Archiv der Kategorie: Sprachgeheimnisse

Der Berg Sesam – öffne Dich

Der Berg, ahd. perac, mhd. berc, birgt und verbirgt. Er ist Inbegriff von Bergung und Hilfe. Die Verben bergen und verbergen bedeuten hüten und (sich) schützen, behütet sein, in guter Hut sein. Damit im Zusammenhang steht auch Burg, noch deutlicher als Berg, als Zufluchtsstätte zu verstehen. Im Lateinischen ist arx, Burg, urverwandt mit dem gotischen alhs, und dem althochdeutschen alah. Hier schließt sich der sprachgeschichtliche Kreis. Die Burg war der Zufluchtsort der Dorfgemeinschaft, wenn Feinde nahten. Grundidee beider, Berg und Burg, ist der figürliche Hintergrund von „in Sicherheit sein, in Sicherheit bringen“. Burg, Berg und Gebirge sind so verstanden Feste und Festung, sie gewährten Schutz vor Angriffen und Begehrlichkeiten. Wie eine Burg bot ein unzugänglicher Berg mit geheimen Höhlen und Gängen Schutzraum für Gemeinschaft, Familie, Hab und Gut.

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Sprachmystik europäischer Völker

Der deutsche Baum.

B-e-wahr-end mit Deiner Krone uns umhüllend und stämmig stehst Du bis in die Tiefen des Alls hinunter tönend.  Aah – Mächtig wirkst Du seit UR-Zeiten für uns Himmel und M-utter Erde verbindend. Du nährst uns mit Deinen köstlichen Früchten.

Der englische Tree und der norwegische Treet

bis weit hinauf in den Himmel streckend, sich wiegend und wankend gegen die Naturgewalten strebst Du aufrecht in den Himmel – in die Höhe. Möge sich unser ICH an Dir aufrichten.

Der französische arbre

Ah wunderbares Wesen, bist Du. Unser Hort und Schutz, stehst Du unverrückbar fest HIER verwurzelt in bewegter Zeit, Vergangenheit und Zukunft und nur durch der Axt Gewalt wirst Du weichen. Im Sturmwind knarren Deine Äste.

Der spanische arbol

Ah-welch göttlich Geschenk. Wenn Du dich wiegst im Wind und uns die Decke Deines Blätterdaches Schatten spendet empfinden wir das om des All-Seins, das durch Deinen Stamm hinauf und herunter strömt.

Der italienische albero

Ehrfürchtig blicken wir und staunen, wenn Du vor uns stehst mit Deinen biegsamen Zweigen und deiner beschirmenden Krone. Nicht wie harter Fels stellst Du Dich mit Deinem Stamm gegen den Sturm, sondern lebst als All-kosmisches Wesen mit Deinen Zweigen und Blättern in den Lüften, wie mit den Wurzeln im tiefen Grund, wo Alberich seine Schätze hütet.

Der schwedische Træd

Wie bewegtes Wasser, an dem Du stehst, klingst Du uns. Nicht mächtig doch himmelsverbunden reichst Du hinauf zu tiefen Wolken und bildest aus Zeit und Licht, was uns dient.

Außereuropäisch: Der chinesische shu und mu

Deine Blätter rascheln im Wind wie im Sturm, geheimnisvoll raunend von UR-Zeit träumend unter des Mondes Licht. Lausche. Sich uns opfernd und wie eine Mutter sorgend für alles Lebensnotwendige – der Bambus. Verrate das Geheimnis nicht.