Archiv der Kategorie: Prepper

Schmerztherapie für Prepper – neue Studie

Kernbotschaft: Bei der Verletzung von Extremitäten linderte eine Kombination aus Ibuprofen und Paracetamol die Schmerzen ebenso gut wie Kombi-Therapien, die ein Opiat enthalten.  dies ist insofern relevant, da beide Mittel für Prepper frei in Apotheken erhältlich sind.

ABER immer Vorsicht! Paracetamol kann unter gewissen Umständen zu Leberschäden führen und auch Ibuprofen hat unerwünschte Wirkungen. Diesbezüglich immer die Fachinformationen studieren. Doch in Notsituationen, wie sie Prepper erwarten, werden Risiken auch anders gewichtet.

https://www.univadis.de/viewarticle/ibuprofen-plus-paracetamol-statt-opiate-bei-verletzungen-des-bewegungsapparats-567105?s1=news

Hauptergebnisse: Eine Kombinationstherapie aus Ibuprofen und Paracetamol ließ die Schmerzen auf der numerischen Rating-Skala um durchschnittlich 4,3 Punkte zurückgehen.

Die Linderung der Schmerzen war damit beinahe genauso gut wie nach der Gabe von Oxycodon und Paracetamol mit 4,4 Punkten.

Die Schmerzlinderung unter der Kombination von Hydrocodon und Paracetamol lag bei 3,5 Punkten,

unter der Kombination von Codein mit Paracetamol bei 3,9 Punkten.

Design: 411 Patienten einer US-amerikanischen Notfallambulanz wurden in vier Gruppen mit verschiedenen Schmerzmittel-Kombinationen randomisiert. Bei den Verletzungen handelte es sich um Frakturen, Zerrungen, Verstauchungen und Muskelschmerzen.

Die Teilnehmer der Gruppen 1 bis 3 erhielten unterschiedliche Opiate in Kombination mit Paracetamol (Gruppe 1: 5 mg Oxycodon plus 325 mg Paracetamol, Gruppe 2: 5 mg Hydrocodon plus 300 mg Paracetamol, Gruppe 3: 30 mg Codein plus 1.000 mg Paracetamol) Die Patienten der vierten Gruppe erhielten kein Opiat, sondern 400 mg Ibuprofen plus 1.000 mg Paracetamol.

Als primärer Endpunkt wurde anhand einer numerischen Rating-Skala der Rückgang der Schmerzen zwei Stunden nach der Einnahme definiert. Eine Schmerzlinderung um mehr als 1,3 Punkte wurde als klinisch relevante Schmerzlinderung eingestuft.

Klinische Bedeutung: Knapp 500.000 Tote durch Überdosierungen mit Opiaten haben in den USA eine Diskussion über deren freizügige Verordnung in der Schmerztherapie ausgelöst. Auch beinahe 20 Prozent der Patienten in chirurgischen Notfallambulanzen werden Opiate verschrieben. Die vorliegende Studie zeigt, dass bei Verletzungen des Bewegungsapparats oft auf Opiate verzichtet werden kann. Eine Kombination von Ibuprofen und Paracetamol bietet sich wegen der unterschiedlichen Wirkmechanismen an.

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pöhse Waffenlobby – die GRA äußert sich zum letzten Tatort und die Eddie Eagle Aufklärung von Kindern und Jugendlichen

überall, wo Waffenbesitz nicht sofort kriminalisiert wird, durfte ich erleben, daß man der Jugend und dem Gefahrenbewußtsein große Aufmerksamkeit schenkt und auch in der DDR war der Umgang mit Schußwaffen keineswegs neurotischer Natur.

Einschubfrage: was würde die Eltern von Kindern wohl mehr auf die Barrikaden bringen. Die einwöchige Sexualfrüherziehung im Regel-Unterricht oder eine einstündige Aufklärung zum richtigen Umgang mit Waffen und Munition? Oder ab 16 Jahre das flächendeckende Angebot einer AG „Sportschießen“ ?

Selbstverständlich ist der frühe Umgang mit Waffen in vielen Ländern auch einer kriegerischen oder militärischen Zielsetzung geschuldet, aber obwohl wir hier im friedlich-zvilisierten-demokratischen Westen, nicht wenige dieser Länder als nicht-lebenswerte korrupt-kriminelle und gefährliche rückständig-undemokratische Regime bezeichnen, die keinen demokratischen Rückhalt in ihrer Bevölkerung haben, ist es für mich bemerkenswert, daß gerade deren Regierungen keine Angst vor ihrem eigenen wehrhaften und wehrfähigen Volk zu haben scheinen.

In unseren demokratischen Landen hingegen… da wird schon eine Schreckschußwaffe, ein Multitool oder ein Pfefferspray zu einer nicht akzeptablen Mordwaffe.  Denn die Deutschen (und auch die Franzosen) sind ja im Grunde ihrer Seele blutrünstige Bestien, die einander und ihre gewählten Vertreter heiß- oder kaltblütig schnell einmal niedermetzeln. Und zu blöde sind sie (laut Pisa) auch, als daß sie verantwortungsbewußt mit Schußwaffen umgehen könnten.

Eine Waffe zur Selbstverteidigung ist dem einzelnen Deutschen ebenso verwehrt, wie viele Jahre den Deutschen -als Volk und Staatsgebilde- von den Siegermächten eine eigene Armee verwehrt wurde. Irgendwann erlaubte man dann doch eine Verteidigungsarmee. Leider hat aber das Individualrecht nicht mit dem Staatsrecht gleichgezogen. Weshalb eigentlich nicht? Unsere Regierung führt inzwischen sogar wieder bewaffnete Angriffskriege mit ihrer Verteidigungsarmee, die sich mit Abschaffung der Wehrpflicht zu einer Söldner-Armee gemausert hat. Damit ist unser Staat, unsere Regierung schon längst über das von den Alliierten zugestandene  Selbstverteidigungsrecht hinaus.Der einzelne Mensch aber noch immer in Fesseln.

Ich empfinde es als äußerst merkwürdig, daß der Staat (respektive die Regierung), der in der Vergangenheit anderen Staaten den Krieg erklärt und seine friedliche Bevölkerung in den Krieg gezwungen und getrieben hat, wieder das Recht des Waffentragens und des Waffeneinsatzes bekommt. Der einzelne Mensch, der sich der Kriegsdynamik damals kaum entziehen konnte, aber als der eigentlich Schuldige, als der kriegslüsterne Verursacher hingestellt wird und die Konsequenzen, also die Beschneidung seiner existentiellen Freiheit in einer sich verändernden Welt tragen muß.

Wie immer in unserer manipulierten angeblich freien Gesellschaft, wird den Menschen zumindest oberflächlich das Recht zugestanden, sich zur bewaffneten Selbstverteidigung zu befähigen. Also den Umgang mit Schußwaffen und Munition zu erlernen. Aber eben nicht zur Selbstverteidigung. Explizit nicht zur Selbstverteidigung. Und auch sonst wird der Umgang mit Schußwaffen in weiten Kreisen als „pfui“ oder mindestens als „suspekt“ angesehen. Eine Folge der (Um-)erziehung insbesondere der 70 er Jahre (da begann die stetige Verschärfung des nationalen Waffenrechts) und gewünschten öffentlichen Meinungsbildung. In der Schweiz ist das natürlich anders und in Österreich auch. Dort ist der Wunsch nach bewaffneter Selbstverteidigung (NOCH!) ein völlig legitimer Grund zur Beantragung einer Schußwaffenerlaubnis.

Nun aber zum lesenswerten Artikel der GRA hier, von dem ich einen Ausschnitt einstelle:

https://german-rifle-association.de/waffenlobby-beim-tatort-goldbach/

Die Tatort-Fernsehhandlung:   „…Der verschwundene Nachbarsjunge nahm sich eine Pistole, in der noch eine Kugel im Lauf steckte, und hatte mit dem Mädchen “gespielt”. Dabei kam es zu der tödlichen Schussabgabe (sehr realitätsnah).“

Waffenlobby hätte das verhindern können

Die “böse” Waffenlobby NRA unterrichtet seit Jahrzehnten Grundschulkinder über die Gefährlichkeit von Schusswaffen. Die NRA geht in die Schulen (ohne Waffen) und erklärt den Kindern, was diese tun sollen, wenn sie zufällig eine Schusswaffe finden. Seit 1988 wurden so über 25 Millionen Grundschüler aufgeklärt mit dem Eddie Eagle GunSafe® Program

Wenn du eine Waffe siehst:
STOP!
Nicht anfassen.
Renn weg.
Erzähle es einem Erwachsenen.

Wenn wir in Deutschland eine echte Waffenlobby ala NRA hätten, dann wären die Grundschulkinder aufgeklärt gewesen. Dann hätten sie gewusst, was beim “Spielen” passieren kann. Dann wären sie mit dem Fund eventuell ähnlich vorsichtig umgegangen wie mit einem Feuer im Wald: Sie wären weggelaufen und hätten einem Erwachsenen davon berichtet. (Anmerkung: und man hätte keine glaubwürdige Story für den Tatort gehabt)

Doch kommt kein einziger Tatortkritiker auf diese Diskrepanz.

Liegt das daran, dass niemand über die “guten Taten der Waffenlobby” berichtet?

Ich hatte schon 2014 über dieses Eddie Eagle-Programm geschrieben: Waffen und Kinder: Waffenwahn?  Es gibt auch andere Safety-Kurse der “bösen” Waffenlobby in den USA. Dort wird aufgeklärt, wie man Selbstmorde mit Schusswaffen erschwert, wie man sich bei Notwehrfällen verhält, wie man Waffen sicher aufbewahrt, wie man “Strohmannkäufe” erkennt u.v.m. Diese Kurse haben bewirkt, dass tödliche Unfälle mit Schusswaffen bei Kindern um über 80% zurückgegangen sind, obwohl es immer mehr private Schusswaffen in den USA gibt.

….

Einhandmesser

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inzwischen dürften die meisten Leser meines Blogs schon auf dem von mir verlinkten knife-blog gewesen sein (zu dem ich übrigens in keinerlei Beziehung stehe), wo sich überaus wissenswerte Informationen finden. Trotzdem noch einige Hinweise zu Einhandmessern, die sehr beliebt sind für den outdoor-Sport und auch bei der Bundeswehr.

Generell ist das Führen, also grob gesagt das Mitnehmen außerhalb seiner eigenen Räumlichkeiten, ohne daß es sich in einem abgeschlossenen Behältnis befindet, verboten. §42 des Waffengesetzes ist hier anzuwenden.

Ausnahme: das Führen ist für Sport, Spiel und Brauchtum erlaubt.

Dazwischen gibt es für den gewöhnlich denkenden Menschen nicht selten eine Grauzone, in der man sich nicht bewußt ist, daß man eine Gesetzesübertretung begeht. So wie bei den bereits angesprochenen Multitools.

Der Transport eines solchen Einhandmessers muß auf dem Weg zu seiner z.B. outdoor Aktivität (also auf dem Weg zum Ort  des erlaubten Gebrauchs) in einem abgeschlossenen Behältnis erfolgen. Dies soll den leichten Zugriff, die unmittelbare unsachgemäße Verwendung des Messers verhindern.

An einem Fall kann man das gut illustrieren, den man hier im sehr interessanten lawblog nachlesen kann:

Während in Afghanistan deutsche Soldaten Krieg führen, bahnen sich jetzt in Deutschland rechtliche Querelen für arglose Bundeswehrangehörige an. Bei Polizeikontrollen, vor allem in Schleswig-Holstein, sind nämlich Soldaten außerhalb des Dienstes mit einem juristischen Vorwurf konfrontiert worden: Verstoß gegen das Waffengesetz. Ihr Vergehen? Die Soldaten, meist in Uniform auf dem Heimweg ins Wochenende, hatten das „Standardmesser“ der Bundeswehr dabei.

Es handelt sich um ein Taschenmesser (Hersteller: Victorinox), allerdings in Form eines Einhandmessers. Die Besonderheit an Einhandmessern ist, dass sie mit einer Hand geöffnet werden können. Problem: Einhandmesser fallen seit neuestem unter das Waffengesetz. Wer so ein Messer bei sich hat, riskiert ein Bußgeld bis zu 10.000 Euro.

Das Bundesinnenministerium vertritt in einem mir vorliegenden Schreiben eine harte Linie:

Die an Soldaten ausgegebenen Messer vom Typ Bw Einhandmesser Original Victorinox, Jungle Devil und Bw-Kampfmesser Infanterie fallen grundsätzlich unter den Tatbestand des Führensverbots des § 42a Abs. 1 WaffG.

Nur dienstliche Nutzung sei erlaubt. Freizeit, auch in Uniform verbrachte, sei jedoch kein Dienst:

Führt ein Soldat vor oder nach dem Dienst, auch in Uniform, solch ein Messer mit sich, greift das Waffengesetz. Es wird hierbei davon ausgegangen, dass die Bundeswehr es nicht für erforderlich hält, dass ein Soldat auf dem Heimweg oder bei der Fahrt zur Kaserne bzw. Dienststelle ein Kampf- oder Einhandmesser mit sich führt. Auch Schusswaffen und andere an Soldaten ausgegebene Ausrüstungsgegenstände müssen nach dem Dienst grundsätzlich auf dem Bundeswehrgelände verbleiben.

Weiter:

Auch unter dem Gesichtspunkt der Fürsorge der Bundeswehr für junge und charakterlich noch nicht gefestigte Soldaten scheint es vorzugswürdiger, Bundeswehrmesser grundsätzlich in der Kaserne bzw. Dienststelle zu belassen.

Der Reservistenverband hat sich inzwischen auch schon eingeschaltet. Er rät allen Reservisten dringend ab, die zur Ausrüstung gehörenden Einhandmesser bei sich zu führen, und zwar „weder bei dienstlichen Veranstaltungen noch privat“.

Ja, werte Leser, so ist das in unserer bunten Republik. Der Mensch in der Bundeswehr oder in seiner Funktion als Polizist ist vertrauenswürdig und funktionstüchtig (ich bin ja geneigt zu schreiben: funktionssicher). Der selbe Mensch in anderer Funktion, zum Beispiel als PrivatPERSON und Bürger wird zu einem gefährlichen, unkalkulierbaren Risiko. Messer, Gabel, Schere, Licht – ist für deutsche Bürger nicht. Oder so ähnlich.

Einen gut gestalteten Überblick über „erlaubt“ und „verboten“ finden die Leser hier: https://www.nuernberg.de/imperia/md/ordnungsamt/dokumente/internet/faltblatt_-_informationen_zum_aktuellen_waffenrecht.pdf

 

Sie glauben, das Waffenrecht berühre Sie nicht, weil Sie weder Sportschütze noch Jäger noch kriminell sind? – dann kennen Sie die BRiD schlecht

heute  einmal wieder ein Situationsbericht aus Absurdistan und seiner Justiz. Beginnen wir mit einer Geschichte. Eine Hausfrau in bestem Alter, wie man so sagt, macht einen kleinen Ausflug in die Tschechische Republik. Ihr Ziel: der sogenannte Vietnamesenmark (diesen gibt es inzwischen nicht mehr, aber andernorts Polenmärkte)  gleich hinter der Grenze mit seinen Buden und Ständen mit Jacken, Taschen, Gürteln und sonstigen Dingen, die Mann und Frau und Kind so brauchen. Zu günstigen Preisen und mit dem Spaß zum Feilschen inklusive.Frau ersteht eine coole trendy Taschenlampe für geschenkte 20 Euro (es gibt sie aber schon für 15 Euro) und mit dem Schriftzug „Police“ Elektroschocker Polizei QuelleAn der Grenze dann, wo die Zöllner mit Vorliebe Strafen am laufenden Band kassieren für das Mitführen von Reservekanister über 5 Liter wegen illegaler Einfuhr billigen=unverzollten Benzins/Diesel, entdecken die freundlichen Büttel dann die Taschenlampe und stellen fest, diese hat eine Zusatzfunktion, von der die arme Hausfrau keinen blassen Schimmer hatte, aber die erfahrenen Zöllner sehr wohl: ein Elektroschocker!

In der berichtenden Presse war man sich uneins, ob es sich um 100.000 Volt oder 1 Mio Volt handelte, die man damit freisetzen konnte. Wie auch immer, die Dame ist aus allen Wolken gefallen, erhielt eine Strafanzeige und mußte vor Gericht. Übrigens nicht die erste und nicht die letzte, die diesbezüglich mit dem Gesetz in Konflikt kam.

Da in Deutschland das Motto gilt „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ kann sich jeder vorstellen, wie milde Richter bei dieser STRAFTAT im Sinne des Waffengesetzes urteilen. Und es handelt sich gleich um 2 Straftaten.

Einmal ist ein Elektroschocker ohne deutsches Prüfzeichen ein verbotener Gegenstand zu besitzen und zu führen (ganz generell Umgang in jedweder Form zu haben) und zum Zweiten handelte es sich in diesem Fall um eine als Alltagsgegenstand (Lampe) getarnte Waffe. Das dürfte für die Frau böse geendet haben. Geldstrafe oder bis zu 3 Jahre Knast sieht der Gesetzgeber als würdiges Strafmaß für das Verbrechen vor.

Wobei ich hier noch erläutern will, daß „besitzen“ nicht heißen muß, daß man auch der Eigentümer ist. Also es hätte der Dame nicht geholfen zu sagen, ein tschechischer Freund sei Eigentümer und sie hätte sich das Ding nur kurz geliehen, weil ihr Geldbörschen in einen deutschen Gulli kurz vor der Grenze gefallen sei, den sie nur mal kurz ausleuchten wollte. Also: Die Dame war in Besitz der Taschenlampe, wer der Eigentümer ist spielt keine Rolle.

http://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt-nachrichten/taschenlampe-ist-eine-waffe-21102-art835365.html

Und nein, der deutsche Zoll hält es nicht für nötig, deutsche Bürger an seinen Erkenntnissen über drohende shopping Gefahren vorort teilhaben zu lassen, darauf aufmerksam zu machen oder über relevante Gesetzesunterschiede im Nachbarland zu informieren. Ein kleines Faltblatt wäre doch nett und bürgerfreundlich gewesen. Insbesondere da viele Rentner den kleinen shopping-Grenzverkehr nutzen und man nicht davon ausgehen kann, daß diese das internet zu diesem Thema durchforsten (können). Auf die Idee, daß sie eine Straftat begehen könnten, kommen die überhaupt nicht.

Wer noch  einen gewöhnlichen  Elektroschocker von vor 1.1.2011 OHNE PTB Prüfzeichen

Mit PTB-Prüfzeichen besitzt, ein Gerät, das bis dato völlig legal zu erwerben und zu besitzen war, sollte wissen, daß 2010 die Ausnahmeregelung zur Straffreiheit bzgl. des Besitzes, Führens und Erwerbs einer solchen Waffe / Gegenstandes eigentlich (dazu später mehr) abgelaufen ist.

Ja, DU! Du bist jetzt ein Krimineller! Ach, Du wußtest nicht, daß Dein Schwiegersohn in seinem bei Dir untergestellten Umzugskarton auch einen alten E-Schocker ohne Prüfzeichen eingepackt hat?  Und der Schwiegersohn hat das auch völlig vergessen, weil als neuerdings Hartzer er jetzt andere Probleme hat und zudem gar nicht mehr über die Räumlichkeiten verfügt, seine untergestellten Kartons abzuholen und auszupacken? Na, die BRiD Gerichte werden Dir schon zeigen wo es entlang geht, wenn man soetwas bei Dir findet.

Vielleicht kommst Du ja auf die Idee, das gerade entdeckte illegale Teil bei der Polizei abzugeben? Bravo! Kennst Du Monopoly? Die berühmte Aufforderung: Begeben Sie sich in das Gefängnis. Begeben Sie sich direkt dorthin…

Also das Abgeben bei der Polizei könnte möglicherweise unmittelbar in eine Strafanzeige münden, denn Du bist im Besitz eines verbotenen Gegenstandes, hast ihn (womöglich sogar in einem unverschlossenen Behältnis) transportiert und noch dazu in der Öffentlichkeit geführt. Oder hast Du ihn womöglich sogar BENUTZT? Also was tun? An Ort und Stelle vernichten? In die nichtauffindbare Inexistenz des Nirwana bringen wird wohl das Vernünftige sein?

Und nun aber zwei Dokumente bzgl. Taser ohne PTB Prüfzeichen, die Hoffnung spenden.

Das eine ist ein Dokument für die exekutiven Profis der BRiD aus dem Jahre 2017, welches von der Allegmeinverfügung (dh der bis 2010 geltenden Ausnahmegenehmigung) für den Besitz der Elektroschock-Waffe (also einem Gegenstand, der unter das Waffengesetz fällt) handelt.

Und dort steht für die Polizeidienst-Studenten geschrieben, daß nur das Führen eines nachweislich vor dem angegebenen Stichtag bereits in Besitz befindlichen Altgerätes verboten sei, der weitere Besitz aber über die Allgemeinverfügung genehmigt wäre. Nachzulesen hier: http://www.hfpol-bw.de/index.php/infothek-fakultaet-iii/245-waffenrecht

Klicken auf „Waffenrecht für Behörden und Polizei“  Seite 11. Und kleiner Hinweis: den Copyright Disclaimer einer Rechtsfakultät sollte man ernst nehmen.

Das entsprechende Schreiben des Bundeskriminalamts vom 17.12.2010 hier: http://www.polizeiladen.de/downloads/kh-elektroschockerregelungenaltbesitz.pdf

In diesem Schreiben kann man auch nachlesen, wie man sich verhalten sollte, wenn man überraschend zu solch einem verbotenen Gegenstand kommt, von dem man nicht nachweisen kann, dass man ihn vor dem Stichtag bereits in Besitz hatte.

Bis heute ist es aber so, daß bei Auffinden eines Elektroschockers ohne PTB Prüfzeichen durch die Behörden, ersteinmal ein Verfahren eingeleitet wird, um zu klären, ob die Ausnahmegenehmigung greift oder nicht, also ob der Besitz vor dem Stichtag irgendwie nachgewiesen werden kann, oder nicht.

Aktuell wurde diesbezüglich ein Fall in Ingolstadt bekannt, in dem die Behörden bei einem entsprechenden Fund pauschal einen Verstoß gegen das Waffenrecht feststellten, anscheinend ohne den Betroffenen auf den Inhalt des BKA Schreibens vom 17.12.2010 und die Ausnahmegenehmigung hinzuweisen. Dadurch verwehrten sie dem Betroffenen die Möglichkeit, der Behörde die Legalität des Besitzes nachzuweisen.

Wenn dem tatsächlich so gewesen sein sollte, dann ist solch ein Verhalten der Behördemitarbeiter nicht nur unrechtmäßig, sondern meiner Meinung nach moralisch verwerflich. Schlußfolgerung: nur wer die Rechtslage kennt, hat nicht von Anfang an verloren.

Eine andere Interpretation des diesbezüglichen Waffenrechts findet man bei Wikipedia:

a) Distanz-Elektroimpulsgeräte (wie Airtaser) sind in Deutschland seit 1. April 2008 generell verboten und nicht zulassungsfähig.

b) Kontaktgeräte sind unter Einschränkungen erlaubt. Ein Elektroimpulsgerät benötigt gemäß Anlage 2 Nr. 1.3.6 WaffG ein amtliches Prüfzeichen für die gesundheitliche Unbedenklichkeit.

Für Altgeräte bestand ehemals eine Ausnahmegenehmigung des BKA (gemäß § 40 Abs. 4 WaffG) für Erwerb, Besitz und Führen. Diese lief aus zum 31. Dezember 2010.

Seit dem 1. Januar 2011 ist der Umgang nur noch mit Geräten erlaubt, die das Prüfzeichen der PTB tragen. Für Privatpersonen, die vor dem 1. Januar im Besitz eines Gerätes ohne Prüfzeichen waren, besteht die Möglichkeit, beim BKA (Bundeskriminalamt) eine Ausnahmegenehmigung für den Besitz zu beantragen. Das Führen oder Weiterverkaufen dieser Altgeräte ist aber untersagt.

Wikipedia meint also, man müsse einen individuellen Antrag stellen. Ob das rechtlich tatsächlich so ist, habe ich noch nicht herausgefunden.

Denn es stellt sich die Frage, ab wann der Besitzer eines illegalen Altgerätes sich überhaupt strafbar macht. Was ist zum Beispiel, wenn er gar nicht (mehr) wußte, daß er solch ein Gerät überhaupt besitzt? Und es von der Polizei gefunden wird? Kann er dann noch einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung stellen? Immerhin kann man nichts beantragen, von dem man keine Kenntnis hat.

Und ist so ein Individualantrag überhaupt vorgesehen in dem Schreiben der Allgemeinen Verfügung von 2010?

Es findet sich keine diesbezügliche Aussage über die Art und Form der ggf. nötigen Individual-Antragstellung. Vielmehr verwendet das Dokument den Plural und Verallgemeinerungen, so daß man davon ausgehen muß, daß es sich hierbei um eine pauschale allgemeine Ausnahmeregelung für all diejenigen handelt, auf die die dort genannten Kriterien zutreffen.

Jegliche andere Maßnahme, als die der generellen Ausnahmegenhmigungserteilung wäre übrigens eine nicht rechtlich begründbare Mißachtung des Eigentumrechts gewesen. Eine unrechtmäßige, verfassungswidrige Enteignung.

Die letztlich zu klärenden Fragen sind daher: Handelt es sich tatsächlich um eine Allgemeine Ausnahmegenehmigung? Wurde damit ganz allgemein verfügt, daß der Altbesitz genehmigt ist, so man den Besitz vor dem Stichtag nachweisen kann? Muß man diese Beweisführung von sich aus initiieren und der Behörde darlegen oder kann man die Legalität des Altbesitzes auch für sich selbst feststellen, indem man zum Beispiel weiß, daß man den Kaufvertrag vor dem Stichtag säuberlich in seinem Ordner liegen hat und diesen bei Anfrage der Behörde vorlegen kann?

Fragen über Fragen. Die Kompetenz der Gesetzgeber bzgl. der Klarheit im Recht ist immer wieder auf`s Neue erstaunlich. Ich werde die werte Leserschaft über weitere Erkenntnisse auf dem Laufenden halten.

 

 

 

 

Den heutigen Tag ernenne ich zum Strom-Gedenktag oder sollte man doch lieber…

Einfach nur so, weil ich froh bin, daß mein Alltag, so nervig er auch sein mag, in geordneten Bahnen verlaufen kann.

Daß ich der Familie nicht sagen muß, sie dürfen ihr Geschäft heute in der Grünanlage verrichten, daß niemand die Bettpfannen der Alten und Kranken mit kaltem Waser aus dem nächsten Fluß reinigen muß, daß die Krematorien funktionieren, die Kläranlagen und die Lüftungsanlagen der Schweinezüchter, daß die Kassen der Supermärkte piepsen, die Zapfsäule bei der Tanke brummt und dass Norddeutschlands Grundwasserpumpen fleissig arbeiten und verhindern, daß ein großer Teil des Landes zum Aquarium wird… Lasset uns Dank sagen… auch für die beständig steigende EEG Umlage, die Ästhetik der sich drehenden (oder stehenden) Rotoren hoch und weit über deutsche Landen, mit tausenden Litern Öl gut geschmiert (wie die Betreiber) sorgen sie zudem für den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts der heimischen Vogelpopulation.

Aber nicht, dass werte Leser nun glauben, sie dürften einen der darwinistisch an die veränderte Umwelt unangepassten Milane oder dessen Federn um die Windkraftanlagen mit nach Hause nehmen! Lassen Sie sich nicht erwischen! Darauf steht Strafe, denn Der Besitz von Vogelfedern nahezu aller Arten ist generell genehmigungspflichtig! Sie dürfen sich gerne ausmalen, was Ihnen als deutschem Bürger blüht, wenn Sie nicht nur Federlesen machen, sondern so einen Flugvogel selbst um sein Leben bringen.

§22 Bundesnaturschutzgesetz
Es ist verboten:
4b) lebende oder tote Tiere der besonders geschützten Arten oder Teile dieser Tiere, ihre Eier, Larven, Puppen, sonstige Entwicklungsformen oder Nester sowie hieraus gewonnene Erzeugnisse in Besitz zu nehmen, zu erwerben, die tatsächliche Gewalt darüber auszuüben, zu be- und verarbeiten, abzugeben, feilzuhalten, zu veräußern oder sonst wie in Verkehr zu bringen.

Was sind nun besonders geschützte Tierarten?
Das ist in Anlage 1 geregelt.
2 Vögel: Alle wildlebenden europäischen Arten, soweit sie nicht dem Geltungsbereich dieser Verordnung anzuwendenden Jagdrecht, mit Ausnahme von Haustaube (verwilderte Form), Rabenkrähe, Eichelhäher, Haussperrling, Star, Amsel. [*]

Der Besitz von Federn, außer von Vögeln, die unter das Jagdrecht fallen (allerdings fallen deren Federn dann unter das Wilderei Gesetz!) und den oben aufgezählten Arten, ist somit verboten bzw. genehmigungspflichtig. Exotische Vogelarten sind aus anderen Gründen geschützt.

Obwohl alle Greifvögel in Deutschland seit Anfang der 1970er Jahre unter strengem Schutz stehen, ist die illegale Verfolgung von Greifvögeln nach wie vor ein gravierendes Problem. Ihre Verfolgung stellt eine Straftat dar, die eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren nach sich ziehen kann.

Aber die Betreiber der  Anlagen stört das nicht! https://www.nabu.de/news/2016/01/20016.html

Neu ist jedoch die Verfolgung der Greifvögel im Zusammenhang mit Windkraftanlagen: In bislang 42 zusätzlichen im Rahmen der Aktion gemeldeten Fällen aus den Jahren 2010 bis 2015 besteht dringender Verdacht auf die illegale Zerstörung von Großvogelhorsten in Zusammenhang mit bestehenden und geplanten Windkraftanlagen, auch bei drei der registrierten Tötungsdelikte liegt ein entsprechender Zusammenhang nahe. Um eine Gefährdung von Vogelarten auszuschließen, müssen für Windkraftanlagen bestimmte Mindestabstände zu deren Horsten einhalten werden. Um Windkraftanlagen trotzdem bauen zu können, werden daher offensichtlich häufig Horste dieser Vögel zerstört. Der NABU befürwortet den naturverträglichen Ausbau der Windkraft, weist jedoch auf gravierende Versäumnisse bei der Standortwahl und der Umsetzung einzelner Projekte hin. Standorte, die erst mittels Straftaten für Windkraftanlagen „geeignet“ gemacht werden, sind klar abzulehnen. Die meisten Horste sind bereits vor den Planungen einer Windkraftanlage bekannt. Sie werden dementsprechend im Genehmigungsprozess berücksichtigt. Wenn Horste für Windkraftanlagen zerstört werden, zeugt das vor allem von Ignoranz gegenüber geltendem Planungsrecht.

Nun denn. Werte Leser, bleiben wir beim Strom an sich:

Der Kampf gegen Stromausfälle aufgrund der Zunahme von volativem Öko-Strom wird immer teurer: http://www.revierkohle.de/blackouts-muehselig-abgewehrt/

Aufgrund der Zunahme von Windkraftanlagen besteht an windreichen Tagen ein Überangebot an Strom, so dass dieser immer wieder von den Netzbetreibern abgeregelt werden muss, um einen Zusammenbruch der Stromnetze zu verhindern. Die Anspannung im Netz steigt schneller als erwartet, so Urban Keussen von der Firma Tennet. Netzbetreiber Tennet mußte für diesen Abwehrkampf in 2015 rd. 700 Mio. EUR an Kosten aufbringen, darunter 225 Mio. EUR für das Hoch-und Herunterfahren von Kraftwerken, 152 Mio.

http://www.revierkohle.de/eeg-umlagen-steigen-in-2017-deutlich/

2016 stieg die EEG-Umlage von 6,17 Cent auf 6,35 Cent. Von 2010 bis 2016 hat sich der Strompreis um mehr als 200 % erhöht. Und dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit seiner Lizenz zum Gelddrucken für Öko-Strom-Anbieter wird das auch so weitergehen.

In 2017 soll der Strompreis nach einer Prognose des sog. Think-Tanks „Agora“ von 6,35 auf bis zu 7,3 Cent je kWh steigen. Für eine Durchschnittsfamilie mit zwei Kindern und 3000 kWh Jahresverbrauch steigt der Strompreis somit um 44 EUR. Für Unternehmen hat die Erhöhung aber nicht so bescheidene Auswirkungen. Sie bedroht langsam aber sicher den Industriestandort Deutschland.  

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Da man unbeirrt weiter an die Klimaerwärmung durch CO2-Emissionen glaubt, die angeblich von Menschen verursacht wird, hält man an der zum Untergang geweihten Energiewende eisern fest. Koste es, was es wolle. Damit der Offshore-Windstrom vom Norden in den Süden weitertransportiert werden kann, benötigt man rd. 2800 km lange neue Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen. ( wir berichteten hierüber bereits mehrmals) Da viele Bürger in Bayern und anderswo mit einer Verschandelung ihrer Land- schaft rechnen, fordern diese eine unterirdische Verlegung der Kabeltrassen. Die Bundesregierung hat diesem, von CSU-Chef Horst Seehofer vorgetragenem Begehren nachgegeben, was zur Folge hat, das in die Verteilnetze rd. 50 Mrd. EUR bis 2032 investiert werden müssen, erklärte Stefan Kapferer, Vorsitzend- er des Energieverbandes BDEW. Die Kosten für Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich in den letzten 18 Jahren vervierfacht und werden sich bis 2032 sicherlich verzehnfachen.

Über die EEG-Umlage wird die Differenz zwischen den staatlich für zwanzig Jahre lang garantierten höheren Abnahmepreisen von Ökostrom und dem Börsenstromtarif bezahlt.

Das bedeutet: je niedriger der Börsenpreis, desto höher die Umlage und umgekehrt.

Mit verschiedenen EEG-Umlagen finanzieren alle Verbraucher eine völlig verfehlte Energiepolitik.

Trotz massiven Ausbaus der Windkraftanlagen auf mittlerweile rd. 32.000 Anlagen mit einer maximalen Nennleistung von 68.925 Megawatt (in Sept. 2016 lt. EEX-Strom- börse) stehen diese nur an vier Monaten im Jahr mit rd. 1.800 Volllastunden zur Verfügung.

Acht Monate stehen die Anlagen mangels ausreichendem Wind still. Und für diesen Stillstand hat der Bürger allein in 2016  5,064 Mrd. EUR bezahlt.

Für alle regenerativen Energieträger zusammen (incl. Netzausbau) sogar 22,3 Mrd. EUR.

Der Erlös für den nicht bedarfsgerecht erzeugten Windstroms an der EEX-Börse in Leipzig belief sich in 2016 gerade einmal auf 225 Mio. EUR. Die restlichen 95,6 % zahlt der Stromverbraucher über seine Stromrechnung.

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung kommt denn auch folgerichtig zu der Erkenntnis, das es sich beim EEG um den größten Subventionstatbestand handelt, dem kein schlüssiges Gesamtkonzept zugrunde liegen würde. Auch wäre das EEG marktfern und würde keineswegs zu einer Abmilderung des Klimawandels beitragen.

Und wenn Sie jetzt denken, das eine Erhöhung auf 7,1 bis 7,3 Cent je kWh doch noch ganz moderat ausfällt, dann bedenken Sie bitte, das es sich hier nur um die Erhöhung für Privathaushalte handelt.

Mittelstän- dische Betriebe haben mit ganz anderen (verbrauchs- und lastgangabhängigen) Kosten zu kämpfen. Aber auch Privathaushalte sollten sich nicht zu früh freuen. Denn zu den steigenden Netzentgelten kommen noch 19 % Umsatzsteuer, die Kraft-Wärme-Kopplungs-Um- lage, die Offshore-Umlage (Windkraftanlagen auf hoher See), Umlage für Netzgenteldbefreite stromint-ensive Unternehmen und die Umlage für abschaltbare Lasten (die sog. Redispatch-Kosten für die Zu-und Abschaltung von Kraftwerken, weil Windkraft nicht ausreicht) hinzu.

Und vergessen Sie nicht die Kosten für die unterirdische Verlegung von Hochspannungsübertragungs-Gleich-stromleitungen, die bis 2030 noch einmal mit rd. 50 Mrd. EUR zu Buche schlagen werden. Die erwähnten Redispatsch-Kosten werden in den nächsten Jahren ebenfalls steigen, weil der Ausbau von Windkraftanlagen trotz Deckelung weitergeht. Damit müssen in gleichem Umfang konventionelle Kraftwerke bereitstehen, um einen Rückgang bzw. eine erhöhte Nachfrage umgehend ausgleichen zu können. Wenn dann noch Kraftwerke endügltig abgeschaltet werden sollen, wie von Herrn Bundeswirtschaftsminister Gabriel, Verdi-Chef Bsirske, den Grünen, B.U.ND. und Greenpace gefordert, dann kann man nur noch sagen: gute Nacht, Deutschland.

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Offensichtlich ahnt wohl aber auch die Bundesregierung, das ihre verfehlte Energiewendepolitik zu einem Versorgungsengpass und zu einem Stromausfall grösseren Ausmasses führen könnte.

Daher hat sie vorsorglich eine Bürgerinformation über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgeben lassen, das mit Tips für Vorsorge und Selbsthilfe bei Stromausfall aufwartet.

Wir denken, dass solche Tips nur bedingt hilfreich sind, da ein Blackout von 2 bis 3 Wochen kaum eine geeignete Vorsorge ermöglicht.

Sie können zwar Batterien, Kerzen, Nato-Esspackete, Schlafsäcke und See-Trinkwasser einlagern, aber bei einer vierköpfigen Familie dürfte der Platz kaum ausreichen.

Und wer zur Miete wohnt, kann zwar eine Chemietoilette benutzen, aber die reicht maximal nur für den fünfmaligen Besuch…und dann ? Außerdem hält die Chemiekalie nur 6 Monate und muß dann ausgetauscht werden. Scheiss Spiel, gell ?

 

Stromausfallkarte: https://stromausfall.org/karte/

Beratung bei Stromausfällen: https://stromausfall.org

oder: http://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/Pers-Notfallvorsorge/Stromausfalll/Stromausfall.html

Checkliste für 8 Stunden: https://www.stromausfall.info/php/checkliste-grundausstattung-8-bis-24-stunden_de_18.html

Der neue Hype: Stromausfall bei Banken: http://www.chip.de/news/Das-Blackout-Szenario-Was-passiert-wenn-in-den-Banken-tagelang-der-Strom-ausfaellt_123241744.html

Liste historischer Stromausfälle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_historischer_Stromausf%C3%A4lle

Der große europäische Stromausfall von 2006: schlechte Planung und die Unkalkulierbarkeit vernetzter Systeme:  https://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall_in_Europa_im_November_2006

Auslöser war die planmäßige zeitweilige Abschaltung zweier von E.ON (heute Tennet TSO) betriebener Hochspannungsleitungen ConnefordeDiele, die mit der 380-kV-Ems-Freileitungskreuzung die Ems queren, am Abend des 4. November 2006. Diese Abschaltung geschah für die Ausschiffung der Norwegian Pearl, eines auf der Meyer Werft in Papenburg gebauten Kreuzfahrtschiffes. Durch das E.ON-Netz flossen zum Zeitpunkt des Ausfalls fast 10.000 MW (vor allem durch Windenergie erzeugter) Strom von Norddeutschland und Nordeuropa nach West- und Südeuropa.

Laut Untersuchungsbericht der UCTE war diese Abschaltung mangelhaft geplant und durch kurzfristige Änderung gekennzeichnet. Der ursprüngliche Zeitplan der Leitungsabschaltung sah eine erhebliche Reduzierung der Transportleistung vor. Aufgrund von rechtlichen Vereinbarungen konnte diese Reduzierung nicht mehr dem aktualisierten Zeitplan angepasst werden. Zudem wurde die Abschaltung der Leitung vorgezogen, ohne die anderen beteiligten Übertragungsnetzbetreiber Vattenfall (heute 50Hertz Transmission) und RWE (heute Amprion) rechtzeitig zu informieren, so dass diese keine Chancen mehr hatten, ihre Stromerzeugungs- und Netzkapazitäten zum neuen Zeitpunkt an die veränderten Bedingungen anzupassen.

Am 5.1.2016 übten Hacker schon einmal in der Ukraine: http://www.zeit.de/digital/internet/2016-01/stromausfall-hacker-ukraine-blackenergy

Auch die Stromversorgung in Deutschland ist hackbar

Grundsätzlich ist es auch in Deutschland möglich, von außen die Stromversorgung zu beeinflussen. Der Hacker Felix „FX“ Lindner hat das mal für eine Dokumentation an den Stadtwerken Ettlingen demonstriert. Und auf dem 32. Chaos Communication Congress (32c3) im Dezember hat Mathias Dalheimer gezeigt, wie man einen Blackout durch Frequenzmanipulationen verursachen kann.

In Deutschland gibt es kein Bewusstsein dafür, wie man mit kritischer Infrastruktur umgehen soll. Das ist nicht zu tolerieren„, sagt Dalheimer. „Wenn Hacker erst einmal einen Angriffspunkt gefunden haben, können sie bei vielen Stadtwerken einen Stromausfall verursachen, da alle ein verwandtes System nutzen.“

Malware führte zum Blackout

700.000 Menschen saßen in der Ukraine kurz vor Weihnachten im Dunkeln. Hacker hatten offenbar (nichts Genaues weiß man nicht) die Infrastruktur sabotiert, mithilfe einer präparierten Word-Datei….Dazu sollen sie gefälschte E-Mails an Mitarbeiter des Energieversorgers verschickt haben, mit der Werchowna Rada als vermeintlichem Absender, dem ukrainischen Parlament. Der Inhalt sollte die Mitarbeiter zum Herunterladen des Anhangs bewegen…Wer die Datei öffnete, bekam laut ESET angezeigt, dass die Word-Version veraltet sei. Um den Inhalt zu lesen, sollte die Opfer das Ausführen eines Makros erlauben, also einer Befehlssammlung, die bestimmte Aufgaben automatisiert. Wer dann auf „Aktivieren“ klickte, ließ die Malware ins System….

Die Malware-Familie BlackEnergy ist bekannt. Schon 2014 hatten Hacker mit damit auf ähnliche Weise staatliche Organisationen und Unternehmen in Polen und der Ukraine attackiert. Dabei konnten sie auf Passwörter und Dateien zugreifen.

Mittlerweile haben die Täter BlackEnergy mit einem Feature namens KillDisk ausgestattet. Das kann nicht nur Festplatten beschädigen, indem es wichtige Systemdateien löscht. Laut ESET beinhaltet es auch Funktionen zum Sabotieren von Industriesystemen. In diesem Fall sollen sie dazu geführt haben, dass die Verbindung zwischen mehreren Umspannstationen abbrach. Dass solche Steuerungsanlagen im Prinzip anfällig sind, ist bekannt….

15.6.2017: Passagiere wegen Stromausfall nicht in den Brüsseler Flughafen eingelassen – 2 Stunden ohne Information: https://deutsch.rt.com/europa/52365-stromausfall-am-flughafen-von-brussel/

2.1.2017: Bei Stromausfall können Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienste, der Zoll und das Technische Hilfswerk nur 2 Stunden funken….Darüber hinaus: Die neue Digitaltechnik kämpft offenbar noch mit Kinderkrankheiten: Während des Amoklaufs im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München mit neun Toten habe der Digitalfunk der Polizei zeitweise versagt, Einsatzkräfte der Polizei sollen bis zu fünf Minuten lang nicht erreichbar gewesen sein, berichtete der Bayerische Rundfunk direkt nach dem Vorfall. Der Sender berief sich dabei auf einen internen Bericht des Polizeipräsidiums München.

https://www.welt.de/politik/article160768875/Polizei-kann-bei-Stromausfall-nur-zwei-Stunden-funken.html

…Diese Zeit entspreche nicht den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das eine Notstromversorgung des Funknetzes für mindestens 72 Stunden fordere, heißt es darin weiter. Eine bundesweit flächendeckende Mindestversorgung für diesen Zeitraum „befindet sich in der Umsetzung“….

12.7.2017 http://www.3sat.de/page/?source=/sfdrs/193580/index.html

13.7 http://www.ardmediathek.de/tv/Planet-Wissen/Blackout-pl%C3%B6tzlich-ohne-Strom/SWR-Fernsehen/Video?bcastId=25233996&documentId=44378588

Quod licet Iovi, non licet bovi – MeckPomm und die Prepper Ochsen …

der lateinische Spruch bedeuted:  was dem Jupiter erlaubt ist, darf der Ochse noch lange nicht. In diesem Fall: personenbezogene Daten sammeln. Das darf nur die außerhalb aller Gesetze agierende (!) bundesdeutsche ZITis im Auftrage des Innenministers Maiziere, die mit den MeckPomm Reservisten jetzt schon ihren ersten Großauftrag, Testlauf und Bewährungsprobe bekommt. Darauf Trink Ma Ana!

MECKLENBURG-VORPOMMERN/3026: „Prepper-Szene“ ist keine harmlose Hamster-Truppe (SPD)

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion MV vom Donnerstag, 14. September 2017

Martina Tegtmeier: „Prepper-Szene“ ist keine harmlose Hamster-Truppe

Zur Ankündigung des Innenministeriums, eine Kommission einzurichten, die die sogenannte „Prepper-Szene“ im Land untersuchen soll, erklärt die innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Martina Tegtmeier:

„Ich begrüße es sehr, dass diese im Dunkeln agierende Gruppe genau ausgeleuchtet werden soll. Es handelt sich bei diesen Menschen, die sich auf den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten offenbar nicht allein um besorgte Bürger, die ein „paar Dosen Ravioli“ auf den Notfall hamstern, wie uns manche weismachen wollen.

Vielmehr müssen wir annehmen, dass es ein rechtes Netzwerk von Menschen gibt, die Waffen und Munition horten, sich auf Schießplätzen treffen, über Chats im Internet austauschen und personenbezogene Daten sammeln.

Es muss auch geprüft werden, welchen politischen Organisationen oder Parteien diese Menschen nahestehen oder ihnen sogar angehören. Ich fürchte, wir haben seit den Durchsuchungen Ende August noch nicht mal die Spitze des Eisbergs gesehen.“

*

Quelle:
Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle, Lennéstr. 1, 19053 Schwerin
Telefon: 0385-525-2359 o. 0385-525-2360
E-Mail: info@spd-fraktion-mv.de
Internet: http://www.spd-fraktion-mv.de

 

veröffentlicht im Schattenblick zum 15. September 2017

 

http://schattenblick.de/infopool/parl/land/mv-3026.html

 

Vom Prepper zum Faschisten – der Fall Meck-Pomm

https://perspektive-online.net/2017/09/rechte-terrorzelle-war-im-reservistenverband-der-bundeswehr-organisiert/

„Prepper“-Organisation lernte bei der Bundeswehr schießen“

Sie bereiteten sich auf einen Bürgerkrieg vor und darauf, Migranten und Linke zu erschießen. Ende August waren ein Anwalt und ein Polizeikomissar festgenommen worden.  Ihre Wohnungen und die vier weitere Zeugen wurden durchsucht. Nun ist bekannt geworden: sie alle waren zusammen im Reservistenverband der Bundeswehr organisiert.

Der Reservistenverband organisiert ehemalige Soldaten und Unterstützer der Bundeswehr. Zusammen nehmen sie an militärischen, sportlichen oder musikalischen Unternehmen teil. Teilweise kommen Reservisten auch im Rahmen von Bundeswehraktivitäten zum Einsatz, etwa zur Absicherung von militärischen Liegenschaften. In dessen Führungsgremien sind auch BND-Geheimdienstler aktiv.

Nach Informationen der taz sind fünf der Personen, die im Rahmen der Ermittlungen in den Fokus geraten sind, in der Reservistenkameradschaft beim Fliegerhorst Laage organisiert.

Drei der Personen – zwei Zeugen und einer der Beschuldigten, bei dem eine „Todesliste“ gefunden wurde – sind Mitglied in der „Reservistenarbeitsgemeinschaft Schießsport Schwerin-Hagenow.“ In solchen Gruppen wird etwa mit Pistolen oder Karabinern geschossen oder mit der zivilen Variante des Sturmgewehrs G3.

Die Zwei Hauptbeschuldigten, der Anwalt Jan Hendrik H. und der Kriminaloberkommissar Haik J., sowie die Zeugen werden der „Prepper“-Gruppe „Nordkreuz“ zugerechnet. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von so genannten „Vorbereitern“ (eng. „Prepper“) im Nordosten Deutschlands. 30 Gleichgesinnte gehören der Gruppe an. Laut dem Zeugen Axel M. Verehrten die beiden Hauptangeklagten den österreichischen Faschisten Walter K. Eichelburg. Dieser entwickelt, dass man sich auf einen Bürgerkrieg vorbereiten müsse gegen eine „Muselrevolte“. Muslime müsse man kreuzigen oder pfählen. „man kann gleich noch einige rote und grüne Politiker und Bürokraten dazu mischen, damit alle sehen, dass sie auch zu den Feinden gehören und was mit ihnen passiert, wenn sie sich nicht freiwillig ergeben.“

Das Netzwerk „Nordkreuz“ war durch Ermittlungen gegen den faschistischen Bundeswehr-Offizier Franco A. bekannt geworden. Innerhalb des Netzwerks finden sich mehrere AfD-Mitglieder.