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Das traurige Thema heute: Sklaverei – die jahrhundertelange Entvölkerung Europas

Leserschaft darf sich auch fragen, ob der ganze Sklavenhandel ohne Zwischenhändler von statten gegangen sein kann… und wer als Zwischenhändler in Frage kommt. Es war ein lukrativer Handel… folge der Spur des Geldes…

ein Versuch der Nachstellung dieses unfaßbaren Schicksals so vieler Europäer, unserer Ahnen:

https://www.bitchute.com/video/1FdtpGPR5iZM/

Das Eindringen der Osmanen in Europa in den 1350er Jahren und ihre Eroberung von Konstantinopel im Jahre 1453 öffneten neue Schleusen für den Sklavenhandel von europäischer Seite. In ihrem letzten Versuch, Europa 1683 zu überrennen, kehrte die osmanische Armee mit 80.000 Gefangenen aus den Toren Wiens zurück.

Es strömten unzählige Sklaven von der Krim, dem Balkan und den Steppen Westasiens auf islamische Märkte.

BD Davis beklagt, dass die Tataren und andere Schwarzmeer-Völker Millionen von Ukrainern, Georgiern, Tscherkessen, Griechen, Armenier, Bulgaren, Slawen und Türken verkauft hatten“, die wenig Beachtung fanden.

Krimtataren versklavten und verkauften zwischen 1468 und 1694 etwa

  • 1.750.000 Ukrainer, Polen und Russen.
  • Nach einer anderen Schätzung exportierten die Krimtataren zwischen 1450 und 1700 jährlich etwa 10.000 Sklaven, darunter einige Tscherkessen, also insgesamt etwa 2.500.000 Sklaven in das Osmanische Reich.
  • Die tatarischen Sklavenjäger kamen mit 18.000 Sklaven aus Polen (1463),
  • 100.000 aus Lemberg (1498),
  • 60.000 aus Südrussland (1515),
  • 50.000-100.000 aus Galizien (1516), während der „Ernte der Steppe“ zurück.
  • Zahlen aus Moskau (1521) geschätzte 800.000  und
  • aus Valynia (1676): 400.000.
  • 800.000 aus Moskau (1521),
  • 200.000 aus Südrussland (1555),
  • 100.000 aus Moskau (1571),
  • 50.000 aus Polen (1612),
  • 60.000 aus Südrussland (1646),
  • 100.000 aus Polen (1648),
  • 300.000 aus der Ukraine (1654),
  • 400.000 aus Valynia (1676) und
  • Tausende aus Polen (1694).

Neben diesen großen Fängen führten sie im gleichen Zeitraum unzählige weitere Dschihad-Überfälle durch, die einige wenige bis Zehntausende von Sklaven hervorbrachten.

Diese Zahlen der Versklavung müssen in dem Zusammenhang betrachtet werden, dass die Bevölkerung des Tatarenkhanats damals nur etwa 400.000 betrug. (1463-1694), während die Quellen unvollständig sind, zeigen konservative Tabellen der Sklavenüberfälle gegen die osteuropäische Bevölkerung, dass mindestens 7 Millionen europäische Menschen – Männer, Frauen, Kinder – von Muslimen versklavt wurden.

Quellen zufolge wurden in den wenigen Jahren zwischen 1436 und 1442 etwa 500.000 Menschen auf dem Balkan gefangengenommen.

Viele der Gefangenen starben in Gewaltmärschen nach Anatolien (Türkei).

Zeitgenössische Chroniken stellen fest, dass die Osmanen die Massen der Einwohner Griechenlands, Rumäniens und des Balkans zur Sklaverei reduzierten, z.B. von

Moree (1460) minus 70.000 und

Siebenbürgen (1438) minus 60.000-70.000 und

300.000-600.000 aus Ungarn und

minus 10.000 aus Mytilene/Mitilini auf der Insel Lesbos (1462) (Bulgaru p 567) und so ging es weiter.

Die bösartige Zerstörung von Konstantinopel im Jahre 1453 zeigt den religiösen Eifer der Muslime, ihren Hass auf Christen, Massaker, Zerstörung und Plünderung und natürlich die Versklavung von 50.000 bis 60.000 Menschen!

Turkoman Archer Massaker, Versklavung, Exil, Zerstörung der Landwirtschaft, Zerstörung des Handels, Entvölkerung, verminderte Produktivität und Zerstörung des normalen Wissensaustausches im Mittelmeerraum und durch christliche und jüdische Gesellschaften sowie Kolonisierung durch Muslime – wie auch bei der Eroberung Kleinasiens. Die Staaten Byzanz, Bulgarien, Serbien…. hatten vor den muslimischen Angriffen ein hohes Maß an wirtschaftlicher und kultureller Entwicklung erreicht.

Die Eroberung der Balkanvölker war katastrophal und behinderte jahrhundertelang ihre normale wirtschaftliche und soziale Entwicklung.

Dennoch wird es als Segen für die Bevölkerung beschrieben (sie hatten die Chance, Muslime zu werden) und wir werden mit Lügen des Friedens und der wirtschaftlichen Einheit gefüttert.

Die Türken hatten keine höhere Kultur oder bessere bürgerliche Organisation – sie waren semibarbarische Stämme, die von Plünderung und Krieg getrieben waren und sich mit Beute bereicherten (Ländereien, Sklaven, Geld, Juwelen) und durch die Dogmen des Islam fanatisch gemacht wurden.

Selbst ein kurzer Blick auf die Datumsliste in der Sklaverei-Serie zeigt die Gewalt und Unterdrückung durch die Muslime! Der byzantinische Historiker Georgius Pachymeres, ein Zeitgenosse der Invasion von 1262-82 nördlich der Mäander (Paphlagonien, Karien in Kleinasien), beschrieb die Zerstörung von Städten und Klöstern, die fliehende Bevölkerung und die Umwandlung von Land in eine skythische Wüste.

Er bemerkt wahllose Massaker, groß angelegte Versklavung, die gnadenlose Zerschlagung jeglichen Widerstands und den Tod der gesamten männlichen Bevölkerung, in der sich die Menschen weigerten, sich zu ergeben.

Der osmanische Staat des 14. Jahrhunderts hatte nur eine rudimentäre Wirtschaft mit unterentwickeltem Handel und Gewerbe und Geld war selten. Die Versklavung diente dazu, die Nationen zu schwächen, da die Bevölkerung dezimiert und verlagert wurde. Massenversklavungen werden dokumentiert.

Die übrigen Bevölkerungsgruppen waren stark ausgebeutete Bauern, die für andere arbeiteten und mit überhöhten Steuern und Geldbußen belegt wurden. Ebenso wurden Handwerker gebraucht, so dass trotz der routinemäßigen Massaker und Deportationen das Militär benutzt wurde, um die Menschen auf der Flucht zu stoppen und sie zu zwingen, zu bleiben.

 

 

von wegen, die moslemischen Länder seien im Mittelalter Europa wissenschaftlich überlegen gewesen… sie haben Europa in dieser Zeit zerstört und Millionen ermordet und versklavt, Wüsten hinterlassen und sich alles angeeignet, was der „Westen“ an Kultur- Potential und Reichtum hatte. Aber nicht nur die Moslems bis in die Neuzeit auch die Briten und Juden und Amerikaner … stecken bis über beide Ohren in diesem menschenverachtenden Sumpf. Das alles ist noch gar nicht lange her und wer glaubt, soetwas könne nicht wiederkommen, der lebt in einer gefährlichen Traumwelt.

https://www.bitchute.com/video/HMopLDjzBK56/

Präsident Jeffersons Krieg gegen die moslemischen Sklavenhalter: er fragte die Ottomanen in London, warum sie amerikanische Schiffe kaperten und Amerikaner versklavten (so wie 1 Million Europäer zu jener Zeit!). Amerika habe noch nie Krieg gegen Moslems geführt. Keine Kreuzzüge… Die Antwort: Moslems dürften das laut Koran mit Ungläubigen tun. Jefferson wollte das nicht hinnehmen und so entwickelte sich der Krieg.

Weisse Sklaven in Nordamerika: https://www.bitchute.com/video/pWELq6WIm1SQ/

Die Briten verkauften Iren nach Amerika. Von 1641 bis 1652 ermordeten die Briten 500.000 Iren und verkauften 300.000 in die Sklaverei nach Amerika. Billiger als die widerstandsfähigeren Afrikaner waren die Europäer. Weniger wert wurden sie auch schlechter behandelt.

1650: über 100.000 irische Kinder zwischen 10 und 14 Jahren wurden von den Briten in die Kolonien verkauft ( West Indies, Virginia, New England), Für diese Dekade gibt es Zahlen: 52.000 Frauen und Kinder wurden als Sklaven nach Barbados und Virginia verkauft.

5% der Südstaaten Weissen hatten Sklaven. Aber 50-70% der amerikanischen Juden hielten Sklaven. min 0:59 die Zahlen für 1820. Warum viele Weisse der Sklavenhaltung skeptisch gegenüberstanden: Die Weißen wurden besteuert für Sklavenhaltung, sie waren verantwortlich auch finanziell für alles, was die Sklaven anbetraf, normale Bürger (ohne Sklaven) mußten an dem Wiedereinfangen der Sklaven partizipieren (die meisten hatten keine Lust auf diese Zwangsrekrutierung), die Sklaven waren Konkurrenten zur Arbeiterschaft, solange die billige Sklavenarbeit zur Verfügung stand, bestand bei den Reichen keine Motivation für technische Weiterentwicklung.


 

 

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Frouwe aus´em Wald: schwedischer Dentalhygieniker entlarvt angeblich minderjährige Asylbewerber und wird entlassen

Schweden – Ein Dentalhygieniker meldet der Migrationsbehörde, dass 80 Prozent der von ihm behandelten Asylbewerber, die angeblich minderjährig waren, bereits Erwachsene sind. Weil er den Betrug öffentlich machte, wurde er entlassen. Zudem muss er nun noch Gerichtskosten von 45.000 Euro bezahlen. Mit Video.

Neue Technologie erkennt Sex-Vorlieben am Gesicht – voll nazi

Die Privatsphäre, so Kosinski, sei ohnehin bereits Vergangenheit. „Es ist ein verlorener Krieg. Wir sollten uns lieber darauf konzentrieren, unsere Gesellschaft so zu organisieren, dass wir sicherstellen, dass auch die Post-Privatsphäre-Ära ein bewohnbarer und schöner Ort zum Leben ist.“

…Psychologe Michal Kosinski (36): Er hat Technologien entwickelt, die auf Basis von Facebook-Likes Personenprofile erstellen und allein durch die KI-Auswertung von Fotos intimste Details bis hin zur sexuellen Orientierung aus einem Gesicht herauslesen. In den Händen einer Diktatur eine potenziell tödliche Waffe.

https://www.krone.at/1736423

Ich habe die Bombe nicht gebaut. Ich habe den Menschen nur gezeigt, dass sie existiert“, zitiert der britische „Guardian“ am Samstag den in Warschau geborenen Psychologen und Sohn eines Programmiererpaares, der heute an der Universität Cambridge lehrt….

Behörden werden etwa von der von einem israelischen Geheimdienstveteran gegründeten Firma Faception mit der nötigen Technologie beliefert. Sie verspricht, auf Flughäfen und an öffentlichen Plätzen per Gesichtsscan vorhersagen zu können, wie intelligent jemand ist, ob es sich um einen Straftäter handelt, oder ob man es mit einem potenziellen Kinderschänder zu tun hat. „Wir wissen beispielsweise, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Testosteronlevel und der Wahrscheinlichkeit, ein Verbrechen zu begehen gibt, und dass das auch mit Gesichtsmerkmalen verknüpft ist. Und das ist nur eine Verbindung. Es gibt Tausende Millionen andere, die wir noch nicht kennen, die Computer aber sehr einfach entdecken können“, erklärt Kosinski….

sein Algorithmus habe nach einer Weile bei Männern mit 91- und bei Frauen mit 83-prozentiger Genauigkeit die sexuelle Orientierung prognostiziert. Kosinski hatte ein „KI-Schwulenradar“ entwickelt, wie es die Zeitung „Economist“ formulierte. Es spricht auf Gesichtsmerkmale an. „Wir erwarten bei schwulen Männern einen kleineren Kiefer und ein kleineres Kinn, schmalere Augenbrauen, lange Nasen und hohe Stirn.“…das ist ja voll nazi! diese KI und ihre Forscher/Programmierer…

CMR rät aktuell aus gegebenem Anlaß zur Tollwutimpfung bei Reisen nach Thailand und Südafrika

oder, wer eine Impfung nicht unnötig veranlassen will, kann sich die (nicht gerade billigen) Impfstoffe auch mitnehmen. Aber Vorsicht beim Transport. Flugpersonal friert aus Unkenntis solcherlei schon einmal ein und Importregeln für medizinische Produkte, gentechnisch veränderte Mikroorganismen oder sonstige biologische Substanzen müssen beachtet werden. Vorher informieren.

Aktuell werden neue Todesfälle in beliebten Reiseländern aufgrund einer Tollwutinfektion gemeldet;

9 in Südafrika und 11 in Thailand. Dort ist neben Bangkok besonders der Süden und Nordosten betroffen. Wer in Tollwut-Endemiegebiete von Afrika, Asien oder Lateinamerika reist, sollte sich unbedingt impfen lassen, rät das Centrum für Reisemedizin (CMR).

Hintergrund

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich rund 59.000 Menschen an Tollwut, wobei von einer erheblichen Dunkelziffer insbesondere in Asien und Afrika ausgegangen werden kann.

Ist die Krankheit ausgebrochen, endet sie stets tödlich.

In den meisten Fällen seien laut WHO Bisse oder Kratzer von Hunden für die Übertragung des Tollwut-Virus auf den Menschen verantwortlich.

Aber auch Affen, Katzen oder Fledermäuse können die Erkrankung verbreiten.

Dabei ist nicht einmal ein Biss nötig. Bereits wenn der Speichel von infizierten Tieren in Berührung mit kleinen, offenen Hautstellen kommt, können die Tollwutviren in den menschlichen Organismus gelangen. 

Klinische Bedeutung

Vor allem, wenn die Reise in Tollwutverbreitungsgebiete wie Asien, Afrika oder auch Lateinamerika geht, sollten sich Urlauber rechtzeitig vor Antritt der Reise vollständig mit einem modernen Zellkulturimpfstoff impfen lassen, rät Professor Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CMR in einer aktuellen Pressemitteilung.

Für die Tollwut-Impfprophylaxe stehen in Deutschland zwei Impfstoffe mit inaktivierten Tollwut-Viren für die aktive Immunisierung zur Verfügung: Rabipur ® und Tollwut-Impfstoff (HDC) inaktiviert.

Für einen vollständigen Schutz werden laut Angaben der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Grundimmunisierung drei Impfstoffdosen an den Tagen 0-7-21 (oder 28) verabreicht.

Der Impfschutz sollte bei Bedarf dann im Abstand von drei bis fünf Jahren aufgefrischt werden.

Daneben gibt es noch eine Schnellimmunisierung, bei der es auch möglich ist, innerhalb von einer Woche zu impfen. 

Nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier, erfordert dies eine schnellstmögliche postexpositionelle Immunprophylaxe.

Sie besteht zum einen aus der

  • aktiven Immunisierung und zum anderen aus der
  • meist zusätzlichen Gabe von Tollwut-Immunglobulin (z.B. Berirab ® ).

„Allerdings sind in den meisten Schwellen- und Entwicklungsländern die dafür nötigen hochwertigen Zellkulturimpfstoffe und Immunglobuline nur sehr eingeschränkt erhältlich, warnt das CMR.

quelle

Reichsbürgerhausener Wochenblatt

Events und Ankündigungen: Reichsbürger Seminar

http://www.praeventionstag.de/nano.cms/news/details/3020

Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK)
31.08.2018-02.09.2018 (Königswinter) Reichsbürger – eine Gefahr für unsere innere Sicherheit?

Liebe Interessierte,
der „Reichsbürger “ Wolfgang P. aus Georgensgmünd (Bayern) machte bundesweit von sich Reden, als er bei einem SEK Einsatz am 19. Oktober 2016 in seinem Haus das Feuer eröffnete, dabei einen Beamten tötete und rund ein Jahr später für diese Tat verurteilt wurde.
Spätestens seit diesem Ereignis sind die sogenannten Reichsbürger verstärkt in das Interesse der Öffentlichkeit getreten.
Der Verfassungsschutz schätzt, dass es in Deutschland rund 18.000 Menschen gibt, die einer ähnlichen Gesinnung wie Wolfgang P. anhängen –sie erkennen den deutschen Staat und seine geltenden Gesetze nicht an.
Zweifelsohne weist der Fall aus Oktober 2016 darauf hin, dass sich mit dem Reichsbürgertum Gefahren für die innere Sicherheit der Bundesrepublik ergeben können. Das Seminar möchte daher der „Reichsideologie“ auf den Grund gehen, Gefahren und Handlungsmöglichkeiten des Staates aufzeigen und sich kritisch mit den Überzeugungen der Anhängerinnen und Anhänger auseinandersetzen.
Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an Beamtinnen und Beamte, Personen, die mehr über die „Reichsideologie“ erfahren wollen oder in ihrem Beruf oder Ehrenamt mit dieser konfron tiert sind.

Termin: 31.August – 02. September 2018

Leitung: Joshua Breuer, Bildungsreferent

Freitag 15:00–18:15 Uhr Geschichte und Ideologien der Reichsbürger in Deutschland

Andreas Speit , Journalist und Experte im Bereich Rechtsextremismus, Hamburg

Samstag, 01. September 2018

09:00–12:15 Uhr
Tatsächliche staatsrechtliche Situation und (verfassungs) geschichtliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland

Jonas vom Stein, Historiker und Theologe, Wermelskirchen

14:00–17:15Uhr

Gefährdung der inneren Sicherheit durch Reichsbürger

Thomas Schulz, Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales, Erfurt

Sonntag 02.September2018

08:30–10:45Uhr
Staatliche Handlungsmöglichkeiten und Umgang mit Reichsbürgern
Thomas Schulz
10:45–11:45 Uhr
Praxisübung zum Umgang mit Reichsbürgern
Joshua Breuer
11:45–12:45Uhr
Seminarauswertung und Feedbackrunde

Joshua Breuer

Dieses Seminar wird unterstützt mit öffentlichen Mitteln

…ist seit über 30 Jahren anerkannter Träger der politischen Jugend-und Erwachsenenbildung und versteht sich als Forum des Dialogs. Die Bildungsarbeit steht in der Tradition christlich – sozialer Arbeitnehmerbildung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes.

Der Tagungsbeitrag liegt bei 140,00 € (davon ein Drittel Institutionsbeitrag)inklusive Verpflegung und Unterkunft im Doppelzimmer und bei 172 ,00 € im Einzelzimmer. Schüler, Studierende und Auszubildende bis 30 Jahre erhalten 50% Ermäßigung.

Bitte entrichten Sie den Tagungsbeitrag spätestens 14Tage vor Veranstaltungsbeginn

Wikipedia:
Bereits 1925 wurde in Königswinter christlich-soziale Arbeitnehmerbildung durch die christlichen Gewerkschaften in der Weimarer Republik durchgeführt.
Der Verein Arbeiterwohl e. V. in Köln hatte sich dem Thema der Bildungsarbeit verschrieben und im Adam-Stegerwald-Haus ein Tagungshaus betrieben, bis das NS-Regime diese Tätigkeiten unterband.
In dieser christlich-sozialen Tradition erfolgte 1978 die Gründung der Stiftung Christlich-Soziale Politik e. V. (CSP);
im Oktober 1986 wurde die Weiterbildungsstätte der Stiftung, das AZK, in Anwesenheit vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundesarbeitsminister Norbert Blüm eröffnet und bietet seitdem politische Arbeitnehmerbildung auf einem christlich-sozialen Wertefundament an.
Bis zur Verlegung des Regierungssitzes nach Berlin (1999/2000) hatte auch die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ihren Sitz im Bildungs- und Tagungshaus der Stiftung CSP.
Wikipedia:

Die Stiftung Christlich-Soziale Politik e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die christlich-soziale Idee in Gesellschaft, Gewerkschaften und Politik voranzutreiben.

Zu diesem Zweck werden Bildungsprogramme initiiert und Seminare, Konferenzen wie auch Fachtagungen bundesweit angeboten.

Zum 1. Oktober 2016 wurde die Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH von der Stiftung CSP e. V. ins Leben gerufen, um ihre Bildungsaktivität zu bündeln.

Die Stiftung ist der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), der Arbeitnehmerorganisation der CDU, eng verbunden.

Das Bildungswerk ist seit November 2017 rezertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015. Im Jahr 2017 wurde der Hotel-Bereich über die DEHOGA rezertifiziert und mit „3 Sterne *** Superior“ ausgezeichnet. Die Stiftung CSP e. V. publiziert eine Schriftenreihe unter dem Titel Königswinterer Notizen.

Logo der gGmbH

Kooperationen

Das AZK arbeitet mit Partnern der politischen Bildung wie Gewerkschaften und Berufsverbänden oder kirchlichen Gruppen zusammen.

Auf europäischer Ebene findet in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA) ein reger Austausch mit anderen Arbeitnehmerorganisationen in Europa statt.
Des Weiteren ist die Stiftung CSP Mitglied beim Arbeitskreis der Bildungsstätten und Akademien in Nordrhein-Westfalen (ABA) sowie
im Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum e.V. „Lernen im Grünen“ und hält so Kontakte zu Weiterbildungseinrichtungen deutschlandweit.

Geopolitische Cliffhanger

lesenswert über den derzeitigen geopolitischen Cliffhanger vieler Staaten, sei es Rußland, Venezuela oder Iran zwischen NATO- und Dollardaumenschrauben: https://www.globalresearch.ca/the-balkanization-of-south-america/5646614

über: https://derkameraddotcom.wordpress.com

Auszug: ….Venezuela faces a dire dilemma: Die or be killed. Venezuela has already started moving out of the dilemma, with the creation of the totally dollar-detached Petro, the government controlled blockchain currency based on hydrocarbons and precious minerals. Today, Venezuela imports about 70% of their food, and guess from where? – You guessed right – from the US of A. Thus, de-dollarization at first sight is a challenge.

Therefore, a massive diversification of imports, and efforts to become food self-sufficient, is in the order. Venezuela has the agricultural potential to become 100% food self-sufficient. In the meantime, Russia, China and other Eurasian countries will substitute. Venezuela may apply for SCO membership. Why not? After all, China has already about 50 billion dollars’ worth of investments in Venezuela, mostly in hydrocarbons, and just declared making another 5-billion-dollar equivalent loan to refurbish the Venezuelan petrol industry. China and Russia have big stakes in Venezuela, an excellent defense strategy. Now, Venezuela’s membership in the SCO would be another big step away from the dollar economy.

The Balkanization of Latin America is already happening. When Mr. Maduro referred to the 7 US bases in neighboring Colombia, aka, now NATO bases, with a porous 1,500 km (out of a total of 2,000 km) uncontrollable jungle border with Venezuela, and even open and welcoming borders with Peru, Ecuador and Brazil, he said it all. It will be easy to suffocate any uprising – NATO will do it, by now the generally accepted world police, as generally accepted as the recently intact, totally unelected and self-appointed world government, the G7. They are now crumbling, thanks heaven for Mr. Trump’s egocentric pathology, his “Let’s make America Great Again”; and thanks to Mr. Putin’s non-intervening but strategic sideline observance….

Komplexe Themen, einfach erklärt: Je mehr Geld entsteht, desto mehr Geld fehlt – Das Insel-Beispiel

Je mehr Geld in unserem System entsteht, desto mehr steigen auch die Zinsen an.Das Inselbeispiel erklärt es anschaulich.

 Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein Kreuzfahrtschiff kentert auf hoher See und sinkt. Nur gerade 11 Touristen können sich auf eine einsame Insel retten. Sie beraten sich nun darüber, wie sie wohl am besten überleben könnten und schnell sind sich alle einig, dass eine gut organisierte Arbeitsteilung der wichtigste Faktor sei, um genügend lebensnotwendige Produkte produzieren zu können. Und so wählt jeder eine Tätigkeit aus um sich, seinen Talenten entsprechend, für das Überleben der Gemeinschaft einbringen zu können. Die ersten zehn entscheiden sich für ein solides Handwerk um Güter zu produzieren. Ob Fischer, Jäger, Korbflechter, Waffenschmied, Hüttenbauer oder Landwirt. Der elfte im Bunde ist ein erfahrener Banker, der noch nie ein brauchbares Produkt hergestellt hat, aber den Mechanismus des Geldverleihens bestens kennt. Er erinnert seine Mitbewohner daran, dass ein Handel der individuell erstellten Waren nur erfolgen kann, wenn auch Geld dafür in Umlauf gebracht wird. Schliesslich solle sich ja nach den Gesetzen der Marktwirtschaft Fleiss und zusätzliche Anstrengung für den einzelnen lohnen und man wolle ja nicht in einen steinzeitlich umständlichen Tauschhandel verfallen. So bietet er sich als Banker an und verspricht den anderen, um ein vertrauensvolles und stabiles Geldsystem besorgt zu sein. Die anderen stimmen zu.

Was nun geschieht,….. https://www.expresszeitung.com/geld-wirtschaft/geldsystem/617-komplexe-themen-einfach-erklaert-je-mehr-geld-entsteht-desto-mehr-geld-fehlt

Blockchain – Instrument sozialer Revolution? Revolution unseres Denkens? Vergleich mit Napoleon III und dem Algerienaufstand?

Wenn man liest: „Pariser Sorbonne“, dann muß man schon hellhörig werden…wenig Fakten, viel theoretische Spekulation. Solche Leute stehen hinter Politikerentscheidungen, denn Politiker haben von allem Null Ahnung. Insbesondere von der Technik. Sie öffnen nach Anhörung derartiger Experten Scheunentore für nicht nur 1 sondern dutzende Trojanische Pferde. Das war bereits bei der FED Gründung offensichtlich, als die Politiker und das Volk aus Mangel an Finanzwissen übertölpelt wurden. Nicht, daß ich Blockchain jetzt ablehnen würde, aber ich habe schwere Bedenken, wenn nur wenige Menschen das System tatsächlich begreifen und gleichzeitig die gesamte Welt, die Staaten, die Verwaltung, das Gesundheitswesen, Privatleute „all in“ gehen.  

https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/new-kids-on-the-blockchain-ld.1319020

Eine neue Riege an Vordenkern, Programmierern und Unternehmern schickt sich an, die Welt zu verändern. Darin liegt auch eine grosse Chance zur Selbstemanzipation für die Generationen Y und Z.

Napoleon III. hatte im Jahr 1856 ein Problem. In Algerien regten sich Aufstände, die von lokalen Magiern, den Marabouts, angeführt wurden. Die Menschen waren der Macht dieser Zauberer gläubig ergeben. Was tun? Gewaltsam eingreifen? Ein Exempel statuieren? Nichts von alledem.

Napoleon III. schickte den französischen Meistermagier Jean-Robert Houdin nach Algerien, der die Anführer der lokalen Stämme durch die Vorführung von Tricks davon überzeugte, dass die magische Macht Frankreichs letztlich der Zauberei der Marabouts weit überlegen ist. Der Aufstand war im Keim erstickt. Houdini Meister von Apparatus:

Es gibt destruktive Revolutionen, die das Bestehende angreifen.

Und es gibt produktive Revolutionen, die den Weg über das Neue gehen und eben dadurch versuchen, das Alte überflüssig zu machen.

Napoleon III. hatte erkannt, dass er die Köpfe und Herzen der Menschen erobern musste. Auf die gleiche Weise hat sich im späten 20. Jahrhundert auch der Neoliberalismus à la Thatcher und Reagan seinen Weg gebahnt.

Die Rauchschwaden, die zuletzt auf dem G-20-Gipfel in Hamburg aufgingen, sind demgegenüber Zeugnisse naiver Ignoranz. Steine auf Bankgebäude zu werfen, ist etwa so effektiv gegen das Glaubenssystem des Kapitalismus wie der Versuch, den Papst zu stürzen, indem man unweit des Vatikans ein Protestcamp aufschlägt.

Revolution des Denkens

Der Weg der Überwindung des Alten durch die Überzeugungskraft des Neuen wurde seit je von technischen Revolutionen beschritten.

  • Henry Ford hat keine Pferde vergiftet, um für das Automobil zu werben.
  • Die Mobilfunkbranche hat keine Telefonzellen zertrümmert, um Handys salonfähig zu machen.
  • Die Hollywood-Studio-Bosse haben keine Theater angezündet, um Kinos beliebt zu machen.

Technologischer Fortschritt zieht dem alten System schlicht irgendwann den Stecker. Telefonzellen sind heute verwaiste Hundetoiletten.

Kann das, was für die Technologie gilt, nicht auch für soziale Systeme gelten, für die politische Teilhabe, das Wirtschafts- und Geldsystem und letztlich die Funktionsweise von Gesellschaften insgesamt?

Das Revolutionäre der Blockchain-Technologie besteht in der weitgehenden Neutralisierung von Mittelsmännern und Gatekeepern.

Ebendiese Revolution des Denkens könnte mithilfe der Blockchain-Technologie gerade erst begonnen haben. Diese bietet eine

  • dezentrale,
  • fast fälschungssichere,
  • transparente und
  • (im Idealfall) autoritätsfreie virtuelle Infrastruktur
  • mit zahlreichen Anwendungsgebieten, von alternativen Währungs- und Zahlungssystemen über smarte Verträge, Buchführung, Dokumentation und Prognostik bis hin zu E-Voting oder Charity.

Der Aufbau neuer Strukturen erfolgt dabei auf eher leisen Sohlen: Schon der Urtext der Kryptobewegung, das Paper des Bitcoin-Gründers Satoshi Nakamoto, rief nicht à la Marx dazu auf, dass sich alle Proletarier dieser Welt vereinigen sollten.

Die Vereinigung der Kräfte ist bereits dezentral als stille Teilhabe an einer technisch überlegenen Neuerung integriert.

Diese bahnt sich nun langsam, aber sicher den Weg in die analoge Welt:#

  • Bitcoin mausert sich im inflationsgeschüttelten Venezuela zu einer Art Reservewährung;
  • in Österreich kann man Kryptowährungen in allen 1800 Postfilialen kaufen;
  • in der Schweiz hat kürzlich die Falcon Bank den ersten Fonds für diese Asset-Klasse geschaffen, während man in der Stadt Zug schon seit Juli 2016 Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung per Bitcoin begleichen kann.

Aktienersatz

Das Revolutionäre der Blockchain-Technologie besteht dabei in der weitgehenden Neutralisierung von Mittelsmännern und Gatekeepern, egal ob Bank, Staat oder Vermittlungsportal.

Kryptografie ersetzt zentrale Institutionen.

  • Wozu teure und langwierige Überweisungen über das Banksystem vornehmen, wenn es per Blockchain in Sekunden günstiger und sicherer geht?
  • Wozu noch Aktien über Börsen handeln, wenn es auch von Person zu Person möglich ist?
  • Wozu noch mühsam Wagniskapital für eine Geschäftsidee einwerben, wenn sich heute per Crowdfunding ganz neue Möglichkeiten ergeben?

Inzwischen haben Blockchain-Startups über 1,2 Milliarden Dollar durch den Verkauf ihrer virtuellen Münzen (Tokens) realisiert, welche quasi als Aktienersatz fungieren.

Im Juni und Juli 2017 lag die Summe erstmals höher, als die klassische Startup-Szene zur gleichen Zeit über Frühinvestitionen und Risikokapital einzuwerben vermochte.

Das Ende vom Bargeld?

In der technischen Neuerung liegt auch eine gewaltige Chance zur Selbstermächtigung für die junge Generation. Generationentechnisch befinden wir uns seit den nuller Jahren auf den letzten Metern einer Einbahnstrasse: Die Generation Y (etwa ab 1980) lebt überwiegend noch nach den Mustern der Babyboomer-Generation. Selbst wenn sie deren Prämissen zu hinterfragen beginnt, glaubt sie mehrheitlich noch an die Deals, Vereinbarungen und Versprechen, die im Kern lauten: Spiele nach unseren Regeln, und es wird sich für dich auszahlen. Sie richtete sich im bestehenden System ein, statt an einem neuen zu bauen, sucht Sicherheit in Strukturen, Institutionen und Diplomen.

Existenzielle Notwendigkeit

Für die Generation Z (etwa ab 2000) könnte die Entdeckung neuer Tätigkeitsfelder und Welten sogar zu einer existenziellen Notwendigkeit werden.

Die Teenager von heute werden sich nicht mehr einem Verzwergungsprogramm der alten Pädagogik oder einem gesellschaftlichen Miniaturdenken unterwerfen wollen, wenn parallel etwa gleichaltrige Schulabbrecher und findige Nerds mit revolutionären Ideen ihre technologische, finanzielle und intellektuelle Unabhängigkeit erreichen.

Im alten Rom war ein derartiger notwendiger Aufbruch zu neuen Ufern als «heiliger Frühling» (ver sacrum) bekannt: Die Jüngsten des Dorfes wurden gezwungen, wegzugehen und sich ihre eigene, neue Welt zu bauen.

So jung dieser Industriezweig noch ist, so jung sind oft auch seine Protagonisten. Vitalik Buterin, der Gründer der Kryptowährung Ethereum mit der nach Bitcoin zweithöchsten Marktkapitalisierung, ist noch keine 25 Jahre alt.

Charlie Lee, ein früherer Google-Mitarbeiter und Programmierer, der mit Litecoin eine eigene Kryptowährung betreibt, ist ebenfalls unter 30.

Die Vorstandsmitglieder des jüngst in Deutschland gegründeten Blockchain-Bundesverbandes «Bundesblock» dürften im Schnitt kaum älter als 35 sein.

Während Zentralbanken unter anderem durch den Ankauf von Staatsanleihen die Geldmenge fast ins Unendliche erhöhen können, ist zumindest die Zahl der Bitcoins mathematisch begrenzt.

Kein Vergleich zur Automobil-, Chemie- oder Bergbauindustrie alten Schlages oder der Gerontokratie der Aufsichtsräte. Die «New Kids on the Blockchain» profitieren derzeit auch davon, dass der Kern ihrer Technologie sich intuitiv nicht so leicht erschliesst und demnach fast als eine Art esoterisches Wissen im Kreise Eingeweihter zirkuliert. Erst wenn eine kritische Grösse erreicht ist, werden die Ausläufer dieser neuen Welt für jedermann sichtbar sein.

Mathematische Begrenzung

Das Geldsystem ist dabei ein gutes Beispiel für die potenzielle Sprengkraft der Kryptowährungen.

Felix Somary, der prognosebegabte Geldpolitiker, Bankier und «Rabe von Zürich», wusste, dass geldpolitische Entwicklungen häufig einer Wellenbewegung folgen. Etwa alle drei Jahrzehnte gibt es demnach Wechsel in zentralisierten Währungssystemen.

Kein Papiergeldsystem der Geschichte hat auf lange Sicht je überlebt. Vor fast genau 30 Jahren titelte der «Economist», dass es im Jahre 2018 eine neue Weltwährung geben werde.

Das rasante Wachstum von Bitcoin und Co. lässt sich dabei auch als Vertrauensabstimmung über das heutige Fiat-Geldsystem lesen. Während Zentralbanken unter anderem durch den Ankauf von Staatsanleihen die Geldmenge fast ins Unendliche erhöhen können, ist zumindest die Zahl der Bitcoins mathematisch begrenzt.

Epochale Entwicklungen folgen oft den immergleichen natürlichen Mustern des Werdens und Vergehens. Hermann Hesse hat dies vor genau 100 Jahren archetypisch in seinem geheimnisvollen Initiationsroman «Demian» so beschrieben: «Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will, muss eine Welt zerstören.» Ein Anfang wäre schon gemacht, wenn die Generationen Y und Z einmal ihre Augen von den Smartphone-Bildschirmen lösen und die Nase etwas in den Wind heben würden.

Milosz Matuschek (geboren 1980) ist Jurist und Publizist. Er unterrichtet an der Pariser Sorbonne und schreibt regelmässig als Kolumnist für die NZZ.

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Wer hat Angst vor Blockchain? | NZZ
Dirk Niepelt
Alle Macht dem Kryptobürger! | NZZ
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die Schafe sollen nur den Eindruck bekommen, daß die Politiker den Volkstod der Deutschen stoppen

https://astrologieklassisch.wordpress.com/2018/07/06/asyl-einigung-merkel-gibt-waehlerbetrug-zu/

Merkel hat im Bundestag in einer Rede am 4. Juli 2018 offen zugegeben, worum es geht: nur noch um Wählertäuschung. Sie erklärte wörtlich: „Es muss mehr Ordnung in alle Formen von Migration kommen, damit Menschen den Eindruck haben, Recht und Ordnung werden durchgesetzt.“

Den Eindruck haben: Das ist der Schlüsselbegriff der Merkel-Rede…..

Propaganda Teil 2

inspiriert und im Gerüst übernommen von:

http://www.globalissues.org/article/157/war-propaganda-and-the-media

Kriegsvorbereitung und Lückenpresse

Arthur Siegel, Professor für Sozialwissenschaften an der York University in Toronto, beschreibt 4 Ebenen der Propaganda (Buchtitel: Radio Canada International 1996):

„Die erste Ebene ist die Große Lüge,  wie sie Hitler und Stalin für sich wählten. Oder auch die staatlich kontrollierte ägyptische Presse hatte die große Lüge verbreitet, wonach das World Trade Center von Israel angegriffen wurde, um die Araber in Verlegenheit zu bringen“

„Die zweite Ebene besagt: „Es muss nicht die Wahrheit sein, solange etwas plausibel ist.“

„Die dritte Strategie ist, die Wahrheit zu sagen, aber den Standpunkt der anderen Seite nicht zu erwähnen.“

„Die vierte und produktivste Ebene ist, die Wahrheit zu sagen, das Gute und das Schlechte, die Verluste und die Gewinne.“

„Die Regierungen der westlichen Gesellschaft machen die letzten drei Schritte. Sie vermeiden die große Lüge, die hier niemand schlucken wird“, sagte Siegel.

aus: Beth Gillin, USA intensiviert den Krieg der Worte, The Philadelphia Inequirer, 21. Oktober 2001

Nun, ich widerspreche hier ganz definitiv Prof. Siegel, daß die westlichen Gesellschaften grundsätzlich und ausschließlich die letzten drei Ebenen wählen und die große Lüge meiden. Pearl Harbour, der Tongking Zwischenfall, Powells Giftröhrchen, Skripal …und vieles mehr (wenn man einmal von 9/11 absehen will, das wohl das ultimative Beispiel für die Große HYPER-Lüge ist) sprechen eine eindeutig andere Sprache.

Bei der Vorbereitung oder Rechtfertigung von Kriegen werden oft zusätzliche Techniken eingesetzt, wissentlich oder unwissentlich:

Ottosen identifiziert mehrere Schlüsselphasen einer militärischen Kampagne zur „Aufweichung“ der öffentlichen Meinung durch die Medien in Vorbereitung auf eine bewaffnete Intervention. Diese sind:

  • Die Vorstufe:  in der das betreffende Land in die Nachrichten kommt, mit Aussagen wie: Anlass zur „wachsenden Besorgnis“ wegen Armut/Diktatur/Anarchie usw.
  • Die Rechtfertigungsstufe – während derer große Nachrichten produziert werden, um dem Fall einer bewaffneten Intervention Dringlichkeit zu verleihen, um eine rasche Wiederherstellung der „Normalität“ herbeizuführen;
  • Die Implementierungsphase – wenn  Informationsbündelung und Zensur die Kontrolle über die Berichterstattung ermöglichen;
  • Aftermath – das Nachspiel: es wird über die Rückkehr zur Normalität in der Region berichtet, bevor das Thema wieder aus den Nachrichten verschwindet. Diesen Punkt haben wir aber schon lange nicht mehr erleben können, denn der Krieg gegen den Terrorismus soll ein ewig währender sein und das Einschlafen der Berichterstattung, der Veröffentlichungen, über eine Region im Krieg, hat taktisch-strategische Gründe und hat null und nichts mit der Rückkehr zu irgendeiner Art von „Normalität“, insofern damit ein Leben in Frieden gemeint ist, zu tun.

O’Kane bemerkt: „Es gibt immer eine tote Baby-Geschichte“ und sie kommt an der Schlüsselstelle der Rechtfertigungsstufe – in Form einer Geschichte, deren scheinbare Dringlichkeit keine Verzögerung – spezifisch, keine Zeit für kühle Überlegungen oder Verhandlungen über Friedensvorschläge – bedeutet. Menschliche Geschichten…. sind ideal, um diese Atmosphäre zu erzeugen.

Die Friedensjournalisten-Option, Poiesis.org, August 1997

(O’Kanes Hinweis auf die tote Baby-Geschichte handelt vom Golfkrieg 1991, in dem eine US-Presseagentur die Tochter eines kuwaitischen Botschafters dazu brachte, sich als Krankenschwester auszugeben, die behauptete, sie habe irakische Truppen Babys in Krankenhäusern töten sehen. Der Zweck dieses war,Aufregung zu verursachen und den Irak zu verteufeln, also war Krieg annehmbarer. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Irak-Seite von : http://www.globalissues.org/article/157/war-propaganda-and-the-media

Der preisgekrönte investigative Journalist Phillip Knightley weist in einem Artikel für die britische Zeitung The Guardian auch auf 4 Etappen bei der Vorbereitung einer Nation auf den Krieg hin:

1. Die Krise
Die Berichterstattung über eine Krise, die die Verhandlungen offenbar nicht lösen können. Politiker fordern zwar Diplomatie, warnen aber vor militärischen Vergeltungsmaßnahmen. Die Medien berichten davon als „Wir stehen am Rande des Krieges“, oder „Krieg ist unvermeidlich“, etc.
2. Die Dämonisierung des Anführers des Feindes
Den Führer mit Hitler zu vergleichen, ist ein guter Anfang, weil der Name Hitler sofort Bilder hervorruft.
3. Die Dämonisierung des Feindes als Individuum
Zum Beispiel, dass der Feind verrückt ist.
4. Gräueltaten
es werden Geschichten erfunden, um emotionale Reaktionen auszulösen und zu verstärken.

Knightley weist auch auf das Dilemma hin, dass man nicht so ohne weiteres nachprüfen kann, welche Geschichten sehr wohl wahr und welche erfunden sind, von wem auch immer und zu welchem Zweck auch immer. Knightley sagt klipp und klar:

„Die Medien verlangen, dass wir ihnen vertrauen, aber zu oft wurde dieses Vertrauen verraten.“

Die Schwierigkeit, mit der ehrliche Journalisten konfrontiert sind, wird auch in einem anderen Artikel von Knightley angesprochen:

Eine Schwierigkeit besteht darin, dass die Medien wenig oder gar kein Gedächtnis haben. Kriegsberichterstatter haben ein kurzes Arbeitsleben und es gibt keine Tradition oder Mittel, ihr Wissen und ihre Erfahrung weiterzugeben. Das Militär hingegen ist eine Institution und geht ewig weiter. Das Militär hat viel von Vietnam gelernt und plant heute seine Medienstrategie mit ebenso viel Aufmerksamkeit wie seine Militärstrategie.

Phillip Knightley, Fighting dirty, The Guardian, 20. März 2000

Miren Guiterrez, Chefredakteurin von Inter Press Service, stellt einige Elemente der Propaganda fest, die die jüngsten Kriege, den „Krieg gegen den Terror“ und die Irak-Krise berücksichtigen. In ihrem kurzen, aber ausführlichen Bericht fasst sie die folgende Punkte als Propagandastrategien zusammen:

  • Unvollständigkeit
  • Ungenauigkeit
  • Die Agenda vorantreiben
  • Melken der Geschichte: Maximierung der Medienberichterstattung über ein bestimmtes Thema innerhalb des Gesamtthemas durch den sorgfältigen Einsatz von Briefings, Ausgabe von verschiedenen Bruchstücken des Gesamtbildes an unterschiedliche Medienstellen macht es schwer, das Gesamtbild zu sehen, erfordert von der Bevölkerung die Konsultation von sehr vielen Quellen / Medien und sichert diesen dadurch Auflage und Leserschaft. Es ist eine Art wirtschaftliche Verschwörung, denn wer entscheidet, welches Medium welche Information und wann erhält? Dieses ursprünglich wohl zur Unterstützung von bestimmten Medienkonzernen und ihren Subunternehmen gedachte Prinzip (Vorteile im Wettbewerb, sich gegenseitig nicht das Wasser abgraben wollen im Wettbewerb gegen das internet, Auswahl der Information nach entsprechenden Zielgruppen in der Leserschaft…) hat nun sicher unbeabsichtigterweise dazu beigetragen, daß diese Medien als Lückenpresse wahrgenommen und erkannt werden. 
  • Ausnutzen, dass wir das Beste von uns selbst glauben wollen.
  • Perception Management – also sorgfältige Steuerung der Wahrnehmung (insbesondere durch den Einsatz von PR-Firmen)
  • Stärkung der bestehenden Einstellungen
  • Einfache, sich wiederholende und emotionale Phrasen (z.B. Krieg gegen den Terror, Achse des Bösen, Massenvernichtungswaffen, Schock und Abschreckung = shock and awe, Befreiungskrieg, Rebellen vs. Terroristen, etc.)

 

 

 

Propaganda Teil 1

inspiriert und im Gerüst übernommen von:

http://www.globalissues.org/article/157/war-propaganda-and-the-media

Elemente von Propaganda

Propaganda dient dazu, Menschen hinter einem gemeinsamen Ziel zu versammeln, um dieses Ziel (besser) durchsetzen zu können. Der negative Beigeschmack des Begriffes rührt daher, daß die Mittel und Inhalte von Propaganda meist die Sittlichkeit verlassen. Wahrheit bleibt auf der Strecke, Schwächen der menschlichen Natur werden ausgenutzt, wahre Ziele und Absichten verborgen …alles scheint erlaubt, um die Massen und damit die Durchsetzungsmacht hinter sich zu bringen.

Propaganda wird meist mit Krieg und Kriegstreiberei in Verbindung gebracht, in Wirklichkeit aber sind wir tagtäglich von Propaganda in verschiedenster Form umgeben.

  • ausgesuchten Geschichten wird der Anschein von Objektivität und umfassender Berichterstattung gegeben.
  • Fakten und historische Hintergründe werden nur bruchstückhaft und unvollständig wiedergegeben
  • Bedrohung der Sicherheit des Einzelnen, also Angsterzeugung, ist ein gern gewähltes Propagandamittel, das die Plausibilität einer propagierten Handlung oder Entscheidung sehr stärkt.
  • Auserlesene, eingeschränkte Wahl von Quellen oder „Experten“: Vortäuschung einer meist nicht existenten einheitlichen Experten- oder Wissenschaftsmeinung zu einem Thema (Z.B. interviewen die Hauptströmungsmedia gewöhnlich pensioniertes Militärpersonal, wenn es darum geht, geplante/ nötige Militärausgaben der Regierung zu beurteilen).
  • Dämonisierung des Gegners
  • Der Diskurs um ein Thema wird willkürlich eng geführt. Die Grenzen und der Rahmen, in dem die Auseinandersetzung stattfindet, werden hingegen weder thematisiert noch in Frage gestellt. Dieser verengte Focus dient der Propaganda. So sehen wir zur Zeit hierzulande nur eine Diskussion über einen sehr kleinen, geradezu unerheblichen Teil der illegalen Migranten, während der Gesamtfokus, die generell illegalen Grenzübertritte, die Rechtsbrüche und Ursachen …immer mehr aus der Diskussion verschwinden.

Kriegspropaganda:

Ehrgefühl und Rechenschaffenheit, der Glaube daran, auf der richtigen Seite zu stehen und zu kämpfen sind zwei der wichtigsten Punkte in der Kriegsführung. So wird alles daran gesetzt, daß die Menschen zu genau dieser Überzeugung gelangen: ICH stehe auf der RICHTIGEN Seite. Jedes Mittel dafür ist recht und so kommt es, daß US-Senator Hiram Johnson, 1917 sagte:

Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit.

Es heißt, der Tod im Krieg ist unvermeidlich, doch in vielen Fällen ist der Krieg selbst eben nicht unvermeidlich. Propaganda wird daher oft eingesetzt, um dem Krieg näher zu kommen, wenn dies die bevorzugte außenpolitische Option ist, wenn er also von gewissen Seiten gewollt ist. Winston Churchill, britischer Premierminister im Zweiten Weltkrieg:

In Kriegszeiten ist die Wahrheit so kostbar, dass sie immer von einem Leibwächter der Lügen begleitet werden sollte.

Das Böse und das Gute: Daß man zur Generierung von Feindschaft dem auserwählten Feind ein negatives Image anhängt und sich selbst parallel dazu (nicht nur rhetorisch) mit Attributen der Rechtschaffenheit umgibt, ist eine Binsenweisheit. Es muß versucht werden, die damit einhergehende Doppelmoral und Heuchelei so wenig wie möglich bzw. so spät wie möglich offensichtlich werden zu lassen. Wenn dies dann aber unvermeidlich wie Faulgas aus dem Sumpf nach oben gast, werden weitere Rechtfertigungs-Lügen nötig:

Die Schuld an allem wird dann mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dem Feind auferlegt und alle Menschen, die bis zu diesem Punkt der Propaganda gefolgt sind, werden diesem Weg -auch wider besseren Wissens und wider ihrer Gefühle- folgen. Warum?

Weil es der einzige Weg ist, sein Gewissen zu beruhigen. Die wenigsten Menschen haben die Aufrichtigkeit, den Mut und die Haltung, an jedem beliebigen Punkt ihres Weges innezuhalten, Fehler und Irrwege sich und anderen einzugestehen und eine Kehrtwende zu vollziehen.

Ich verweise hier auf die früher hier veröffentlichten 8 psychologischen Tricks der Manipulation.

Das Stadium der Selbsttäuschung: Ist die Masse also einmal bis zum Stadium der Schuldzuweisung mitgegangen, wird es immer unwahrscheinlicher, daß sich das Blatt noch wendet. Je mehr Unrecht bis dahin geschehen ist, je mehr Leute Gewissensbisse haben, je mehr die Bevölkerung in das Unrecht mitverstrickt wurde, desto unwahrscheinlicher wird eine Wende.

Es stellt sich somit die Frage, ob es ab einem gewissen Punkt nicht von den Kriegstreibern sogar erwünscht ist, daß eigene Doppelmoral und Heuchelei publik werden und man in das Stadium der Schuldzuweisung übergehen kann.

Die Menschen werden sich mit aller Macht davon überzeugen WOLLEN, daß ihr Tun, der Krieg… gerecht ist. Fakten und Wahrheiten werden immer mehr ignoriert, nachdem man sie zuvor zuechtgebogen hat.   Mark Twain, The Mysterious Stranger, 1916, Ch.9:

Next the statesmen will invent cheap lies, putting the blame upon the nation that is attacked, and every man will be glad of those conscience-soothing falsities, and will diligently study them, and refuse to examine any refutations of them; and thus he will by and by convince himself that the war is just, and will thank God for the better sleep he enjoys after this process of grotesque self-deception.

 

Professor Galtung (Friedensforschung) ermittelte folgende Punkte, die in der Medienberichterstattung über Gewalt oftmals zusätzlich negative Wirkung zeitigen. Im Folgenden von Danny Schechter zusammengefaßt (leicht abgewandelt wg. Übersetzung, Übertragbarkeit und Darstellung von mir):

  1. Dekontextualisierung von Gewalt: das bedeutet, daß Gewalt aus ihren Zusammenhängen gerissen wird. Dies kann erfolgen durch die Konzentration auf das Irrationale, ohne die Gründe für ungelöste Konflikte und Polarisierung zu betrachten. Anm: Das zusammenhanglose Hinstellen ist auch außerhalb der Kriegspropaganda ein überall praktiziertes Mittel in der Konsumwirtschaft. Es ist das Phänomen, daß Kinder heute glauben, die Milch kommt aus der Tüte, das panierte Kinderschnitzel hat nie gelebt und das Elektroauto ist grün und gut von Anbeginn.
  2. Dualismus: das bedeuted, daß man unbedingt die Zahl der Konfliktparteien auf zwei reduzieren sollte, obwohl oft mehr Akteure beteiligt sind. Berichte, die sich nur auf interne Entwicklungen konzentrieren, ignorieren oft die Involvierung „externer“ Kräfte wie ausländische Regierungen und transnationale Unternehmen. Anm.: auch in der Politik ist der Dualismus verbreitet in Konzepten wie rechts-links, Unternehmer-Gewerkschaft usw. Geht man dort dann eine Schicht tiefer in der Anschauung, wird wieder versucht, Dualismen zu generieren. Zum Beispiel rechter und linker Flügel einer linken Partei. Dualismus ist ein Urkonflikt der Menschen. Das ICH und DU, das WIR und IHR.
  3. Manichäismus: das bedeuted, daß eine Seite als gut dargestellt und die andere als „böse“ verteufelt wird.
  4. Armageddon: das bedeuted, Gewalt muß als unvermeidlich dargestellt werden, Alternativen bleiben außen vor. (Anm. Es ist die Merkelsche Alternativlosigkeit)
  5. Einzelvorfall herausgreifen: Bezüglich Gewalttaten, konzentriert man sich auf die Fokussierung auf  Einzelvorfälle, ohne strukturelle Ursachen wie Armut, staatliche Vernachlässigung und militärische oder polizeiliche Repression zu berücksichtigen. Anm.: die Einzelfälle in der BRiD sind uns wohlbekannt…
  6. Verwirrung: das bedeutet, es erfolgt eine Konzentration nur auf die Konfliktarena (d.h. das Schlachtfeld oder den Ort gewaltsamer Zwischenfälle), nicht aber auf die Kräfte und Faktoren, die die Gewalt beeinflussen. Anm.: dazu gehören Pseudothematisierung von Ursachen, also Ursachen, die eine Nebenrolle spielen oder schlicht irrelevant sind und die zusätzlich nicht weiter vertieft werden. Ebenso dazu gehören Oberflächlichkeit in der Analyse, oberflächliche Fragestellungen, die ebensolche oberflächlichen Antworten erzeugen und letztlich an der wahren Thematik elegant vorbei gleiten.
  7. Verwirrende Waffenstillstände und Verhandlungen mit tatsächlichem Frieden. Anm.: Verwirrung beruht zumeist auf unvollständigem Informationsstand und lückenhafter Informationsbereitstellung.
  8. Verzicht auf Versöhnung: Konflikte neigen dazu, wieder aufzutauchen, wenn man sich nicht um die Heilung zerbrochener Gesellschaften kümmert. Wenn es keine Nachrichten über Konfliktlösungsversuche gibt, keine Information und keine Bilder über mögliche Friedensschlüsse und Aussicht auf Heilung, wird der Fatalismus verstärkt. Das kann dazu führen, daß noch mehr Gewalt erzeugt wird.
  9. Ausschluss und Auslassung der Hinterbliebenen, also Zeugen, die aus erster Hand erklären könnten, warum es Racheakte und Spiralen der Gewalt gibt.
  10. Versäumnisse:

a) die Ursachen der Eskalation und die Auswirkungen der Medienberichterstattung selbst zu erforschen.
b) die Ziele von externen Interventionisten, insbesondere von Großmächten, zu erforschen.
c) Friedensvorschläge zu erforschen und Bilder von friedlichen Ergebnissen anzubieten.
Das Original zu finden hier: Danny Schechter, Covering Violence: Wie sollten Medien mit Konflikten umgehen? 18. Juli 2001 (Schwerpunkt hinzugefügt)

8 Überredungstechniken – Psychotricks

die mit Sicherheit auch in der Politik und der öffentlichen Diskussion angewendet werden:

1.Fuß in die Tür: zuerst einen kleinen Gefallen erbitten, dann einen großen daran knüpfen. Beispiel: Ein Fremder fragt Dich, ob Du ihn zum Museum XY begleiten würdest. Die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung ist höher als wenn er Dich zuerst nach dem Weg dorthin fragen würde und dann nach der Begleitung.

2. Mit der Tür in Haus fallen: erst um einen überhöhten Gefallen bitten, der mit Sicherheit abgelehnt wird. Dann einen deutlich geringeren Gefallen anfragen. Studien zeigten, daß einer Bitte signifikant häufiger stattgegeben wird, wenn zuvor eine andere „unerfüllbare“ ausgeschlagen wurde. Beispiel: Leihst Du mir 500 Euro? nein? Okay, dann vielleicht 10? Oder: Reparierst Du mein Auto? Nein? Besorgst Du mir dann wenigstens ein Paar neue Scheibenwischer?

3. Ankerpunkte: ein Medienangebot lautet: 15 Euro für ein online Abo, 125 Euro für ein Print Abo und 125 Euro für ein online + Print Abo. Signifikant mehr Menschen wählten Angebot 3, aber niemand Angebot 2. Als Gegenprobe für dieses Verhalten wurden nur Angebot 1 und 3 ausgegeben. Das Angebot 2 wurde nicht gemacht. In Folge wählte die überwiegende Mehrheit das billige online Angebot 1 und kaum einer das Angebot 3. Angebot 2 fungierte als Vergleichs-Anker für die Wahl des teueren Produktes.

4. Engagement und Konsistenz: Bringt man jemanden dazu, sich in einer kleinen Sache zu engagieren, ist dieser oft auch bereit, darüber hinaus für einen aktiv zu werden. Auch in diese Kategorie gehört das Ziele setzen.  Beispiel Spendengelder Sammlung: Sind sie für das Recht xy? Ja? Ich arbeite für die Organisation XO, die sich darum kümmert, wollen Sie dafür 5 Euro spenden? Oder: gefallen ihnen die Bilder der SOS Kinderdörfer? Ja? Möchten Sie nicht einen 10er Pack kaufen? Sie unterstützen damit einen guten Zweck.

5. Soziale Beweise: „Jeder“ tut das, hat das, will das…also muß es gut sein. Gruppendenken und Gruppenhandeln. Typisch: ein Teller mit Trinkgeld animiert auch andere Kunden dazu, etwas zu geben. Ist er leer, denken Kunden, andere geben nichts, ich brauche auch nichts geben. Daher werden oftmals durchsichtige Spendenboxen aufgestellt.

6. Authoritätengläubigkeit nutzen: Bücher, für die Promis oder Experten ein Vorwort geschrieben haben, werden nicht nur öfter gekauft, sondern die Inhalte werden auch öfter als glaubwürdig, oder gut… eingestuft. Testberichte über Produkte zählen ebenfalls dazu.

7. Gegenseitigkeit und Ausgleich: Menschen neigen dazu, Geschenke oder Gefallen erwiedern zu wollen. Dabei ist es gleichgültig, ob man das Geschenk mochte oder nicht. Ob man es brauchte oder nicht. Ob man danach gefragt hat oder nicht. In manchen Fällen tendiert man sogar dazu, das Gegengeschenk größer ausfallen zu lassen als das, welches man erhalten hat. Man fühlt sich in der „Schuld“. In einer Studie erhöhte ein kleines Schokoladenpresent des Kellners an die Kundschaft das Trinkgeld um 18%.

8. Angst und Zeitdruck: Das Angebot endet in 10 Minuten. Ihr Anspruch erlischt, wenn Sie nicht… Wenn Sie nicht die CSU wählen, dann wird die AfD den demokratischen Rechtsstaat aushöhlen.

Inspiriert von: https://blog.enhancv.com/8-persuasion-techniques-to-change-anyones-mind/

 

 

Türkische Behörden schließen deutsche Schule in Izmir

Angeblich fehlt der Schule die rechtliche Grundlage: Die türkischen Behörden haben die deutsche Schule in Izmir geschlossen. Der Schulleiter geht jedoch davon aus, dass die 180 Schüler nach den Ferien wieder unterrichtet werden können.

https://www.stern.de/politik/ausland/tuerkische-behoerden-schliessen-deutsche-schule-in-izmir-8149396.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard

Was weiterhin von türkischen Institutionen zu halten ist, kann man hier lesen: https://netzpolitik.org/2018/tuerkischer-provider-jubelte-kunden-ueberwachungs-software-unter/

Türkischer Provider jubelte Kunden Überwachungs-Software unter

Sie wollten Skype herunterladen und bekamen stattdessen ein Überwachungsprogramm: Im Netz eines türkischen Internetanbieters sind Downloads heimlich durch Spähsoftware ersetzt worden…..

Und auch im Tierschutz, zeigt man Fratze, unmenschliche Primitivität, Neid und Gier:

Die Tierschutzorganisation Pro Animale engagierte sich vor Jahren mit viel Geld und Aufwand auf der vor der türkischen Küste gelegenen „Eselsinsel“, auf die die Türken ihre ausrangierten und kranken Esel entsorgten…zum Verrecken.
Der deutsche private Tierschutz begann mit der Gesundheitsbetreuung, errichtete eine Quarantäne- und Auffangstation und setzte die lebensnotwendige Wasserpumpe wieder in Gang, damit die Tiere nicht weiter verdursteten.
Unterstützung bekamen die deutschen Tierschützer allein durch engagierte Tierärzte, die sich selbstverständlich ihre Arbeit auch gut entlohnen ließen.
Die Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden würde ich trotz aller deutschen Bemühung als katastrophal zusammenfassen.
Am deutlichsten wird die Mentalität an Folgendem:
Nachdem die Insel zu einem echten Refugium für Esel geworden war, stieg die Anzahl der Touristen, die von den Türken – gegen gutes Geld – via Boot zu dieser „Attraktion“ gekarrt werden.
Die Behörden verboten den Tierschützern auf der Insel Spendendosen aufzustellen, sie verboten Informationsmaterial über die Organisatoren und die Herkunft des Geldes auszulegen, ja noch nichteinmal der Name Pro Animale durfte erscheinen.
Auch auf dem Wasserweg zur Insel weiger(te)n sich die Türken, die Umstände für die Touristen zu thematisieren. Der Neid auf jeden Spenden-cent, der den Eseln zugute kommen könnte und nicht in ihrem eigenen Geldbeutel landet muß unermeßlich sein.
Man drohte den Tierschützern letztlich mit Hinauswurf, Zusagen wurden zurückgenommen, örtliche Politiker schmückten sich mit Resultaten, für die sie keinen Finger krumm gemacht haben, Pro Animale durfte weder die Insel kaufen noch pachten und hat dadurch keinerlei Planungssicherheit oder Rechte über die Esel oder das auf der Insel eingesetzte und unterhaltene Equipment.
Die türkische Verwaltung/Politik läßt bewußt das Damoklesschwert über den unzähligen Eseln hängen unter lässiger Inkaufnahme von Verwahrlosung und Tod, so daß Pro Animale den Kampf gegen die korrupten tund falschen Politiker einstellte, um sich als Bittsteller auch künftig um die Tiere kümmern zu „dürfen“.
Mahatma Gandhi:

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.

unabdingbare Lehrstunde für Patrioten aus den Erfahrungen der linken Szene, Methodik, Struktur und Begrifflichkeiten: freiesicht.org

Wichtig ist dieses Dokument deshalb, weil die Linke als Antwort auf die neuen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten im Begriff ist, massiv und bewußt ihre Organisationsstruktur zu verändern!

Die Linken haben nun Jahrzehnte und auf allen nur möglichen Ebenen Erfahrung im „Kampf gegen…“ sammeln können und sind bezüglich der intellektuellen Auseinandersetzung mit allen Phasen und Formen von „Bewegung“ den „Patrioten“ , „Bürgerlichen“ und „Konservativen“ um Einiges voraus.

Ich habe aber große Hoffnung, daß das natürliche Heilmittel (gegen diese linke hochintellektuelle Pathologie der Manipulation) genau das ist, was die Menscheit von Urbeginn hat überleben lassen: Familienzusammenhalt, Liebe, Geschichts- und Ahnenbewußtsein, Eigentum und Verantwortungsbewußtsein, Moral, Vertrauen, Wahrheitsliebe, Erkenntnisdrang, Harmonie- und Schönheitsstreben, Verbindlichkeit und Geistesfreiheit statt persönlicher Freiheit.

Wenn wir das alles aus uns selbst heraus schöpfen – und das kann jeder Mensch – anstatt sich höchstintellektuell manipulativ die Gehirwindungen links zu verknoten -weil aus dem Intellekt immer neue Probleme entstehen- wenn wir also wieder aus unserem Urquell schöpfen, während wir die Intrigen der Linken erkennen, dann sind wir gut gerüstet.

Dann brauchen wir nicht zu kämpfen, sondern nur aufrecht stehen.

Das macht auch diese schonungslose Analyse aus den Reihen der linken Aktivisten deutlich.

Den aller aller besten Satz daraus, das Zurückschlagen des Karma gegen das Linke und Unmenschliche der letzten 100 Jahre, möchte ich werter Leserschaft hier voran stellen. Die linken Köpfe jammern über den Untergang ihrer Bewegung aus besonders diesen Gründen:

Aus Mangel an (Organisations-)Perspektiven und solidarischen (Organisations-)Strukturen, z.B. für ältere Autonome mit Kindern, kranke und alternde GenossInnen, GenossInnen in schwieriger sozialer Lage und so weiter, gehen uns jede Generation aufs Neue an der Bewegung jahrelang geschulte AktivistInnen unwiederbringlich verloren, statt dass diese ihr Wissen weitergeben und in jeweils alternierenden Formen am Ball zu bleiben können.

Ja, ihr Egoisten. Wo bleibt hier im Menschsein, im blanken Menschsein, Euere Solidarität?! Selbst hier denkt ihr nur daran, Menschen trotz ihrer Notlage, in die IHR sie mit Euerer ideologischen Verblendung und falscher Wertsetzung erst gebracht habt, auszusaugen.

Sie sollen gefälligst nutzbar bleiben für die nachfolgend Verblendeten!

Hätten sie ihr früheres Leben nicht in ideologischer Verblendung und in Mißachtung aller menschlichen Werte und kosmischer Lebensgesetze verbracht, könnten sie im Alter geschützt im Kreise der  Familie und deren Fürsorge verbringen. Hätten sich etwas von Wert erschaffen und könnten ihren Kindern eine Zukunft bieten. Die Gesellschaft bräuchte nur wenige Altenheime, es gäbe keine durch Abtreibung traumatisierte Frauen, nur wenige Alleinerziehende, die Beziehungsfähigkeit wäre nicht in diesem Maße verloren gegangen usw. Das Karma ist unbarmherzig.

für ADHS ler wieder bedeutsamer Text in Rot und Schwarz, wobei in jedem Fall die letzten Abschnitte in Grün zu lesen sind! Sie zeigen den Sargnagel aller Linken.

Ich habe versucht Einzelpunkte aus dem Text zu lösen, um die Begreifbarkeit zu erhöhen. Einige Analysen (eine Stärke der linken Kaltherzen) – immer unter der Berücksichtigung der linken Brille – sind sehr aufschlußreich und haben durchaus Diskussionswert!

Die Krise der autonomen Linken [1]

wurde bereits mehr als einmal ausgerufen. In der Vergangenheit führten die Krisenerscheinungen jedoch zu Neugründungen und partiellen Revitalisierungen der Bewegung.

Im vergangenen Jahrzehnt zeichnete sich zunehmend ab, dass die Bewegung nun final im Niedergang begriffen ist:

  • Strukturen lösen sich unwiederbringlich auf,
  • spalten sich,
  • eine ganze Reihe von AktivistInnen klinkt sich vollends aus,
  • die übrigen scheitern in ihrer Praxis an den gleichen Problemen, an denen autonome Gruppen immer gescheitert sind: An einer Organisierungsform, die mehr einem Freundeskreis gleicht, denn einer politischen Organisation.
  • An Identitätspolitik,
  • Elitismus,
  • einem überzogenen Anonymitätsgehabe,
  • einem ausgeprägten Sektierertum,
  • einem vollkommen archaischen, und nicht selten patriarchalen Militanzfetisch und so weiter.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen sind autonome Gruppen mehr denn je unattraktiv für immer mehr junge AktivistInnen.

Und das in einer gesellschaftlichen Situation, in der sich

  • gesellschaftliche Widersprüche in Form eines Rechtsrucks zuspitzen und
  • nicht wenige junge Menschen sich an der Gegenbewegung orientieren wollen.

Die Frage steht im Raum, warum wir abseits einzelner erfolgreicher Defensivkämpfe keinerlei Profit aus der gesellschaftlichen Polarisierung ziehen können und im Gegenteil geschwächter sind denn je. [2]

Bei immer mehr erfahrenen AktivistInnen setzt sich die Erkenntnis durch:

Das Organisationsmodell autonome Gruppe und die Kultur, die dieses Modell erzeugt, ist schlicht und ergreifend untauglich für eine revolutionäre Praxis und bedarf einer Revision.

Was ist revolutionäre Praxis?

Revolutionäre Praxis setzt zunächst einmal

  • eine Idee davon voraus, woher man als radikale Linke kommt und wohin man will.

Sie orientiert sich an

  • einer Analyse der Widersprüche in der Gesellschaft,
  • an einer Idee davon, welche gesellschaftlichen Problemlagen zentral für unsere heutige Zeit sind und
  • daher zentrale Hebel für Veränderung sein können.

Sie setzt voraus, dass

  • man eine Zielgruppe benennen kann,
  • mit der man sich organisieren und
  • gegen die herrschenden Verhältnisse zur Wehr setzen möchte.

Sie setzt eine dieser Zielgruppe entsprechende Organisierungsform voraus, die in der Lage ist,

  • als kollektiver Raum der Reflektion und
  • Strukturierung des gemeinsamen Kampfes und
  • als inhaltlicher Austauschort zu fungieren.
  • Sie entwickelt sich schließlich nicht anhand von vorgefertigten Dogmen, sondern im gemeinsamen Kampf mit der Zielgruppe [3], mit anderen Worten: laß uns andere Leute für unsere Zwecke einspannen…
  • kann aber auch nicht mit inhaltlicher Beliebigkeit und Begriffslosigkeit an die Sache ran gehen, sondern
  • muss die Kämpfe dort weitertreiben und radikalisieren, wo sie Gefahr laufen ins System integriert zu werden. hauptsache anti… egal wie…. und immer radikaler, niemals Frieden

Schließlich braucht sie

  • ein entsprechendes Selbstverständnis der AktivistInnen, die
  • mit der Zielgruppe interagieren,
  • sich austauschen und
  • vernetzen,
  • Teil der gemeinsamen Sache werden müssen. also FührerInnen

Revolutionäre Praxis muss

  • herrschaftsförmige Widersprüche wie Rassismus und Sexismus
  • aktiv und
  • solidarisch mit den Menschen und
  • unter den bereits Organisierten bearbeiten,
  • sowie Wege des Umgangs damit,
  • sowie letztlich der Überwindung derselben finden.

Was war und ist die autonome Linke?

Die autonome Linke in Deutschland hat ihre Ursprünge in der scharfen Abgrenzung gegenüber den K-Gruppen der 1970er und 80er Jahre. [4]

Sie zeichnete sich immer durch

  • ein hohes Maß inhaltlicher Beliebigkeit aus,
  • genaue Definitionen zu den schwammigen Begriffen Anarchismus und Kommunismus wurden selten getroffen.
  • Im Mittelpunkt stand die Debatte um Aktionskonzepte und Methoden – und zwar in der Regel jenseits von jeder Klassenanalyse. hauptsach action, Feindbilder findet man irgendwo unterwegs.

Das macht es schwierig, die Bewegung begrifflich auf einen Punkt zu bringen. Dennoch teilen autonome Gruppen in vielerlei Hinsicht Konzepte, die zumindest auf ähnliche Ursprünge zurückgehen. Einige wurden theoretisch aufgearbeitet, weiterentwickelt oder revidiert, andere wirken in der Praxis fort, ohne als Begriffe heute noch im üblichen Gebrauch zu sein.

Zentrale Konzepte der Autonomen, die auch

  • von ihren Nachfolgern, der Autonomen Antifa der 1990er [5] und
  • der Post-Antifa der 2000er Jahre [6]

in der einen oder anderen Form übernommen wurden, sind

  1. die Politik der ersten Person,
  2. das Konzept der Autonomie,
  3. die Militanz,
  4. das Konzept der Gegenkultur und
  5. der Begriff der TripleOppression.

Was bedeuten diese Begriffe?

Autonomie:

Namensgebend für die Bewegung ist die italienische Autonomia Operaia [7], die jedoch rundum anders aufgestellt war, als ihre deutschen Namensvettern sie später rezipieren sollten. Die italienische Variante verstand sich zwar als unabhängig von der offiziellen kommunistischen Partei und an der spontanen Organisierung der italienischen ArbeiterInnen in sogenannten Wilden Streiks orientiert, war in der Theorietradition jedoch klar an kommunistischen Konzepten orientiert. Sie arbeitete klassenanalytisch und primär in Rahmen von Betriebskämpfen der IndustriearbeiterInnenschaft in Norditalien.

Die Autonomen in Deutschland übernahmen von diesem Konzept dahingegen lediglich die Partei- und Gewerkschaftsferne, sowie das spontane selbstorganisierte Element.

Politik der ersten Person / Tripple Oppression:

Das Konzept Politik der ersten Person und der Tripple Oppression schließen im Prinzip an ein solches Konzept der Selbstorganisierung an.

Tripple Oppression/dreifache Unterdrückung geht gegenüber der damals populären orthodox-marxistischen Haupt-/Nebenwiderspruchstheorie [8] davon aus, dass die 3 Widersprüche 1) Rassismus, 2) Patriarchat und 3) Kapitalismus ineinander verzahnt sind und als gleichfalls starke Unterdrückungssäulen wirken.

Politik der ersten Person:

Der Einzelne soll laut dem Konzept der Politik der ersten Person

  1. seine Verwobenheit in dieser Unterdrückungsstruktur sehen und
  2. seine Politik entsprechend der Befreiung von diesen Unterdrückungsstrukturen ausrichten, beziehungsweise
  3. sich organisieren.
  4. Eine Trennung von privatem und öffentlichem Raum wurde abgelehnt.
Gegenkultur / Autonomes Zentrum:

Als Ort dieser Auseinandersetzung und der widerständigen Praxis galten

  • autonome Bezugs- und Aktionsgruppen – Freundeskreise, die sich politisch organisierten –, aber
  • auch das Autonome Zentrum.

Autonome Zentren wurden als Orte der Gegenkultur konzipiert, in denen neue Lebensformen ausprobiert werden sollten.

In ihnen sollte aber auch

  • durch flache Hierarchien
  • in selbstverwalteten Versammlungen
  • aktiv
  • mit Herrschaftsverhältnissen gebrochen werden.

Dies geschah im Rückgriff auf anarchistische und sozialutopische Theorietraditionen nach dem Credo „die Utopie im hier und jetzt schon leben“. [9]

Das Konzept der Autonomie bezog sich hier auch auf Unabhängigkeit von Staat und Gesellschaft.

Militanz:

Das Konzept der Militanz schließlich war immer höchst umstritten und Gegenstand vieler Debatten in entsprechenden autonomen Publikationen wie der radikal oder der Interim. Die Gemüter spalteten sich hier vor allem an den Fragen, wann und wo Gewaltanwendung sinnvoll ist, befreiende Aspekte gewinnt, Menschen mobilisieren kann und moralisch-ethisch vertretbar ist. Konkret entwickelten sich die verschiedenen Flügel der

  • Massenmilitanz auf Bewegungsdemonstrationen (Anti-AKW, Startbahn-West, Antifa),
  • Feierabendterrorismus (z.B. Rote Zora) oder
  • Unterstützung/Partizipation des/im bewaffneten Untergrundkampf(s) (RAF) heraus.

Letzterer Flügel wurde im Szene-Jargon der 80er auch schon ,,Antiimps‘‘ genannt, während die ,,Autonomen‘‘ dem erstgenannten Aktionstypus zugerechnet wurden. Faktisch waren jedoch alle, insbesondere im Diskurs, mehr oder weniger Teil dessen, was als Autonome Bewegung begriffen werden kann.

Autonomes Organisationsmodell:

Die Autonome Antifa (M) aus Göttingen brachte schließlich im August 1991 ein Konzept ein, das für die vergangenen Jahrzehnte prägend bleiben sollte. In ihrem Papier ,,Diskussionspapier zur Autonomen Organisierung“ [10] kritisierte sie bereits damals

  • Subkultur,
  • Anonymisierung,
  • Intransparenz und
  • Nicht-Ansprechbarkeit,

schlug jedoch im Organisierungsansatz eine Fortführung des Modells autonome Gruppe mit Ergänzung von Bündnispolitik und Öffentlichkeitsarbeit vor.

Auf diese Gruppe geht auch das taktische Konzept des Schwarzen Blocks zurück, der als disziplinierte Einheit zum Selbstschutz auf Demonstrationen begriffen wurde.

In den folgenden Jahrzehnten sollte sich eine Mehrheit der Gruppen, insbesondere jene der Post-Antifa der 2000er Jahre, am Organisations-Konzept ,,der M‘‘ orientieren.

In eine ähnliche Kerbe schlug die ,,Heinz-Schenk-Debatte“ der Gruppe Fels aus Berlin, die jedoch noch weiter vom klassischen autonomen Konzept abwich. Die Gruppe sollte später zur Keimzelle der interventionistischen Linken (iL) werden.[11]

Andere Teile der Bewegung verharrten in einem geringer organisierten und verbindlichen Bezugsgruppenkonzept oder gruppierten sich um die Autonomen Zentren.

Die veränderte gesellschaftliche Situation verlangt den Bruch

Einige der genannten politischen Ansätze waren für ihre Zeit progressiv, stießen sie doch auf Leerstellen oder Missstände in der revolutionär-marxistischen Bewegung und versuchten eine kreativere Bewegungspraxis hervorzubringen.

Die autonome Bewegung kann so auch als Korrekturbewegung gelesen werden, die genau die Leerstellen besetzte, die eine Mehrheit der orthodoxen Parteien und Gruppen strukturell nicht belegen konnte oder wollte.

Nichtsdestotrotz sind die genannten Konzepte ein Kind ihrer Zeit und Resultat einer Bewegungsgeschichte,

  • aus einem Westdeutschland,
  • in dem sich insbesondere in den Chefetagen des Staates und
  • in den Familien noch der
  • wertkonservative,
  • post-faschistische Filz der Nachkriegsjahre hielt und
  • der sogenannte Marsch durch die Institutionen gerade erst begonnen hatte.
  • Eine Zeit, in der in der SPD-Basis noch SozialistInnen und
  • die Grünen noch eine linke Partei waren,
  • die DKP mehrere zehntausend Mitglieder hatte sowie
  • die numerisch starken K-Gruppen und sozialen Bewegungen Hunderttausende auf die Straßen mobilisierten (Friedens-, Ökologiebewegung).

Seitdem ist viel passiert.

2018 befinden wir uns

  • in einem Deutschland der neoliberalen und
  • neokonservativen Hegemonie,
  • die weite Teile der Bevölkerung integriert.

Diese zeichnet sich dadurch aus, dass

  • ehemals emanzipatorische Forderungen und
  • weitergehende bürgerliche Freiheiten – wenn auch gebrochen und deformiert – Eingang in Regierungshandeln gefunden haben.

Darüber hinaus ist

  • in den Metropolen Deutschlands eine schrittweise Integration der Alternativkultur bei
  • gleichzeitiger Destruktion ihrer revolutionären Potenziale vollzogen worden.

Die neue deutsche Staatsräson ist nicht mehr dominant wertkonservativ, traditionell, deutsch.

Sie gibt sich heute, zumindest öffentlich, auch bunt, weltoffen, für Frauen- und LGBTI-Rechte – während unter der Oberfläche und zunehmend auch öffentlich der neue Wertkonservatismus erneut gefördert wird und im Rechtsruck der AfD seinen Ausdruck findet.

,,Selbstverwirklichung“ lautet die zentrale Parole unserer Zeit.

Individualismus und Emanzipation werden Teil eines Marketingkonzepts.

In den Metropolenregionen gilt es als Chic, tätowiert, vegan und ausgefallen zu sein. Punkkultur? Kein Problem! In der Modeszene heute gerne gesehen. Ehemaliger Revolutionär und Steineschmeisser? Kein Problem – Kretschmann, Trittin, Künast, Fischer und alle anderen waren das auch mal, das geht schon vorbei.

Und zur Krönung: Schily, der seinerzeit die RAF-,,Terroristen“ verteidigt, wird zum Chef des Repressionsapparats, dem er einstmals feindlich gegenüberstand.

Die Politik der ersten Person als Teil neoliberaler Hegemonie

Was ist also mit dem Konzept der Politik der ersten Person unter diesen Verhältnissen anzufangen?

Zunächst krankt das Konzept schon an der Tatsache, dass es das Problem primär individuell und nicht strukturell verortet.

Denn obwohl es mit der Triple Oppression-Theorie eine strukturelle Ebene aufmacht, wirft es die Veränderung auf den Einzelnen und seine Praxis zurück. Zwar ist es richtig, dass wir als die Menschen, die zum Beispiel unter dem Patriarchat leben, dieses in unserem Handeln forttragen, dennoch hängt es nicht allein vom Einzelnen ab, ob das Ungleichheitsverhältnis bestehen bleibt oder nicht.

Dazu bedarf es großangelegter institutioneller, ergo: politischer und massenhafter Veränderung.

Und die ist nur zu haben, wenn

  • Menschen sich zusammenschließen,
  • eine gemeinsame Agenda finden und
  • diese versuchen umzusetzen

es geht bei gesellschaftlicher Veränderung also um ein kollektives (Organisations-) Projekt.

Darüber hinaus ist die einstmalig emanzipatorische Idee der auch privaten Auseinandersetzung mit sich selbst unter dem Neoliberalismus längst Teil einer Psycho-Industrie [10] geworden, die gesellschaftliche Probleme auf den Einzelnen zurückwirft.

Der Leitspruch ist: „Du hast ein Burnout und kannst nicht mehr arbeiten? Mach eine Therapie und mach dich wieder fit! (für den Arbeitsmarkt….).“

Damit wird von den eigentlichen strukturellen Ursachen (nämlich neoliberalen Arbeitsverhältnissen, Patriarchat, institutioneller Rassismus und so weiter…) abgelenkt.

Viele Praxen in der autonomen Bewegung vollziehen unbewusst den selben neoliberalen Mechanismus, da sie auf ein individualistisches Lebensreform-Konzept zielen, statt auf organisierte politische Veränderung.

Beispiel „Selbstversorger“

Autonomie als Illusion

Wichtig für diese Erkenntnis ist dann auch, dass es keine Autonomie im Sinne eines Außerhalb von dieser Gesellschaft gibt.

Da wir alle die Sozialisationsinstanzen dieser Gesellschaft durchlaufen haben und in vielerlei Hinsicht (Arbeit, Familie, FreundInnen, Wohnen) abhängig sind von anderen (der bürgerlichen Gesellschaft) und Institutionen (dem bürgerlichen Staat), ist ein solches Konzept der Autonomie ein illusorisches.

Autonomie kann unter den gegebenen Umständen immer nur relativ sein.

Selbst wenn wir jedoch Autonomie als etwas erstrebenswertes ansehen würden, würde sich immer noch die Frage stellen, auf welche Ebene sich das Konzept beziehen soll und wann es revolutionär ist.

Beispiel „Selbstversorger“ – völkische auf Familienzusammenhalt und Freundschaft basierende Siedler, Anastasia-Landpfleger u.ä. dürften den Linken schwer gegen den Kamm gehen, da ihnen gelingen könnte, was den Linken aufgrund ihrer Verkopftheit, Unmenschlichkeit und Künstlichkeit seit jeher mißlungen ist. Die Konfliktwarnungen sind ernstzunehmen, sobald künstlicher Idealismus auch bei Patrioten das Motiv ist.

Beispielhaft kann es sinnvoll sein, selbstverwaltete, selbstversorgende Betriebe auf dem Land zu gründen, die aber nach einer klar politisch-organisierten, kollektiven (Agitations-)Idee arbeiten und an Diskussionen der sozialen Bewegungen oder einer revolutionären Organisation angeschlossen sind.

Wenn diese Betriebe sich jedoch als Aussteigermodell und als anti-gesellschaftlich verstehen und sich von der Bewegung wie auch von der Gesellschaft abkoppeln, sind sie eben nicht viel mehr als schwer zugängliche, elitäre vermeintliche Inseln der Glückseligkeit, die in aller Regel an dem Widerspruch scheitern müssen, dass sich gesellschaftliche Verhältnisse nicht ,,irgendwo da draußen“, sondern bereits zwischen uns wenigen AktivistInnen fortsetzen und reproduzieren.

Das Problem ist das gleiche bei dem Konzept des Autonomen Zentrums, das einem ähnlichen Konstruktionsfehler des ,,wir hier, die böse, diskriminierende Gesellschaft da“ unterliegt. [12]

Es verwundert daher auch wenig, dass in den entsprechenden Zentren selten eine agile und populäre revolutionäre Gegenkultur, denn eine neutralisierte, lethargische Subkultur vorherrscht.

Aufmerksam sollte man in diesem Zusammenhang folgende Bemerkung des politischen Gegners zur Kenntnis nehmen: Man Lerne!!! Gewisse augenscheinliche Vorteile können einem unter Umständen auch schaden.

  • ,,Trotzdem sollten Autonome Zentren nicht ausschließlich als Gefahr verstanden werden.
  • Sie sind gleichermaßen eine Chance, das Gewaltpotential Autonomer Gruppen zu hemmen.
  • Die praktischen Funktionen der Zentren sind gering:
  • Zwar erzielen die Aktivisten Einnahmen und
  • sie erhalten Räume für politische Veranstaltungen,
  • aber dafür investieren sie einen Großteil ihrer Zeit, ihrer Energie und teilweise sogar ihr Geld in den täglichen Betrieb. Auch hier muss jemand die Fußböden und Toiletten schrubben, das Dach ausbessern oder Mausefallen in der Volxküche aufstellen. Je mehr Ärger die Aktivisten mit Gebäude und Organisation haben, desto weniger Zeit bleibt ihnen für politische und vor allem militante Aktionen.
  • Eine intelligente Tolerierung eines solchen „Autonomen oder patriotischen Disneyland“ kann aus demokratischer Sicht effektiver sein als eine Räumung.“
    hier liest man klar heraus, wer/was der Feind der Linken ist: die Demokratie! Demokratische Kräfte also, die die revolutionären Linken wohlwollend unterstützen, ihnen aber im Grunde dadurch Schaden zufügen.

Der autonome Individualismus als Sackgasse

Darüber hinaus ist das autonome Organisierungsmodell

  • nicht in der Lage, massenwirksam tätig zu werden und
  • die Menschen zu organisieren.

Aufgrund des Modells der autonomen Bezugsgruppe, wie der autonomen Antifa-Gruppe, das strukturell und real zumeist politisch organisierter Freundeskreis mit entsprechenden Ausschlusskriterien ist, können verschiedene Voraussetzungen nicht erbracht werden, die aber integral für eine massenhafte Bewegung und eine breitere Organisierung sind.

Dazu ein Genosse der Gruppe Fels, der schon vor etwas mehr als 25 Jahren im Rahmen der „Heinz Schenk-Debatte“ im Artikel „Die Autonomen haben keine Fehler, sie sind der Fehler!“ das Kernproblem der mangelhaften Organisierung aus eigener Erfahrung heraus beschrieb:

,,In der Arbeit ist nicht zu spüren, wofür wir kämpfen und die Tatsache, nie einmal grundsätzlich seine Fragen einbringen zu können, sondern sich immer nur aufs Neue in Kampagnen hineinstürzen zu können, nervt.

Zudem macht die autonome Geschichtslosigkeit vieles schwierig. Da das Wissen um Geschichte nicht als grundsätzliche Voraussetzung für Politik begriffen wird, existiert keine Art „kollektives Gedächtnis“, alle fangen immer wieder am Nullpunkt an.

Der Genosse artikuliert im gleichen Zug das Bedürfnis nach inhaltlicher Schärfung, wie auch dasjenige nach strategischer/taktischer Ausrichtung hin zu einer revolutionären Perspektive:

,,Meine heutigen Fragen sind andere. Es sind die Fragen, die in der autonomen Szene kaum gestellt werden, weil sie glauben, es genüge, gegen das jeweilige Hauptprojekt entgegenzuhalten und der Rest werde sich dann schon irgendwie, irgendwann finden.

Es sind zum Beispiel die Fragen danach,

  • WIE ein revolutionärer Prozess aussehen kann,
  • die nach der Möglichkeit einer Übergangsgesellschaft,
  • die Frage danach, was an Theorie der letzten 150 Jahre noch an Gültigkeit besitzt.“

Das Problem lag bereits damals auf der Hand.

Da das Konzept der Politik der ersten Person im Prinzip

  • keine verbindliche revolutionäre Organisierung vorsieht und
  • gemachte Erfahrungen, wie Kämpfe individualistisch verhandelt,
  • entsteht weder etwas wie eine revolutionäre Strategie/Taktik,
  • noch eine gemeinsame Tradierung von Erfahrungen, ach! Geschichtsbewußtsein, Ahnenbewußtsein…waren bisher stets auszuradieren. Jetzt kommen sie selbst auf den Trichter, daß diese Dinge das Überleben der Menschheit sichert und nur so ein Fortschritt entstehen kann!
  • geschweige denn einer Vermittlung.
  • Mit der Entkopplung von historischen Erfahrungen und Debatten bringt die Geschichtslosigkeit eine inhaltliche Verflachung hervor, in der wirkliche Aufarbeitung revolutionärer Geschichte nicht geschieht. Ohne diese Voraussetzungen kann es jedoch keine revolutionäre Praxis geben, da nicht mal der inhaltliche Ausgangspunkt des Kampfes jenseits des Anti zu bestimmen ist.
  • Was folgt ist wahlloser Pragmatismus und ein leeres Weiter so, im schlimmsten Fall eine schleichende Entpolitisierung im Subkultur/Soli-Party-Sumpf.

Was bleibt von der autonomen Linken?

Die autonome Bewegung hat eine Vielzahl an wichtigen Diskussionen und Beiträgen für eine revolutionäre Bewegung geliefert.

Hinter das auch von der autonomen Szene aufgegriffene Diktum ,,das Private ist politisch“ und die Feststellung, dass wir auch in unseren Privaträumen politische Menschen mit einem Anspruch sind, sollte nicht zurückgefallen werden.

Auch die Konzepte der Gegenkultur und der Stadtteilzentren werden in Zukunft wichtig bleiben, wenn auch in anderer Form.

Hier hat die autonome Bewegung viele praktische Ansätze hervorbringen können, die auch für die Zukunft nutzbar gemacht werden können.

Beispielsweise kann

  • das Konzept der Gegenkultur dem Szenesumpf entrissen und repolitisiert werden, wenn man erneut politisch diskutiert, mit welcher politischen Strategie und Taktik man Konzerte, Parties, Barabende usw. eigentlich macht.
  • Das Konzept der Selbstverwaltung kann popularisiert werden, wie dies z.B. bereits in der Stadtteilbewegung passiert.
  • Der autonome Antifaschismus kann und muss angesichts der immer erfolgreicheren AfD und einer möglichen neurechten Hegemonie seine sozialen und klassenkämpferischen Wurzeln zurückgewinnen, d.h. organisatorisch attraktiv werden für Leute, die sich dem neurechten Hegemonieprojekt entgegenstellen wollen und so weiter.

Nichtsdestotrotz bleibt festzuhalten, dass die autonome Bewegung und ihre Institutionen aus guten Gründen derzeit eine nachhaltige Schwächung erfahren oder komplett verschwinden.

Ihre Konzepte und die daraus resultierenden Praxis sind an verschiedenen Punkten integrierbar geworden für eine neoliberale Hegemonie, weshalb der Übergang von Szene zu bürgerlich immer seltener einem Bruch, als einem schleichenden Übergang gleicht.

Aus Mangel an (Organisations-)Perspektiven und solidarischen (Organisations-)Strukturen, z.B. für ältere Autonome mit Kindern, kranke und alternde GenossInnen, GenossInnen in schwieriger sozialer Lage und so weiter, gehen uns jede Generation aufs Neue an der Bewegung jahrelang geschulte AktivistInnen unwiederbringlich verloren, statt dass diese ihr Wissen weitergeben und in jeweils alternierenden Formen am Ball zu bleiben können.

Die Linken als Feinde der Freiheit:

die Linken wollen auf Teufel komm raus das Erwachen ihrer Verblendeten verhindern! Sie wollen verhindern, das der Mensch ZU SICH kommt. Zu sich selbst und zu seiner freien Individualität! Sie werden daran scheitern!

Die autonome Bewegung entspricht hier einem Durchlauferhitzer, in dem sich eine Art alternative Selbstverwirklichung und Jugendrebellion vollzieht – unter vermeintlich politischem, viel häufiger jedoch einfach subkulturell-deviantem, Vorzeichen.

Wenn wir das ändern wollen, dürfen wir nicht auf die vermeintlichen ,,VerräterInnen“ schimpfen, die ,,ins bürgerliche Lager“ wechseln, sondern müssen konstatieren:

1) Wir sind nicht unabhängig von der bürgerlichen Gesellschaft und von der ihr innewohnenden Ideologie durchdrungen.

Eine Befreiung davon kann nicht individualistisch ,,jeder für sich‘‘, sondern nur im kollektiven Lernprozess geschehen.

2) Die Konzepte der autonomen Bewegung haben also grundsätzliche Mängel. Der Bruch mit ihnen ist längst überfällig – nicht nur im Diskurs, sondern in unserer Praxis.

Die autonome Linke ist nicht reformierbar, ihre Grundkonzeption führt zu Subkultur, Individualismus und begrenzter Handlungsfähigkeit.

Wenn die autonome Bewegung heute nicht mehr mobilisierungsfähig ist und in andauernder Abwehrposition gegen einen zunehmend übermächtigen Gegner verharrt, ist das daher nicht nur ein objektiv-gesellschaftliches (z.B. Rechtsruck), sondern auch ein subjektiv-konzeptionelles Problem, dem wir uns stellen müssen.

Es wird Zeit, Organisationsfeindlichkeit, inhaltliche Beliebigkeit und die Vorstellung einer außergesellschaftlichen Autonomie über Bord zu werfen.

Die Konzepte der Autonomen müssen unter dem Vorzeichen von

  • nachhaltiger kollektiver Organisation,
  • der Entwicklung einer revolutionärer Massenpraxis und
  • Selbstorganisation, bei
  • inhaltlicher Neudefinition

diskutiert werden. Ich möchte hiermit alle GenossInnen einladen, sich an diesem notwendigen Diskussionsprozess zu beteiligen. Ja! diskutiert Euch zu Tode… verkünstelt Euch… arbeitet weiter gegen das Leben

time love GIF by diejuliewierd

Anmerkungen:

[1] Dieser Artikel betrifft nicht nur die ursprüngliche autonome Linke, die in dieser damaligen Form nur noch marginal existiert, sondern bezieht sich auf alle Traditionsstränge, die sich ihrer Konzepte bedienen, das heißt sowohl Autonome Antifa, als auch Post-Antifa/Post-Autonome Gruppen, Autonome Zentren, Autonome Szene, Gruppen der radikalen Linken usw.

[2] Anders als die radikale Rechte, die nicht nur in der Lage war, eine regional erfolgreiche soziale, populäre Bewegung zu etablieren (PEGIDA), sondern diese als erfolgreiche Parteigründung institutionell fortzusetzen (AfD). Parallel dazu vollzieht sich in der radikalen Linken eine organisatorische Schwächung, wie die Auflösung zahlreicher Gruppen und Zusammenhänge, sowie eine real sichtbare Mobilisierungsschwäche spektrenunabhängig bezeugt.

[3] Hierzu wurden in der Vergangenheit mehrere Vorschläge gemacht. S. beispielhaft die Stadtteilinitiativen ,,Hände weg vom Wedding!‘‘ (Berlin), ,,Wilhelmsburg Solidarisch‘‘ (Hamburg), ,,Solidarisches Gallus“ (Frankfurt) oder ,,Initiative Mietenwahnsinn stoppen!‘‘ (Nürnberg).

[4] Aus der 68er-Bewegung entstandene kommunistische Gruppen mit Bezug zur maoistischen Debatte der 1960er und 1970er Jahre, die in Opposition zum Sowjetkommunismus auftrat. Die erfolgreichsten Gruppen waren KPD/AO (maoistisch/China), KPD/ML (hoxhaistisch/Albanien), KBW (maoistisch), KB (maoistisch/bewegungsorientiert), Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD (maoistisch), die Vorläuferorganisation der MLPD (Kommunistischer Arbeiterbund Deutschlands).

[5] Gruppen, die sich am revolutionären Antifaschismus orientiert haben um die AA/BO, sowie solche, die den antifaschistischen Selbstschutz als Konzept ansahen um das BAT. Ein Überblick findet sich bei Langer, Bernd (1997):, Kunst als Widerstand, Paul Rugenschein Verlag

[6] Die Gruppen und Formationen nach der Spaltung in antideutsche, antinationale und antiimperialistische Antifa-Gruppen in den 00er Jahren. In diese Zeit gehört auch das Aufkommen „Roter Antifa“-Gruppen. Diese Gruppen orientierten sich nicht mehr zwangsläufig an der Praxis der Autonomen Antifa, arbeiteten sich aber verschieden stark mit verschiedenen Ergebnissen an dieser Tradition ab. Die Tradition der Autonomen ist deshalb unterschiedlich stark ausgeprägt in den verschiedenen Strömungen der ,,Roten Antifa“.

[7] Arbeiterbewegung der nicht-gewerkschaftsgebundenen Streiks und militanten Aktionsformen in den norditalienischen Fabriken der ausgehenden 1970er Jahre. Begleitet wurde sie von radikalen linken Intellektuellen um das Quaderni Rossi.

[8] Häufig missverstandenes, insbesondere von den K-Gruppen der BRD genutztes marxistisches/maoistisches Theoriefragment, das zur strategischen Bestimmung revolutionärer Politik genutzt wird. In den 1970er Jahren populär war hier insbesondere Mao-Tse-Tungs Konzept, skizziert in Über den Widerspruch (1937).

[9] Bereits bei Marx/Engels wurden solche Konzeptionen als sozialutopistisch kritisiert. Beispielhaft in Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft (1880).

[10] Erschienen in der Radikal. Da diese online nicht verfügbar ist, hier eine Zusammenfassung der Gruppe in der Arranca #5.

[11] Interessanterweise wird in der Schrift genau das kritisiert, was später prägend für die Praxis der iL werden sollte: Reine Kampagnenpolitik.

[12] Dazu ein Artikel der Frankfurter Gruppe Siempre*Antifa.

http://freiesicht.org/2018/zum-ende-einer-bewegung-und-eines-organisationsansatzes-geronimo-marulanda/

Frouwe aus ´em Wald: Antifa Zuträger enttarnt

Antifa-Zuträger enttarnt: Rechter Aktivist Joel Herget lebt seit mehreren Jahren mit linkem Journalisten Marcus Arndt zusammen

von MZW NEWS

Aufwendige Recherchen haben einen Vorgang aufgedeckt, der seit der Enthüllung des V-Manns Sebastian Seemann im Jahr 2007beispiellos gewesen ist und wohl auch noch politischen Sprengstoff mit sich bringen dürfte:

Es ist mittlerweile bewiesen, dass der bisherige, rechte Aktivist Joel Herget, der in der Vergangenheit in den Reihen der NPD / JN tätig war und seit Anfang 2018 das Amt des stellvertretenden Kreisvorsitzenden von DIE RECHTE im Kreis Unna ausübte, seit mehreren Jahren – mutmaßlich seit Ende 2014 oder Anfang 2015 – im Breierspfad 196 a (Dortmund-Brackel) in einer „Wohngemeinschaft“ mit dem linken Journalisten Marcus Arndt lebt, der schwerpunktmäßig über rechte Aktivitäten in Dortmund berichtetet und in der Vergangenheit durchaus auch auf vergleichsweise interne Informationen zurückgreifen konnte.

Nachfolgend eine Übersicht über den aktuellen Wissensstand und die gleichzeitige Aufforderung, mit diesem Wissen verantwortungsbewusst umzugehen – auch und gerade an Medienaktivisten, denn es könnte sich bei dem, was bisher bekannt ist, nur um die Spitze eines großen Skandals handeln, dessen Auswirkungen sich weit in die Dortmunder Politik, Polizei und sonstige Behörden erstrecken, weshalb davon auszugehen ist, dass weitere Aufklärung behindert werden könnte.

Wer ist Joel Herget?!

Joel Justin Herget, geboren am 1. März 1994 und melderechtlich bei seiner Mutter in Selm erfasst, ist seit etwa 2010 in extrem-rechten Gruppierungen in Nordrhein-Westfalen aktiv gewesen.

Er galt mehrere Jahre lang als Landesbeauftragter der NPD-Jugendorganisation JN, ehe er nach kurzzeitiger Inaktivität, die durch interne Streitigkeiten in diesen Organisationen ausgelöst wurde, ab Anfang 2018 am Auf- und Ausbau von Strukturen der Partei DIE RECHTE im Kreis Unna als stellv. Kreisvorsitzender mitwirkte.

Herget war zunächst schwerpunktmäßig – trotz elterlicher Wohnung im Kreis Unna – in Essen aktiv, trat in den letzten Jahren aber auch in Dortmund in Erscheinung, wo er offenbar eine Ausbildung als KFZ-Lackierer begann und deshalb – nach seinen Angaben – in der Nähe seines Ausbildungsortes bei einem Arbeitskollegen in Dortmund-Brackel wohnen würde.

Nach Abbruch der ersten Ausbildung, konnte Herget einen zweiten Versuch beim „Lackier- und Karosseriezentrum“ in Lünen starten, wo seine Ausbildung bald mit der Abschlussprüfung endet. Im Rahmen seiner politischen Tätigkeit galt Herget als bemüht und vergleichsweise engagiert.

Der heute 24-jährige Joel Herget am 23.08.2013 auf einer Kundgebung in Dortmund

Wer ist Marcus Arndt?!

Marcus Arndt, geboren am 21. April 1971 in Herford und wohnhaft in Brackel, ist ein linker Journalist, der durch seine Äußerungen eindeutig dem Antifa-Spektrum zuzuordnen ist.

Derzeit arbeitet Arndt eng mit Alexander Völkel (Nordstadtblogger) zusammen und veröffentlicht auch selbst auf dem Portal, außerdem unterhält er Kontakte zum WDR-Lokaljournalisten Chistof Voigt.

In der Vergangenheit hatte es um Arndt diverse Spekulationen gegeben, u.a. soll sich ein Überfall auf ihn ereignet haben, der von Insidern der „rechten Szene“ als „False-Flag-Aktion“ angesehen wird (siehe hierzu ein ausführlicher Artikel des DortmundEchos aus dem Jahr 2015), sogar das linke Bündnis „BlockaDo“ distanzierte sich zeitweilig von Arndt, weil sein Lebenslauf Widersprüche aufgewiesen hätte.

Bekannt wurde Arndt durch sogenannte „Todesanzeigen“, die ein bis heute unbekannter Täter ins Internet gestellt hatte – auch in diesem Fall wurde seinerzeit der Verdacht von Aktionen unter fremder Flagge geäußert, da sämtliche Journalisten, die von den „Todesanzeigen“ betroffen waren, in der Folge eine große, öffentliche Wahrnehmung gebilligt wurde.

Mitte 2017 wurde im Rahmen eines Gerichtsprozesses gegen Arndt bekannt, dass dieser auf eine lange Liste an Vorstrafen zurückblicken kann, u.a. saß er wegen Betrugsdelikten bereits im Gefängnis.

Für Aufmerksamkeit sorgte eine Reihe von persönlichen Informationen aus dem Leben von Marcus Arndt, die immer wieder von anonymen Quellen an rechte Gruppierungen zugespielt wurden:

So wurde von dem (Fake-)Mailaccount „<a“parent.emo.popup(‚ email=““ view=““ msgedit?account=“dXRlLm1hcmt1c0BmcmVlbmV0LmRlxmagicx&to=ay5sYW5nbmVyMTk4NUBnbWFpbC5jb20=xmagicx‘,675,560,false,false,false);““ class=“moz-txt-link-abbreviated“ href=“https://webmail.freenet.de/Email/View/Body?account=dXRlLm1hcmt1c0BmcmVlbmV0LmRlxmagicx&msg=33694&folder=INBOX&callType=html&showImages=0&inboxAdId=0#“>k.langner1985@gmail.com&#8220;

beispielsweise am 20. Juni 2016 ein Strafbefehl, den Arndt wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz erhalten hatte, an den Mailaccount des Dortmunder Kreisverbandes der Partei DIE RECHTE geschickt (das „DortmundEcho“ berichtete seinerzeit ausführlich) – lediglich die Adresse von Arndt war in diesem Schreiben unkenntlich gemacht worden.</a“parent.emo.popup(‚>

Der Journailst Marcus Arndt (hier mit seiner Anwältin als Angeklagter vor Gericht)

Der Nazi und der Antifa-Reporter:
Das gemeinsame Leben am Breierspfad

Immer wieder gab Marcus Arndt durch die zahlreichen Widersprüche und Ungereimtheiten Anlass zu Nachforschungen, auch das regelmäßige Zitieren von Arndt aus internen Terminrundschreiben, welche beispielsweise Vorabtreffpunkte zu politischen Aktionen umfassten, war auffällig.

Im Rahmen einer Überprüfung seines Wohnortes im Januar 2018 wurde ein Klingelschild mit der Aufschrift „Arndt-Herget“ vorgefunden, der Briefkasten enthielt die Aufschrift „Herget-Arndt“, wobei seinerzeit noch kein direkter Zusammenhang mit Joel Herget gezogen werden konnte, immerhin ist der Name zwar nicht sehr häufig, aber durchaus gängig und es schien auch im Bereich des möglichen, dass Arndt einen Doppelnamen trägt, den er ansonsten nicht verwendet.

Quelle:domainbigdata.com

Klingel (Arndt-Herget) und Briefkasten (Herget-Arndt) im Januar 2018

Erst in den letzten Wochen verdichteten sich die Hinweise, dass Marcus Arndt mit dem stellv. Kreisvorsitzenden von DIE RECHTE Unna, Joel Herget, zusammenleben soll.

Die beiden würden in einer Ein-Zimmer-Wohnung, die zudem noch Küche und Bad umfasst, wohnen.

Recherchen am Breierspfad bestätigten den Verdacht, u.a. konnte mehrmals beobachtet werden, wie Marcus Arndt gegen 6.40 Uhr das Sechs-Parteien-Haus verlässt, während Joel Herget gegen 6.55 Uhr folgt.

Das Verlassen des Hauses (gelb) durch Herget wurde zudem dokumentiert. Zu diesem Zeitpunkt waren beide offenbar misstrauisch geworden und hatten sowohl das Klingel-, als auch das Briefkastenschild bereits entfernt, obwohl beide weiterhin in der gemeinsamen Wohnung leben.

Joel Herget kurz nach Verlassen des Breierspfad 196a (gelbes Haus)

Weiterlesen

https://www.dortmundecho.org/2018/06/antifa-zutraeger-aufgeflogen-rechter-aktivist-joel-herget-lebt-seit-mehreren-jahren-mit-linkem-journalisten-marcus-arndt-zusammen-dortmund/

MZW NEWS | Freitag, 29 Juni, 2018 um 08:28 | URL: https://wp.me/p6OhOU-qt

Todesfälle mit „benefit“ (Nutzen)

Nach den eigenartigen Todesfällen von Bankstern, Kritikern des Medizinsystems, Zeugen im Dutreaux Fall, des Erfinders der IceBucket Aktion, Barschel, Haider, ….kam kürzlich der Tod eines einflußreicher Impfkritikers hinzu und jetzt auch der Brandermittler im NSU Prozeß F.D. Stolt …  sie sterben wie die Fliegen… man möchte gerne wissen, wer die Fliegenpatsche in Händen hält, um ihm/ihnen das Handwerk zu legen.

https://www.jungewelt.de/artikel/335107.tod-eines-brandermittlers.html

Manche Todesfälle im Zusammenhang mit den NSU-Ermittlungen sind sicher Zufall. Allerdings sind es inzwischen ziemlich viele: Zum Beispiel der Neonaziausteiger Florian Heilig, der 2013 wenige Stunden vor einer geplanten Vernehmung in seinem Auto auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart verbrannte, dessen Exfreundin, die an einer Lungenembolie verstorben sein soll, sowie deren Verlobter, mutmaßlich Selbstmörder – oder der Ex-V-Mann »Corelli«, der 2014 einer unentdeckten Diabeteserkrankung erlegen sein soll.

Nach all dem hat nun die Familie des international bekannten Brandermittlers und Kriminaltechnikers Frank Dieter Stolt privat eine Obduktion in Auftrag gegeben, weil der 62jährige kürzlich in einem Krankenhaus bei Mannheim gestorben und die Todesursache unklar ist, dies berichtete am Montag das Internetmagazin Telepolis.

Von öffentlichem Interesse sei der Fall, weil Stolt auch im Rahmen der NSU-Ermittlungen mit Untersuchungen beauftragt war. Dabei äußerte er sich öffentlich auch kritisch zu manchen Ermittlungen. So beispielsweise im Zusammenhang mit dem Brand des Wohnmobils in Eisenach am 4. November 2011. In dem Fahrzeug waren die mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos tot aufgefunden worden. In der ARD-Dokumentation »Die Akte Zschäpe« von 2015 kritisierte Stolt unter anderem das Verhalten des Polizeichefs Michael Menzel, der sich in das Wohnmobil begeben und mit einer Harke darin herumgesucht hatte.

Außerdem wurde eine dort entdeckte Polizeiwaffe herausgeholt, die später als die des Polizeibeamten Martin A. identifiziert wurde, der im April 2007 in Heilbronn Opfer eines Anschlags geworden war, bei dem seine Kollegin Michèle Kiesewetter starb.

»Ein Brandort ist ein Tatort«, sagte Stolt in der Sendung. Dort habe beispielsweise nicht jeder »herumzurennen«. Stolt, der auch ausgebildeter Feuerwehrmann und Feuerwehrlehrer war, kritisierte auch den Umgang mit den Fotos, die die Feuerwehr am Tatort Eisenach im Inneren des ausgebrannten Fahrzeuges gemacht hat. Die wurden nämlich vom Einsatzleiter der Polizei, Menzel, beschlagnahmt.

Kritik äußerte der Fachmann auch am Vorgehen in der Zwickauer Frühlingstraße. Dort war ebenfalls am 4. November 2011 die gemeinsam von Beate Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos genutzte Wohnung explodiert. Im Brandschutt wurden zahlreiche Indizien und Beweisstücke für einen Zusammenhang mit der Ceska-Mordserie an neun Mi­granten und dem Polizistinnenmord von Heilbronn sichergestellt. (jW)

GERMAN Google.de verschweigt die blosse Existenz der deutschen Metapedia – das System will gegen die rechte Metapedia vorgehen

Metapedia ist seit 2009 indiziert, also illegal in Deutschland.

Wer die Seite verlinkt, macht sich strafbar. Trotzdem wächst die Zahl der Artikel in dem rechten Wikipedia-Klon von Jahr zu Jahr.

In Suchmaschinen wie Google oder Bing wird die Seite nicht angezeigt, da sie indiziert ist. Experten beklagen allerdings, dass noch immer Suchergebnisse ausgespielt werden, die zu Links zu der Plattform führen.

Jugendschutz-Experte Wörner-Schappert durchsucht das Internet seit Jahren nach solchen Verlinkungen und stellt Anzeigen gegen die Seitenbetreiber.

Das habe den Verbreitungsradius erheblich eingeschränkt, bestätigte er.

 

https://www.johndenugent.com/german-google-de-verschweigt-sogar-die-blosse-existenz-der-deutschen-metapedia-daher-unterstuetzt-sie/

Wenn man im englischsprachigen Google (google.com) den Suchterminus “de.Metapedia” eingibt, bekommt man wie erwartet die Site.

Aber wenn man google.de als Suchmaschine benutzt, erscheint die gesuchte Site nicht, sondern nur Hetze gegen Metapedia, und auch kein einziges Bild von metapedia wird benutzt!

Hier der Beweis: Auf der allerwichtigsten ersten Seite gibt es nur Wikipedia-Hetze GEGEN seine Konkurrenz!

 

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Caffier-will-gegen-rechten-Wikipedia-Klon-vorgehen,metapedia106.html

Caffier will gegen rechten Wikipedia-Klon vorgehen

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) © dpa-Bildfunk Fotograf: Sebastian Kahnert

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) will verstärkt gegen rechtsextreme Inhalte im Internet vorgehen.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat sich für ein internationales Vorgehen gegen rechtsextreme Internetseiten ausgesprochen.

Dieses Problem müsse dringend angegangen werden, so Caffier.

Im konkreten Fall geht es um die illegale Online-Enzyklopädie Metapedia, die laut Jugendschutzexperten antisemitische, rassistische und volksverhetzende Inhalte publiziert. Sie bildet den ideologischen Unterbau für die rechte Szene auch in Mecklenburg-Vorpommern.

Politiker, Sozialarbeiter, Sportler mit Einträgen

Auf der Internetseite Metapedia haben rechtsextreme User Namen von Personen und auch Örtlichkeiten gesammelt, die sie als „linksextrem“ einstufen. Ob Kommunalpolitiker, Sportler, Sozialarbeiter oder Künstler – Menschen, die sich gegen Rechts oder für Flüchtlinge engagieren, stehen unter Beobachtung. Auf der Liste findet man unter anderem das Peter-Weiss-Haus in Rostock oder das Kulturzentrum „Bunte Q“ in Schwerin. Aufgelistet werden auch das Ehepaar Lohmeyer, das alljährlich das Festival „Jamel rockt den Förster“ veranstaltet, und die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“. Um auf Metapedia Erwähnung zu finden, reicht oft schon eine Kleinigkeit. Der in Greifswald geborene Fußball-Nationalspieler Toni Kroos hat einen eigenen Eintrag, weil er sich vergangenes Jahr positiv über Bundeskanzlerin Merkel äußerte.

Ein rechter und verbotener Wikipedia-Klon

Metapedia nutzt dieselbe Software wie die populäre Online-Enzyklopädie Wikipedia und sieht ihr auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Gegründet wurde es 2006, inzwischen gibt es Artikel in zwölf Sprachen. Die deutsche Ausgabe umfasst mehr als 66.000 Artikel. Mehrere hundert beziehen sich auf Mecklenburg-Vorpommern. Metapedia ist seit 2009 indiziert, also illegal in Deutschland. Wer die Seite verlinkt, macht sich strafbar. Trotzdem wächst die Zahl der Artikel in dem rechten Wikipedia-Klon von Jahr zu Jahr.

„Auf der Seite wird die Wahrheit verbogen“

Auch die Zentralstelle der Länder für den Jugendschutz im Internet beobachtet Metapedia nach eigenen Angaben. Wie Michael Wörner-Schappert von der Jugendschutz-Stelle im Gespräch mit NDR 1 Radio MV sagte, reichten die Artikel auf der Plattform von Artikeln, die Auschwitz leugneten, bis zu eindeutig volksverhetzenden Inhalten. Auf Metapedia, so der Experte, werde die Wahrheit verbogen. Die Listen mit vorgeblich linksextremen Personen und Orten hätten eine ganz klare Aufgabe, so der Jugendschutz-Experte. Auf Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus engagierten, solle Druck ausgeübt werden. Sie sollten eingeschüchtert werden. Das sei illegal, schlussfolgerte Wörner-Schappert.

Landespolitiker werden als Volksfeinde bezeichnet

In ihrem Metapedia-Artikel wird Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) als „deutschfeindliche Politikerin“ bezeichnet, die „Umvolkungspolitik“ betreibe und der „Homosexualisierung der Gesellschaft“ Vorschub leiste. Landesinnenminister Caffier wird als „Provinz-Mielke“, „Kaffern-Lori“ und „Arme-Leute-Himmler“ bezeichnet. Außerdem wird sein Engagement für die deutsch-israelischen Beziehungen hervorgehoben – als Negativ-Merkmal.

Verschwörungstheorien und Unterstellungen

Auch Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) und Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) werden generell wegen ihres Engagements gegen Rechtsextremismus, im Besonderen aber auch wegen ihres Umgangs mit der NPD im Landtag bis zur vergangenen Landtagswahl aufgeführt. Auch die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf der Plattform einen Artikel. Darin wird Merkel unter anderem unterstellt, sie sei Mitglied eines weltweiten Geheimbundes, in dem sie beispielsweise mit Satanisten kooperiere.

Politik und Staat hilflos?

In Suchmaschinen wie Google oder Bing wird die Seite nicht angezeigt, da sie indiziert ist. Experten beklagen allerdings, dass noch immer Suchergebnisse ausgespielt werden, die zu Links zu der Plattform führen. Jugendschutz-Experte Wörner-Schappert durchsucht das Internet seit Jahren nach solchen Verlinkungen und stellt Anzeigen gegen die Seitenbetreiber. Das habe den Verbreitungsradius erheblich eingeschränkt, bestätigte er.

Provider der Seite stehen im Ausland

Darüber hinaus hätten die Behörden allerdings keine Handhabe. Der Provider von Metapedia sei in den USA angesiedelt, da könnten deutsche Behörden wenig ausrichten. Ähnlich sieht das Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister. Lorenz Caffier sah auf Nachfrage von NDR 1 Radio MV nur eine Möglichkeit auf internationaler Ebene. Die Länder, in denen die Provider solcher Internetseiten beheimatet sind, seien aufgefordert zu handeln. Das sei eine Frage, die man dringend klären müsse, so Caffier.

Österreich bereitet sich auf langen Rechtsstreit vor

In Österreich will die dortige Sozialdemokratische Partei (SPÖ) inzwischen juristisch gegen Metapedia vorgehen. Doch auch dort hieß es: Gegen den rechten Wikipedia-Klon vorzugehen, werde eine äußerst langwierige und teure Angelegenheit.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Rechtsextremismus-bleibt-groesste-Problem,verfassungsschutzbericht220.html

Rechtsextremismus bleibt das größte Problem

Für den Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern bleiben Rechtsextremisten das größte Problem. Wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts für das Jahr 2016 am Dienstag in Schwerin sagte, sind in der Szene weiterhin knapp 1.500 Personen aktiv. Davon schätzten die Experten 700 als gewaltbereit ein. Daneben würden Reichsbürger und Identitäre Bewegung den Verfassungsschutz stärker beschäftigen.

Islamistische Szene wächst

Laut Verfassungsschutzbericht gehören der linksextremen Szene im Land etwa 440 Personen an, die rund zur Hälfte auch gewaltbereit seien. Auch den islamistischen Terror habe die Behörde im Blick, so Caffier. Die islamistische Bewegung wachse; die Zahl der Salafisten liege im Land aber noch bei unter 100 Personen, habe aber um gut ein Drittel zugenommen.

Im Vorjahr hatte sich Caffier besorgt gezeigt über die stark gestiegene Zahl rechtsextremistischer Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern.

https://www.ndr.de/nachrichten/dossiers/der_norden_schaut_hin/Die-rechte-Szene-in-Norddeutschland,rechtsextremismus179.html

Die rechte Szene in Norddeutschland – Was tun?

Wo sind die Hochburgen der Neonazis in Norddeutschland, was treiben die Rechtsextremen? Wo gibt es Rassismus im Alltag? Wir analysieren die rechte Szene. Und wir geben Tipps, was Sie tun können, wenn Sie Fälle rechter Gewalt und Fremdenfeindlichkeit beobachten oder selbst Opfer werden.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Justizbeamter-unter-Extremismusverdacht,identitaere146.html

Justizbeamter unter Extremismusverdacht

Es sei nicht tolerierbar, wenn der Beamte nicht verfassungstreu ist, so Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Hoffmeister.

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) lässt nach Informationen des NDR Vorwürfe gegen einen Beamten der Rostocker Staatsanwaltschaft prüfen. Der Mann gilt als Anhänger der rechtsextremen sogenannten „Identitären Bewegung“. Die Gruppierung wird auch in Mecklenburg-Vorpommern vom Verfassungsschutz beobachtet.

Teilnahme an „Identitären“-Demo in Berlin

Es geht um einen Amtsanwalt in Rostock. Amtsanwälte sind Justizbeamte, die einfache Arbeiten eines Staatsanwalts übernehmen, beispielsweise bei Diebstahl- oder Trunkenheitsdelikten. Der 50-Jährige Beamte hat nach Informationen des NDR Nordmagazins Mitte Juni an einer Demonstration der „Identitären Bewegung“ in Berlin teilgenommen. Auf seinem Facebook-Profil veröffentlicht er Texte und Fotos mit offen rechtsextremen Bezügen.

Bisher keine Stellungnahme zu Vorwürfen

Pikant: Der Rostocker ist Vorsitzender des Landesverbands des Amtsanwaltsvereins, er sitzt im Hauptpersonalrat des Justizministeriums in Mecklenburg-Vorpommern. Im Dezember vergangenen Jahres war er bei der Ministerin zum Antrittsbesuch. Hoffmeister zeigt sich alarmiert angesichts des Materials, das gegen ihren Mitarbeiter vorliegt. „Das ist natürlich etwas, was nicht tolerierbar ist, jedenfalls dann nicht, wenn es sich herausstellen sollte, dass wir hier einen Beamten haben, der nicht verfassungstreu ist, sondern weit darüber hinaus unterwegs ist.“ Die Generalstaatsanwaltschaft prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Der Dienstvorgesetzte, der leitende Oberstaatsanwalt Andrés Ritter, prüft, ob gegen den Beamten ein Disziplinarverfahren eröffnet wird. Die Justizbehörden haben den Mann mit den Vorwürfen konfrontiert, er hat offenbar bisher noch keine Stellung genommen. Auch für den NDR war er nicht zu erreichen.

Möglicherweise Zugang zu sensiblen Informationen

Möglicherweise hat der Mann auch Zugang zu sensiblen Ermittlungsergebnissen, beispielsweise zur „Identitären Bewegung“ oder anderen rechtsextremen Strukturen. Hoffmeister sagte, ihr lägen dazu keine Erkenntnisse vor. Sie lässt sich über den Fortgang der Prüfungen informieren, auch über das Wochenende.

Gruppierung macht Stimmung gegen Flüchtlinge

Die „Identitäre Bewegung“ ist offen ausländerfeindlich und gilt als rechtsextremistisch. Sie wird auch in Mecklenburg-Vorpommern vom Verfassungsschutz beobachtet. Ein Zentrum liegt in Rostock. Die Gruppierung macht vor allem Stimmung gegen Flüchtlinge – in der AfD-Fraktion des Landtags hat sie etliche Sympathisanten, unter anderem den Vize-Fraktionschef Holger Arppe.