über Kräuterzubereitungsarten und eine Warnung

Disclaimer gilt wie für jeden Blogartikel

Kräuterölauszug nach der kalten Methode

Kräuter sammeln Blätter und/oder Blüten verwenden.
Getrocknete Blüten oder Kräuter in ein Schraubglas geben.
In einem Verhältnis von 1:10 bei frischen Kräutern und im Verhältnis 1:20 bei getrockneten Kräutern Öl zufügen.

Hochwertiges Pflanzenöl verwenden, beispielsweise Distel-, Oliven-, Mandel- oder Jojobaöl.
Sonnenlichtgeschützt bei Zimmertemperatur für zwei bis acht Wochen ziehen lassen.
Alle zwei Tage schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
Nach Ablauf der Zeit durch einen Teefilter abseihen.
Fertiges Öl in dunkle Glasflaschen abfüllen.

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Kräuterölauszug nach der warmen Methode

Diese Methode geht schneller, doch durch das warme Verfahren gehen Inhaltsstoffe verloren, dafür ist die Schimmelgefahr geringer.

Kräuter sammeln Blätter und/oder Blüten verwenden.

Kräuter und Blüten in ein hitzebeständiges Glasgefäß geben.

Gleiche Mischungsverhältnis wie oben angeführt mit Öl übergießen.
Im Wasserbad auf maximal 40 Grad Celsius erwärmen.

Das Kräuter – Öl – Gemisch zirka 1–2 Stunden auf Temperatur ziehen, dann abkühlen lassen.
Das Öl gut verschließen und 3 Tage nachreifen lassen.

Nach Ablauf der Zeit durch einen Teefilter abseihen.

Fertiges Öl in dunkle Glasflaschen abfüllen.

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Prinzip der Wasserdampfdestillation

Die Destillation von Pflanzen mit Wasserdampf entspricht im Wesentlichen immer dem gleichen Prinzip,

auch wenn sich die Konstruktion der Destillen im Detail unterscheidet.

Unten im Kessel, der mit Wasser gefüllt ist, befindet sich der Aromakorb mit dem Pflanzenmaterial.

Wichtig ist, dass der Aromakorb über dem Wasserspiegel steht, so dass die Pflanzen keinen direkten Kontakt mit dem Wasser haben.

Die Kühlkuppel oben wird mit kaltem Wasser (Eis) befüllt bzw. über ein Pumpensystem mit frischem, kalten Wasser gekühlt.

Das im Kessel befindliche Wasser wird nun erhitzt und beginnt zu sieden.

Der nach oben steigende Wasserdampf durchdringt das Pflanzenmaterial und reißt dabei die flüchtigen Stoffe mit nach oben in die Kuppel.

Ketone, Alkohole, Oxide, Hydrocarbonate, Aldehyde, Acetate u. a., also Substanzen aus ätherischen Ölen und andere, wasserlösliche flüchtige Substanzen.

Der Wasserdampf kondensiert auf der kühle Metallfläche der Kuppel und läuft seitlich hinunter in die Rinne, aus dem Dampfrohr nach außen.

Das ist das Hydrolat mit Anteilen an ätherischem Öl.

QUELLE und gute weiterführende Erklärungen

HIER noch eine gute Übersicht über mögliche Kräuteröle allerdings von einer Verkaufsseite.

Und eine ernstzunehmende Warnung:

Ohne jetzt die Natur/Kräuterheilkunde aus dem „Mittelalter“ zu verteufeln oder deren Wirksamkeit gänzlich in Frage zu stellen ist da doch auch besondere Vorsicht geboten bzw. ein gutes, am besten auch pharmazeutisches Basis besser noch Fachwissen über Heilpflanzen & Co. angeraten. Eine Freundin aus der MA-Szene hatte sich damit sehr umfassend Beschäftigt, glaub sogar ihre Masterarbeit darüber geschrieben und ist, gerade in alten original Büchern, teilweise auf lebensgefährliche Anwendungen und Behandlungsmethoden gestoßen! Dasselbe gilt Gleichgesetzt auch in der Kräuterlehre für eben Dosierungs-/Darreichungsmethoden ohne das nötige medizinische und botanische Fachwissen, daher ja auch mein Paracelsuszitat!

Arsenhaltige Verbindungen bei Geschwüren, Augen- und Gefäßkrankheiten, Husten und asthmatischen Beschwerden, Geschwüren im Mund- und Rachenraum als mittelalterliche Zutat ist z.B. auch vom Namen her für den Laien nicht zuletzt durch etliche Kriminalromane bekannt genug um nicht in die Versuchung einer Verwendung zu geraten. Wie aber wäre es mit einem Extrakt aus Rosenlorbeer? Hört sich doch harmlos und eher nach einem Gewürz an und ist doch aus dem Saft einer der giftigsten im Mittelmeerraum heimischen Pflanzen gewonnen! Hier verharmlost in eben „diesen alten Büchern“ allein der damals halt gebräuchliche Name des Oleander dessen toxischen Inhaltsstoff Glykosid Oleandrin…

Mal HIER eine interessante Seite welche damalige Grundlage (auch) dem medizinischen Verständnis der Zeit geschuldet zugrunde lag und damit die oft sehr abenteuerlichen sowie auch gefährlichen Rezepten/Behandlungen zu erklären weiß!

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