, ob die Leute da draußen wirklich meinen, dass unsere über 25 Generationen vererbte Identitätskrise ein Witz sei. …

Mir persönlich geht es nicht um Antisemitismus – das wäre zu banal.

Es geht vielmehr um das sensible und allgegenwärtige Thema I-den-ti-tät. Vier Silben, die jedes Kind einer kulturellen Minderheit mit dem ersten Atemzug verinnerlich. Wer sind meine Ahnen? Wer bin ich? Und zu welchen Teilen? Dabei spielt der Name auf dem Klingelschild eine größere Rolle, als Außenstehende vermuten. …

In einigen Monaten werde ich heiraten. Einen Nichtjuden, einen ganz großartigen Nichtjuden. Damit wird die Suche nach dem jüdischen Namen offiziell beendet und die Frage, ob es denn mal einer sein wird, beantwortet sein. Nein. Kein Silber, kein Gold, kein Kupfer, kein Diamant. Keine Edelmetalle auf dem Klingelschild. Ich nehme seinen Namen an und behalte meinen für meine Autorentätigkeit. Und es ist gut so, wie es ist.

Denn mit der Zeit lernte ich die Unklarheit und das nicht automatische Zuordnen meines Nachnamens lieben,

und verstand, in meine Identität aus preußisch-korrekt und jüdisch-verstreut hineinzuwachsen.

Aber das dauerte Jahre.

Linda Rachel Sabiers

lebt als Autorin, Kolumnistin und Texterin seit 2009 in Berlin. Die in Köln geborene Tochter einer israelischen Mutter und eines deutschen Vaters versuchte es zeitweilig mit dem Auswandern nach Tel Aviv, nach zehn Monaten überwog jedoch die Sehnsucht nach Europa, wo ein Großteil ihrer Wurzeln liegt.

https://www.onomastikblog.de/artikel/namen-spiegel/juedische-familiennamen-1/